Großes Interesse an Fotografie mit Drohnen

9 von 10 möchten mit ihrer Drohne fotografieren. Aber Zeitmangel und Preis hindert jeden zweiten Interessierten noch am Drohnenkauf. Knapp jeder Vierte sorgt sich um mögliche Überregulierung. Drohnen-Fotografie ganz oben auf der Liste.

Foto und Video ist bei Drohnenpiloten im Fokus

Ob für Landschaftsaufnahmen, für Luftbilder des eigenen Hauses oder beim Sport und in der Freizeit: Aus der Vogelperspektive zu fotografieren ist für viele Bundesbürger reizvoll. Denn 88 Prozent derjenigen, die eine Drohne besitzen oder am Kauf interessiert sind, möchten ihre Drohne für Fotografie- und Videoaufnahmen von Landschaft und Natur nutzen. Dagegen 58 Prozent wollen gerne Orte, die man sonst nicht zu sehen bekommt, mit ihrer Drohne überfliegen und fotografieren und 44 Prozent würden gerne ihre sportlichen Aktivitäten per Drohnenaufnahme festhalten. Das zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 1.005 Bundesbürgern ab 14 Jahren.

Dagegen einfach nur mit ihren Drohnen fliegen möchten 17 Prozent. „Die Kamera der Drohnen erlaubt eine neue Sicht auf die Dinge und zeigt uns Orte, die man sonst nicht zu sehen bekommt und die dem Auge sonst verborgen sind“, sagt Marc Bachmann, Bereichsleiter Luftfahrt beim Bitkom. „Nach Industrie und Profi-Fotografen entdecken nun auch zunehmend die Verbraucher den Reiz von fliegenden Kameras. Denn Luftaufnahmen waren noch nie so günstig und einfach zu bekommen.“


Strand von oben Fotografie mit Drohnen
Drohnenbild: Strand von oben

500.000 private Drohnen in Deutschland

Übrigens, laut Bundesverkehrsministerium gibt es derzeit circa 500.000 private Drohnen. Außerdem 10 Prozent der Befragten planen laut der Bitkom-Umfrage derzeit den Kauf oder haben Interesse am Kauf eines unbemannten Luftfahrzeugs. Allerdings hindert viele noch der Preis am Kauf einer Drohne. Jeder zweite Interessent (53 Prozent) sagt, dass ihm Drohnen noch zu teuer sind. 55 Prozent geben Zeitmangel als Grund an, warum sie noch keine Drohne gekauft haben. Knapp jeder Vierte (24 Prozent) sorgt sich vor Überregulierung des Drohneneinsatzes und schreckt deshalb vor einem Kauf zurück, weil er befürchtet, dann im Nutzungsspektrum eingeengt zu sein.

Bei der Nutzung der Drohne gibt es einige Regeln zu beachten.

„Grundsätzlich haftet der Führer der Drohne, wenn bei einem Flug Schäden verursacht werden“, so Bachmann. „Wer selbst eine Drohne steigen lassen möchte, sollte sich daher vorab gründlich informieren, ob beziehungsweise unter welchen Bedingungen die Nutzung erlaubt ist.“ Bundeskabinett und Bundesrat haben vor wenigen Wochen für die unbemannten Flugobjekte strengere Vorschriften beschlossen. Die Verordnung beinhaltet unter anderem die Kennzeichnungspflicht mit einer Plakette mit Namen und Adresse für Drohnen ab einem Gewicht von 250 Gramm sowie den „Führerschein“ für größere Drohnen ab zwei Kilogramm Gewicht. Für den Betrieb auf Modellfluggeländen soll kein Führerschein verlangt werden. Über Industrieanlagen, Menschenansammlungen und über Autobahnen sowie an Flughäfen gilt für Drohnen ein Flugverbot. Die neue Drohnenverordnung des Bundesverkehrsministeriums:
http://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/LR/151108-drohnen.html.

Fotografieren mit Drohnen: So entstehen beeindruckende Bilder aus der Luft
  • André Alexander Baumann, Johannes Hulsch, Kevin Krautgartner, Julius Krebs, Sebastian Sperner, Michael Schauer
  • Herausgeber: Rheinwerk Fotografie
  • Auflage Nr. 1 (24.06.2019)
  • Gebundene Ausgabe: 272 Seiten

Methodik und Bitkom

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine repräsentative Befragung, die Bitkom Research im Auftrag des des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 1005 Bundesbürger ab 14 Jahren befragt. Die Fragen lauteten: „Wozu nutzen Sie Ihre Drohne bzw. würden Sie Ihre Drohne nutzen?“, „Besitzen Sie persönlich eine Drohne?“ und „Was hindert Sie am Kauf einer Drohne?“BITKOM – Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.

Bitkom vertritt mehr als 2.400 Unternehmen der digitalen Wirtschaft, davon gut 1.600 Direktmitglieder. Sie erzielen mit 700.000 Beschäftigten jährlich Inlandsumsätze von 140 Milliarden Euro und stehen für Exporte von weiteren 50 Milliarden Euro. Zu den Mitgliedern zählen 1.000 Mittelständler, 300 Start-ups und nahezu alle Global Player. Sie bieten Software, IT-Services, Telekommunikations- oder Internetdienste an, stellen Hardware oder Consumer Electronics her, sind im Bereich der digitalen Medien oder der Netzwirtschaft tätig oder in anderer Weise Teil der digitalen Wirtschaft. 78 Prozent der Unternehmen haben ihren Hauptsitz in Deutschland, jeweils 9 Prozent kommen aus Europa und den USA, 4 Prozent aus anderen Regionen. Bitkom setzt sich insbesondere für eine innovative Wirtschaftspolitik, eine Modernisierung des Bildungssystems und eine zukunftsorientierte Netzpolitik ein.

(pbx)