Capture One Pro als leistungsstarke Alternative zu Lightroom?

Capture One Pro 21 hat einige leistungsstarke neue Funktionen und Werkzeuge. Taugt die Bildbearbeitung-Software als Alternative zu Lightroom? Hier ist ein Vergleich der Bildbearbeitungssoftware.

Während Capture One oft als Lightroom-Alternative angepriesen wird, ist es unter Fotografen als “fortgeschrittener” All-in-One-Fotoeditor bekannt. Er richtet sich an ernsthafte Hobbyfotografen und Profis, die nach umfangreichen Bearbeitungsmöglichkeiten in einem einzigen Paket suchen. So weit ist es also der gleiche Anspruch wie bei dem Pendant von Adobe.

Im Vergleich zu Lightroom ist Capture One jedoch schwieriger zu erlernen – aber vielleicht auch das bessere Programm, wenn man einmal den Dreh raus hat. In fast allen Bereichen kann Capture One Pro 21 mit Lightroom mithalten – Bearbeitung für Bearbeitung.

Aber das Programm übertrifft Lightroom auch in einigen wichtigen Punkten, weshalb immer mehr ernsthafte Fotografen auf Capture One umgestiegen sind.

Was also bietet Capture One 21?

Zunächst einmal die neuen Funktionen:

Capture One 21 verfügt jetzt über einen Dehaze-Schieberegler, der Dunst aus den Fotos entfernt und so für einen knackigen, kontrastreichen Look sorgt. Außerdem gibt es verbesserte Farbprofile für bestimmte Kameras, darunter die spiegellosen High-End-Modelle von Sony sowie eine Handvoll Nikon und Canon DSLRs und MILCs.

Capture One vs Lightroom Vergleich
Capture One vs Lightroom

Phase One hat auch Leistungsverbesserungen versprochen und behauptet, dass es mit Capture One 21 “schneller als je zuvor sein wird, Fotos zu suchen und zu durchsuchen”. Es gibt auch eine brandneue “Speed Edit”-Funktion, mit der Sie Bilder schnell bearbeiten können, ohne Schieberegler zu benutzen. Stattdessen können Sie Änderungen mit ein paar Hotkeys und dem Scrollrad vornehmen.

Weitere neue Funktionen sind die Unterstützung von 8-Bit-HEIC-Dateien durch Capture One, so dass Sie Ihre HEIC-Smartphone-Fotos direkt in Capture One bearbeiten können. ZUdem gibt es eine Reihe von integrierten Tipps und Tutorials, um Capture One 21 so schnell wie möglich zu beherrschen.

Natürlich verfügt Capture One 21 auch über die üblichen herausragenden Funktionen. Da wären zunächst die klassenbesten Farbwerkzeuge, mit denen Sie Ihre Fotos durch selektive Farbanpassungen und präzise Farbkorrekturen auf die nächste Stufe heben können. Da hat Lightroom im Vergleich noch einiges aufzuholen, denn diese Funktionen sind dem fortgeschritteneren Photoshop vorbehalten.

Capture One Pro 21 mit verschiedenen Farbprofilen.

Mehr als nur ein RAW Konverter

Dann gibt es die leistungsstarken Management-Funktionen, die sowohl eine sitzungsbasierte als auch eine katalogbasierte Organisation ermöglichen, sowie eine Verschlagwortung, umfassende Exportoptionen und eine nahtlose Photoshop-Integration.

Und schließlich gibt es eine Reihe von leistungsstarken Anpassungswerkzeugen, einschließlich Ebenen, Luminanzmaskierung, Ebenen, Kurven und mehr. Was die Ebenen angeht, hat Lightroom hier tatsächlich noch Nachholbedarf. Das wird sicher in einem der Updates in nächster Zeit kommen. Schließlich belebt die Konkurrenz das Geschäft.

Für fortgeschrittene Fotografen, die nach einer umfassenden Alternative zu Lightroom suchen, ist Capture One 21 die richtige Wahl. Sie können es hier für eine einmalige Lizenz erwerben, oder Sie können ein Abonnement abschließen. Alternativ können Sie auch eine 30-tägige kostenlose Testversion hier herunterladen. Im Gegensatz zu Lightroom bietet Capture One Pro 21 die Möglichkeit, die Software nur für Sony, Canon oder Nikon Kameras zu benutzen, Kosten im Abo ca. 11 Euro analog Lightroom – wobei im Fotoabo von Adobe auch Photoshop schon mit dabei ist plus Cloud-Speicher inclusive.

Haben Sie die Capture One Pro 21 oder Vorgänger schon ausprobiert? Sind Sie ein Fan? Und was bevorzugen Sie, Capture One oder Adobe Lightroom? Teilen Sie es in den Kommentaren mit!

Buch zum Thema:

Capture One Pro 21: Profitricks und Expertenwissen zur Bildbearbeitung. In über 100 Workshops
  • Wolf, Jürgen (Autor)
  • 399 Seiten - 22.01.2021 (Veröffentlichungsdatum) - Rheinwerk Fotografie (Herausgeber)


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Andreas Volz
Gründer von Webdigital und Fotograf seit Jugendzeit. Ich hatte meist Nikon-Kameras. Angefangen mit Nikon F3, F4 und F5 kam ich mit einer D1 ins digitale Fotozeitalter. Es folgten D2H, D3 und D810. DSLR faszinieren mich genau so wie spiegellose Modelle.

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