Welches Fotostativ kaufen? Stativ Test und Vergleich ⭐ 2024

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Du stehst vor der Herausforderung, das ideale Fotostativ für deine Bedürfnisse zu kaufen? Keine Sorge, wir haben den ultimativen Ratgeber mit einem Stativ Test zusammengestellt, um dir bei dieser wichtigen Entscheidung zu helfen. Hier erfährst du, warum ein Fotostativ entscheidend für tolle Aufnahmen ist und worauf du bei der Auswahl besonders achten solltest.

Reisestativ
Ein Reisestativ ermöglicht längere Belichtungszeiten, auch unterwegs.

Stative sind entscheidend, um gestochen scharfe Bilder zu erzielen. Daher sollte man nicht das günstigste Stativ kaufen – hier ist der Grund dafür. Aber was ist eigentlich der Sinn und Zweck eines Stativs? Immerhin kann es lästig sein, ein Stativ zu tragen, also warum sollte man sich die Mühe machen?

Gibt es nicht bereits IBIS und Bildstabilisierung?

Bevor ich in die teils komplizierten Details einsteige, möchte ich auf die Vor- und Nachteile von Stativen eingehen. Ich zeige dir, warum du eins für deine DSLR oder DSLM benötigst. Später vergleichen wir hier im Test die besten Stative für Profis.

Stativ Test und Stative im Vergleich: Vorteile von Kamerastativen

Nun, es gibt viele gute Gründe, ein Stativ zu benutzen:

Godafoss Wasserfall Island
Fließendes Wasser weich werden lassen: Dank langer Belichtungszeiten mit ND Filter und Stativ lässt sich ein Wasserfall fotografieren.
Ohne Kamera Stativ geht es nicht.

Stative…

  • … erhöhen die Schärfe und Tiefenschärfe in Bildern, indem sie Kameras bei schlechtem Licht und langen Verschlusszeiten ruhig halten.
  • tragen schwere Ausrüstung wie z.B. lange Teleobjektive
  • erhöhen die Qualität von Fotos, indem sie den ISO-Wert niedrig halten.
  • ermöglichen eine sorgfältigere Bildkomposition, während du die Aufnahme im Sucher komponierst
  • helfen bei HDR– und Panorama-Aufnahmen, die genau denselben Bildausschnitt und hohe Präzision erfordern.
  • machen das Fotografieren bei Nacht oder von nächtlichen Objekten wie dem Mond erst möglich.
  • können Selbstporträts mit einem Timer möglich machen.
  • machen extreme Nahaufnahmen/Makroaufnahmen von Blumen und Insekten möglich
  • Um verschiedene Objekte wie Blitze, Reflektoren usw. zu halten.
  • können Aufnahmen in schwierigen oder unmöglichen Winkeln machen, die aus der Hand nicht möglich wären
  • können vibrationsfreie Videos drehen.

Ich benutze es vor allem für Nachtaufnahmen und Landschaften. Das Fotografieren von Sonnenauf- und -untergängen kann auch eine ziemliche Herausforderung sein. In diesen Situationen könnte ich gar nicht aus der Hand fotografieren. Ich benutze es auch immer dann, wenn ich Zeit habe und Wert auf die Bildgestaltung lege. Denn dann hilft es mir, den perfekten Standort zu finden und den richtigen Bildausschnitt.

Braucht man in Zeiten von Bildstabilisierung überhaupt noch ein Stativ? 

Stativ in der Sportfotografie
Manfrotto Einbeinstativ und Supertele

Professionelle Fotografen verwenden immer ein Stativ, um den ISO-Wert so niedrig wie möglich zu halten. Dadurch wird nicht nur das Bildrauschen auf ein Minimum reduziert. Es bietet auch den größten Dynamikbereich, den der Sensor erfassen kann. Außerdem kann es helfen, ein Motiv richtig zu komponieren. Nicht zuletzt ermöglicht es Panorama- und HDR-Aufnahmen.

IBIS und VR helfen zwar gegen Verwacklungen, aber nur begrenzt. Meist ist bei 3-5 Stufen Schluss. Bei Verschlusszeiten von mehreren Sekunden ist die Bildstabilisierung also nutzlos.

Schließlich gibt es Situationen, in denen man ein Stativ braucht, wie z.B. beim Fotografieren von Bächen und Wasserfällen. Die lange Verschlusszeit lässt das Wasser fließen und macht es weicher. Bevor wir zum Test der einzelnen Stative kommen, schauen wir uns an, was vor dem Kauf eines Stativs wichtig ist.

Arten von Fotostativen: Ein Kamerastativ kann viele Gesichter haben

Es gibt eine Vielzahl von Fotostativen auf dem Markt. Reisestative für unterwegs, Dreibein- und Einbeinstative für Flexibilität, Ministative für besondere Situationen und Studiostative für professionelle Aufnahmen. Im Folgenden werden die Vor- und Nachteile der einzelnen Stativtypen näher betrachtet.

Als Erstes haben wir das traditionelle Dreibeinstativ. Es ist so alt wie die Zeit selbst (oder zumindest so alt wie die Fotografie). Dieser Klassiker hat in der Regel drei verstellbare Beine und eine Halterung für deine Kamera. Nichts Ausgefallenes, aber es erfüllt seinen Zweck.

Dann gibt es noch das Einbeinstativ. Das ist wie ein Stativ, das auf Diät gesetzt wurde und zwei Beine verloren hat. Es ist ideal, wenn du unterwegs bist und keinen Platz für ein großes Stativ hast oder ein Teleobjektiv aufstützen willst.

Als Nächstes haben wir das Tischstativ. Es ist klein, es ist niedlich und es ist perfekt für Aufnahmen aus einem niedrigen Winkel oder wenn du einfach sehr, sehr klein bist 😉 Spaß beiseite… es eignet sich natürlich nicht für schwere Kameras, sondern eher für kleine Kompaktkameras und Smartphones.

Und schließlich haben wir noch das Gorilla-Stativ. Nein, es gibt keinen Gorilla gratis dazu. Dieser flexible Freund kann sich mit seinen Beinen um so ziemlich alles wickeln – Bäume, Geländer, Ihren nervigen kleinen Bruder. Für große Kameras ist es ebenfalls nicht geignet.

Reisestative haben wir an anderer Stelle besprochen und Einbeinstative ebenso. Ministative sowie schwere Studiostative sind eine Klasse für sich, sodass wie uns hier nur um Dreibeiner k.mmern wollen? Sehen wir nachfolgend uns an, was wichtig ist, wenn du ein Stativ kaufen willst.

Kriterien für die Auswahl des besten Stativs

Stativ Test Vergleich
Stativ kaufen: Was ist wichtig?
Der Test zeigt: Das GitzoTraveler Stativ ist mit seinen Carbon-Beinen stabil, leicht und bietet gute Höhe. Der Stativkopf sorgt für zusätzliche Stabilität. Preis-Leistung: top.
Aluminium ist günstiger, aber schwerer.

Einerseits ist ein Stativ ein sehr einfaches Werkzeug. Es hält unsere Kameras ruhig, wenn wir sie bei schlechten Lichtverhältnissen einsetzen. Andererseits gibt es so viele Variablen, die bei der Auswahl eine Rolle spielen. Wie hoch soll es sein? Wie leicht soll es sein? Und wie stabil? Wie viel Gewicht kann es tragen? Wie viel will ich ausgeben? Auch das Zubehör ist wichtig.

Das 1/4 Zoll Gewinde ist bei fast allen Kameras vorhanden. Das größere 3/8 Zoll Gewinde findet man nur bei Mittel- und Großformatkameras. Mit dem 1/4 Zoll Gewinde passen alle Kameras auf alle gängigen Stative.

Tragfähigkeit – was kann dein Stativ tragen?

Das erste, worauf ich – nicht nur beim Test – achte, ist, wie viel ein Stativ aushalten kann, also die Traglast. Schließlich macht es einen Unterschied, ob man es mit einem Smartphone oder einer schweren Profikamera benutzt.

Viele Fotografen machen den Fehler, ein Stativ zu kaufen, das nur ein paar Gramm tragen kann. Was dann passiert, ist klar. Irgendwann bricht das Ding zusammen und zerstört Kamera und Objektiv.

Das Stativ sollte mindestens das 1,5-fache des Gewichts der Kamera mit dem schwersten Objektiv tragen. 

Ich sage „mindestens“, weil ich es vorziehe, etwa das Doppelte der Tragfähigkeit zu halten. Vergiss nicht, dass du manchmal Druck von oben ausübst. Und manchmal wirst du deine Hände auf die Ausrüstung legen, was das Gewicht zusätzlich erhöht. Außerdem willst du vielleicht später noch einen Blitz oder einen Batteriegriff anbringen. Plane also großzügig, wenn deine Ausrüstung noch wächst! Meiner Erfahrung nach wird eine Ausrüstung immer größer, nie kleiner.

Stativ Kamerastativ Test Vergleich
Vernünftige Landschaftsfotos gelingen am besten mit Kamerastativ, ruhiger Kamera und kleiner Blende

Arbeitshöhe – wie hoch kannst du dein Stativ ausziehen?

Oh, die Strapazen des Fotografenlebens! Du hast die perfekte Aufnahme im Visier, aber warten – du sind nur ein klein wenig zu klein. Diese dreibeinige Gottheit der Fotografie ist wie ein zuverlässiger Helfer für dich da, wenn du ihn brauchst. Es erhebt dich in luftige Höhen oder beugt sich in die Tiefe, um den idealen Winkel zu erreichen. Wenn du also das nächste Mal den Eiffelturm durch den Sucher betrachtest, aber nicht ganz heranreichen kannst, denke daran, dass dein treues Stativ deinen Nacken vor zu starkem Verrenken bewahrt!

Du musst also ein Stativ kaufen, das zu deiner Größe passt. Ich bin 1,90 m groß und möchte mich nicht ständig bücken müssen, um durch den Sucher der Kamera zu schauen.

Sobald du deine Kamera auf das Stativ gesetzt hast, sollte sich der Sucher auf Augenhöhe befinden.

Es ist in Ordnung, wenn alles etwas höher ist, aber nicht tiefer. Schließlich kann man die Beine jederzeit kürzer machen. Ständiges Bücken ist sehr anstrengend. Das gilt vor allem, wenn du bei Veranstaltungen auf eine Aktion wartest und ständig durch den Sucher schauen musst.

Packmaß – wie klein lässt sich dein Stativ zusammenlegen?

Ein weiterer Faktor ist das Packmaß. Das ist die Länge des Stativs, wenn es zusammengeklappt ist. Prüfe, ob es dann noch in deinen Koffer, dein Handgepäck oder deinen Fotorucksack passt. Deshalb haben wir diese Angabe in unseren Stativtest aufgenommen.

Es ist wirklich ein Balanceakt. Wenn es zu groß ist, sieht es so aus, als würde man den Eiffelturm auf dem Rücken tragen. Wenn es zu klein ist, könnte man genauso gut versuchen, den perfekten Sonnenuntergang mit einem Selfie-Stick einzufangen. Die optimale Stativgröße ist wie Goldlöckchen auf der Suche nach dem perfekten Brei – nicht zu groß, nicht zu klein, sondern genau richtig. Beim Packmaß ist es auch wichtig, ob es in deinen Koffer oder ins Reisegepäck passt!

Übrigens, die Maße bei einem amerikanischen Modell (tripod) werden in Zoll angegeben (1“ = 2,5 cm).

Gewicht – wieviel möchtest du maximal tragen?

Rollei Traveler

Das Gewicht ist ein wichtiger Faktor bei der Auswahl. Du wirst ein zu schweres Stativ gerne zu Hause lassen, statt es mit auf Reisen zu nehmen.

Dies ist ein wichtiger Aspekt, wenn du viel auf Reisen bist. Vielleicht solltest du dir zusätzlich ein kleines Reisestativ zulegen, welches wir an anderer Stelle behandeln.

Das nebenstehende Rollei Traveler Stativ bietet für den Preis recht gute Stabilität und Höhe. Die Beine sind aus Aluminium und es wird mit einem kleinen Stativkopf geliefert. Es hat ein geringes Gewicht und ist beim Hersteller für 99 Euro erhältlich. Allerdings ist das Stativ Rollei Traveler nicht für schwere Kameras und Objektive geeignet. Wenn du ein professionelles Stativ brauchst, sind die günstigen Stative von Cullmann und Rollei Compact Traveler für unter 200 Euro leider draußen.

Manfrotto und Rollei sind zwar nicht besonders gut, aber sie sind besonders billig.

Material – aus was besteht dein Stativ?

Die leichtesten Stative sind aus Kohlefaser, die extrem haltbar und stabil ist und nicht rostet. Diese Carbonstative sind leicht. Und die Beine werden im Winter nicht so kalt, was ich beim Testen als sehr angenehm empfunden habe. Carbon ist das beste Material, aber leider auch sehr teuer.

Das nächstbeste Material ist Aluminium, das schwerer ist als Kohlefaser. Die meisten preiswerten Stative wie das Rollei Traveler (99 Euro) sind heute aus Aluminium. Günstige Stative sind aber nicht immer günstig in der Handhabung!

Es gibt auch welche aus massivem Stahl oder Holz, aber diese sind für den normalen Gebrauch zu schwer. Für die Nutzung in einem Studio können sie dagegen hilfreich sein.

Stativbeine vergleich
Beine bei Stativen sollten schnell ein- und ausgezogen werden können. Hier ein Drehverschluss bei Gitzo. Diese Stative bieten geringes Gewicht bei hoher Stabilität.

Stativbeine – Das A und O bei der Standfestigkeit

Stativ Test
Variabler Schenkelanschlag beim Mountaineer Stativ: Ein wahrhaft profihaftes Detail

Der Mechanismus zur Verriegelung der Stativbeine ist in zwei Ausführungen erhältlich. Es gibt Drehverschlüsse und Klemmverschlüsse. Dies hängt oft ein wenig vom Hersteller ab. Gitzo hat Drehverschlüsse, während viele Hersteller auch Klemmverschlüsse haben.

Ich bin an die Drehverschlüsse an meinem Gitzo Traveler gewöhnt. Sie funktionieren immer und auch bei Kälte sind sie prima zu öffnen.

Je nach maximaler Höhe gibt es zwischen 3 und 5 Auszüge am Fuß. Je mehr Auszüge, desto höher das Stativ, aber in der Regel auch etwas weniger stabil.

Perfekt bei Gitzo ist eine Erfindung, die es in sich hat: der variable Beinanschlag. Damit ließ sich das Stativ im Test weit ausziehen, bis hin zu einem riesigen Radius. Auch die Mittelsäule ist verstellbar. So sind auch Aufnahmen in Bodennähe, z.B. bei Makroaufnahmen in der Natur, problemlos möglich.

Füße – wichtig für den Untergrund und oft wechselbar

Stativfüße
Spike Kombi Gummi/Spike Zubehör

Bei einigen Marken kann man die Füße austauschen.

Vom Gummifuß bis zur Kralle ist alles austauschbar. Der neue Fuß wird einfach an der Unterseite der Beine angeschraubt. Ein solches Baukastensystem ist typisch für Profimodelle und bei Billiganbietern selten zu finden.

Für den Hausgebrauch reichen in der Regel Gummifüße. Hochwertige Stative bieten hier Zubehör für alle Ansprüche.

Stativ kaufen Stativfuß
Wechselbarer Fuß

Es gibt verschiedene Arten von Füßen für den Innenbereich (Gummi oder Kunststoff) und für den Außenbereich (Spikes).

Wenn man nicht bei eisigem Frost oder Regen arbeitet, sollten die mitgelieferten Gummifüße ausreichen. Im Test haben sich die mitgelieferten Gummifüße bestens bewährt.

Mittelsäule – die Wirbelsäule deines Stativs

Alle Modelle haben in der Regel eine Mittelsäule. Sie ist wie ein einzelnes Bein in der Mitte. Damit lässt sich die Kamera in der Höhe verstellen. Dazu wird sie einfach nach oben oder unten geschoben.

Die Mittelsäule sollte nicht nach oben verlängert und herausgezogen werden, wenn es nicht nötig ist. Das Stativ steht stabiler, wenn es nicht ausgezogen ist. Achte deshalb darauf, dass sich die Mittelsäule ganz absenken lässt. Sie darf in der untersten Position nicht wackeln.

Ein Vorteil im Test ist die umkehrbare Mittelsäule. Damit kann die Kamera auch umgekehrt, also mit dem Kopf nach unten, verwendet werden. Das ist praktisch für Liveview-Aufnahmen, wenn man die Kamera in Bodennähe einsetzt.

Stativkopf – Verstellbarkeit und Schnelligkeit sind Trumpf

Er ist für den sicheren Halt der Ausrüstung und die Steuerung der Bewegung verantwortlich. Bei einem modularen System ist der Kopf normalerweise nicht im Lieferumfang enthalten und muss separat erworben werden.

Ich habe diesen Kopf von Gitzo. Er ist stabil, lässt sich durch das große Rad leicht drehen und schnell und präzise arretieren. Ich kann ihn wärmstens empfehlen und möchte keinen anderen Kopf mehr haben:

Im Großen und Ganzen gibt es drei Arten von Köpfen, die allgemein erhältlich sind:

Ein Stativ ist ein unverzichtbares Werkzeug für Fotografen und Videografen. Die Arbeitshöhe des Stativs ist entscheidend, um eine gute Perspektive zu erhalten. Ein stabiles Stativ sorgt dafür, dass die Kamera sicher und fest positioniert ist. Der Stativkopf ermöglicht eine präzise Ausrichtung der Kamera für optimale Aufnahmen.

Schwenk-Neige-Kopf

Es gibt ihn entweder mit einem Griff oder mit zwei Griffen für die horizontale und vertikale Bewegung. Dies ist der häufigste Typ, der meist in sehr preiswerten Exemplaren eingebaut wird.

Er ist an seinem Arm zu erkennen. Mit dem Arm kann der Bildausschnitt durch den 3 Wege Neiger feinfühlig verändert werden.

Ein Stativ ist ein unverzichtbares Werkzeug für Fotografen und Videografen, da es eine gute Stabilität und eine einstellbare Arbeitshöhe bietet. Der Stativkopf, hergestellt von einem renommierten Hersteller, ermöglicht präzise Einstellungen und sorgt für stabile Aufnahmen in jeder Situation.

Kugelkopf

Sie sind sehr leichtgängig und ermöglichen daher eine sehr sanfte Bedienung, während sie die Kamera und das Objektiv sicher halten.

Außerdem kann man damit sehr schnell den Bildausschnitt ändern: aufdrehen, Ausschnitt neu wählen, zudrehen. Auch für Panoramen kann ich ihn gut einsetzen, da er sich horizontal schwenken lässt.

Gimbal Stativkopf
Gimbal-Kopf Mouriv MV-TGB2

Gimbal

Ein Gimbal ist ein spezieller Kopf für lange und schwere 300mm+ Objektive. Im Vergleich zu den oben genannten Köpfen balancieren Gimbals das schwere Objektiv perfekt aus. Sie eignen sich daher besonders für die Sport- und Tierfotografie. Sie lassen sich sehr einfach in alle Richtungen verwenden. Außerdem muss der Kopf nicht jedes Mal festgezogen werden, wenn sich die Kamera bewegt. Ein Nachteil kann das Gewicht und die Größe sein. Für den täglichen Gebrauch unterhalb 400mm Tele ist ein Gimbal jedoch nicht notwendig.

Für mehr Details sieh Dir auch unsere Kaufberatung Stativköpfe an.

Arca Swiss Schnellwechselplatten: Schnell und professionell

Wie wir wissen, hat jede betagte oder moderne Kamera ein Gewinde an der Unterseite . Dort kann man ein Dreibein- oder Einbein befestigen. Auch schwere Objektive haben ein ähnliches Gewinde. 

Arca-Swiss Schnellwechselplatte
Schnellwechselplatte, Preis nicht verfügbar als wichtiges Zubehör

Dieses Gewindesystem macht das Befestigen von Kameras und Objektiven allerdings etwas umständlich. Um es den Fotografen einfacher und bequemer zu machen, haben sich die Hersteller eine tolle Lösung einfallen lassen. Man befestigt einfach eine kleine Schnellwechselplatte an der Kamera oder dem Objektiv. Diese wird dann mit einem Klick auf den Kugelkopf gesteckt.

Billige Platten sind aus Kunststoff. Teure Kugelköpfe haben eine stabilere Platte. Die Platten sind nach dem sogenannten Arca Swiss Standard genormt. Dies hat sich als sehr effektive Lösung für eine schnelle und einfache Handhabung erwiesen.

Das Arca-Swiss System ermöglicht es, die Kamera auf der Platte zu montieren, ohne etwas drehen zu müssen. Beim Kauf eines Stativkopfes sollte man daher auf den Arca-Swiss Anschluss achten, da dieser die Handhabung sehr vereinfacht!

Eine Schnellwechselplatte ist entweder beim Kauf inklusive, zumindest bei den bekannten Marken wie Gitzo, Manfrotto und Co. Eine zweite Platte lässt sich z.B. bei Manfrotto jederzeit nachbestellen.

Stativ bei Langzeitbelichtung
Langzeitbelichtung mit meiner D810, meinem Gitzo und Manfrotto Schnellwechselplatte.

Meine Erfahrung beim Stativ Test und Stativkauf:

Ich habe schon viele Stative gekauft. Und ich habe anderen dabei zugesehen. Deshalb weiß ich, was viele Fotografen am Ende tun. Sie suchen zuerst nach dem billigsten, das es gibt. Und das gerade gut genug ist, um die erste Kamera zu halten. Das kostet dann zwischen 99 und 199 Euro, aber damit kann man auf Dauer nichts anfangen.

Gitzo Stativ kaufen
Profi- Modelle haben ein riesiiges Zubehör-Programm. Das ist der Hauptunterschied zu Manfrotto &Co.

Als nächstes kaufen sie ein längeres und schwereres Objektiv und fügen dem Setup mehr Gewicht hinzu. Plötzlich stellen sie fest, dass der erste billige Kauf nicht gut genug ist und sie etwas Stabileres brauchen. Nachdem sie den ersten Fehler gemacht haben, merken sie plötzlich, dass sie mehr recherchieren müssen. Unzählige Stunden verbringen sie damit, auf Webseiten und in Foren Testberichte über Stative zu lesen.

Doch trotz aller Tipps von Profis sind sie nicht bereit, in ein Top-Modell mit gutem Kugelkopf zu investieren. Nach einigen Vergleichen kaufen sie schließlich ein beliebtes Foto Stativ für 300 bis 400 Euro mit einem separaten Kopf. Es scheint eine gute Investition zu sein und das Ganze sieht viel besser aus als das vorherige.

Aber nach ein oder zwei Jahren stellen sie fest, dass ihre letzte Anschaffung doch nicht so gut war. Es ist zu schwer, vor allem auf Reisen. Sie stellen fest, dass sie von Anfang an auf die Profis hätten hören und ein solides System kaufen sollen. Klingt das vertraut? Für mich auf jeden Fall! Denn ich habe diese Erfahrung gemacht und viel zu viel Mühe und Geld verschwendet.

Wer billig kauft, kauft zweimal – das weiß ich aus eigener Erfahrung

Andere Fotografen haben vielleicht eine andere Geschichte. Jeder, der ein Kamera Stativ kaufen wird, kauft am Ende zwei bis drei, um dann am Ende das Richtige zu haben.

Ich habe diese Erfahrung selbst gemacht und mich schließlich für ein Carbon Stativ von Gitzo entschieden. Mit dem oben erwähnten Kugelkopf ist es leicht, super stabil und variabel. Ich kann diese Investition bis an mein Lebensende genießen.

Wenn du noch kein Stativ hast und eines kaufen möchtest, besorge dir das billigste Aluminiumsystem mit integriertem Kopf. Das kostet insgesamt weniger als 150 Euro. Warum empfehle ich das billigste? Weil du zuerst überlegen musst, wie oft du es benutzen wirst.

Wenn du bereits ein billiges Stativ hast und etwas Besseres kaufen möchtest, sparst du dir eine Menge Geld und Frustration. Hol dir das beste bezahlbare Stativ mit einem Arca-Swiss System – überspringe die Mitte.

Ein häufiges Problem mit anderen Schnell- Kupplungen ist die Tatsache, dass billigere Platten nicht gut auf Kameras halten. Sie wackeln und können sich relativ zur Basis zu drehen. Das macht sie aber zu einem Alptraum für Dinge wie Panoramafotografie.

Die besten Stative im Test nach Budget – der Vergleich

Meine Tipps basieren auf den oben genannten Punkten. Nach diesen Kriterien empfehle ich folgende Stative und Kugelköpfe zum Kaufen oder Vergleichen.

Hier sind schon mal alle Stative im Test in der Kurzübersicht:

Bild
Einsteiger
Amazon Basics - Leichtes Kamera-, DSLR- und Fernglasstativ mit Tasche, 1.52 m, Schwarz
Amateur
Manfrotto Befree Advanced Kamerastativ-Set mit Twist-Verschluss, tragbares Reisestativ-Kit mit Kugelkopf, Kamerastativ aus Aluminium für DSLR, Spiegelreflexkamera, spiegellose Kamera, Kamerazubehör
Profi
Gitzo GK1555T-82TQD Traveler Stativ mit Kugelkopf (kompakt, faltbar und leicht, kurze Säule für Aufnahmen auf Bodenhöhe inklusive Serie 1 - 5 Segmente) carbon
Profi
Sirui R-5214X Studio-Dreibeinstativ mit Adapterhalbschale/Tasche/Gurt
Profi
Gitzo GT3533LS Systematic Stativ schwarz decor/carbon
Beschreibung
  • Für Videokameras, Fotokameras und Fernrohre mit einem Gewicht von bis zu 3 kg.
  • 3-Wege-Schwenkkopf mit Wasserwaage. Schnellwechselplatte
  • Beine mit Schnellarretierungen
  • PORTABEL: Dieses Reisestativ ist einfach zu benutzen und leicht einzustellen. Praktisch in allen Reisesituationen, und dank seines leichten Aluminiumkörpers stabil, aber dennoch leicht
  • KOMPAKT: Das exklusive M-Lock-Verriegelungssystem verfügt über einen Drehverschluss ohne hervorstehende Teile, wodurch sich das zusammengeklappte Stativ sehr leicht transportieren lässt
  • Kompakt: Mit dem von Gitzo in Pionierarbeit entwickelten 180-Grad-Scharniersystem klappen die Beine ganz nach oben um die Mittelsäule, was das Stativ ultraKompakt macht
  • Geschmeidig: Separate Verriegelungen für Schwenk- und Kugelbewegungen des Kopfes aus äußerst hochwertigen und langlebigen Stahl- und Aluminiumkomponenten für exzellent Geschmeidige Bewegungen
  • Material: 10 Lagen Carbon
  • Höhe: 9 – 160cm
  • Max. Höhe: 152cm – 3 Segmente
  • Max. Belastung: 28kg
Material
Kunststoff
Aluminium
Carbon
Edelstahl
Carbon
Gewicht
1,23 kg
1,49 kg
1,42 kg
1,68 kg
2,04 kg
Max. Höhe
152 cm
150 cm
148,5 cm
160 cm + Kugelkopf
152cm + Kugelkopf
Packmaß
60,5 cm
40 cm
30,5 cm
58,7 cm
85 cm
Einsteiger
Bild
Amazon Basics - Leichtes Kamera-, DSLR- und Fernglasstativ mit Tasche, 1.52 m, Schwarz
Beschreibung
  • Für Videokameras, Fotokameras und Fernrohre mit einem Gewicht von bis zu 3 kg.
  • 3-Wege-Schwenkkopf mit Wasserwaage. Schnellwechselplatte
  • Beine mit Schnellarretierungen
Material
Kunststoff
Gewicht
1,23 kg
Max. Höhe
152 cm
Packmaß
60,5 cm
Preis
Kaufen
Amateur
Bild
Manfrotto Befree Advanced Kamerastativ-Set mit Twist-Verschluss, tragbares Reisestativ-Kit mit Kugelkopf, Kamerastativ aus Aluminium für DSLR, Spiegelreflexkamera, spiegellose Kamera, Kamerazubehör
Beschreibung
  • PORTABEL: Dieses Reisestativ ist einfach zu benutzen und leicht einzustellen. Praktisch in allen Reisesituationen, und dank seines leichten Aluminiumkörpers stabil, aber dennoch leicht
  • KOMPAKT: Das exklusive M-Lock-Verriegelungssystem verfügt über einen Drehverschluss ohne hervorstehende Teile, wodurch sich das zusammengeklappte Stativ sehr leicht transportieren lässt
Material
Aluminium
Gewicht
1,49 kg
Max. Höhe
150 cm
Packmaß
40 cm
Preis
Kaufen
Profi
Bild
Gitzo GK1555T-82TQD Traveler Stativ mit Kugelkopf (kompakt, faltbar und leicht, kurze Säule für Aufnahmen auf Bodenhöhe inklusive Serie 1 - 5 Segmente) carbon
Beschreibung
  • Kompakt: Mit dem von Gitzo in Pionierarbeit entwickelten 180-Grad-Scharniersystem klappen die Beine ganz nach oben um die Mittelsäule, was das Stativ ultraKompakt macht
  • Geschmeidig: Separate Verriegelungen für Schwenk- und Kugelbewegungen des Kopfes aus äußerst hochwertigen und langlebigen Stahl- und Aluminiumkomponenten für exzellent Geschmeidige Bewegungen
Material
Carbon
Gewicht
1,42 kg
Max. Höhe
148,5 cm
Packmaß
30,5 cm
Preis
Kaufen
Profi
Bild
Sirui R-5214X Studio-Dreibeinstativ mit Adapterhalbschale/Tasche/Gurt
Beschreibung
  • Material: 10 Lagen Carbon
  • Höhe: 9 – 160cm
Material
Edelstahl
Gewicht
1,68 kg
Max. Höhe
160 cm + Kugelkopf
Packmaß
58,7 cm
Kaufen
Profi
Bild
Gitzo GT3533LS Systematic Stativ schwarz decor/carbon
Beschreibung
  • Max. Höhe: 152cm – 3 Segmente
  • Max. Belastung: 28kg
Material
Carbon
Gewicht
2,04 kg
Max. Höhe
152cm + Kugelkopf
Packmaß
85 cm
Preis
Kaufen

Amateurstativ bis 100 Euro – für den Anfang und alle Einsteiger in die Fotografie

Wer ein kleines Budget hat und dessen Kamera nicht sehr schwer ist, greift zum kleinen Kamera-Stativ von Amazon Basics.

Es ist fest montiert und hat einen 3-Wege-Schwenkkopf. Sogar eine Wasserwaage ist dabei, damit der Horizont immer gerade im Bild bleibt. Sogar eine Schnellwechselplatte ist dabei. Bei diesem Preis kann man garantiert nichts falsch machen!


Fotostativ für Enthusiasten, bis 250 Euro – für Aufsteiger und die, die es werden wollen

Das Manfrotto Befree Kamerastativ eignet sich auch als Reisestativ. Es ist mit einem Kugelkopf ausgestattet und daher schnell zu bedienen. Durch seine Aluminiumkonstruktion ist es sehr leicht und somit bequem zu transportieren. Mit einem Gewicht von 1,49 kg passt es in jede Fototasche.

Man kann die Perspektive und die Höhe des Stativs verändern, ohne den Fokus der Kamera zu verlieren, und man kann jedes Bein einzeln einstellen, um maximale Freiheit beim Fotografieren zu haben. Der Aluminium-Kugelkopf verfügt über einen Hauptschalter für die Kugelkopfverriegelung, eine unabhängige Friktionskontrolle und eine unabhängige Panoramaverriegelung.


Die Profis im Stativ Test – kompromisslose Standfestigkeit und viele Profi- Features inklusive

1. Gitzo GK1555T 82TQD Traveler mit Kugelkopf, Carbon – Sieger im Stativ Test

Professioneller Allrounder, komplett mit Mittelsäule und Kopf mit Arca-Swiss Schnellwechselplatte

Unter den Fotografen hat sich der Hersteller mit seiner Profi-Qualität einen Namen gemacht. Das GK1555T verfügt über 5 Beinsegmente und eine Mittelsäule. Die Beine haben einen variablen Beinanschlag. Die Säule kann für Makroaufnahmen umgedreht werden, so dass die DSLR oder DSLM direkt über dem Boden hängt. Im Test hat sich dieses Modell als perfekter Allrounder und das beste Stativ erwiesen.

Der Kugelkopf ist allerdings nicht im Preis enthalten. Es ist ein Top-Modell fürs Leben mit einem sehr attraktiven Preis für professionelle Gitzo Qualität.

  • Variabler Schenkelanschlag
  • Umsteckbare Mittelsäule
  • Carbon
  • 5 Beinauszüge

2. Sirui R-5214X Studio

Der smarte Gigant

Das R-5214X ist eines der größten SIRUI Modelle. Es ist mit einer großen Platte und einer 75 mm Halbschale ausgestattet. Beide sind jederzeit austauschbar, so dass ich auch eine Mittelsäule verwenden kann. Fotografieren und Filmen war mit diesem Stativ im Test sehr einfach. Im Test überzeugte es durch seine Standfestigkeit und die gummierten Beine.

Durch die hohe Tragkraft von 30 kg ist es besonders für die Arbeit im Studio geeignet. Auch mit großen und schweren DSLR- und Videokameras ist es perfekt. Und trotz dieser Top-Eigenschaften wiegt das Modell nur 2,8 kg.

  • Leichtgewicht dank Carbon
  • Packmaß nur 58cm
  • max. Höhe 160cm
  • Traglast 30kg
  • gummierte Beine
  • variabler Schenkelanschlag
  • Mittelsäule muss separat beschafft werden

3. Gitzo GT3533LS Systematic schwarz Carbon

Profilösung für Fotografe ohne Kompromisse für Profis

Wer die ultimative professionelle Lösung sucht, ist mit der Kombination aus Gitzo Stativ und Gitzo Kugelkopf bestens bedient. Die maximale Höhe beträgt 152 cm. Zusammen mit dem Kugelkopf und der Kamera reicht diese Größe aus, um ohne Bücken alles im Blick zu haben. Die Höhe mit nur drei Segmenten garantiert einen superstabilen Stand.

Der Kugelkopf ist der oben erwähnte, den ich selbst benutze. Er ist durch das große Drehrad sehr schnell zu arretieren und zu lösen. Auch die Arca Swiss Platte garantiert einen schnellen Wechsel der Kamera in den manuellen Modus oder auf einen anderen Body. Ein Profi durch und durch, mit dem ich nur gute Erfahrungen gemacht habe!

  • Carbon-Qualität
  • Perfekter Stand durch nur 3 Segmente
  • Fehlende Mittelsäule für Stabilität in Perfektion
  • Kugelkopf mit großem Rad
  • Easy Link Anschluss
  • Panorama-einteilung am Kugelkopf
  • Leichte Verstellbarkeit
  • Perfekte Verarbeitung ohne Kompromisse
  • Relativ teuer

Ein gutes Stativ ist eine lebenslange Investition

Ich hoffe, der Vergleich hat dich weitergebracht. Ein Stativ gehört zu jeder Fotoausrüstung. Modelle aus Aluminium sind schwerer als solche aus Carbon, halten die Kameras aber ebenfalls zuverlässig. Stabilität und Zubehör bestimmen den Preis.

Im Gegensatz zu Kameras und sogar Objektiven, die kommen und gehen, ist ein gutes Dreibein eine Investition fürs Leben. Wir haben in unserem Test einige Stative verglichen und die Vorteile aufgezeigt.

Wenn du ein gutes kaufst, hast du gute Chancen, es lange zu benutzen. Achte auf Qualität! Ein gutes Stativ kannst du leicht selbst reinigen und sogar reparieren, ohne es irgendwo hinschicken zu müssen. Namhafte Hersteller bieten Service und Reparatur an, falls ein Teil defekt ist oder kaputt geht. So brauchst du dir in Zukunft keine Sorgen um Ersatz zu machen.

2 Kommentare

  1. Vielen Dank für den hilfreichen Artikel.
    Rollei Stative sind aus Aluminium und bieten gute Stabilität für den Amateur.
    Gut, eine Nikon D5 oder Z9 würde ich nicht auf ein Traveler Stativ stellen, aber man muss für ein gutes Stativ schon leider tief in die Tasche greifen.

  2. Mein Manfrotto ist uralt. Hatte mir erst ein Aluminium-Modell von Rollei überlegt, aber die letzten Jahre hat sich ja viel getan auf dem Stativmarkt. Rollei hat hier den Anschluss verpasst.
    Werde mir der Stabilität wegen auch ein Stativ mit extra Stativkopf zulegen. Aus Carbon.. habe mich lang genug abgeschleppt.

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