Panoramafotografie – Das große Praxisbuch

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Dank der digitalen Bearbeitung ist die Panoramafotografie heute für jeden Fotografen möglich. Wie man ein perfektes Panorama erstellt, liest du in diesem Buch aus dem Bildner Verlag.

Die Panoramafotografie zählt neben der Makrofotografie zu den lohnendsten Gebieten der Fotografie. Zumindest, wenn man sich in das Thema einarbeitet und die entsprechende Ausrüstung hat. Dass ein Panorama mehr ist, als nur ein Bild im Querformat, zeigt Ulrich Dorn in seinem Buch, erschienen im Bildner Verlag.

Panoramafotografie - Das große Praxisbuch
Panoramafotografie – Das große Praxisbuch

Zum Buch Panoramafotografie

Das Buch fällt schon allein durch sein großes Querformat auf, wodurch die teilweise ganzseitigen Beispiel-Panoramen in ihrer ganzen Wirkung durchdringen. Allein das Format lässt das Buch optisch positiv herausstechen.

Aber es geht ja um den Inhalt, den wir uns etwas genauer ansehen wollen.

Panoramafotografie wurde erst mit Einführung der Digitalfotografie populär. Denn für ein echtes Panorama braucht man verschiedene Einzelbilder, die dann mit entsprechender Software zu einem Gesamtbild zusammengesetzt werden.

In 13 Kapiteln und auf ca. 250 Seiten lernt der Leser alles von benötigter Ausrüstung über Beleuchtung bis zu kreativen Effekten.

  • Panoramatypen im Visier
  • Equipment und Basiswissen
  • RAW entwickeln und schärfen
  • Equirectangulare Panoramen?
  • Blaue Stunde
  • HDR-Panorama
  • Effekte mit ND-Filtern
  • Nachtpanoramen
  • Sphärische Panoramen
  • Feuerwerkspanoramen
  • Software für die Panoramafotografie
  • Kunsteffekte mit Sketch
  • inspirierende Tipps

Eine Anleitung für tolle Panoramabilder

Zunächst zeigt Ulrich Dorn, welche Panoramatypen es überhaupt gibt. Vom unechten Pseudopanorama bis zum Kugelpanorama (“Little Planet”) gibt es neben erklärendem Text auch viele Beispielfotos mit teils sehr kreativer Herangehensweise. Dabei werden die ursprünglichen Einzelbilder ebenso gezeigt wie das fertige Ergebnis. Screenshots der verwendeten Software fürs Stitching, also das digitale Zusammensetzen der Einzelbilder, erleichtern das Verständnis.

Ein großes Kapitel widmet sich der Ausrüstung. Ein Stativ ist unerlässlich. Wer es gleich professionell angehen mag, liest hier auch gleich alles zum Nodalpunktadapter. Durch dessen Hilfe wird die Drehung um die optische Achse perfektioniert, was zu perfekten Überlappungen führt. Das erleichtert das spätere Stitching in der Software. Viele Illustrationen und Fotos für ein geeignetes Setup zeigen genau, worauf es ankommt. So kann jeder leicht nachvollziehen, wie ein professioneller Aufbau aussieht.

Tipps für Software inklusive

Was wäre die digitale Panoramafotografie ohne Software? Zum Glück gibt der Autor auch hier viele Schritt-für-Schritt Anleitungen für spezielle Programme. Aber auch Photoshop kommt bei der Erstellung eines Little Planet Panoramas zum Zuge. Screenshots machen das Nachahmen leicht. Was ich hier vermisse, ist ein kurzer Hinweis auf die Panoramaerstellung in Lightroom. Seit Lightroom CC ist die Software durchaus auch in der Lage, Panoramen zu erstellen. Warum hier nicht darauf eingegangen wird, mag an dem Datum der Auflage liegen (2016).

Ein Ausflug in die HDR Fotografie rundet die Möglichkeiten der digitalen Bearbeitung ab. Das hat zwar urpsrünglich nichts mit dem Thema zu tun, sollte man meinen. Jedoch ist bei einem 360° Vollkreis häufig die Sonne mit im Bild und man hat mit großen Helligkeitsunterschieden zu tun. Daher ist es wertvoll, dass Ulrich Dorn auf die Kontrastbewältigung mittels HDR eingeht. Top!

Panoramafotografie Leseprobe
Panoramafotografie Leseprobe

Abgerundet wird das Buch durch viele Bilder, die dank des Querformats gut zur Geltung kommen. Der Autor zeigt auch kreative Herangehensweise mit erhöhtem Schwierigkeitsgrad, beispielweise das Fotografieren zur blauen Stunde. Das garantiert langen Lesespaß und viele Stunden für Experimente. Wer den Schwierigkeitsgrad weiter steigern will, findet schließlich ein Kapitel zur Panoramafotografie mit ND Filter und zum Fotografieren von Feuerwerk. Dabei ist Dorn sich nicht zu schade, auch mal misslungene Blder zu zeigen, die als schlechtes Beispiel dienen.

Lediglich das Papier des Buches ist sehr dünn, sodass teilweise schon die nächste Seite durchscheint. Hier sollte der Verlag bei der nächsten Auflage ein dickeres Papier wählen.

Zielgruppe

Zielgruppe sind Einsteiger in die Panoramafotografie, aber nicht Einsteiger in die Fotografie.

Wer mal eben ein Panorama erstellen will, ist hier falsch. Der sollte sein Handy zur Hand nehmen und sich fragen, ob er damit auch nur annähernd Bilder wie im Buch hinbekommt. Das Buch spricht vielmehr erfahrene Fotografen an, die mit ihrer Spiegelreflexkamera oder Spiegellosen einen neuen Blick auf altbekannte Motive bekommen möchten. Wer hier mit der richtigen Vorbereitung startet, wird mit tollen Bildern belohnt werden.

Fazit

Insgesamt halte ich das Werk für eines der besten Bücher für Einsteiger zur Panoramafotografie. Das Thema ist grundsätzlich sehr softwarelastig, sodass es in Teilen etwas veraltet ist. Schließlich entwickelt sich Software immer weiter, sodass hier nach ein paar Jahren eine Neuauflage nötig wird.
Dorn schafft die Gratwanderung zwischen Theorie und Praxis auf eine Weise, die Lust auf mehr macht. Herausragende Bilder untermauern den Text, ohne dass er sich exotischer Motive bedient. Der praktische Nutzen steht jederzeit im Vordergrund.
Kaufempfehlung!

  • Querformat sehr passend
  • viele nachvollziehbare Tutorials
  • Praktische Tipps und Screenshots
  • Papier etwas dünn
  • Teilweise veraltet, da Stand 2016

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Andreas ist Fotograf seit Jugendzeit und Gründer von Webdigital. Hier finden Einsteiger wie Fortgeschrittene viele Artikel rund um die Fotografie. Dabei sind viele Fototipps, News und Buchrezensionen.

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