Gesetz Regeln für den Betrieb von Drohnen

Hier sind alle Regeln für den Betrieb von Multicoptern in Deutschland zusammengefasst. Umgangssprachlich als Drohnengesetz bezeichnet, findest Du hier alle Vorschriften für den Drohnenflug:

Drohnenverbot Drohnengesetz Regeln Gesetz

Die Deutschen wünschen sich mehr Regulierung in Verbindung mit dem Drohnenbetrieb, außerdem sind die Deutschen ja für ihre Regulierungswut bekannt, also muss es auch zum Betrieb von Drohnen entsprechende Vorschriften geben. Ein Drohnengesetz muss her.
Erlaubt ist lange nicht alles, was Spaß macht. Doch was ist erlaubt und was nicht? Wir klären auf.

Definition: Was ist eine Drohne im Drohnengesetz?

Dazu muss der Gesetzgeber erst einmal definieren, was eine Drohne überhaupt ist. Aber dies macht das Gesetz recht eindeutig:

Unter einer „Drohne“ versteht man ein unbemanntes Fluggerät. Denn das Luftrecht unterscheidet zwischen unbemannten Luftfahrtsystemen und Flugmodellen. Gemäß § 1 Luftverkehrsgesetz handelt es sich bei unbemannten Luftfahrtsystemen um ausschließlich gewerblich genutzte Geräte. Hingegen Flugmodelle sind privat, also zum Zwecke des Sports oder der Freizeitgestaltung genutzte Geräte.

Wesentliche Regeln und Regelungen:

Kennzeichnungspflicht

Alle Flugmodelle und unbemannten Luftfahrtsysteme ab einer Startmasse von mehr als 0,25 kg (‘Drohnen’,’Multicopter’ etc.) müssen künftig gekennzeichnet sein, um im Schadensfall schnell den Halter feststellen zu können. Die Kennzeichnung erfolgt mittels Plakette aus Glas oder Aluminium mit Namen und Adresse des Eigentümers. Eine ganz einfache Bestellmöglichkeit gibt es hier.

Kenntnisnachweis: 

Für den Betrieb von Flugmodellen und unbemannten Luftfahrtsystemen ab 2 kg ist künftig ein Kenntnisnachweis erforderlich. Der Nachweis erfolgt durch a) gültige Pilotenlizenz, b) Bescheinigung nach Prüfung durch eine vom Luftfahrt-Bundesamt anerkannte Stelle (auch online möglich), Mindestalter: 16 Jahre c) Bescheinigung nach Einweisung durch einen beauftragten Luftsportverband (DMFV oder DAeC) oder eines von ihm beauftragten Vereins (gilt nur für Flugmodelle), Mindestalter 14 Jahre. Die Bescheinigungen gelten für 5 Jahre. Für den Betrieb auf Modellfluggeländen ist kein Kenntnisnachweis erforderlich.

Erlaubnisfreiheit: 

Für den Betrieb von Flugmodellen und unbemannten Luftfahrtsystemen unterhalb einer Gesamtmasse von 5 kg ist grundsätzlich keine Erlaubnis erforderlich. Der Betrieb durch Behörden ist generell erlaubnisfrei, wenn dieser zur Erfüllung ihrer Aufgaben stattfindet, ebenso der Betrieb durch Organisationen mit Sicherheitsaufgaben,z.B.Feuerwehren, THWDRK etc. Also ist hier das Drohnengesetz ohne besondere Vorschriften.

Erlaubnispflicht: 

Für den Betrieb von Flugmodellen und unbemannten Luftfahrtsystemen über 5 kg und für den Betrieb bei Nacht ist eine Erlaubnis erforderlich. Diese wird von den Landesluftfahrtbehörden erteilt. Zusätzlich ist eine Genehmigung erforderlich, wenn in einem Gebiet mit Flugbeschränkung (ED-R) geflogen werden soll. Indes weitere Informationen zum Antragsverfahren beim Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung (BAF) finden Sie unter www.baf.bund.de.

Chancen für die Zukunftstechnologie: 

Gewerbliche Nutzer brauchten für den Betrieb von unbemannten Luftfahrtsystemen bisher eine Erlaubnis – unabhängig vom Gewicht. Denn künftig ist für den Betrieb von unbemannten Luftfahrtsystemen unterhalb von 5 kg grundsätzlich keine Erlaubnis mehr erforderlich. Zudem wird das bestehende generelle Betriebsverbot außerhalb der Sichtweite für gewerbliche Nutzer aufgehoben. Landesluftfahrtbehörden können dies künftig für Geräte ab 5 kg erlauben.

Betriebsverbot !

Ein Betriebsverbot gilt künftig für Flugmodelle und unbemannte Luftfahrtsysteme per Gesetz außerhalb der Sichtweite für Geräte unter 5 kg; in und über sensiblen Bereichen, z.B. Einsatzorten von Polizei und Rettungskräften, Krankenhäusern, Menschenansammlungen, Anlagen und Einrichtungen wie JVAs oder Industrieanlagen, oberste und obere Bundes- oder Landesbehörden, Naturschutzgebieten; über bestimmten Verkehrswegen wie Autobahnen und Bundeswasserstraßen; in Kontrollzonen von Flugplätzen (auch An- und Abflugbereiche von Flughäfen), 

in Flughöhen über 100 Metern über Grund, es sei denn, der Betrieb findet auf einem Gelände statt, für das eine allgemeine Erlaubnis zum Aufstieg von Flugmodellen erteilt und für die eine Aufsichtsperson bestellt worden ist, oder, soweit es sich nicht um einen Multicopter handelt, der Steuerer ist Inhaber einer gültigen Erlaubnis als Luftfahrzeugführer oder verfügt über einen Kenntnisnachweis. 

Weiterhin über Wohngrundstücken, wenn die Startmasse des Geräts mehr als 0,25 kg beträgt oder das Gerät oder seine Ausrüstung in der Lage sind, optische, akustische oder Funksignale zu empfangen, zu übertragen oder aufzuzeichnen. Jedoch Ausnahme: Der durch den Betrieb über dem jeweiligen Wohngrundstück in seinen Rechten Betroffene stimmt dem Überflug ausdrücklich zu, 

Über 25 kg (gilt nur für „Unbemannte Luftfahrtsysteme“).Die zuständige Behörde kann Ausnahmen von den Verboten zulassen, wenn der Betrieb keine Gefahr für die Sicherheit des Luftverkehrs oder die öffentliche Sicherheit oder Ordnung, insbesondere eine Verletzung der Vorschriften über den Datenschutz und über den Naturschutz darstellt und der Schutz vor Fluglärm angemessen berücksichtigt ist. Insbesondere bei einem geplanten Betrieb außerhalb der Sichtweite lässt sich die Genehmigungsbehörde eine objektive Sicherheitsbewertung vorlegen.

Ausweichpflicht: 

Unbemannte Luftfahrtsysteme und Flugmodelle sind verpflichtet, bemannten Luftfahrzeugen und unbemannten Freiballonen auszuweichen.

Einsatz von Videobrillen:

Flüge mithilfe einer Videobrille sind erlaubt, wenn sie bis zu einer Höhe von 30 Metern stattfinden und das Gerät nicht schwerer als 0,25 kg ist oder eine andere Person es ständig in Sichtweite beobachtet und in der Lage ist, den Steuerer auf Gefahren aufmerksam zu machen. Dies gilt als Betrieb innerhalb der Sichtweite des Steuerers.

Inkrafttreten der Regeln aus dem Gesetz

Indes wurde die Verordnung “Drohnenregeln Gesetz” im April 2017 im Bundesgesetzblatt verkündet und ist im April 2017 in Kraft getreten. Die Regeln bezüglich der Kennzeichnungspflicht und die Pflicht zur Vorlage eines Kenntnisnachweises gelten seit dem 1 Oktober 2017.

Wann muss ich eine Plakette anbringen ?

Die neue Verordnung (“Drohnengesetz”) sieht vor, dass der/die Eigentümer/in eines Flugmodells oder eines unbemannten Luftfahrtsystems mit einer Startmasse von mehr als 0,25 Kilogramm an sichtbarer Stelle seinen/ihren Namen und Anschrift in dauerhafter und feuerfester Beschriftung an dem Fluggerät anbringen muss.

Woher bekomme ich eine Plakette ?

Hier:

Roboterwerk Drohnen-Kennzeichen - eloxiertes Aluminium, Titan, High-Tech Glas - präzise Laserbeschriftung inkl. hilfreicher Pilotenkarte (Plakette zur Adress-Kennzeichnung)
27 Bewertungen
Roboterwerk Drohnen-Kennzeichen - eloxiertes Aluminium, Titan, High-Tech Glas - präzise Laserbeschriftung inkl. hilfreicher Pilotenkarte (Plakette zur Adress-Kennzeichnung)
  • Aluminium - vielseitig und in verschiedenen, attraktiven Farben erhältlich
  • Titan - hält extremen Belastungen stand und hebt sich durch außergewöhnliche Stabilität von anderen Metallen ab
  • Glas - besonders gehärtet, elastisch und transparent; kann an beliebiger Stelle angebracht werden, da die Sensoren Ihrer Drohne nicht beeinträchtigt werden (hochwertiges High Tech Glas aus der Smartphone-Technologie)
  • Inklusive Pilotenkarte - die aktuellsten gesetzliche Bestimmungen mit hilfreicher Pre-Flight-Checklist
  • Größe - 30x10mm oder 31x19mm; gestochen scharfe Beschriftung durch Panasonic Lasermarkiersysteme, stark selbstklebend

Lesen Sie auch

Fotografieren mit Drohnen (Buchbesprechung)