Spotmessung: Kontraste spielend im Nu bewältigen

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Bei der Spotmessung misst man nur einen sehr kleinen Teil des Bildes. Alles andere fließt überhaupt nicht in die Messung mit ein. Sie gehört zu den Messmethoden.

Was ist Spotmessung?

Sie gehört zu den Messmethoden, die wir an anderer Stelle beschrieben haben.

Damit lässt sich die Belichtung des Fotos sehr genau steuern. Zu helle oder zu dunkle Bilder sind bei richtiger Wahl also passé.

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Ansehen

Wozu überhaupt Spotmessung ?

Es gibt Motive mit hohen Unterschieden in der Helligkeit. Dabei kommt garantiert eine Fehlbelichtung heraus, wenn man eine Standard Messmethode anwendet (also Matrixmessung).

Auch die mittenbetonte Messung liefert nicht immer gute Ergebnisse. Denn schließlich ist das zu messende Objekt nicht zwangsläufig in der Bildmitte. Außerdem kann der Messkreis größer sein als das Motiv. Somit ein größeres Areal gemessen, als nötig.

Genau hier kommt die Spotmessung ins Spiel, die die Belichtung nur in einem sehr kleinen Teils des Suchers misst. Dadurch kann punktgenau auf einen bestimmten Bildteil belichtet werden.

Zunächst stellt man die Spotmessung (engl.Spot = Punkt) an der Kamera ein. Meist handelt es sich um ein Symbol mit einem kleinen Kreis in der Suchermitte. Nur innerhalb des Kreises erfolgt die Messung. Damit lässt sich sehr genau bestimmen, wo gemessen werden soll.

Meist wird eine Spotmessung eingesetzt, wenn sich das Hauptmotiv in seiner Helligkeit sehr stark von der Umgebung abhebt. Sowie dann, wenn Sie große helle oder dunkle Flächen mit im Bild haben. Denn diese würden bei anderen Messmethoden ebenfalls gemessen werden und die Belichtung verfälschen.

Außerdem sollten Sie sich jedoch angewöhnen, den Speicher für den Messwert zu nutzen (AE-L).
Sonst messen Sie die Belichtung immer nur in der Bildmitte, während sich Ihr Hauptmotiv an einer anderen Stelle des Bildes befindet.
Alternativ können Sie auch die Spotmessung an das jeweils aktive AF-Feld Ihrer Kamera koppeln – sofern Ihre Kamera diese Funktion bietet.

Beispiel:

Spotmessung Porträt
Helles Gesicht, Rest dunkel: Eine typische Situation für Spotmessung

Im Beispiel sehen wir ein helles Gesicht in ansonsten dunkler Umgebung, dazu dunkle Kleidung. Würden wir eine Matrixmessung, also einen Durchschnitt aller Motivteile durchführen, gäbe es eine falsche Messung. Denn dann würde die Kamera das dominante Dunkel messen, daraufhin die Blende aufreißen und das Gesicht somit überbelichten.
Das Ergebnis wäre ein weißes Gesicht ohne Zeichnung.

AEL AE-L

Da sich das Gesicht als Hauptmotiv nicht in der Bildmitte befindet, misst man zunächst das Gesicht mit Spotmessung, speichert die Belichtung (Auslöser halb gedrückt halten oder AE-L Taste halten), wählt den Ausschnitt dann neu und löst aus.

Die Spotbelichtungsmessung ist heute in praktisch allen höherwertigen Spiegelreflexkameras integriert. Insofern befindet sich das so genannte Spot -Messfeld bei vielen Kameras in der Bildmitte. Weiterhin ist in der Regel durch eine Markierung in der Einstellscheibe gekennzeichnet. Die Größe des Feldes beträgt etwa ein bis drei Prozent der Größe der gesamten Sucherfläche. Moderne DSLM lassen oft die Wahl der Größe des Messfeldes zu. Das macht eine exakte Auswahl noch einfacher.

Symbol Spotmessung

Gegenüber der Integral- oder auch der Matrixmessung bietet die Spotmessung bei geringem Mehraufwand und mit etwas Erfahrung eine wesentlich bessere Kontrolle über das Ergebnis.

Die Spotbelichtungsmessung ist auch eine Methode, um den Motivkontrast und daraus resultierende Mittelwerte zu berechnen. Dieses Verfahren gemäß dem Zonensystem wurde vom berühmten Landschaftsfotografen Ansel Adams (1902–1984) ausführlich beschrieben und propagiert. Einige moderne Kameras mit Matrix- oder Mehrfeldmessung lehnen sich bei der Bewertung der Lichtverhältnisse an diese Verfahren an, können aber naturgemäß nicht jedes beliebige oder vorstellbare Motiv automatisch korrekt behandeln.

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