Sony a1 – erste Eindrücke des spiegellosen 50MP Flaggschiffs

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Während die A7r IV mit 61 Megapixeln die höchstauflösende Alpha bleibt, nimmt die Sony a1 ihre 50-Megapixel-Bilder mit einem neuen Stacked-CMOS-Sensor auf.

Sony a1 als High-End Vollformatkamera mit 50 MP

Die Sony Alpha 1, kurz Sony a1, ist eine spiegellose High-End-Kamera mit einem 50 Megapixel Vollformatsensor. Dazu kommen integrierte Stabilisierung und elektronische Serienaufnahmen mit 30 Bildern pro Sekunde. Außerdem gibt es eine breite Palette von Videomodi, darunter 4k 120p und 8k 30p. Die Sony a1 wurde im Januar 2021 angekündigt und ist das erste Modell einer neuen Serie. Das Flaggschiff ist oberhalb der bestehenden Modelle A7 und A9 positioniert. Es kombiniert Geschwindigkeit, hohe Auflösung und Profi-Videos mit einem entsprechenden Preis. Denn mit rund 7300€ für das Gehäuse allein ist sie die bisher teuerste Alpha.

Sony A1 Alpha 1
Sony Alpha 1

Während die A7r IV mit 61 Megapixeln die höchstauflösende Alpha bleibt, nimmt die Sony a1 ihre 50-Megapixel-Bilder mit einem neuen Stacked-CMOS-Sensor auf. Dieser unterstützt wie die A9-Serie schnelle elektronische Serienbilder ohne Blackout und mit geringem Rolling Shutter. Die Sensorauslesung ist angeblich 1,5 mal schneller als bei der A9 II.

Der elektronische Verschluss der a1 kann 50-Megapixel-Bilder mit bis zu 30 Bildern pro Sekunde ohne Blackout aufnehmen. Und zwar mit Verschlusszeiten von bis zu 1/3200s. Der großzügige Puffer erlaubt bis zu 155 komprimierte RAW- oder 165 JPEG-Bilder; außerdem gibt es jetzt Anti-Flicker-Modi und fein einstellbare Verschlusszeiten für elektronische Aufnahmen, um Banding zu minimieren oder zu eliminieren. Der mechanische Verschluss feuert mit bis zu 10 Bildern pro Sekunde und Verschlusszeiten bis zu 1/8000s.

Zum ersten Mal können Sie mit dem elektronischen Verschluss einen Blitz verwenden – mit einer Synchronisation von 1/200s. Zudem ist mit dem mechanischen Verschluss eine schnellere Synchronisation von 1/400 möglich (oder 1/500 im APSC-Modus). Außerdem steht ein Pixel-Shift-Modus zur Verfügung, der Bilder mit bis zu 199 Megapixeln erzeugen kann. Allerdings ist das immer noch eine externe Montage mit der Imaging Edge Desktop-Software.

Die neuen BIONZ XR Prozessoren der Sony a1 sorgen für eine schnellere Belichtung und Fokussierung mit bis zu 120 Berechnungen pro Sekunde. Sie unterstützen jetzt auch die Tieraugenerkennung für Vögel (Fotos nur für den Tier-AF, nicht für Video) sowie den Betrieb bei Blenden von nur f22.

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Video: 8K mit bis zu 30p, 4K mit 120p

In Sachen Video filmt die A1 ungeschnittenes 8k bis zu 30p.

Dank der Kodierung kann man 8k auf eine SD-Karte aufzeichnen und Sony gibt eine Aufnahmezeit von mindestens 30 Minuten an. 4k ist bis zu 120p (mit einem 10%igen Crop) entweder in XAVC HS 4:2:2 10-bit oder XAVC S 8-bit mit bis zu 200Mbit/s verfügbar. Alle Videos sind im Seitenverhältnis 16:9, also immer noch kein DCI intern. Der Blitzschuh unterstützt das digitale Mikrofonzubehör.

Der Sucher der Sony a1 hat die gleiche Auflösung des OLED-Panels mit 9,44 Millionen Punkten wie bei der A7S III, jedoch mit einer schnelleren Bildwiederholrate von 240 Bildern pro Sekunde und einer großen 0,9-fachen Vergrößerung. Der Bildschirm ist derselbe wie bei der A7r IV. Er lässt sich also vertikal kippen, statt zur Seite zu klappen. Sie wird mit dem Akku der Z-Serie betrieben. Sony gibt 530 Aufnahmen mit dem Bildschirm oder 430 mit dem Sucher an; der Griff VG-C4EM unterstützt zwei Akkus. Wie bei der A7S III gibt es zwei Kartensteckplätze, die jeweils entweder SD- oder CF-Karten vom Typ A unterstützen.

Die Kamera dürfte insbesondere für Hochzeitsfotografen interessant sein.

Für die Konnektivität gibt es 802.11ac 2×2 MIMO bei 2,4 oder 5 GHz, 10Gbps USB C (v3.2), 1Gbit Ethernet LAN, PC Sync (nur mechanischer Verschluss), Micro USB und 3,5mm Mikrofon- und Kopfhörerbuchsen. Das neue Experia Pro 5G-Telefon kann direkt an den USB-C-Anschluss angeschlossen werden, um direktes Tethering für mobile Daten zu ermöglichen. Es kann auch als externer 4k-HDMI-Monitor verwendet werden.

Das alles zusammen ergibt Sonys bisher leistungsfähigste Alpha, wenn auch die teuerste. Im Vergleich zu einer Canon 1Dx III oder Nikon D5 ist der Preis nicht unangemessen. Aber obwohl die Sony a1 eine Menge einzigartiger Funktionen bietet, werden viele der Schlagzeilen von der Canon EOS R5 (zu fast der Hälfte des Preises) übertroffen.

Weitere Informationen zur Sony a1 und weitere Eindrücke gibt es auch bei DPReview.

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Stephan Bockler
Redakteur in Nebentätigkeit bei Webdigital und immer interessiert an neuen Kameras und Fototechnik.

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