Ratgeber: Tipps zum Fotografieren bei Gegenlicht

Fotografieren bei Gegenlicht
Gegenlicht

Automatikprogramme von Kameras funktionieren selten befriedigend bei Gegenlicht. Die automatisch belichteten Bilder werden meist zu dunkel fotografiert, wenn die Lichtquelle(n) im Messbereich liegen. Fotografie bei schwierigen Lichtverhältnissen ist aber gerade interessant.

Falls die Kamera es zulässt, empfiehlt sich mehrfache Spotmessung auf bildwichtige Bereiche. Daraus folgt die Berechnung eines Mittelwertes und manuelle Einstellung der Kamera. Bei gewünschtem Gegenlicht wie im Beispielbild wurde keine Belichtungskorrektur vorgenommen, um die abendliche Stimmung sowie die Silhouettenwirkung nicht zu zerstören.

Ein Aufhellblitz kann helfen

Wenn die Gegenlichtsituation so ist, dass sich nur ein Objekt in kurzer Distanz befindet, kann es auch nützlich sein, den Blitz als Aufhellblitz zuzuschalten, um den Vordergrund gegenüber dem Hintergrund aufzuhellen und dadurch den Kontrast etwas zu verringern.

Über diesen und mehr Tricks lesen Sie in der nebenstehend abgebildeten Fotoschule.

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Fotografie Tipps für Gegenlicht

Gegenlicht, das in das Objektiv eines Fotoapparates fällt, hat eine ganze Reihe von Auswirkungen auf das entstehende Bild:

  • Trifft das Licht einer Lichtquelle direkt aufs Objektiv, sind auf dem Bild eine Reihe von Abbildern der Blende zu sehen. Sie entstehen durch unerwünschte Reflexioneninnerhalb der Kamera. Daher sind sie je nach Güte des Objektives und den Reflexionen innerhalb des Kameragehäuses unterschiedlich stark ausgeprägt. Dennoch kannst du diesen Effekt meist mit Gegenlichtblenden wirksam vermindern. Bei manchen Bildern werden solche Reflexionen aber auch als Ausdrucksmittel eingesetzt und durch Filter künstlich hervorgerufen. Daher sollte man beim Fotografieren im Gegenlicht immer eine solche Sonnenblende verwenden.
  • Ist die direkte Lichtquelle durch einen Teil des Motives verdeckt, so erscheint dieses bei automatischer Belichtungsmessung zu dunkel. Und das meist vor einem korrekt beleuchteten Hintergrund! Deshalb sollte man bei Gegenlicht-Porträts stets zusätzliche Lichtquellen (etwa ein Blitzlicht) verwenden, wenn das Gesicht erkennbar sein soll. Dies ist selbst bei hochwertigen Kameras, die Gegenlichtsituationen erkennen, nötig, da sie sonst den Hintergrund überbelichten.
  • Neben diesem Hell-Dunkel-Kontrast werden Farbkontraste abgeschwächt, so dass farblich flaue Bilder entstehen können. Dazu trägt auch die sogenannte Schleierbildung der Objektive bei Gegenlichtsituationen bei.
  • Transparente oder teiltransparente helle Objekte leuchten im Gegenlicht auf. Dabei können Strukturen deutlich werden, die im Auflicht von der Objektoberfläche verdeckt bleiben.