HDR – Was ist das und wie erstelle ich ein Bild ?

HDR ist in aller Munde. Was ist HDR (High Dynamic Range) und wofür benötige ich es? Welche Software benötige ich ? Reicht Lightroom?

HDR bei hohem Kontrast

Jeder Fotograf kennt das. In Situationen mit hohem Kontrast, z.B. beim Fotografieren in einer Kirche, sind entweder die Fenster weiß ausgefressen und die Sitzreihen richtig belichtet. Oder die Fenster sind richtig belichtet, aber dafür die Sitzreihen zu dunkel.

Typische HDR Situation erstellt in Lightroom Software
Typische HDR-Situation

Hier schafft HDR Abhilfe.

Die meisten digitalen Bilder verwenden nur 256 Stufen (8 Bit) für jeden der Rot-, Grün- und Blau- Kanäle. Diese Farbtiefe reicht aber oft nicht aus, um die in der Natur vorkommenden Unterschiede in der Helligkeit wiederzugeben.

Höhere Farbtiefen werden üblicherweise kaum verwendet, da Bildschirme und Druck zu deren Darstellung ohnehin nicht fähig sind.

Hoher Dynamikumfang dank Software
Typisches HDR-Bild mit hohem Dynamikumfang

Im Gegensatz zur visuellen Wahrnehmung leiden Fotos, die mit herkömmlichen digitalen Kameras erzeugt wurden, häufig an Über- und Unter- Belichtungen. Beim HDR werden Bilddateien mit einem Dynamikumfang erzeugt, der die in der Natur vorkommenden Helligkeiten besser erfassen kann.

HDR durch Software

Natürlich kannst Du auch mit einem “HDR Filter” in einer Software ein Bild simulieren. Aber darum geht es hier nicht, denn das ist nur ein Filter. Selbst ein Smartphone wie das iphone kann heute solche Builder simulieren, aber das ist von echtem HDR weit entfernt.

Wie entsteht ein echtes HDR Bild?

Echte HDR-Bilder, die Du nicht aus einer Software rechnest, bekommst Du durch die Erstellung einer Belichtungsreihe.

Mit etwas Aufwand ist es möglich, auch mit normalen Digitalkamera HDR-Bilder zu erzeugen. Dabei nimmst Du von der Szene eine Belichtungsreihe auf, bei der Du jede Bildregion in mindestens einem der Einzelbilder korrekt belichtest. Die Einzelbilder kombinierst Du anschließend per Software zu einem einzigen Bild. Wichtig ist dabei, dass sich das Motiv zwischen den einzelnen Aufnahmen nicht bewegt.
Hierbei musst Du übrigens ein Stativ verwenden, damit die Bilder nachher deckungsgleich übereinander liegen.

Tipp

Unter einer Belichtungsreihe versteht man in der Fotografie eine abgestufte Reihe von Belichtungen, um den Objektumfang einer Vorlage oder eines Motivs möglichst präzise auf den Kopierumfang eines fotografischen Materials zu übertragen bzw. abzustimmen. Dabei wird dasselbe Motiv mehrmals bei unterschiedlichen Belichtungs- Einstellungen abgebildet (beispielsweise +/− einer halben oder drittel Blendenstufe).

Software

Schließlich setzt man die verschieden belichteten einzelnen Bilder in einer Software zusammen. Dazu benötigt man keine speziellen Programme. Lightroom reicht da völlig aus. Alles hierzu und mehr mit Lightroom findest Du auch im Handbuch aus dem Rheinwerk Verlag, welches ich sehr empfehlen kann:

Das Buch zum Thema:

Digitale Fotopraxis HDR-Fotografie: Das umfassende Handbuch
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Digitale Fotopraxis HDR-Fotografie: Das umfassende Handbuch
  • 366 Seiten - 25.05.2015 (Veröffentlichungsdatum) - Rheinwerk Fotografie (Herausgeber)

Thematisch hierzu passende Beiträge:

→ Buch HDR Fotografie
→ Nacht Fotografie: 9 Profi-Tipps für erfolgreiche Fotos

Weitere Bücher zum Thema:

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