Fotografieren bei Regen und Gewitter

Das Fotografieren bei Regen kann großartige Fotos bieten. Die Regentropfen und die dunkle Stimmung sorgt dabei für einzigartige Bilder. Warum sollte man nicht mal bei Regen fotografieren und auch bei schlechtem Wetter mit der Kamera nach draußen gehen? Wenn wir unsere Kamera in dieser Zeit nicht benutzen, können wir tolle Motive verpassen. In diesem Artikel findest du Tipps, wie du bei Regen fotografieren kannst und worauf du achten solltest.

Die meisten Fotografen sind „Schönwetterfotografen“. Sie betrachten Regen als die Zeit, in der sie ihre Fotoausrüstung einpacken und zu Hause bleiben. Sie haben Angst, dass sie ihre Ausrüstung beschädigen. Aber mit etwas Vorsicht und gesundem Menschenverstand kannst du bei Regen fotografieren. Du musst nur deine Ausrüstung schützen. Hier sind unsere Tipps für Fotos bei schlechtem Wetter.

Fotografieren im Regen
Fotos im Regen eröffnen ganz neue Motive. Regentropfen reflektieren beim Aufprall kleinere Tropfen.

Fotografieren bei Regen – Eine Sache des Komforts

Ich glaube, für viele von uns ist das erste Hindernis die Bequemlichkeit. Der kleine Teufel in uns sagt: „Hey Kumpel, warum wirst du nass? Fotografieren im Regen? Bleib zu Hause und entspann dich, lies den Roman, den du schon lange aufgeschoben hast, oder schau dir einen Film an“.

Ich kenne dieses Gefühl; es ist sehr leicht, ihm zu erliegen. Andere empfinden die Jahreszeit als zu trist. Trüber grauer Himmel, was soll es da schon für Motive geben?

Sobald du diese Zeit aber als fotografierbar akzeptierst, wirst du das anders sehen. Dann steht auch dem Fotografieren bei Regen nichts mehr im Wege!

Der nächste Schritt besteht darin, die richtige Ausrüstung mitzunehmen. Ich empfehle ein mittelgroßes Zoom an deiner D-SLR/DSLM. Oder nimm einfach eine kleine Kompaktkamera mit. Eine weitere Möglichkeit ist eine wasserdichte Kompaktkamera, die du auch bei strömendem Regen verwenden kannst. Die Leute werden dich für „verrückt“ halten, bis sie merken, dass du eine wasserdichte Kamera hast.

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Ansehen

Regenschutz

Kameras mögen kein Wasser. Viele moderne DSLM und Objektive haben Dichtungen und Gummis. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Ausrüstung zusätzlich bei Regen zu schützen. Dazu gehören eine Plastiktüte, ein Regenmantel, ein Regenschirm, ein wasserdichtes Gehäuse und eine wasserfeste Kameratasche. Schließlich soll das teure Equipment nicht nass werden.

Fotografieren bei Regen
Fotos bei Regen können auch Regentropfen an einer Scheibe zeigen. Auch aus dem Fenster lassen sich Motive finden.
Hier wurde auf die Regentropfen scharf gestellt.

Plastiktüte-Regenschirm-Kombination

Dies ist die billigste Lösung, aber ich empfehle einen großen Regenmantel. Ziehe die Plastiktüte über die Kamera, so wie einen Bezug über ein Kissen, während die Kamera am Nackenband hängt. Bedecke dich und deine Kamera mit dem Mantel. Ein Regenschirm über deinem Kopf bietet zusätzlich Schutz.

Ziehe die Plastiktüte zum Fotografieren im Regen heraus. Bedecke die Kamera nach der Aufnahme sofort wieder und decke sie zusätzlich mit dem Mantel ab. Das erfordert ein wenig Übung, da wir alle nur zwei Hände haben. Natürlich ist das Ganze sehr fummelig und unprofessionell, aber für erste Versuche reicht es.

Du kannst auch versuchen, ein Loch in eine Plastiktüte zu stanzen. Ein Loch, das gerade so groß ist, dass das Filterende des Objektivs ein wenig herausragt, und dann die Gegenlichtblende anbringen. Ein extra Klebeband um die Öffnung sollte das Eindringen von Tropfen verhindern.

Regenabdeckungen

Viele Hersteller bieten Schutzhüllen gegen Tropfen an, die nicht speziell für bestimmte Kameras und Objektive entwickelt sind. Diese Bieten einen guten Schutz für deine Ausrüstung. Sie sind fürs Fotografieren im Regen entwickelt, aber nicht für Unterwasseraufnahmen geeignet.

Ich empfehle dazu einen einfachen und günstigen Schutz für die Kamera:

Beachte auch, dass das Filterende des Objektivs immer offen ist und Wasser auf die Frontlinse gelangen kann, insbesondere bei starkem Regen oder einer starken Brise. Es ist ratsam, kleine Handtücher oder Tachentücher aus Stoff mit dir zu führen, um das Filterende bei Bedarf abzutrocknen.

Wasserdichte Gehäuse

Einige Hersteller bieten wasserdichte Gehäuse für Kameras an – sogar für DSLMs. Diese bieten 100%ige Sicherheit für die Ausrüstung, sind aber sehr selten und teuer. Obwohl sie für unterwasser entwickelt wurden, sehe ich keinen Grund, warum man sie nicht auch an Land beim Fotografieren im Regen verwenden soll.

Achtung, diese Gehäuse sind jedoch meist sehr teuer und müssen auf den Kameratyp angepasst sein. Bei einem Wechsel der Kamera passen sie in der Regel nicht mehr.

Regenfotografie
Regenfotografie: Raus gehen und kreativ werden!
Für Fotos gibt es kein schlechtes Wetter.

Fotografiere aus dem Auto

Auf diese Weise bleibt sowohl deine Ausrüstung als auch du selbst trocken. Aber wenn es windig ist, kann trotzdem ein Regenspritzer auf deine Ausrüstung gelangen, wenn die Scheibe unten ist. Nimm also ein trockenes Hemd mit, nur für den Fall, dass du nass wirst.

Motive, die du bei Regen fotografieren kannst

Das Fotografieren im Regen bietet eine ganze Menge an Motiven. Allgemein gehören dazu Landschaften, Wasserfälle, Gewitter, Blitze, Regenbögen, aber auch Spiegelungen in Regenpfützen.

Diese Motive kannst du auch aus einem Auto oder einem Unterstand aufnehmen.

Denke auch an Blumen, Nahaufnahmen, Insekten, Wassertropfen, Tiere und Vögel, Kinder, die im Regen planschen und Spaß haben. Oder an Menschen, die auf dem Weg zur Arbeit durch Pfützen waten. Hierzu musst du nach draußen gehen und den Schutz für deine AUsrüstung anlegen, wie beschrieben.

Es gibt auch lustige Situationen, zum Beispiel wenn sich der Regenschirm von jemandem im Wind auf den Kopf stellt. Es gibt auch hunderte anderer Situationen für tolle Fotos.

Die besten Bilder von Regentropfen machst du mit einem 24-70mm Objektiv oder einem Makro. Verwende ein Stativ, wenn möglich. So kannst du die Verschlusszeit so anpassen, dass die Tropfen auf dem Foto dynamisch werden. Du musst für die besten Bilder von Regentropfen auf Bodenhöhe sein.

Bei Regenwetter ist der Kontrast meist gering, aber das können wir zu unserem Vorteil nutzen. Niedriger Kontrast bedeutet, dass die Lichter in unseren Bildern nicht überbelichtet werden und die Schatten genügend Details behalten. Es sei denn, wir vermasseln die Belichtung wirklich! Bei der Nachbearbeitung haben wir eine bessere Kontrolle über die Lichter und Schatten.

Fotografieren von Gewittern

Warnung! Deine persönliche Sicherheit ist wichtiger als das Gewitter-Foto.
Hier sind daher einige Punkte, die du beim Fotografieren von Gewittern beachten solltest:

  • Anders als beim reinen Fotografieren im Regen: Stehe nicht im Freien!
  • Stelle dich nicht unter einen hohen Baum.
  • Stehe nicht in der Nähe eines hohen Metallobjekts.
  • Stehe auf keinen Fall im Wasser.
  • Wenn du dich sich im Freien aufhältst, halte keinen Regenschirm mit Metallspitze.
  • Mache Blitzaufnahmen von der sicheren Seite eines Gebäudes aus. Stelle dich in die Nähe eines offenen Fensters, von dem aus du die Blitze sehen kannst. Ein Überhang über dem Fenster bietet zusätzlichen Schutz vor Spritzwasser. Ein Stativ für die Kamera sorgt für schärfere Bilder.
  • Fotografiere, wenn möglich, aus dem sicheren Inneren eines Autos.
Fotografieren eines Gewitters
Fotografieren eines Gewitters bei ’schlechtem Wetter‘ – hier fängt der Spaß für besondere Fotos erst an.

Aufbau und Technik

  • Wenn du dich für eine Position entschieden hast, stelle die Kamera auf ein stabiles Stativ. Dann richte sie auf den Bereich mit der höchsten Konzentration der Blitze. Lege den Bildausschnitt so fest, dass der Himmel mehr und der Vordergrund weniger zu sehen ist (etwa 2/3 Himmel und 1/3 Vordergrund).
  • Stelle die Kamera auf manuelle Belichtung ein.
  • Wähle als Fokussiermethode die manuelle Fokussierung und stelle den Fokussierring auf Unendlich ein.
  • Stelle den Basis-ISO-Wert ein (normalerweise ISO 100).
  • Da der Blitz reinweiß ist, kannst du den Tageslicht-Weißabgleich verwenden, aber probiere auch andere WB-Einstellungen aus. Man weiß nie, mit welcher Einstellung man die beste Aufnahme machen kann.
  • Das beste Bild ist eine Frage der Zeit. Du weißt schließlich nicht, wie viele Blitze in der Zeit, in der der Verschluss geöffnet ist, einschlagen. Oder wie intensiv die Blitze sein werden. Probiere Blenden zwischen f/8 und f/16 aus (je nach Häufigkeit und Intensität der Blitze sowie der allgemeinen Beleuchtung), wobei der Verschluss auf B (Bulb-Modus) eingestellt ist.
  • Bastele dir eine kleine schwarze Karte. Öffne dann den Verschluss (auf Bulb), aber blockiere das Objektiv mit der schwarzen Karte. Berühre aber das Objektiv nicht mit der Karte. Die Karte sollte etwa 3cm von der Vorderseite des Objektivs entfernt sein. Wenn du nun den ersten kleinen Blitz siehst, entferne die schwarze Karte, um das Bild aufzunehmen. Und wenn der Blitz endet, decke das Objektiv wieder ab. Auf diese Weise kannst du sogar mehrere Blitze auf demselben Bild aufnehmen. Das Abdecken des Objektivs, wenn der Blitz nicht einschlägt, verhindert, dass der dunkle Himmel überbelichtet wird.

    Eine starke Taschenlampe kann in manchen Situationen hilfreich sein. Während der eigentlichen Belichtung kannst du Elemente im Vordergrund mit der Taschenlampe anmalen, um ihnen einen besonderen Effekt zu verleihen.
  • Mache mehrere Aufnahmen, denn man kann sich nie zu sicher sein, wie gut die Belichtung ist.
  • Fotografiere am besten in RAW für eine bessere Nachbearbeitung.

Bücher zum Thema Gewitterfotografie und Fotografieren im Regen

Hier sind noch ein paar Buchempfehlungen dazu:

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