Sony Alpha 7 IV im Test

Großartige Hybridkamera zu einem erschwinglichen Preis

0

Die Sony Alpha 7 IV ist der Nachfolger der A7 III und enthält einige Funktionen, die von Spitzenmodellen wie der A7S III übernommen wurden. Mal sehen, wie sich die Sony A7 IV in unserem Test schlägt.

Design und Verarbeitungsqualität

Das Kameragehäuse scheint gut genug gebaut zu sein, um mehrere Jahre im professionellen Einsatz zu bestehen. Das äußere Gehäuse besteht aus einer Magnesiumlegierung, die stabil und dennoch leicht ist. Das Gehäuse ist witterungsbeständig und wird in Thailand hergestellt. Die Sony Alpha 7 IV wurde übrigens als „EISA Full-Frame Camera 2022-2023“ ausgezeichnet.

Sony Alpha 7 IV Test
Sony Alpha 7 IV im Test: Das Oberdeck

Wichtige Merkmale

Die Sony A7 IV ist eine spiegellose Kamera (DSLM) mit 33 Megapixeln (effektiv) und einem Sensor im Vollformat 35,9 x 23,9 mm. Sie verwendet dabei denselben Prozessor, der auch in den Flaggschiffen A1 und A7 S III zum Einsatz kommt.

Laut Sony bietet die A7 IV einen Dynamikumfang von 15 Blendenwerten. Die Kamera eignet sich somit vor allem für Fotografen, die gerne Landschaften, Porträts, Low-Light und Nachtaufnahmen machen. Sony behauptet außerdem, dass die A7 IV eine bessere Farbwiedergabe liefert als die A7 III.

Hier sind die wichtigsten Unterschiede zwischen der A 7 IV und der A 7 III:

A7 IVA7 III
Effektiv MP3324,2
IBIS5.5 Stufen5 Stufen
Buffer828 JPEG + RAW182 JPEG
Phasendet. AF Punkte759693
Augen-AFMenschen, Tiere, Vögel,
Real-Time-Tracking
Menachen, Tiere
4K max. Framerate4K 60p4K 30p
4K Color Sampling10-bit 4:2:28 bit 4:2:0

Die Sony A7 IV ist eine Hybridkamera, die die besten Eigenschaften der High-End Modelle Alpha 1 und Alpha 7S III in sich vereint. Das Gehäuse wurde zudem im Vergleich zur Vorgängerin A7 III deutlich verändert. Die Gesamtgröße des Gehäuses wurde erhöht und liegt dadurch nun besser in der Hand, besonders für Menschen mit größeren Händen. Auch die Anordnung der Drehknöpfe und Schalter wurde leicht verändert und ähnelt somit nun mehr der der A7S III.

Sony Alpha 7 IV

Die Filmaufnahmetaste wurde dabei an die Oberseite verlegt, das Einstellrad für die Belichtungskorrektur ist jetzt verriegelt. Es gibt übrigens einen extra Schalter auf dem Hauptrad, mit dem man zwischen den Modi Fotos, Video und S&Q (Zeitlupe und Zeitraffer) umschalten kann.

Die Tasten und Wählräder habe ich im Test so angepasst, dass sie in den einzelnen Modi unterschiedlich funktionieren. Man kann somit schnell von der Foto- zur Videoaufnahme wechseln, ohne mehrere Einstellungen zu ändern.

Die einzige Funktion, die sich aber nicht ändert, sind die Bildprofile. Eine weitere wichtige Verbesserung des Gehäuses ist das Upgrade des Vari-Angle-Displays (ähnlich wie bei der A7S III). Es hilft dabei, Blickwinkel zu erfassen, die bei den vorherigen Generationen schwierig waren. Der Flip-Screen unterstützt auch die Touch-Funktion, mit der man sogar durch das Menü navigieren kann, was bei der A7 III nicht möglich war. Der HDMl-Anschluss ist nun außerdem zu einem HDMI-A Anschluss in voller Größe aufgerüstet.

Sony Alpha 7 IV Front
Sony Alpha 7 IV Front im Test

Ähnlich wie die A7 Ill kann die A7 IV bewegte Motive aufnehmen, ohne den entscheidenden Moment zu verpassen. Die 759 Phasendetektions-AF-Punkte decken etwa 94% des Monitors ab. Der neueste Real-Time-Tracking Algorithmus nutzt Farb-, Muster- und Motiventfernungsdaten und ist damit ein unschätzbares Werkzeug, um den entscheidenden Moment festzuhalten.

Der Echtzeit-Augen-AF der Sony Alpha A7 IV erkennt im Test die Augen von Menschen, Säugetieren und Vögeln. Und stellt immer die Augen scharf. Außerdem kann er im AF-S-Modus bei einer Lichtstärke von bis zu EV -4 präzise fokussieren. Fotografen, die Vögel im Flug fotografieren, werden die Tatsache lieben, dass die A7 IV sogar bei f/22 den AF nachführen kann.

Sony Alpha 7 IV Test
Die A7 IV liegt im Test gut in der Hand

Die Sony A7 IV hat zwei Speicherkartensteckplätze: einen für CFexpress Typ A (nur in Steckplatz 1 unterstützt) und einen für UHSD-II SDXC/SDHC. Beachte, dass Steckplatz 1 entweder die CFexpress Typ A oder die SD-Karte aufnehmen kann. Serienaufnahmen mit bis zu 10 Bildern pro Sekunde (im Hi+ Modus) mitAF/AE sind sowohl mit dem mechanischen als auch mit dem elektronischen Verschluss möglich. Der Pufferspeicher ist recht groß – du kannst bis zu 828 unkomprimierte Raw+ JPEG-Serienbilder aufnehmen (allerdings nur mit der CFexpress Typ A). Wenn du lieber komprimierte Raw+ JPEG oder verlustfrei komprimierte Raw+ JPEG aufnimmst, steigt die Zahl auf mehr als 1000 Bilder (mit CFexpress Typ A-Karte, bis zur Kapazität der Speicherkarte). Diese Zahlen sind also mehr viel mehr als das, was die Sony Alpha 7 III bietet. Außerdem ist die Pufferfreigabezeit deutlich geringer.

Die Blitzbelichtungsmessung von Sony ist P-TTL. Es gibt keinen eingebauten Blitz, aber die Kamera ist mit mehreren externen Blitzgeräten von Sony kompatibel, darunter die neuen HVLF60RM2 und HVL-F46RM. Das Sony-Blitzsystem der Alpha 7 IV enthält mehrere neue Funktionen, darunter die Blitzsteuerung in Verbindung mit der Gesichtserkennung der Kamera.

SONY A7 IV VIDEO

Die A7IV verfügt über den gleichen BIO NZ XR Prozessor wie die A 7S III und ist in der Lage, intern 10-Bit 4:2:2 Dateien aufzuzeichnen. Dies verbessert die Videoqualität bei der Verwendung von S-Log, da sie mit 10-Bit bessere Ergebnisse liefert als die 8-Bit Dateien der A7 III. Sony hat außerdem S-Cinetone für die A7IV eingeführt, das auf das wachsende Bedürfnis nach mehr Ausdruckstiefe reagiert.

Bei Videoaufnahmen unterstützt die A7IV jetzt auch 4K bei 60p, allerdings mit einem Crop-Faktor im S35 (Super 35) Modus. Der Crop-Faktor beträgt 1,5x. Andere verfügbare Auflösungen sind im Test dieselben wie bei der A7 III und umfassen HD bis zu 120p und 4K 30p. Was die Codecs angeht, so verfügt die Alpha 7 IV ebenfalls über die HEVC/H.265 Kompression für maximale Qualität bei kleineren Dateigrößen.

Um diese Funktion zu nutzen, benötigen wir im Test SDXC-Karten der Geschwindigkeit V90 oder höher oder CF-Express-Karten vom Typ A. Sieh Dir dazu die besten Speicherkarten an. Die Autofokus-Modi wurden ebenfalls aktualisiert, um Menschen, Tiere und Vögel zu verfolgen. Auch die Geschwindigkeit der AF-Verfolgung wurde im Vergleich zur vorherigen Generation deutlich verbessert. Um die Fokussierung weiter zu unterstützen, hat Sony Focus Mapping und Focus Peaking hinzugefügt. Diese Funktion bietet eine Tiefenkarte, um die Bereiche im Fokus zu identifizieren, und kann sowohl im Auto als auch im manuellen Fokusmodus verwendet werden.

Sony Alpha 7 IV Video
Die A7 IV als Videomaschine

Diese neue Funktion könnte etwas gewöhnungsbedürftig sein. Eine weitere kleine aber hilfreiche Funktion reduziert focus breathing bei ausgewählten Objektiven und kann manchmal sehr praktisch sein. Was die Stabilisierung angeht, so verfügt die A7IV jetzt auch über eine aktive Bildstabilisierung, die eine weitere elektronische Ebene hinzufügt.

Ergonomie

Die Kamera ist im Test recht einfach zu bedienen, sobald du dich mit ihren Funktionen vertraut gemacht hast.

Die Kamera liegt gut in der Hand und der gut gestaltete Griff hilft dabei, das Gleichgewicht zu halten. Die Ergonomie kann unterschiedlich sein, aber mit der Zeit lernt man die Kamera besser kennen und die Dinge werden einfacher.

Leistung

Die Gesamtleistung der Sony Alpha7 IV war im Test beeindruckend. Der Autofokus war schnell und präzise. Ich habe keine Schwierigkeiten mit dem Autofokus, selbst schwachem Licht. Die Bilder waren scharf, mit ausgezeichneten feinen Details und einer guten Farbbalance. Der automatische Weißabgleich funktionierte ausreichend gut, obwohl ich ihn in einigen Fällen in der Nachbearbeitung etwas anpassen musste. Das ist aber kein Fehler, denn wir alle haben unsere eigenen Farbvorlieben. Sony behauptet, dass die Alpha 7 IV einen Dynamikumfang von 15 Blendenstufen bietet. Ich habe keine Möglichkeit, den Umfang im Test genau zu messen, aber ich konnte ein gutes Ergebnis erzielen.

Sony Alpha 7 IV Rückseite

Ich konnte jedoch bei der Nachbearbeitung eine gute Menge an Details aus den Schatten herausholen (ohne dass das digitale Rauschen zu stark zunahm). Alle Belichtungsmodi – Zeitautomatik, Blendenautomatik, Programmautomatik und manuelle Belichtung – lieferten gleichmäßige Aufnahmen.

Die A 7 IV bietet ISOs bis zu 51.200. Die Kontrolle über das digitale Rauschen war erstaunlich gut. Die Bilder wurden in der besten JPEG-Qualität aufgenommen, wobei die Funktionen zur Verbesserung aktiviert waren.

Ich würde nicht zögern, ISO-Werte bis zu 25.600 zu verwenden. Obwohl das Rauschen bei höheren ISO-Werten im Test allmählich zunimmt, ist die Balance zwischen akzeptablen Grenzen und „weichen“ Bildern ausgezeichnet. Bei 100% Bildschirmgröße ist bei ISO 6400 Rauschen zu sehen, aber ich würde es ohne Bedenken verwenden. Wenn du ISO 25.600 erreichst, ist viel Rauschen bei 100% Bildschirmgröße zu sehen.

Preis/Leistung

Das Sony A 7 IV-Gehäuse ist für 2.739,00 € bei Amazon erhältlich. Das entspricht den UVPs ähnlicher Kameragehäuse der Konkurrenz.

  • Ausgezeichnete Gesamtleistung, einschließlich Motivverfolgung
  • Gute Kontrolle über digitales Rauschen
  • Zwei Speicherkartensteckplätze
  • Vollständig schwenkbarer Monitor
  • Tolle Videoqualität
  • Nur 10 fps maximal.

Fazit

Die A 7 IV ist eine der besten spiegellosen Wechselobjektivkameras von Sony. Sie ist einfach zu bedienen und der große Handgriff trägt zum Benutzerkomfort bei. Der Autofokus ist schnell und präzise, sogar bei Videos. Die Videoqualität ist hervorragend, ebenso wie die Qualität der Fotos. Wie bereits erwähnt, ist die ISO-Rauschkontrolle eine der besten, die ich je gesehen habe. Insgesamt eine Kamera, in die du dich verlieben wirst. Bester Kauf!

Kaufen

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein