Stativ kaufen – Ratgeber und Kaufberatung ⭐ 2022

Stative sind wichtig, um scharfe Bilder zu bekommen, und Sie sollten nicht das billigste Stativ kaufen - hier ist der Grund dafür.

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Stativ kaufen, aber richtig! Kaufberatung: Ein Stativ gehört zur Fotoausrüstung dazu wie Objektive. Lesen Sie hier alle wichtigen Kriterien im Ratgeber und worauf man beim Kauf und Vergleichen achten muss.

Warum die Auswahl eines Statlives nicht trivial ist

Ein Kamerastativ ist ein nötiges Werkzeug für jeden Fotografen. Man sollte die Auswahl und den Kauf eines soliden Exemplars daher nicht unterschätzen.

Reisestativ
Vernünftige Landschaftsfotos gelingen am besten mit Kamerastativ, ruhiger Kamera und kleiner Blende
Stativ
Stativ kaufen: Was ist wichtig?

Auf der einen Seite ist ein Stativ ein sehr einfaches Werkzeug. Es hält unsere Kameras ruhig, wenn wir sie unter schwachem Licht verwenden. Andererseits gibt es so viele Variablen, die bei der Auswahl ins Spiel kommen. Wie hoch sollte es sein? Wie leicht sollte es sein? Und wie stabil? Welches Gewicht kann es tragen? Wie viel sollte ich ausgeben? 

Dies sind nur einige der Fragen, die sich beim Kauf stellen können.

Bevor ich in die teils komplizierten Details einsteige, möchte ich auf die Vor- und Nachteile von Stativen eingehen. Und warum Sie eines für Ihre DSLR oder DSLM benötigen. Später vergleichen wir hier die besten Modelle für jedes Budget. Wichtig ist auch das Zubehör. Hier soll es allerdings nur um ausgewachsene Modelle gehen, daher behandeln wir die Reisestative an anderer Stelle.

Das 1/4 Zoll Gewinde ist in praktisch jeder Kamera verbaut. Das größere 3/8 Zoll Gewinde findet man nur im Mittel- und Großformat. Durch das 1/4 Zoll Gewinde passen alle Kameras zu allen üblichen Stativen.

Warum brauchen Sie ein Stativ?

Was ist also der Zweck eines Dreibeins? Ein Stativ kaufen können Sie aus einigen oder allen der folgenden Gründe:

  • Um die Schärfe und Tiefenschärfe in Ihren Bildern zu erhöhen, indem Sie Kameras bei schlechtem Licht und langen Verschlusszeiten ruhig halten.
  • Schwere Ausrüstung wie z.B. lange Teleobjektive auf dem Stativ lagern.
  • Um die Qualität der Bilder zu erhöhen, indem Sie den ISO-Wert niedrig halten.
  • Stative ermöglichen eine sorgfältigere Bildkomposition, während Sie die Aufnahme genau so im Sucher komponieren, wie Sie es wünschen.
  • Um HDR– und Panorama-Aufnahmen zu machen, die genau denselben Bildausschnitt und hohe Präzision erfordern.
  • Zum Fotografieren bei Nacht oder von nächtlichen Objekten wie dem Mond, Planeten, Sternen. Sowie zum Malen mit Licht oder zur Verwendung von verfügbarem Licht für Landschafts- und Architekturaufnahmen.
  • Um Selbstporträts mit einem Timer zu machen.
  • Extreme Nahaufnahmen/Makroaufnahmen (Blumen, Insekten usw.).
  • Um verschiedene Objekte wie Blitze, Reflektoren usw. zu halten.
  • Für Aufnahmen in schwierigen oder unmöglichen Winkeln (aus der Hand).
  • Um vibrationsfreie Videos zu drehen.

Schlechtes Licht oder Nachtaufnahmen?

Ich persönlich benutze ein Stativ vor allem für Nachtaufnahmen und Landschaft. Das Fotografieren von Sonnenauf- und -untergängen kann eine ziemliche Herausforderung sein. Vor allem, wenn das Licht alles andere als ideal ist. 

Aber braucht man ein Dreibein in Zeiten von VR Objektiven und Kameras mit IBIS überhaupt noch? 
Aber nicht, wenn man bei Tageslicht fotografiert – oder etwa doch?

Stativ in der Sportfotografie
Manfrotto Einbeinstativ und Supertele

Weitere Vorteile eines Dreibeins

Ernsthafte Fotografen verwenden immer ein Stativ, weil es ihnen erlaubt, den ISO-Wert so niedrig wie möglich zu halten. Das reduziert nicht nur das Rauschen auf ein Minimum, sondern bietet auch den höchsten Dynamikbereich, den der Sensor erfassen kann. Darüber hinaus kann es bei der korrekten Gestaltung eines Motivs helfen und die Aufnahme von Panorama- und HDR Bildern möglich machen.

Schließlich gibt es Situationen, in denen man eins verwenden muss. Z.B. um das Geschehen zu verlangsamen und unscharf zu machen, wie bei Fotos von Bächen und Wasserfällen. Siehe Bild unten. Wenn Sie sich also mit der Fotografie von Landschaft beschäftigen, ist ein gutes Dreibein das Werkzeug. Aber Sie sollten nicht das erstbeste kaufen, denn es gibt große Unterschiede.

Godafoss Wasserfall Island
Fließendes Wasser fotografieren: Lange Belichtungszeiten dank ND Filter und Stativ lassen jeden Wasserfall weich werden

Welches Stativ kaufen? Worauf muss ich achten?

Sie gehen los, wollen ein Stativ kaufen. Aber Sie haben keine Ahnung, wo Sie anfangen sollen.
Welche Faktoren und Kriterien müssen Sie beim Kaufen beachten? Von klein und kompakt bis hin zu groß und schwer. Lassen Sie uns jeden Faktor durchgehen und Ihren Bedarf identifizieren.

Tragfähigkeit

Das erste, worauf ich achte, ist, wie viel ein Stativ tragen kann. Das ist die Traglast. Darüber sollte man sich vor dem Kauf Gedanken machen.

Viele Fotografen machen den Fehler, ein Exemplar zu kaufen, das nur ein paar Pfund tragen kann, Einfach, weil es nicht für schwere Ausrüstung gemacht ist. Was am Ende passiert, ist klar – irgendwann bricht das ganze Ding zusammen und zerstört Kamera und Objektiv.

Achten Sie daher darauf, dass das Stativ mindestens das 1,5-fache des Gewichts der Kamera und Ihres schwersten Objektivs tragen kann. . Ich sage „mindestens“, weil ich es vorziehe, etwa das 2-fache als Tragfähigkeit zu halten. Vergessen Sie nicht, dass Sie gelegentlich Druck von oben ausüben. Und manchmal sogar Ihre Hände auf dem Setup abstützen, wenn Sie mit langen Teles arbeiten, was das Gewicht zusätzlich erhöht. Außerdem werden Sie einen Blitz oder einen Batteriegriff anbringen oder mit etwas Schwererem arbeiten. Daher müssen Sie all das im Auge behalten!

Arbeitshöhe

Ich würde immer ein Stativ kaufen, das zu meiner Körpergröße passt.

So muss man sich nicht bücken und kann bequem durch den Sucher sehen, wenn man steht. Sobald Sie Ihre Kamera drauf gesetzt haben, sollte sich der Sucher auf Ihrer Augenhöhe befinden. Es ist in Ordnung, wenn er höher als Ihre Augenhöhe ist, denn Sie können die Beine jederzeit kürzer einstellen. Befindet er sich jedoch weit unterhalb Ihrer Augenhöhe, müssen Sie sich ständig bücken. Das wird sehr ermüdend. Vor allem, wenn Sie auf eine Aktion warten und ständig durch den Sucher schauen müssen.

Ein weiterer Faktor ist das Packmaß. Das ist die die Höhe, wenn es zum leichteren Transport geklappt ist. Muss es in Ihr Handgepäck passen? Meins passt gerade noch diagonal, ohne Füße, und ich nehme es überall mit hin. Passt es auch in Ihren Fotorucksack?

Übrigens, die Maße bei einem amerikanischen Modell (tripod) werden in Zoll angegeben (1“ = 2,5 cm).

Gewicht und Konstruktion

Das Gewicht ist ein wichtiger Faktor bei der Auswahl eines Stativs. Sie möchten schließlich nicht, dass es zu schwer ist. Denn Sie werden es dann zu Hause lassen, statt es mit auf Reisen zu nehmen. Die leichtesten Exemplare sind aus Kohlefaser gefertigt, das extrem langlebig und stabil ist und nicht rostet. Diese Carbon Modelle sind leicht und die Beine werden nicht so kalt im Winter, was ich sehr angenehm finde. Kohlefaser ist zwar das beste Material, hat aber leider auch einen hohen Preis.

Das nächst beste Material ist Aluminium, das schwerer als Kohlefaser ist. Die meisten billigeren Dreibeiner sind heute aus Aluminium gefertigt. Es gibt auch welche aus rostfreiem Stahl. Aber diese nimmt man in der Regel für Video. SIe sind daher für den normalen Gebrauch zu schwer. Insbesondere ein Reisestativ sollte mindestens aus Alu sein.

Was das Gewicht angeht, sollten Sie versuchen, die Beine ohne Kopf unter 3 Kilo zu halten. In der Regel wiegen die Beine aus Kohlefaser zwischen 1 und 2 Kilo. Die Beine aus Aluminium dagegen wiegen zwischen 2 und 4 Kilo und mehr.

Stativbeine
Beine sollten schnell ein- und ausgezogen werden können.

Stativbeine

Stativ kaufen
Variabler Schenkelanschlag beim Mountaineer Stativ: Ein wahrhaft profihaftes Detail

Die Beine gibt es dabei in zwei Formen. Alle Beine aus Kohlefaser sind röhrenförmig und verfügen über ein Twist-Lock System. Dagegen sind Aluminium-, Basalt- und Stahlstative in verschiedenen Formen mit einem Flip-Lock erhältlich. Je nach maximaler Höhe gibt es zwischen 3 und 5 Auszüge beim Schenkel. Je mehr Auszüge, desto höher ist das Ganze, aber in der Regel auch etwas weniger stabil.

Perfekt bei Gitzo ist eine Erfindung, die es in sich hat: variabler Schenkelanschlag. Damit lässt sich das Stativ breit hinstellen bis hin zu einem riesigen Radius. Die Mittelsäule lässt sich auch noch umstecken. So lassen sich leicht Aufnahmen in Bodennähe machen, z.B. von Käfern oder andere Makros.

Füße

Stativfüße
Spike Kombi Gummi/Spike Zubehör fürs Stativ

Bei einigen Marken können Sie die Füße tauschen.

Vom Gummifuß bis zur Kralle ist alles wechselbar. Den neue Fuß schraubt man dabei einfach an der Unterseite der Beine. Fertig. Solch ein modulares System ist typisch für Profi- Modelle und findet sich nur selten bei billigen Anbietern.

Stativ kaufen Stativfuß
Wechselbarer Stativfuß als Zubehör

Es gibt verschiedene Arten von Füßen für den Innenbereich (Gummi oder Kunststoff) und für Outdoor (Spikes).

Wenn Sie nicht vorhaben, unter eisigem Frost oder Regen zu arbeiten, sollten die Gummifüße, die dabei sind, gut funktionieren.

Mittelsäule

Alle Modelle komen in der Regel mit einer Mittelsäule. Sie ist wie ein einzelnes Bein in der Mitte. Dieses ermöglicht, die Höhe der Kamera zu erhöhen oder zu verringern. Dazu wird diese einfach nach oben oder unten bewegt.

Obwohl einige Fotografen es als praktisch und angenehm empfinden, sollte die Mittelsäule nicht heraus gezogen werden, wenn es nicht sein muss. Das Stativ steht stabiler ohne den Auszug. Achten Sie deshalb darauf, dass sich die diese voll absenken lässt. Die Mittelsäule darf in der untersten Stufe nicht wackeln.

Stativkopf

Ein Stativkopf oder Kugelkopf ist der wichtigste Teil des Systems. Er ist für den sicheren Halt der Ausrüstung und die Steuerung der Bewegung verantwortlich. Bei einem modularen System ist ein Kopf meist nicht enthalten und muss separat gekauft werden. Achten Sie bei der Auswahl eines Kopfes immer darauf, dass er mindestens so viel Gewicht tragen kann wie die Beine.

Ich habe diesen Kopf von Gitzo. Er ist stabil, lässt sich durch das große Rad leicht drehen und präzise und schnell festdrehen:

Im Großen und Ganzen gibt es drei Arten von Köpfen, die allgemein erhältlich sind:

Schwenk-Neige-Kopf – entweder mit einem einzigen Griff für die horizontale Bewegung oder mit zwei Griffen für die horizontale und vertikale Bewegung. Dies ist der häufigste Kopf-Typ, der meist in sehr preiswerte Exemplare eingebaut wird.

Kugelkopf – im Vergleich dazu haben Kugelköpfe nur einen Regler, mit dem sich der Griff lockern oder festziehen lässt. Sie sind sehr flexibel und bringen daher eine sehr sanfte Bedienung, während sie die Kamera samt Objektiv sicher festhalten. Außerdem geht eine Veränderung des Bildausschnitts damit sehr schnell. Aufdrehen, Ausschnitt neu wählen, zudrehen. Fertig.

Gimbal Stativkopf
Gimbal-Kopf Mouriv MV-TGB2

Gimbal – ein spezieller Kopf für lange und schwere 300mm+ Objektive. Im Vergleich zu obigen Köpfen balancieren Gimbals das schwere Objektiv perfekt aus. Daher sind sie am besten für schnelle Action geeignet. Sie sind extrem einfach in jede Richtung zu verwenden. Und sie erfordern nicht jedes Mal ein Festziehen des Kopfes, wenn sich die Combo bewegt.

Schnellwechselplatten: Schnell und profimäßig

Wie wir wissen, hat jede betagte oder moderne Kamera ein Gewinde an der Unterseite . Dort kann man ein Dreibein- oder Einbein befestigen. Auch schwere Objektive haben ein ähnliches Gewinde. 

Arca-Swiss Schnellwechselplatte
Schnellwechselplatte, Preis nicht verfügbar als wichtiges Zubehör

Dieses Gewindesystem macht es aber extrem unbequem, Kameras und Objektive zu befestigen. Denn entweder muss man die Kameras oder das Stativ drehen, um sie zu befestigen. Um es für Fotografen einfacher und bequemer zu machen, haben sich die Hersteller eine großartige Lösung einfallen lassen. Sie bringen eine kleine abnehmbare Schnellwechselplatte an der Kamera oder dem Objektiv an. Die lässt sich dann mit einem Klick auf dem Kugelkopf befestigen.

Günstige Dreibeine haben eine einfache Kunststoffplatte. Teure Kugelköpfe sind mit einer robusteren Platte versehen. Die Platten sind genormt unter dem sogenannten Arca Swiss Standard. Das beste Schnellwechsel- System ist auch dieses das Arca-Swiss Quick Release System. Es hat sich als sehr effektive Lösung für eine schnelle und einfache Bedienung erwiesen.

Im Vergleich zu Kunststoff Platten ist das Arca-Swiss System aus sehr stabilem Aluminium gefertigt. Es ermöglicht so die Montage der Kamera auf der Platte, ohne dass etwas gedreht werden muss. Beim Kaufen eines Stativs unbedingt auf den Arcaswiss Anschluss achten, weil dieser das Handling sehr einfach macht.

Eine solche Platte ist auf Wunsch dauerhaft befestigt, die dann einfach in eine Klemme gleitet. Der Mechanismus ist einfach, aber super fest für einen stabilen Betrieb.
Eine Schnellwechselplatte gibt es entweder beim Kauf dazu, zumindest bei namhaften Marken wie Gitzo, Manfrotto und Co. Eine zweite Platte kann man bei z.B. Manfrotto jederzeit später dazu ordern.

Stabilität

Ein schweres Stativ bedeutet nicht immer, dass es auch stabil ist. Es gibt viele Systeme, die zwar schwer und langlebig sind, denen aber die nötige Stabilität fehlt. Das gilt erst recht, wenn man sie bei wechselndem Wetter eingsetzt. Wenn es vollständig aufgebaut ist, muss es also nicht nur dem Wind trotzen, sondern auch Stößen und Schlägen.

Sie müssen immer darauf achten, dass Ihre Kamera und Ihr Objektiv stabil stehen.

Stativ bei Langzeitbelichtung
Langzeitbelichtung mit meiner D810, meinem Gitzo und Manfrotto Schnellwechselplatte.

Meine Erfahrung beim Stativ kaufen:

Jetzt kennen Sie alle Kriterien für die Auswahl des richtigen Modells. Sie fragen Sie sich folglich, welches Sie für Ihre Bedürfnisse kaufen sollten.

Ich habe schon oft die Erfahrung gemacht, Stative zu kaufen. Und habe auch andere dabei beobachtet. Daher weiß ich, was viele Fotografen am Ende tun. Sie suchen zuerst nach dem billigsten Exemplar, das verfügbar ist. Und das gerade gut genug ist, um ihre erste Kamera zu halten. So ein Ding kostet dann zwischen 99 Euro und 199 Euro, aber damit lässt sich auf Dauer nichts anfangen. 

Gitzo Stativ kaufen
Profi- Modelle haben ein riesiiges Zubehör-Programm. Das ist der Hauptunterschied zu Manfrotto &Co.

Als nächstes kaufen sie ein längeres und schwereres Objektiv und fügen dem Setup mehr Gewicht hinzu. Plötzlich stellen sie fest, dass der billige Erstkauf nicht gut genug ist und sie etwas Stabileres brauchen. Nachdem sie den ersten Fehler gemacht haben, wird ihnen plötzlich klar, dass sie mehr recherchieren müssen. Und sie verbringen unzählige Stunden damit, auf Websites und Foren über Stative zu lesen.

Trotz aller Tipps der Profis sind sie aber nicht bereit, in ein top Modell mit einem guten Kugelkopf zu investieren. Also kaufen sie schließlich nach kurzen Vergleichen ein beliebtes Stativ für 300€ bis 400€ mit einem separaten Kopf. Es scheint eine gute Anlage zu sein und das Ganze scheint viel besser zu sein als das vorherige.

Nach ein oder zwei Jahren stellen sie dann aber fest, dass ihr letzter Kauf nicht so gut war. Denn das Stativ ist zu schwer, besonders auf Reisen. Sie erkennen, dass sie am Anfang auf die Profis hätten hören sollen und ein solides System kaufen sollen. Hört sich das bekannt an? Für mich auf jeden Fall! Denn ich habe eine solche Erfahrung gemacht und zu viel Mühe und Geld verschwendet.

Wer billig kauft, kauft zweimal

Andere Fotografen haben vielleicht eine andere Geschichte. Jeder, der ein Stativ kaufen wird, kauft am Ende zwei bis drei verschiedene Exemplare. Um dann am Ende das beste zu haben.

Ich habe diese Erfahrung selbst gemacht und mich schließlich für ein Carbon Stativ von Gitzo entschieden. Mit dem oben erwähnten Kugelkopf ist es leicht, super stabil und variabel. Ich kann diese Investition bis an mein Lebensende genießen.

Wenn Sie derzeit kein Stativ haben und erst eins kaufen wollen, besorgen Sie sich das billigste Aluminium- System mit integriertem Kopf, Das kostet alles in allem weniger als 150 Euro. Warum empfehle ich das billigste? Weil Sie sich zuerst darüber klar werden müssen, wie oft Sie es benutzen werden.

Wenn Sie bereits ein billiges Stativ haben und sich etwas Besseres zulegen wollen, sparen Sie sich eine Menge Geld und Frustration. Holen Sie sich das beste bezahlbare Exemplar mit einem Arca-Swiss System – überspringen Sie die Mitte.

Ein häufiges Problem mit anderen Schnell- Kupplungen ist die Tatsache, dass billigere Platten nicht gut auf Kameras halten. Sie wackeln und können sich relativ zur Basis zu drehen. Das macht sie aber zu einem Alptraum für Dinge wie Panoramafotografie.

Die besten Stative zum Kauf

Meine Tipps basieren auf den oben genannten Punkten. Diese Kriterien vorausgesetzt, empfehle ich folgende Modelle und Kugelköpfe zum Kaufen oder Vergleichen. Manfrotto und Rollei sind eher auf dem Amateurmarkt unterwegs und bieten nur billige Ware für Einsteiger. Wer es aber direkt richtig machen will, sieht sich eins der folgenden Modelle an:

1. Gitzo GK1555T 82TQD Traveler mit Kugelkopf, Carbon

Professioneller Allrounder, komplett mit Mittelsäule und Kopf mit Arca-Swiss Schnellwechselplatte

Unter den Stativen hat sich der Hersteller mit seiner Profi Qualität einen Namen gemacht. Das GK1555T hat 5 Beinsegmente und eine Mittelsäule. Die Beine haben dabei einen variablen Schenkelanschlag. Die Säule lässt sich umstecken für Makros, sodass die DSLR oder DSLM direkt über dem Boden aufgehängt ist.

Der Kugelkopf ist im Preis schon enthalten und hat eine Arca Swiss Schnellwechselplatte. Ein top Modell fürs Leben mit einem sehr attraktiven Preis für professionelle Gitzo Qualität. Versand sofort.

  • Variabler Schenkelanschlag
  • Umsteckbare Mittelsäule
  • Carbon
  • 5 Beinauszüge
Gitzo GK1555T-82TQD Traveler Stativ mit Kugelkopf (kompakt, faltbar und leicht, kurze Säule für Aufnahmen auf Bodenhöhe inklusive Serie 1 - 5 Segmente) carbon
  • Kompakt: Mit dem von Gitzo in Pionierarbeit entwickelten 180-Grad-Scharniersystem klappen die Beine ganz nach oben um die Mittelsäule, was das Stativ ultraKompakt macht
  • Geschmeidig: Separate Verriegelungen für Schwenk- und Kugelbewegungen des Kopfes aus äußerst hochwertigen und langlebigen Stahl- und Aluminiumkomponenten für exzellent Geschmeidige Bewegungen
  • Kreative Aufnahmen: Bei voll ausgeklappten Beinen lässt sich das Stativ mit der kurzen Mittelsäule noch tiefer einstellen für Aufnahmen aus der Froschperspektive oder Makro-Aufnahmen

2. Sirui R-5214X Studio

Der smarte Gigant

Als eines der größten SIRUI Exemplare kommt das R-5214X mit einer großen Platte und einer 75 mm Halbschale. Beide sind jederzeit tauschbar, sodass ich auch eine Mittelsäule verwenden kann. Foto- und Video waren noch nie so einfach.

Dank seiner hohen Tragkraft von 30 kg ist es besonders für die Arbeit im Studio geeignet. Auch mit großen, schweren DSLR- und Video-Cams ist es perfekt. Und trotz dieser top Eigenschaften bringt das Modell gerade mal 2.8 kg auf die Waage.

  • Leichtgewicht dank Carbon
  • Packmaß nur 58cm
  • max. Höhe 160cm
  • Traglast 30kg
  • gummierte Beine
  • variabler Schenkelanschlag
  • Mittelsäule muss separat beschafft werden
Sirui R-5214X Studio-Dreibeinstativ mit Adapterhalbschale/Tasche/Gurt
  • Material: 10 Lagen Carbon
  • Höhe: 9 - 160cm
  • Gewicht: 2, 8kg - Belastbarkeit: 30kg

3. Gitzo GT3533LS Systematic schwarz Carbon

Profilösung für Fotografe ohne Kompromisse für Profis

Wer die ultimative Profi Lösung sucht, ist bei der Kombination von Gitzo Stativ und Gitzo Kugelkopf bestens bedient. Es hat eine Höhe von 152 cm. Zusammen mit Kugelkopf und DSLR reicht die Größe für einen Durchblick ohne Bücken. Die Höhe mit nur drei Segmenten garantiert einen stabilen Stand.

Der Kugelkopf ist der oben erwänhte, den ich selbst benutze. Er ist durch das große Drehrad sehr schnell, was Arretierung und Loslösen angeht. Die Arca Swiss Platte garantiert zudem ein schnelles Wechseln der Kamera in den Handbetrieb oder zu einem anderen Body. Ein Profi durch und durch!

  • Carbon-Qualität
  • Perfekter Stand durch nur 3 Segmente
  • Fehlende Mittelsäule für Stabilität in Perfektion
  • Kugelkopf mit großem Rad
  • Easy Link Anschluss
  • Panorama-einteilung am Kugelkopf
  • Leichte Verstellbarkeit
  • Perfekte Verarbeitung ohne Kompromisse
  • Relativ teuer

Ein gutes Stativ ist eine lebenslange Investition

Wie wir sehen, gehört ein Dreibein zu jeder Fotoausrüstung dazu. Modelle aus Aluminium sind schwerer als Carbon, halten Kameras aber ebenfalls zuverlässig. Stabilität und Zubehör bestimmen den Preis, den man vor dem Kauf vergleichen sollte.

Im Gegensatz zu Kameras und sogar Objektiven, die kommen und gehen, ist ein gutes Stativ eine lebenslange Investition. Während wir uns hier um Fotostative gekümmert haben, gibt es natürlich auch welche für Video. Manfrotto Fluid-Neiger für sanfte Übergänge sind hier genau so beliebt wie andere Hersteller.

Wenn Sie ein gutes Modell kaufen, stehen die Chancen gut, dass Sie es lange verwenden werden. Achten Sie auf Qualität; ich bin ein Fan von Gitzo. Wer es billiger mag, kauft Manfrotto. Ein gutes Gerät kann man leicht selbst reinigen und sogar reparieren, ohne es irgendwo hin schicken zu müssen. Namhafte Hersteller bieten Optionen für Service- und Reparatur, falls ein Teil defekt ist oder bricht. Auf diese Weise müssen Sie sich in Zukunft keine Sorgen um den Austausch machen.

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