Stativ kaufen – Ratgeber und Kaufberatung

Stative sind wichtig, um scharfe Bilder zu bekommen, und Sie sollten nicht das billigste Stativ kaufen - hier ist der Grund dafür.

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Kaufberatung: Ein Stativ gehört zur Fotoausrüstung dazu wie Objektive. Lesen Sie hier alle wichtigen Kriterien im Ratgeber und worauf man beim Kauf und Vergleichen der Stative achten muss.

Warum die Auswahl eines Statlives nicht trivial ist

Ein Kamerastativ ist ein unverzichtbares Werkzeug für jeden Fotografen und man sollte den Auswahlprozess und den Kauf eines soliden Exemplars nicht unterschätzen.

Reisestativ
Vernünftige Landschaftsfotos gelingen am besten mit Kamerastativ, ruhiger Kamera und kleiner Blende
Stativ
Stativ kaufen: Was ist wichtig?

Auf der einen Seite ist ein Stativ ein sehr einfaches Werkzeug, um unsere Kameras ruhig zu halten, wenn wir sie unter schwierigen Lichtverhältnissen verwenden. Andererseits gibt es so viele verschiedene Variablen, die bei der Auswahl ins Spiel kommen: Wie hoch sollte es sein? Wie leicht sollte es sein? Wie stabil soll es sein? Welches Gewicht kann es tragen? Wie viel sollte ich ausgeben?

Dies sind nur einige der Fragen, die sich beim Kaufen eines neuen Stativs stellen können.

Bevor ich in die teils komplizierten Details einsteige, möchte ich auf die Vor- und Nachteile von Stativen eingehen und warum Sie vielleicht eines für Ihre DSLR oder Spiegellose benötigen. Daher vergleiche wir hier die besten Stative für jedes Budget. Wichtig ist auch das Zubehör. Daher behandeln wir die Kaufberatung Reisestativ an anderer Stelle.

Das 1/4 Zoll-Gewinde ist in praktisch jeder Kamera verbaut. Das größere 3/8 Zoll Gewinde findet man nur in Mittelformat- und Großformatkameras. Durch das 1/4 Zoll Gewinde passen alle Kameras zu den üblichen Stativen.

Warum brauchen Sie ein Stativ?

Was ist also der Zweck eines Dreibeins? Sie könnten Stative aus einigen oder allen der folgenden Gründe benötigen:

  • Um die Schärfe und Tiefenschärfe in Ihren Bildern zu erhöhen, indem Sie Kameras bei schlechten Lichtverhältnissen und langen Verschlusszeiten ruhig halten.
  • Schwere Ausrüstung wie z.B. lange Teleobjektive auf dem Stativ lagern.
  • Um die Qualität der Bilder zu erhöhen, indem Sie den ISO-Wert niedrig halten.
  • Stative ermöglichen eine sorgfältigere Bildkomposition, während Sie die Aufnahme genau so im Sucher komponieren, wie Sie es wünschen.
  • Um HDR– und Panorama-Aufnahmen zu machen, die genau denselben Bildausschnitt und hohe Präzision erfordern.
  • Zum Fotografieren bei Nacht oder von nächtlichen Objekten wie dem Mond, Planeten, Sternen usw. sowie zum Malen mit Licht oder zur Verwendung von verfügbarem Licht für Landschafts– und Architekturaufnahmen.
  • Um Selbstporträts mit einem Timer zu machen.
  • Extreme Nahaufnahmen/Makroaufnahmen (Blumen, Insekten usw.).
  • Um verschiedene Objekte wie Blitze, Reflektoren usw. zu halten.
  • Für Aufnahmen in schwierigen oder unmöglichen Winkeln (aus der Hand).
  • Um vibrationsfreie Videos zu drehen.

Schlechte Lichtverhältnisse oder Nachtaufnahmen?

Ich persönlich benutze ein Stativ vor allem für Nachtaufnahmen und Landschaftsaufnahmen. Das Fotografieren von Sonnenauf- und -untergängen kann eine ziemliche Herausforderung sein, vor allem, wenn die Lichtverhältnisse alles andere als ideal sind.

Dank bildstabilisierter Objektive und mittlerweile auch Kameras mit exzellenter eingebauter Bildstabilisierung ist die Verwendung eines Dreibeins für die meisten Arten der Fotografie nicht mehr notwendig, wenn man unter Tageslichtbedingungen fotografiert – oder doch?

Stativ in der Sportfotografie
Manfrotto Einbeinstativ als Kamerastativ und Supertele

Weitere Vorteile eines Dreibeins

Ernsthafte Fotografen bevorzugen immer noch die Verwendung eines Stativs, da es ihnen erlaubt, den ISO-Wert so niedrig wie möglich zu halten. Das reduziert nicht nur das Bildrauschen auf ein Minimum, sondern bietet auch den höchsten Dynamikbereich, den der Sensor erfassen kann. Darüber hinaus kann es bei der korrekten Bildgestaltung eines Motivs helfen und die Aufnahme von Panorama- und HDR-Bildern ermöglichen.

Schließlich gibt es Situationen, in denen man eins verwenden muss, um das Geschehen zu verlangsamen und unscharf zu machen, wie z. B. beim Fotografieren von Bächen und Wasserfällen, wie im Bild unten gezeigt. Wenn Sie sich also mit Landschaftsfotografie beschäftigen, ist ein gutes Dreibein ein unverzichtbares Werkzeug. Aber Sie sollten nicht das erstbeste kaufen, denn es gibt große Unterschiede.

Godafoss Wasserfall Island
Fließendes Wasser fotografieren: Lange Belichtungszeiten dank ND Filter und Stativ lassen jeden Wasserfall weich werden

Welches Stativ kaufen? Worauf soll ich beim Kauf achten?

Sie haben Ihre Stativ-Einkaufstour begonnen und haben keine Ahnung, wo Sie anfangen sollen.
Welche Faktoren und Kriterien müssen Sie beim Kaufen berücksichtigen? Wie ich bereits oben erwähnt habe, kann der Kauf eine überwältigende Erfahrung sein, wenn man bedenkt, wie viele verschiedene Auswahlmöglichkeiten es gibt. Von klein und kompakt bis hin zu groß und schwer. Lassen Sie uns jeden Faktor durchgehen und Ihre Bedürfnisse identifizieren.

Tragfähigkeit

Das erste, worauf ich achten würde, ist, wie viel ein Stativ tragen kann. Das ist die Traglast. Darüber sollte man sich vor dem Stativkauf Gedanken machen.

Viele Fotografen machen den Fehler, ein Exemplar zu kaufen, das nur ein paar Pfund tragen kann und nicht für schwere Ausrüstung gemacht ist. Was am Ende passiert, ist das Offensichtliche – irgendwann bricht das ganze Ding zusammen und zerstört Kamera und Objektiv.

Achten Sie daher immer darauf, dass das Stativ, das Sie kaufen wollen, mindestens das 1,5-fache des Gesamtgewichts Ihrer Kamera und Ihres schwersten Objektivs tragen kann. Ich sage „mindestens“, weil ich es vorziehe, etwa das 2-fache als Tragfähigkeit zu halten. Vergessen Sie nicht, dass Sie gelegentlich Druck von oben ausüben und manchmal sogar Ihre Hände auf dem Setup abstützen, wenn Sie mit langen Teles fotografieren, was das Gewicht zusätzlich erhöht. Außerdem werden Sie in Zukunft vielleicht einen Blitz oder einen Batteriegriff anbringen oder möglicherweise mit etwas Schwererem fotografieren, also müssen Sie all das im Auge behalten!

Arbeitshöhe

Ich empfehle immer, ein Stativ zu kaufen, das zu Ihrer Körpergröße passt.

So muss man sich nicht bücken und kann bequem durch den Sucher sehen, wenn man steht. Sobald Sie Ihre Kamera drauf gesetzt haben, sollte sich der Sucher auf Ihrer Augenhöhe befinden. Es ist in Ordnung, wenn er höher als Ihre Augenhöhe ist, denn Sie können die Beine jederzeit kürzer einstellen. Befindet er sich jedoch weit unterhalb Ihrer Augenhöhe, müssen Sie sich ständig bücken, was sehr ermüdend sein kann, vor allem, wenn Sie auf irgendeine Aktion warten und ständig durch den Sucher schauen müssen.

Ein weiterer Faktor, den Sie berücksichtigen sollten, ist das Packmaß. Das ist die die Höhe des Stativs, wenn es zum leichteren Transport zusammengeklappt ist. Muss es in Ihr Handgepäck passen? Meins passt gerade noch diagonal, mit abgenommenen Füßen, und ich nehme es überall mit hin. Passt es in den Fotorucksack?

Übrigens, die Maße bei einem amerikanischen Fotostativ (tripod) werden in Zoll angegeben (1“ = 2,5 cm).

Gewicht und Konstruktion

Das Gewicht ist ein wichtiger Faktor bei der Auswahl eines Stativs. Sie möchten nicht, dass es zu schwer ist, denn Sie werden es dann zu Hause lassen, als es mit auf Reisen zu nehmen. Die leichtesten Exemplare sind aus Kohlefaser-Material gefertigt, das extrem langlebig und stabil ist und nicht rostet. Carbon-Modelle sind leicht und die Stativbeine werden nicht so kalt im Winter, was ich sehr angenehm finde. Kohlefaser ist zwar das beste Material, hat aber leider auch einen hohen Preis.

Das nächstbeste Konstruktionsmaterial ist Aluminium, das schwerer als Kohlefaser ist. Die meisten billigeren Dreibeiner sind heute aus Aluminium gefertigt. Es gibt auch welche aus rostfreiem Stahl, aber diese werden in der Regel für Videoausrüstungen verwendet und sind für den normalen Gebrauch zu schwer. Insbesondere ein Reisestativ sollte mindestens aus Alu sein.

Was das Gesamtgewicht angeht, sollten Sie versuchen, die Stativbeine ohne Kopf unter 3 Kilo zu halten. In der Regel wiegen die Beine aus Kohlefaser zwischen 1 und 2 Kilo. Die Beine aus Aluminium dagegen wiegen zwischen 2 und 4 Kilo und mehr.

Stativbeine
Beine sollten schnell ein- und ausgezogen werden können.

Stativbeine

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Variabler Schenkelanschlag beim Gitzo Mountaineer Stativ: Ein wahrhaft profihaftes Detail

Die Beine gibt es im Allgemeinen in zwei Formen – röhrenförmig und nicht röhrenförmig. Alle Kohlefaser-Beine sind röhrenförmig und verfügen über ein Twist-Lock-Gewindesystem zur Befestigung. Dagegen sind Aluminium-, Basalt- und Stahlstative in verschiedenen Formen mit einem Flip-Lock erhältlich. Je nach maximaler Höhe des Stativs gibt es zwischen 3 und 5 Abschnitte (Schenkelauszüge) an den Stativbeinen. Je mehr Abschnitte, desto höher ist das Ganze, aber in der Regel auch etwas weniger stabil.

Perfekt bei Gitzo ist eine Erfindung, die es in sich hat: variabler Schenkelanschlag. Damit lässt sich das Stativ breitbeinig hinstellen bis hin zu einem riesigen Radius. Die Mittelsäule lässt sich auch noch umstecken. So lassen sich leicht Aufnahmen in Bodennähe machen, z.B. von Käfern oder andere Makro-Aufnahmen.

Füße

Stativfüße
Spike Kombi Gummi/Spike Zubehör fürs Stativ

Bei einigen fortschrittlichen Herstellern können Sie die Füße für unterschiedliche Bedingungen und Situationen austauschen.

Vom Gummifuß bis zur Kralle ist alles wechselbar. Der neue Fuß wird dabei einfach an der Unterseite der Stativbeine abgeschraubt. Solch ein modulares System ist typisch für Profimodelle und findet sich nur selten bei billigen Anbietern.

Stativ kaufen Stativfuß
Wechselbarer Stativfuß als Zubehör

Es gibt verschiedene Arten von Füßen für den Innenbereich (Gummi oder Kunststoff) und für den Außenbereich (Metallspikes).

Wenn Sie nicht vorhaben, unter eisigen, regnerischen/glitschigen Bedingungen zu fotografieren, sollten die Standard-Gummifüße, die mitgeliefert werden, gut funktionieren.

Mittelsäule

Stative werden in der Regel mit einer Mittelsäule geliefert. Sie ist wie ein einzelnes Bein in der Mitte, das es ermöglicht, die Höhe der Kamera zu erhöhen oder zu verringern. Dazu wird die Mittelsäule einfach nach oben oder unten bewegt.

Obwohl einige Fotografen es als praktisch und angenehm empfinden, sollte die Mittelsäule nicht herausgezogen werden, wenn es nicht sein muss. Das Stativ steht stabiler ohne den Auszug, weil eine ausgezogene Mittelsäule mitunter starke Vibrationen verursacht. Achten Sie deshalb darauf, dass sich die diese vollständig auf das gleiche Niveau absenken lässt, auf dem sich die Stativbeine treffen. Die Mittelsäule darf in der untersten Stufe nicht wackeln.

Stativkopf

Ein Stativkopf ist der wichtigste Teil des Systems. Er ist für den sicheren Halt der Ausrüstung und die Steuerung der Kamerabewegung verantwortlich. Bei einem modularen System ist ein Kopf nicht im Lieferumfang enthalten und muss separat gekauft werden. Achten Sie bei der Auswahl eines Kopfes immer darauf, dass er mindestens so viel Gewicht tragen kann wie die Beine.

Ich habe diesen Kopf von Gitzo auf meinem Stativ. Er ist stabil, lässt sich durch das große Rad leicht drehen und präzise und schnell festdrehen:

Im Allgemeinen gibt es drei Arten von Köpfen, die allgemein erhältlich sind:

Schwenk-Neige-Kopf – entweder mit einem einzigen Griff für die horizontale Bewegung oder mit zwei Griffen für die horizontale und vertikale Bewegung. Dies ist der häufigste Kopf-Typ, der typischerweise in sehr preiswerte Exemplare eingebaut wird.

Kugelkopf – im Vergleich zu Schwenk-Neige-Köpfen haben Kugelköpfe nur einen Regler, mit dem sich der Griff lockern oder festziehen lässt. Sie sind sehr flexibel und ermöglichen eine sehr sanfte Bedienung, während sie die Kamera-Objektiv-Kombination sicher festhalten. Außerdem geht eine Veränderung des Bildausschnitts damit sehr schell. Aufdrehen, Ausschnitt neu wählen, zudrehen. Fertig.

Gimbal Stativkopf
Gimbal-Kopf Mouriv MV-TGB2

Gimbal-Kopf – ein spezieller Kopf für lange und schwere 300mm+ Objektive. Im Vergleich zu Schwenk-Neige-Köpfen und Kugelköpfen balancieren Gimbal-Köpfe das schwere Objektiv perfekt aus und sind am besten für schnelle Action-Fotografie geeignet. Sie sind extrem einfach in jede Richtung zu verwenden und erfordern nicht jedes Mal ein Festziehen des Kopfes, wenn sich die Kombination bewegt.

Schnellwechselplatten: Schnell und profimäßig

Jeder betagte oder moderne Fotoapparat hat an der Unterseite ein Stativgewinde, mit dem man sie an einem Dreibein- oder Einbeinstativ befestigen kann. Auch schwere Objektive haben ein ähnliches Gewinde zur Befestigung.

Arca-Swiss Schnellwechselplatte
Schnellwechselplatte, Preis nicht verfügbar als wichtiges Zubehör

Dieses Gewindesystem macht es aber extrem unbequem, Kameras und Objektive zu befestigen, da man entweder die Kameras oder das Stativ drehen muss, um sie zusammen zu befestigen. Um es für Fotografen einfacher und bequemer zu machen, haben sich die Hersteller eine großartige Lösung einfallen lassen: Sie bringen eine kleine abnehmbare Schnellwechselplatte an der Kamera oder dem Objektiv an, die dann fest auf dem Stativkopf durch nur einen Klick befestigt werden kann.

Günstigere Dreibeiner werden mit einer einfachen Kunststoffplatte geliefert, die an jedem Stativgewinde befestigt werden kann, während einige der teureren Stativköpfe mit einer robusteren Platte ausgestattet sind. Die Platten sind genormt unter dem sogenannten Arca Swiss Standard. Das beste Schnellwechselsystem ist auch dieses das Arca-Swiss Quick Release System. Es hat sich als sehr effektive Lösung für eine schnelle und einfache Bedienung erwiesen.

Im Vergleich zu Kunststoffplatten ist das Arca-Swiss Quick Release System aus sehr stabilem Aluminium gefertigt und ermöglicht die Befestigung von Kamera/Objektiv auf der Schnellwechselplatte , ohne dass etwas gedreht werden muss.

Eine Schnellwechselplatte wird auf WUnsch dauerhaft befestigt, die dann einfach in eine Schnellwechselklemme gleitet. Der Verriegelungsmechanismus ist einfach, aber super fest für einen vibrationsfreien Betrieb.
Eine Schnellwechselplatte gibt es entweder beim Kauf dazu, zumindest bei namhaften Herstellern wie Gitzo, Manfrotto und Co. Bei Verlust oder Anschaffung einer zweiten Schnellwechselplatte kann diese bei Manfrotto problemlos nachgeordert werden.

Stabilität

Ein schweres Stativ bedeutet nicht immer, dass es auch stabil ist. Es gibt viele Systeme, die zwar schwer und langlebig sind, denen aber die nötige Stabilität fehlt, wenn sie unter verschiedenen Wetterbedingungen eingesetzt werden. Wenn es vollständig aufgebaut ist, muss es nicht nur dem Wind standhalten, sondern auch gelegentlichen Stößen und Schlägen, die im Gelände passieren können.

Sie müssen immer darauf achten, dass Ihre Kamera und Ihr Objektiv ausbalanciert sind.

Stativ bei Langzeitbelichtung
Langzeitbelichtung mit meiner D810, meinem Gitzo Stativ und Manfrotto Schnellwechselplatte. Als Stativkopf habe ich einen Kugelkopf.

Welches Dreibein sollten Sie kaufen?

Jetzt, wo Sie alle Kriterien für die Auswahl des richtigen Stativs kennen, fragen Sie sich wahrscheinlich, welches Sie für Ihre fotografischen Bedürfnisse kaufen sollten.

Da ich schon oft die Erfahrung gemacht habe, Stative zu kaufen und auch andere dabei beobachtet habe, möchte ich Ihnen sagen, was viele Fotografen am Ende tun. Sie suchen zuerst nach dem billigsten Exemplar, das verfügbar ist und das gut genug ist, um ihre erste Kamera zu halten. So ein Ding kostet dann zwischen 99 Euro und 199 Euro, aber damit lässt sich auf Dauer nichts anfangen.

Gitzo Stativ kaufen
Gitzo Stative haben ein riesiiges Zubehör-Programm. Das ist der Hauptunterschied zu Manfrotto &Co.
(Dreibeinstativ, tripod)

Als nächstes kaufen sie ein längeres und schwereres Objektiv und fügen dem Setup mehr Gewicht hinzu. Plötzlich stellen sie fest, dass der billige Erstkauf nicht gut genug ist und sie etwas Haltbareres und Stabileres brauchen. Nachdem sie den ersten Fehler gemacht haben, wird ihnen plötzlich klar, dass sie mehr recherchieren müssen und sie verbringen unzählige Stunden damit, auf verschiedenen Websites und Foren über Stative zu lesen.

Trotz aller Empfehlungen der Profis sind sie aber nicht bereit, in ein Spitzenstativ mit einem guten Kugelkopf zu investieren. Also kaufen sie schließlich nach kurzen Vergleichen ein beliebtes Stativ für 300€ bis 400€ mit einem separaten Kopf. Es scheint eine gute Investition zu sein und das Ganze scheint viel besser zu sein als das vorherige.

Nach ein oder zwei Jahren stellen sie dann aber fest, dass ihr letzter Kauf nicht so gut war. Denn das Stativ ist zu schwer, besonders auf Reisen. Sie erkennen, dass sie am Anfang auf die Profis hätten hören sollen und ein solides Stativsystem kaufen sollen. Hört sich das bekannt an? Für mich auf jeden Fall, denn ich habe eine ähnliche Erfahrung gemacht und zu viel Mühe und Geld verschwendet.

Wer billig kauft, kauft zweimal

Andere Fotografen haben vielleicht eine andere Geschichte, bei der sie ein günstiges Stativ gekauft haben, das ihnen am Anfang gefallen hat und das sie heute noch gerne benutzen. Alles, was es über sie aussagt, ist, dass sie ihr Dreibein nicht so oft benutzen und das, was sie haben, gut genug für den gelegentlichen Gebrauch ist. Jeder, der sich stark auf ein Stativ verlässt (insbesondere Landschafts- und Architekturfotografen), kauft am Ende zwei bis drei verschiedene Exemplare, um am Ende das beste zu haben.

Ich habe diese Erfahrung selbst gemacht und mich schließlich für ein Carbon Stativ von Gitzo entschieden. Mit dem oben erwähnten Kugelkopf ist es leicht, super stabil, variabel und ich kann diese Investition bis an mein Lebensende genießen.

Wenn Sie derzeit kein Stativ haben und eines kaufen wollen, besorgen Sie sich das billigste Aluminium-System mit integriertem Kopf für insgesamt weniger als 150 Euro. Warum empfehle ich das billigste? Weil Sie sich zuerst darüber klar werden müssen, wie oft Sie es benutzen werden.

Wenn Sie bereits ein billiges Stativ haben und sich etwas Besseres zulegen wollen, sparen Sie sich eine Menge Geld und Frustration und holen Sie sich das beste bezahlbare Exemplar mit einem Arca-swiss-Schnellspannsystem – überspringen Sie die Mitte.

Manche Leute kaufen billigere Beine und Köpfe und finden sie entweder zu schwer oder instabil. Ein häufiges Problem mit anderen Schnellkupplungssystemen ist die Tatsache, dass billigere Platten nicht gut auf Kameras halten und anfangen zu wackeln und sich relativ zur Basis zu drehen, was es zu einem Alptraum für Dinge wie Panoramafotografie macht.

Die besten Stative zum Kauf

Meine Empfehlungen basieren auf den oben genannten Punkten. Diese Kriterien vorausgesetzt, empfehle ich folgende Stative und Kugelköpfe zum Kaufen oder Vergleichen. Manfrotto und Rollei sind eher auf dem Amateurmarkt unterwegs und bieten Billigexemplare für den Einstieg. Wer sein Stativ kaufen und es direkt richtig machen will, sieht sich eins der folgenden Stative an:

1. Gitzo GK1555T-82TQD Traveler mit Kugelkopf, Carbon

Professioneller Allrounder, komplett mit Mittelsäule und Kopf mit Arca-Swiss-Schnwellwechselplatte

Unter den Stativen hat sich Gitzo mit seiner Profi-Qualität einen Namen gemacht. Das GK1555T hat 5 Beinsegmente und eine Mittelsäule. Die Beinsegmente haben dabei einen variablen Schenkelanschlag. Die Mittelsäule lässt sich umstecken für Makroaufnahmen, sodass die DSLR oder DSLM direkt über dem Boden aufgehängt ist.

Der Kugelkopf ist im Preis schon enthalten und hat eine Arca-Swiss-Schnellwechselplatte. Ein Stativ fürs Leben mit einem sehr attraktiven Preis für professionelle Gitzo Qualität.

  • Variabler Schenkelanschlag
  • Umsteckbare Mittelsäule
  • Carbon
  • 5 Beinauszüge
Gitzo GK1555T-82TQD Traveler Stativ mit Kugelkopf (kompakt, faltbar und leicht, kurze Säule für Aufnahmen auf Bodenhöhe inklusive Serie 1 - 5 Segmente) carbon
  • Kompakt: Mit dem von Gitzo in Pionierarbeit entwickelten 180-Grad-Scharniersystem klappen die Beine ganz nach oben um die Mittelsäule, was das Stativ ultraKompakt macht
  • Geschmeidig: Separate Verriegelungen für Schwenk- und Kugelbewegungen des Kopfes aus äußerst hochwertigen und langlebigen Stahl- und Aluminiumkomponenten für exzellent Geschmeidige Bewegungen
  • Kreative Aufnahmen: Bei voll ausgeklappten Beinen lässt sich das Stativ mit der kurzen Mittelsäule noch tiefer einstellen für Aufnahmen aus der Froschperspektive oder Makro-Aufnahmen
  • Komfortabel Tragbar: Der mitgelieferte Schultergurt ist praktisch wenn sich Aufstellen und Tragen häufig abwechseln. Das Stativ kann horizontal oder vertikal getragen werden
  • Flexibel: Arca-kompatible Kopfplatte

2. Sirui R-5214X Studio

Der smarte Gigant

Als eines der größten SIRUI Exemplare kommt das R-5214X mit einer großen Montageplatte und einer 75 mm Halbschale. Beide sind jederzeit gegeneinander austauschbar, sodass auch eine Mittelsäule auf Wunsch verwendet werden kann. Foto- und Videografie waren noch nie so einfach kombinierbar.

Dank seiner hohen Tragkraft von 30 kg ist es besonders für die Arbeit im Studio und mit großen, schweren DSLR- und Video-Kameras geeignet. Und trotz dieser beeindruckenden Eigenschaften bringt das Stativ gerade mal 2.8 kg auf die Waage.

  • Leichtgewicht dank Carbon
  • Packmaß nur 58cm
  • max. Höhe 160cm
  • Traglast 30kg
  • gummierte Stativbeine
  • variabler Schenkelanschlag
  • Mittelsäule muss separat beschafft werden
Sirui R-5214X Studio-Dreibeinstativ mit Adapterhalbschale/Tasche/Gurt
20 Bewertungen
Sirui R-5214X Studio-Dreibeinstativ mit Adapterhalbschale/Tasche/Gurt
  • Material: 10 Lagen Carbon
  • Höhe: 9 - 160cm
  • Gewicht: 2, 8kg - Belastbarkeit: 30kg
  • Rohrdurchmesser: 28-40mm
  • Lieferumfang: 1x SIRUI R-5214X Dreibeinstativ Carbon, 1x RX-75A Adapterhalbschale, 3x Edelstahl-Spike, 1x Transporttasche mit Gurt

3. Gitzo GT3533LS Systematic schwarz Carbon

Profilösung für Fotografe ohne Kompromisse für Profis

Wer die ultimativer Profil Lösung unter den Stative sucht, ist bei der Kombination von Gitzo Stativ und Gitzo Kugelkopf bestens bedient. Das Stativ hat eine Höhe von 152 cm. Zusammen mit Stativkopf und Spiegelreflexkamera reicht die Größe für einen Sucher-Durchblick ohne Bücken. Die Höhe mit nur drei Segmenten garantiert einen stabilen Stand.

Der Kugelkopf ist der oben erwänhte, den ich selbst benutze. Er ist durch das große Drehrad sehr schnell, was Arretierung und Loslösen angeht. Die Arca-Swiss-Schnellwechselplatte garantiert zudem ein schnelles Wechseln der Kamera in den Handbetrieb oder zu einem anderen Body. Ein Profiwerkzeug durch und durch!

  • Carbon-Qualität
  • Perfekter Stand durch nur 3 Segmente
  • Fehlende Mittelsäule für Stabilität in Perfektion
  • Kugelkopf mit großem Rad
  • Easy Link Anschluss
  • Panorama-einteilung am Kugelkopf
  • Leichte Verstellbarkeit
  • Perfekte Verarbeitung ohne Kompromisse
  • Relativ teuer

Ein gutes Stativ ist eine lebenslange Investition

Wie wir gesehen haben, gehört ein Dreibein zu jeder Fotoausrüstung dazu. Modelle aus Aluminium sind schwerer als Carbon, halten Kameras aber ebenfalls zuverlässig. Stabilität und Zubehör bestimmen den Preis, den man vor dem Kauf vergleichen sollte.

Im Gegensatz zu Kameras und sogar Objektiven, die kommen und gehen, ist ein gutes Stativ eine lebenslange Investition. Während wir uns hier um Fotostative gekümmert haben, gibt es natürlich auch viele Stative für Video. Manfrotto Fluid-Neiger für sanfte Übergänge sind hier genau so beliebt wie andere Hersteller.

Wenn Sie ein gutes Modell kaufen, das sich leicht auseinander- und wieder zusammenbauen lässt, stehen die Chancen gut, dass Sie es lange verwenden werden. Achten Sie auf Qualität; ich bin ein Fan von Gitzo. Wer es preiswerter mag, kauft Manfrotto. Und es zudem noch leicht selbst reinigen und sogar reparieren können, ohne es irgendwo hinschicken zu müssen. Namhafte Hersteller bieten langfristige Service- und Reparaturmöglichkeiten an, falls ein Teil des Stativs defekt ist oder bricht. Auf diese Weise müssen Sie sich in Zukunft keine Sorgen um den Austausch Ihres Stativs machen.

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