Fotografieren mit dem Smartphone?

Kann man mit einem Smartphone vernünftig fotografieren und kann es eine ‘echte’ Kamera ersetzen ? Kann der vermeintliche Allleskönner wirklich alles ?

Smartphone-Fotografie
Smartphone: Schnell gezückt, geknipst, gelöscht – Fotografieren auf der untersten Stufe der Fototechnik

Das Smartphone als Alleskönner ?

Das Smartphone hat sich zum “Alleskönner” in unserem Alltag entwickelt. Neben der klassischen Kommunikation nutzen die User vermehrt die Foto- und Videofunktionen. Laut Statista werden weltweit über 85 Prozent aller Fotos mit dem Smartphone aufgenommen, das entspricht einem Volumen von über 1,2 Billionen Fotos.
Aber: Das sagt freilich nichts über die Qualität oder Zeigbarkeit der aufgenommenen Bilder aus. Die BILD hat auch eine höhere Auflage als die Frankfurter Allgemeine.

“Wer alles kann, kann meistens nichts”

Albert EInstein

Das Smartphone: Die professionelle Kamera ?

Circa 2008 wurden die ersten Smartphones präsentiert. Heute können wir uns ein Leben ohne Smartphone kaum noch vorstellen. Es ist klein, handlich und praktisch und darüber hinaus immer dabei, wenn sich ein überraschender Moment vor der Linse präsentiert.

Die Auflösung moderner Geräte lässt kaum noch Wünsche offen. Über Bildqualität sagt die Pixelmenge freilich nichts aus, denn die winzigen Sensoren sind empfindlich gegen Rauschen und machen schon bei Dämmerlicht keine befriedigenden Bilder mehr.
Und in der Sonne kann man das Display nicht richtig ablesen. Aber natürlich will ich ein Smartphone nicht mit einer Nikon D5 vergleichen.

Auf den ersten Blick können Smartphones alles. Mehr und mehr bleiben professionelle Spiegelreflex– und Filmkameras zu Hause. Ambitionierte Hobbyfotografen und YouTuber greifen immer häufiger zum Smartphone, wenn sie mal eben schnell ein Foto aufnehmen oder sogar ein Video drehen wollen. Inzwischen gibt es eine Vielzahl an Smartphones, die Videos sogar in 4K-Qualität aufzeichnen.

Und das ist auch schon der einzige Vorteil der Smartphones, die ja Telefone sind:
Sie sind ist leicht und handlich und Bilder lassen sich sofort “teilen”.
Qualität bei der Bildgestaltung, Sensorgröße oder späterer Fotodruck ?
Meist Fehlanzeige.

Tipp: Besser in eine leichte Einsteigerkamera investieren und das Sehen lernen. Grundsätzliches wie Zeit und Blende lernt man schnell, und die Bildergebnisse belohnen tausendfach.

Gegenüber einer Kamera müssen Hobbyfotografen und Filmer weder im Urlaub noch beim Kindergeburtstag schwere Kamerataschen schultern, um lustige Sequenzen zu dokumentieren. Mit dem Smartphone und dem richtigen Zubehör gelingen „coole“ Aufnahmen, die sofort in sozialen Netzwerken geteilt werden können.
Allerdings kann heute jeder DSLR oder DSLM Kamera ebenfalls Videos aufnehmen, wobei gute Objektive mühelos 50 Megapixel und mehr auflösen.

“Warum sollte ich mit einem Telefon fotografieren ? Ich telefoniere doch auch nicht mit einer Kamera.”

Workshops mit Profitipps

Es gilt das Gleiche wie bei herkömmlichen Kameras:
Der Umgang mit dem Smartphone muss eigentlich gelernt sein, um „coole“ Bilder und Videos zu erhalten, die man sofort mit der Familie bzw. den Freunden über soziale Netzwerke teilen, auf dem Flatscreen betrachten bzw. als großformatiges Foto an der Wand in Szene setzen kann. In der Praxis knipsen insbesondere Teenies aber überall drauf los, ohne auch nur eine Millisekunde auf die Formatwahl zu verschwenden. Die Ergebnisse sind daher genau so lieblos wie belanglos.

Ob Apple iPhone, Samsung Galaxy, Sony oder Huawei – die modernen Smartphones ermöglichen Fotos und Videos. Neben einem guten Auge für den richtigen Moment benötigt jeder Smartphone-Anwender Minimalwissen über die dürftigen Kamerafunktionen seines Smartphones sowie Know-how für die perfekte Bildkomposition. Aber sogar hier scheitern leider 98% der Handyknipser.

Knipsen im Automatik-Modus statt Sehen

“Wer sehen kann, kann auch fotografieren”, sagte der Gründer von Kodak. “Sehen lernen kann allerdings lange dauern”. Ob ein Mobiltelefon wohl dazu animiert, das eigene Auge zu schulen ?

Viele Fotos entstehen im „Robot-Modus“ – griff zum Smartphone, Kamera-App starten, Auslöser drücken und zurück in die Tasche. Hauptsache schnell ist die Devise.

Damit sich das ändert, gibt es eine Fotoschule für diese Zielgruppe:

SMARTphotoschule für Handyknipser

Es gibt sogar eine Fotoschule für Smartphone-Knipser. Das hört sich für mich an wie eine Formel-1-Ausbildung für Polofahrer, aber warum nicht ? Es bleibt allerdings abzuwarten, ob die Smartphone-Fotografen überhaupt Interesse daran haben, den Umgang mit den rudimentären Einstelkungen der App zu lernen. Oder so etwas wie ein Auge zu entwckeln. Denn wenn dem so wäre, würden sie wohl nicht mit einem Telefon fotografieren !?

Die Fotografin und Buchautorin Simone Naumann hat die erste “professionelle Fotoschule für Smartphone-Anwender” unter dem Namen „Die SMARTphotoschule“ (www.die-smartphotoschule.de) in Deutschland gegründet. Zusammen mit ihrem Dozententeam ist sie immer auf der Suche nach technischen Neuerungen und gibt ihr Fachwissen in Foto- und Video-Workshops an Einsteiger, Fortgeschrittene und Firmenkunden sowohl am Münchener Firmensitz als auch bundesweit und in Österreich weiter.

Die SMARTphotoschule (www.die-smartphotoschule.de) ist die erste Smartphone Fotoschule in Deutschland, die sich sowohl an Privatleute als auch Business-Kunden, wie z. B. Unternehmen, Agenturen, StartUps, Blogger und Selbstständige in der Kultur- und Kreativwirtschaft, wendet. 2018 gründete die Fotografin und Buchautorin Simone Naumann die SMARTphotoschule in München. Sie erkannte frühzeitig, dass ansprechendes und qualitativ hochwertiges Bild- und Bewegmaterial vom Smartphone für eine effiziente Kommunikationsarbeit in sozialen Netzwerken benötigt wird. Alle Dozenten der SMARTphotoschule sind erfahrene, engagierte Fotografen, Filmer und Business-Coaches, die theoretisches und praktisches Fachwissen für guten, aussagekräftigen visuellen Content vermitteln.

(pbx/av)