Die Drittelregel beim Fotografieren – was ist das?

Die Drittelregel ist eine beliebte Art der Bildaufteilung in der Fotografie. Bei der Drittelregel wird das Bild gedanklich in neun Teile geschnitten. Man zieht zwei waagerechte und zwei senkrechte Linien, so dass alle neun Teile gleich groß sind. Du legst das zu fotografierende Motiv an einem der vier Schnittpunkte an, man kann es aber auch längs einer Linie platzieren.

Auf dem Bild kann man erkennen, dass der Horizont längs der unteren waagerechten Linie verläuft und dass die Mitte des Baumes auf dem unteren rechten Schnittpunkt liegt.
Der hellste Punkt des Sonnenuntergangs ist noch nahe genug am linken unteren Schnittpunkt, um ebenfalls von der Drittelregel zu profitieren.
Anfängerfehler: Die Schärfe-Einstellhilfen vieler Kameras sind in der Suchermitte angeordnet, so dass man intuitiv sehr häufig auch das Hauptmotiv in der Bildmitte platziert.

Drittelregel Drittel-Regel
Angewandte Drittelregel

Da solche Fotos oft wenig harmonisch, langweilig und statisch wirken, dient die Drittel-Regel als einfaches Hilfsmittel, um dies zu vermeiden. Hier solltest Du den Fokus zuerst auf das Hauptmotiv eingestellen und die Kamera vor dem Auslösen noch leicht bewegen. Somit ist der Bildausschnitt neu festgelegt und alles scharf. Wie bei allen Gestaltungsregeln in der Fotografie ist die Anwendung der Drittel-Regel stets vom Motiv und der Gestaltungsabsicht abhängig. Regeln bewusst zu brechen, auch die Drittelregel, kann in Einzelfällen auch zu besseren Bildern führen.

Drittelregel bei Landschftsbildern: Diese Bildbereiche werden oft den drei fotografischen Bildebenen Vordergrund, Mittelbereich und Hintergrund zugeordnet. Bei Landschaftsaufnahmen entsprechen diese dann Erde und Himmel und was es alles so zwischen Erden und Himmel geben mag.