Stativ kaufen – Ratgeber und Kaufberatung ⭐ 2023

Stative sind wichtig, um scharfe Bilder zu bekommen, und Sie sollten nicht das billigste Stativ kaufen - hier ist der Grund dafür.

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Welches Stativ kaufen? Worauf solltest du beim Kauf eines Stativs achten? Welches ist das beste Stativ? Lies unseren Ratgeber und worauf du beim Kaufen und Vergleichen achten musst. Es gibt viele Unterschiede in Größe, Gewicht und Preis. Wir helfen dir, das beste Stativ für deine Fotografie zu finden.

Du möchrest ein Stativ kaufen, aber du weißt nicht, worauf du achten musst? Keine Sorge, ich zeige dir, auf was du achten musst.

Was solltest du beim Stativ kaufen beachten?

Zuerst mal ist das Kamerastativ ist ein nötiges Werkzeug für jeden Fotografen. Man sollte die Auswahl und den Kauf eines soliden Exemplars daher nicht unterschätzen.

Reisestativ
Vernünftige Landschaftsfotos gelingen am besten mit Kamerastativ, ruhiger Kamera und kleiner Blende
Stativ
Stativ kaufen: Was ist wichtig?

Auf der einen Seite ist ein Stativ ein sehr einfaches Werkzeug. Es hält unsere Kameras ruhig, wenn wir sie unter schwachem Licht verwenden. Andererseits gibt es so viele Variablen, die bei der Auswahl ins Spiel kommen. Wie hoch sollte es sein? Wie leicht sollte es sein? Und wie stabil? Welches Gewicht kann es tragen? Wie viel will ich ausgeben? 

Dies sind nur einige der Fragen, die sich beim Kauf des Stativs stellen können.

Bevor ich in die teils komplizierten Details einsteige, möchte ich auf die Vor- und Nachteile von Stativen eingehen. Und warum du ein für deine DSLR oder DSLM benötigst. Später vergleichen wir hier die besten Modelle für jedes Budget. Wichtig ist auch das Zubehör. Hier soll es allerdings nur um ausgewachsene Modelle gehen, daher behandeln wir die Reisestative an anderer Stelle.

Das 1/4 Zoll Gewinde ist in praktisch jeder Kamera verbaut. Das größere 3/8 Zoll Gewinde findet man nur im Mittel- und Großformat. Durch das 1/4 Zoll Gewinde passen alle Kameras zu allen üblichen Stativen. Kommen wir nun zu den Gründen für den Kauf eines Stativs.

Warum mit Stativ fotografieren?

Was ist also der Zweck eines Stativs? Immerhin kann es lästig sein, also warum sollte man sich das antun? Nun, es gibt viele gute Gründe:

Stative…

  • … erhöhen die Schärfe und Tiefenschärfe in Bildern, indem sie Kameras bei schlechtem Licht und langen Verschlusszeiten ruhig halten.
  • lagern schwere Ausrüstung wie z.B. lange Teleobjektive
  • erhöhen die Qualität von Fotos, indem sie den ISO-Wert niedrig halten.
  • ermöglichen eine sorgfältigere Bildkomposition, während du die Aufnahme im Sucher komponierst
  • helfen bei HDR– und Panorama-Aufnahmen, die genau denselben Bildausschnitt und hohe Präzision erfordern.
  • machen das Fotografieren bei Nacht oder von nächtlichen Objekten wie dem Mond erst möglich.
  • können Selbstporträts mit einem Timer möglich machen.
  • machen extreme Nahaufnahmen/Makroaufnahmen von Blumen und Insekten möglich
  • Um verschiedene Objekte wie Blitze, Reflektoren usw. zu halten.
  • können Aufnahmen in schwierigen oder unmöglichen Winkeln machen, die aus der Hand nicht möglich wären
  • können vibrationsfreie Videos drehen.

Ich persönlich benutze es vor allem für Nachtaufnahmen und Landschaften. Das Fotografieren von Sonnenauf- und -untergängen kann auch eine ziemliche Herausforderung sein. Vor allem, wenn das Licht alles andere als ideal ist. In allen diesen Situationen könnte ich gar nicht aus der Hand fotografieren.

Aber braucht man ein Dreibein in Zeiten von VR Objektiven und Kameras mit IBIS überhaupt noch? 

Stativ in der Sportfotografie
Manfrotto Einbeinstativ und Supertele

Ernsthafte Fotografen verwenden immer ein Stativ, weil es ihnen erlaubt, den ISO-Wert so niedrig wie möglich zu halten. Das reduziert nicht nur das Rauschen auf ein Minimum, sondern bietet auch den höchsten Dynamikbereich, den der Sensor erfassen kann. Darüber hinaus kann es bei der korrekten Gestaltung eines Motivs helfen und die Aufnahme von Panorama- und HDR Bildern möglich machen. Genau deshalb würde ich auch nicht das erst este Stativ kaufen.

Schließlich gibt es Situationen, in denen man eins verwenden muss. Sei es, um das Geschehen zu verlangsamen und unscharf zu machen, wie bei Fotos von Bächen und Wasserfällen. Wenn du also Landschaften fotografierst, ist ein gutes Dreibein das Werkzeug. Aber du solltest dabei nicht das erstbeste kaufen, denn es gibt große Unterschiede!

Godafoss Wasserfall Island
Fließendes Wasser fotografieren: Lange Belichtungszeiten dank ND Filter und Stativ lassen jeden Wasserfall weich werden

Welches Stativ kaufen? Was beachten?

Welche Faktoren und Kriterien musst du beachten? Stative gibt es immerhin von klein und kompakt bis hin zu groß und schwer. Lass uns jeden Faktor durchgehen und deinen Bedarf identifizieren.

Tragfähigkeit

Das erste, worauf ich achte, ist, wie viel ein Stativ tragen kann. Das ist die Traglast. Darüber sollte man sich vor dem Kauf Gedanken machen.

Viele Fotografen machen den Fehler, ein Exemplar zu kaufen, das nur ein paar Pfund tragen kann. Was am Ende passiert, ist klar – irgendwann bricht das ganze Ding zusammen und zerstört Kamera und Objektiv.

Achte daher darauf, dass das Stativ mindestens das 1,5-fache des Gewichts der Kamera und Ihres schwersten Objektivs tragen kann. . Ich sage „mindestens“, weil ich es vorziehe, etwa das 2-fache als Tragfähigkeit zu halten. Vergiss nicht, dass du gelegentlich Druck von oben ausübst. Und manchmal sogar deine Hände auf dem Setup abstützt, was das Gewicht zusätzlich erhöht. Außerdem willst du später vielleicht einen Blitz oder einen Batteriegriff anbringen oder mit etwas Schwererem arbeiten. Daher plane die Traglast großzügig!

Arbeitshöhe

Ich würde immer ein Stativ kaufen, das zu meiner Körpergröße passt.

So muss man sich nicht bücken und kann bequem durch den Sucher sehen, wenn man steht. Sobald diu deine Kamera drauf gesetzt hast, sollte sich der Sucher auf Augenhöhe befinden. Es ist in Ordnung, wenn er höher als Augenhöhe ist, du kannst die Beine jederzeit kürzer einstellen. Befindet er sich jedoch weit unterhalb deiner Augenhöhe, musst du dich ständig bücken. Das wird sehr ermüdend. Vor allem, wenn du beim Sport auf eine Aktion wartest und ständig durch den Sucher schauen musst.

Packmaß

Ein weiterer Faktor ist das Packmaß. Das ist die die Höhe, wenn es zum leichteren Transport geklappt ist. Muss es ins Handgepäck passen? Meins passt gerade noch diagonal, ohne Füße, und ich nehme es überall mit hin. Passt es auch in deinen Fotorucksack?

Übrigens, die Maße bei einem amerikanischen Modell (tripod) werden in Zoll angegeben (1“ = 2,5 cm).

Gewicht und Konstruktion

Das Gewicht ist ein wichtiger Faktor bei der Auswahl. Du wirst ein zu schweres Modell zu Hause lassen, statt es mit auf Reisen zu nehmen. Die leichtesten Exemplare sind aus Kohlefaser gefertigt, das extrem langlebig und stabil ist und nicht rostet. Diese Carbon Modelle sind leicht und die Beine werden nicht so kalt im Winter, was ich sehr angenehm finde. Kohlefaser ist zwar das beste Material, hat aber leider auch einen hohen Preis.

Das nächst beste Material ist Aluminium, das schwerer als Kohlefaser ist. Die meisten günstigen Dreibeiner sind heute aus Aluminium gefertigt. Es gibt auch welche aus rostfreiem Stahl aber diese nimmt man in der Regel für Video. Sie sind daher für den normalen Gebrauch zu schwer. Insbesondere ein Reisestativ sollte mindestens aus Alu sein.

Was das Gewicht angeht, solltest du versuchen, die Beine ohne Kopf unter 3 Kilo zu halten. In der Regel wiegen die Beine aus Kohlefaser zwischen 1 und 2 Kilo. Die Beine aus Aluminium dagegen wiegen zwischen 2 und 4 Kilo und mehr.

Stativbeine
Beine sollten schnell ein- und ausgezogen werden können.

Stativbeine

Stativ kaufen
Variabler Schenkelanschlag beim Mountaineer Stativ: Ein wahrhaft profihaftes Detail

Die Beine gibt es dabei in zwei Formen. Alle Beine aus Kohlefaser sind röhrenförmig und verfügen über ein Twist-Lock System. Dagegen sind Aluminium-, Basalt- und Stahlstative in verschiedenen Formen mit einem Flip-Lock erhältlich. Je nach maximaler Höhe gibt es zwischen 3 und 5 Auszüge beim Schenkel. Je mehr Auszüge, desto höher ist das Ganze, aber in der Regel auch etwas weniger stabil.

Perfekt bei Gitzo ist eine Erfindung, die es in sich hat: variabler Schenkelanschlag. Damit lässt sich das Stativ breit hinstellen bis hin zu einem riesigen Radius. Die Mittelsäule lässt sich auch noch umstecken. So lassen sich leicht Aufnahmen in Bodennähe machen, z.B. von Käfern oder andere Makros.

Füße

Stativfüße
Spike Kombi Gummi/Spike Zubehör

Bei einigen Marken lassen sich Sie die Füße tauschen.

Vom Gummifuß bis zur Kralle ist alles wechselbar. Den neue Fuß schraubt man dabei einfach an der Unterseite der Beine. Fertig. Solch ein modulares System ist typisch für Profi- Modelle und findet sich nur selten bei billigen Anbietern.

Stativ kaufen Stativfuß
Wechselbarer Fuß

Es gibt verschiedene Arten von Füßen für den Innenbereich (Gummi oder Kunststoff) und für Outdoor (Spikes).

Wenn du nicht vorhaben, unter eisigem Frost oder Regen zu arbeiten, sollten die Gummifüße, die dabei sind, ausreichen.

Mittelsäule

Alle Modelle komen in der Regel mit einer Mittelsäule. Sie ist wie ein einzelnes Bein in der Mitte. Dieses ermöglicht, die Höhe der Kamera zu erhöhen oder zu verringern. Dazu wird diese einfach nach oben oder unten bewegt.

Obwohl einige Fotografen es als praktisch und angenehm empfinden, sollte die Mittelsäule nicht heraus gezogen werden, wenn es nicht sein muss. Das Stativ steht stabiler ohne den Auszug. Achte deshalb darauf, dass sich die diese voll absenken lässt. Die Mittelsäule darf in der untersten Stufe nicht wackeln.

Stativkopf

Ein Stativkopf oder Kugelkopf ist der wichtigste Teil des Systems. Er ist für den sicheren Halt der Ausrüstung und die Steuerung der Bewegung verantwortlich. Bei einem modularen System ist ein Kopf meist nicht enthalten und muss separat gekauft werden. Achten Sie bei der Auswahl eines Kopfes immer darauf, dass er mindestens so viel Gewicht tragen kann wie die Beine.

Ich habe diesen Kopf von Gitzo. Er ist stabil, lässt sich durch das große Rad leicht drehen und präzise und schnell festdrehen:

Gitzo GH3750QR Serie 3 Magnesium QR Kugelkopf
7 Bewertungen

Im Großen und Ganzen gibt es drei Arten von Köpfen, die allgemein erhältlich sind:

Schwenk-Neige-Kopf – entweder mit einem einzigen Griff für die horizontale Bewegung oder mit zwei Griffen für die horizontale und vertikale Bewegung. Dies ist der häufigste Kopf-Typ, der meist in sehr preiswerte Exemplare eingebaut wird.

Kugelkopf – im Vergleich dazu haben Kugelköpfe nur einen Regler, mit dem sich der Griff lockern oder festziehen lässt. Sie sind sehr flexibel und bringen daher eine sehr sanfte Bedienung, während sie die Kamera samt Objektiv sicher festhalten. Außerdem geht eine Veränderung des Bildausschnitts damit sehr schnell. Aufdrehen, Ausschnitt neu wählen, zudrehen. Fertig.

Gimbal Stativkopf
Gimbal-Kopf Mouriv MV-TGB2

Gimbal – ein spezieller Kopf für lange und schwere 300mm+ Objektive. Im Vergleich zu obigen Köpfen balancieren Gimbals das schwere Objektiv perfekt aus. Daher sind sie am besten für schnelle Action geeignet. Sie sind extrem einfach in jede Richtung zu verwenden. Und sie erfordern nicht jedes Mal ein Festziehen des Kopfes, wenn sich die Combo bewegt.

Für mehr Details sieh Dir unsere Kaufberatung Stativköpfe an.

Schnellwechselplatten: Schnell und profimäßig

Wie wir wissen, hat jede betagte oder moderne Kamera ein Gewinde an der Unterseite . Dort kann man ein Dreibein- oder Einbein befestigen. Auch schwere Objektive haben ein ähnliches Gewinde. 

Arca-Swiss Schnellwechselplatte
Schnellwechselplatte, Preis nicht verfügbar als wichtiges Zubehör

Dieses Gewindesystem macht es aber etwas unbequem, Kameras und Objektive zu befestigen. Um es für Fotografen einfacher und bequemer zu machen, haben sich die Hersteller eine großartige Lösung einfallen lassen. Sie bringen eine kleine Schnellwechselplatte an der Kamera oder dem Objektiv an. Die lässt sich dann mit einem Klick auf dem Kugelkopf befestigen.

Günstige Dreibeine haben eine einfache Kunststoffplatte. Teure Kugelköpfe sind mit einer robusteren Platte versehen. Die Platten sind genormt unter dem sogenannten Arca Swiss Standard. Das beste Schnellwechsel- System ist auch dieses das Arca-Swiss Quick Release System. Es hat sich als sehr effektive Lösung für eine schnelle und einfache Bedienung erwiesen.

Im Vergleich zu Kunststoff Platten ist das Arca-Swiss System aus sehr stabilem Aluminium gefertigt. Es ermöglicht so die Montage der Kamera auf der Platte, ohne dass etwas gedreht werden muss. Beim Kaufen eines Stativs unbedingt auf den Arcaswiss Anschluss achten, weil dieser das Handling sehr einfach macht!

Eine Schnellwechselplatte gibt es entweder beim Kauf dazu, zumindest bei namhaften Marken wie Gitzo, Manfrotto und Co. Eine zweite Platte kann man bei z.B. Manfrotto jederzeit später dazu ordern.

Stabilität

Ein schweres Stativ bedeutet nicht immer, dass es auch stabil ist. Es gibt viele Systeme, die zwar schwer und langlebig sind, denen aber die nötige Stabilität fehlt. Das gilt erst recht, wenn man sie bei wechselndem Wetter eingsetzt. Wenn es vollständig aufgebaut ist, muss es also nicht nur dem Wind trotzen, sondern auch Stößen und Schlägen.

Du musst immer darauf achten, dass deine Kamera und Objektiv stabil stehen. Ich sage nun noch etwas zu meinen eigenen Erfahrungen.

Stativ bei Langzeitbelichtung
Langzeitbelichtung mit meiner D810, meinem Gitzo und Manfrotto Schnellwechselplatte.

Meine Erfahrung beim Stativ kaufen:

Ich habe schon oft die Erfahrung gemacht, Stative zu kaufen. Und habe auch andere dabei beobachtet. Daher weiß ich, was viele Fotografen am Ende tun. Sie suchen zuerst nach dem billigsten Exemplar, das verfügbar ist. Und das gerade gut genug ist, um ihre erste Kamera zu halten. So ein Ding kostet dann zwischen 99 Euro und 199 Euro, aber damit lässt sich auf Dauer nichts anfangen. 

Gitzo Stativ kaufen
Profi- Modelle haben ein riesiiges Zubehör-Programm. Das ist der Hauptunterschied zu Manfrotto &Co.

Als nächstes kaufen sie ein längeres und schwereres Objektiv und fügen dem Setup mehr Gewicht hinzu. Plötzlich stellen sie fest, dass der billige Erstkauf nicht gut genug ist und sie etwas Stabileres brauchen. Nachdem sie den ersten Fehler gemacht haben, wird ihnen plötzlich klar, dass sie mehr recherchieren müssen. Und sie verbringen unzählige Stunden damit, auf Websites und Foren darüber zu lesen.

Trotz aller Tipps der Profis sind sie aber nicht bereit, in ein top Modell mit einem guten Kugelkopf zu investieren. Also kaufen sie schließlich nach kurzen Vergleichen ein beliebtes Stativ für 300€ bis 400€ mit einem separaten Kopf. Es scheint eine gute Anlage zu sein und das Ganze scheint viel besser zu sein als das vorherige.

Nach ein oder zwei Jahren stellen sie dann aber fest, dass ihr letzter Kauf nicht so gut war. Denn es ist zu schwer, besonders auf Reisen. Sie erkennen, dass sie am Anfang auf die Profis hätten hören sollen und ein solides System kaufen sollen. Hört sich das bekannt an? Für mich auf jeden Fall! Denn ich habe eine solche Erfahrung gemacht und zu viel Mühe und Geld verschwendet.

Wer billig kauft, kauft zweimal

Andere Fotografen haben vielleicht eine andere Geschichte. Jeder, der ein Stativ kaufen wird, kauft am Ende zwei bis drei verschiedene Exemplare. Um dann am Ende das beste zu haben.

Ich habe diese Erfahrung selbst gemacht und mich schließlich für ein Carbon Stativ von Gitzo entschieden. Mit dem oben erwähnten Kugelkopf ist es leicht, super stabil und variabel. Ich kann diese Investition bis an mein Lebensende genießen.

Wenn du derzeit kein Stativ hast und erst eins kaufen willst, besorge das billigste Aluminium- System mit integriertem Kopf. Das kostet alles in allem weniger als 150 Euro. Warum empfehle ich das billigste? Weil du dir zuerst darüber klar werden musst, wie oft du es benutzen wirst.

Wenn du bereits ein billiges Stativ hast und dir etwas Besseres zulegen willst, spare dir eine Menge Geld und Frustration. Hole dir das beste bezahlbare Exemplar mit einem Arca-Swiss System – überspringe die Mitte.

Ein häufiges Problem mit anderen Schnell- Kupplungen ist die Tatsache, dass billigere Platten nicht gut auf Kameras halten. Sie wackeln und können sich relativ zur Basis zu drehen. Das macht sie aber zu einem Alptraum für Dinge wie Panoramafotografie.

Die besten Stative zum Kauf

Meine Tipps basieren auf den oben genannten Punkten. Diese Kriterien vorausgesetzt, empfehle ich folgende Modelle und Kugelköpfe zum Kaufen oder Vergleichen. Manfrotto und Rollei sind eher auf dem Amateurmarkt unterwegs und bieten nur billige Ware für Einsteiger. Wer es aber direkt richtig machen will, sieht sich eins der folgenden Modelle an:

1. Gitzo GK1555T 82TQD Traveler mit Kugelkopf, Carbon

Professioneller Allrounder, komplett mit Mittelsäule und Kopf mit Arca-Swiss Schnellwechselplatte

Unter den Stativen hat sich der Hersteller mit seiner Profi Qualität einen Namen gemacht. Das GK1555T hat 5 Beinsegmente und eine Mittelsäule. Die Beine haben dabei einen variablen Schenkelanschlag. Die Säule lässt sich umstecken für Makros, sodass die DSLR oder DSLM direkt über dem Boden aufgehängt ist.

Der Kugelkopf ist im Preis schon enthalten und hat eine Arca Swiss Schnellwechselplatte. Ein top Modell fürs Leben mit einem sehr attraktiven Preis für professionelle Gitzo Qualität.

  • Variabler Schenkelanschlag
  • Umsteckbare Mittelsäule
  • Carbon
  • 5 Beinauszüge

2. Sirui R-5214X Studio

Der smarte Gigant

Als eines der größten SIRUI Exemplare kommt das R-5214X mit einer großen Platte und einer 75 mm Halbschale. Beide sind jederzeit tauschbar, sodass ich auch eine Mittelsäule verwenden kann. Foto- und Video waren noch nie so einfach.

Dank seiner hohen Tragkraft von 30 kg ist es besonders für die Arbeit im Studio geeignet. Auch mit großen, schweren DSLR- und Video-Cams ist es perfekt. Und trotz dieser top Eigenschaften bringt das Modell gerade mal 2.8 kg auf die Waage.

  • Leichtgewicht dank Carbon
  • Packmaß nur 58cm
  • max. Höhe 160cm
  • Traglast 30kg
  • gummierte Beine
  • variabler Schenkelanschlag
  • Mittelsäule muss separat beschafft werden

3. Gitzo GT3533LS Systematic schwarz Carbon

Profilösung für Fotografe ohne Kompromisse für Profis

Wer die ultimative Profi Lösung sucht, ist bei der Kombination von Gitzo Dreibein und Gitzo Kugelkopf bestens bedient. Es hat eine Höhe von 152 cm. Zusammen mit Kugelkopf und DSLR reicht die Größe für einen Durchblick ohne Bücken. Die Höhe mit nur drei Segmenten garantiert einen stabilen Stand.

Der Kugelkopf ist der oben erwänhte, den ich selbst benutze. Er ist durch das große Drehrad sehr schnell, was Arretierung und Loslösen angeht. Die Arca Swiss Platte garantiert zudem ein schnelles Wechseln der Kamera in den Handbetrieb oder zu einem anderen Body. Ein Profi durch und durch!

  • Carbon-Qualität
  • Perfekter Stand durch nur 3 Segmente
  • Fehlende Mittelsäule für Stabilität in Perfektion
  • Kugelkopf mit großem Rad
  • Easy Link Anschluss
  • Panorama-einteilung am Kugelkopf
  • Leichte Verstellbarkeit
  • Perfekte Verarbeitung ohne Kompromisse
  • Relativ teuer

Ein gutes Stativ ist eine lebenslange Investition

Wie wir sehen, gehört ein Dreibein zu jeder Fotoausrüstung dazu. Modelle aus Aluminium sind schwerer als Carbon, halten Kameras aber ebenfalls zuverlässig. Stabilität und Zubehör bestimmen den Preis, den man vor dem Kauf vergleichen sollte.

Im Gegensatz zu Kameras und sogar Objektiven, die kommen und gehen, ist ein gutes Stativ eine lebenslange Investition. Während wir uns hier um Fotostative gekümmert haben, gibt es natürlich auch welche für Video. Manfrotto Fluid-Neiger für sanfte Übergänge sind hier genau so beliebt wie andere Hersteller.

Wenn du ein gutes kaufst, stehen die Chancen gut, dass du es lange verwenden wirst Achte auf Qualität; ich bin ein Fan von Gitzo. Wer es billiger mag, kauft Manfrotto. Ein gutes Gerät kann man leicht selbst reinigen und sogar reparieren, ohne es irgendwo hin schicken zu müssen. Namhafte Hersteller bieten Optionen für Service- und Reparatur, falls ein Teil defekt ist oder bricht. Auf diese Weise müssen Sie sich in Zukunft keine Sorgen um den Austausch machen.

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