Ratgeber Panoramafotografie

Panorama-Aufnahmen entstehen, wenn eine Szene nicht mit einem Bild festgehalten werden kann, sondern mehrere versetzte Aufnahmen davon nötig sind.

Gewissen Mindestabstand einhalten

Panoramabilder von Szenen, bei denen kein Objekt sehr nah an der Kamera ist, sind einfacher zu erstellen als solche mit nahen Objekten, bei denen leicht Parallaxenfehler entstehen können. Am besten gelingt das Panorama mit Stativ und einem speziellen Panoramakopf. Aber die meisten Bilder sind auch ohne diese teure Technik möglich.

Überlappung

Bei den Aufnahmen der Panoramafotografie sollte die Kamera gerade gehalten und idealerweise um den Nodalpunkt gedreht werden. Die Bilder sollten sich um mindestens 10 Prozent überlappen und die Belichtung sollte bei allen Bildern gleich sein. Vor Beginn der Aufnahme sollte man darauf achten, dass der Horizont nicht zu hoch ist und es bei der gewählten Horizonthöhe nicht zu abgeschnittenen Kirchturmspitzen oder Ähnlichem kommt.

Auf gleiche Helligkeit achten!

Am einfachsten ist es, wenn alle Bildausschnitte etwa die gleiche Helligkeit besitzen. Insbesondere bei starkem Sonnenschein sind die Helligkeitsunterschiede zwischen einzelnen Bildern schnell so groß, dass sie die meisten digitalen Kameras überfordern und eine besonders sorgfältige, manuelle Belichtung oder das Warten auf bessere Lichtverhältnisse erforderlich machen.

Denn Panoramafotografie bedeutet Präzision: Einige Kameras bieten dafür eine spezielle Panorama-Belichtungsfunktion. Die besten Ergebnisse erhält man um 12:00 Uhr mittags bzw. 13:00 Uhr während der Sommerzeit. Da die Sonne dann an ihrem höchsten Punkt steht, sind die Schatten am kürzesten und man braucht bei einem 360°-Foto nicht gegen die Sonne zu fotografieren.

“Ghosting” durch Menschen

Bei belebten Plätzen sollte man darauf achten, dass sich möglicht wenige Personen im Überlappungsbereich befinden, da das zu Schattenfiguren (Ghosting) führen kann. Um zu vermeiden, dass sich bewegende Personen sich mehrfach auf dem Bild befinden, sollten die Bilder in rascher Folge geschossen werden. Bewegt sich die Mehrzahl der Personen in eine gemeinsame Richtung, hilft es, die Bildfolge entgegen dieser Bewegungsrichtung aufzunehmen. Alternativ Graufilter benutzen und die Personen verschwinden lassen. SOmit gelingen perfekte Panorama-Aufnahmen.

Am Computer kann man später dann die Bilder mit einer sogenannten „Stitching-Software“ zusammensetzen. Auch das beliebte Lightroom von Adobe beherrscht ab der Version 6 und CC das Stitching auf Knopfdruck.