Sensorreinigung selbst machen: Kamerasensor reinigen

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Bei Kameras mit Wechselobjektiven lagert sich Staub auf dem Sensor ab. Dunkle Flecken auf dem Foto sind die Folge von Sensorstaub. Wie man sie durch eine Sensorreinigung selbst leicht entfernen kann:

Sensorreinigung Staub selbst machen
Sensorreinigung

Viele Fotogeschäfte bieten eine “professionelle Sensorreinigung” an. Die kostet in der Regel zwischen 29 und 49 EUR und beinhaltet genau das, was man auch genau so gutzselbst machen kann.

Staub auf dem Sensor selbst entfernen

Ob Canon oder Nikon, ob Spiegelreflexkamera oder spiegellose Systemkamera: Bei jedem Objektivwechsel ist der Spiegelkasten offen. Somit gelangt jedes Mal Staub auf den Sensor. Dieser Staub ist im Sucher zwar oft mit bloßem Auge nicht erkennbar, macht sich auf dem späteren Bild aber als schwarzer Punkt bemerkbar. Das gilt für Spiegelreflexkameras (DSLR) sowie auch für Spiegellose (DSLM).

Zwar gibt es einige selbstreinigende Kameras, die durch eine schnelle Wackelbeweging Staub abschütteln (z.B. Nikon D810), aber manche Verunreinigungen halten sich hartnäckig auf dem Kamerasensor. Diese sind dann später leider auf jedem Bild zu sehen. Hier hilft dann nur eine Sensorreinigung.

Insbesondere in hellen Bildregionen wie Himmel sind die Flecken durch Sensorstaub inzwischen gut sichtbar und sehr störend:

Sensorreinigung Staub selbst machen
Sensorstaub auf dem Bild: Solche Flecken musst Du einfach entfernen durch Reinigen des Sensors.

Eine professionelle Sensorreinigung ist meist aufwendig und mitunter auch teuer. Manche Fotogeschäfte bieten sie an, manche Kamera-Hersteller auf Messen ebenfalls. Man muss die Reinigung aber nicht machen lassen, sondern kann den Sensor auch einfach selbst reinigen. Wir zeigen eine kostengünstige Methode, die Reinigung selbst zu machen. Das ist nicht gefährlich und funktioniert überall.

1. Vorreinigung

Keinesfalls sollte man mit dem Mund in den Spiegelkasten pusten. Denn auch bei größter Vorsicht gelangen kleinste Speicheltropfen auf den Kamerasensor, was das Problem nur verschlimmert.

Oft wird in dubiosen Foren auch davon berichtet, dass Tesafilm oder Scotch MagicTape verwendet werden kann. Das soll dann auf den Sensor geklebt werden, und man zieht es zusammen mit dem Staub wieder ab. Das ist natürlich weder professionell, noch bringt es das gewünschte Ergebnis. Vor allem ist eine solche Methode viel zu gefährlich, wenn man mit großen Fingern im Kamerainneren herum fummelt und versucht, etwas auf dem hochempflindlichen Bildsensor anzubringen.

Auch Wattestäbchen oder Wattepads haben bei der Renigung nichts verloren.

Stattdessen kauft man sich speziell für diesen Zweck erhältlichen Blasebalg, hält den Body mit der Öffnung nach unten und bläst zunächst den Spiegelkasten aus. Anschließend erfolgt die Nassreinigung wie nachfolgend beschrieben.

2. Sensorreinigung mit dem Reiningungskit

Die Sensorreinigung ist simpel. Zunächst wird der Spiegelkasten mit einem Blasebalg ausgepustet. Danach Spiegel und Verschluss hochklappen. Jetzt musst Du mit dem Blasebalg den Sensor reinigen durch Pusten, dabei den Sensor nicht berühren !

Wenn Spiegel und Verschluss oben sind, sodann einen der Reinigungs- “Swabs” (siehe Abbildung nebenan, Amazon) mit der beiliegenden Lösung tränken. Dann sanft damit über den Sensor wischen. Der Stub bleibt daran hängen. Vorgang danach in umgekehrter Richtung wiederholen, fertig. Der Sensorstaub bleibt daran hängen.
Keine Wattestäbchen benutzen, denn die fusseln!

Das ganze Vergnügen gibt es bei Amazon schon für 29,50 €.

Den Swab danach wegwerfen und nicht wiederverwenden!

ZUsammenfassung: Sensorreinigung selbst machen

Im Grunde ist die Reinigung also unkompliziert. Der Sensorstaub wird dabei schonend entfernt. Man sollte vor der Sensorreinigung jedoch die folgenden Punkte beachten:

Benötigte Zeit: 5 Minuten.

Wie man den Sensor einer Spiegelreflex (DSLR) selbst reinigt:

  1. Kamera- Akkus laden

    Akkus in der Kamera müssen voll sein, damit der Spiegel bei DSLR oben bleibt.
    Wenn die Kamera eine externe Stromversorgung hat wie die Profimodelle von Nikon, dann diese anschließen

  2. Spiegelkasten ausblasen

    Mit dem speziellen Foto-Blasebalg den SPiegelkasten bei abgenommenem Objektiv ausblasen. Dabei die Kameraöffnung nach unten halten, danit sich Staub nicht verteilt, sondern herausfällt.

  3. Verschlusszeit auf 30 Sekunden oder auf B (bulb) stellen

    Verschluss bleibt 30 Sekunden offen bzw. solange man den Auslöser drückt.

  4. Auslöser drücken.

    Der Spiegel schwingt hoch, der Verschluss öffnet sich und gibt den Sensor bzw. Sensorstaub frei. Bei Bulb-Einstellung den Auslöser gedrückt halten!

  5. Reinigung mit dem hier beschriebenen Zubehör beginnen:

    Den Sensorswab gemäß Anleitung einmal hin und her ziehen, fertig!
    Danach wegwerfen und nicht später wieder verwenden!

Spiegelreflexkameras (DSLR) und Spiegelose (DSLM) haben verschiedene Sensorgrößen. Die Swabs (auch Dust-Swabs) zur Sensorreinigung gibt es daher zu jeder Kameragattung passend:

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Andreas Volz
Gründer von Webdigital und Fotograf seit Jugendzeit. Ich hatte meist Nikon-Kameras. Angefangen mit Nikon F3, F4 und F5 kam ich mit einer D1 ins digitale Fotozeitalter. Es folgten D2H, D3 und D810. DSLR faszinieren mich genau so wie spiegellose Modelle.