Baby fotografieren: 10 Tipps für Fotos von Neugeborenen

Hier lernst du, dein Baby zu fotografieren und Neugeborene und Babys liebevoll in das rechte Licht zu rücken. Außerdem gebe ich dir Tipps zur Aufnahmetechnik in der Babyfotografie, Licht, Posen und Zeitpunkt. Newborn-Fotografie (neudeutsch) ist nicht so schwer, wenn du einige Tipps beachtest. Du musst auch kein professioneller Babyfotograf sein, um ansprechende Fotos selbst zu machen. Also… Baby fotografieren und Baby Shooting Posen ganz einfach!

1Babys fotografieren, aber wie?

Die folgenden Tipps zur Babyfotografie helfen dir, die natürliche Schönheit Neugeborener in perfekten Bildern einzufangen. Was du brauchst, ist eine vernünftige Kamera, kein Handy. Und etwas Zeit mit dem Neugeborenen.
Es reicht also auch eine → Spiegelreflexkamera für Einsteiger und perfekt wäre ein Porträtobjektiv, dazu später mehr. So können auch Eltern schöne Babyfotos vom kleinen Kind erstellen.

Wir zeigen Die ein paar schöne Baby Shooting Posen.

Babyfotografie ist eine Klasse für sich. Ich habe das selbst erlebt. Alle Eltern und Verwandten möchten Bilder vom Baby haben. Das fängt schon in der ersten Woche nach der Geburt an, wenn die Mutter noch im Krankenhaus ist. Daher zeige ich Dir nachfolgend mit den Tipps, wie du dein Baby oder -neudeutsch- Newborn fotografieren solltest. Und dabei noch Spaß haben wirst. Los geht’s.

2Baby fotografieren: Dokumentation oder Porträt?

Fotografieren von Babys
Warum nicht mal was Lustiges ausprobieren? Baby Shooting Posen mit Pfiff!

Anfänglich hat man die Vorstellung, viele “süße” Aufnahmen vom Baby zu machen. Dann aber stellt man fest, dass die erste Woche seines Lebens eher wie eine Dokumentation endet.
Der Fokus meiner Aufnahmen lag letztendlich auf vielen “ersten Momenten”. Erster Moment mit Mama, erstes Bad, erstes Mal auf der Waage, erstes Outfit, erstes dies und das. Am Ende machte ich ein Foto mit jedem Besucher, der kam. Ich beschloss daraufhin, diese Art von Aufnahmen nicht weiterzuführen. Denn Babyfotografie sollte individuell sein. Und die Oma und Tante sollten nicht das Hauptmotiv abgeben.

Nach dieser ersten Woche habe ich dann “Porträtaufnahmen” gemacht. Sie waren anders und hatten einen fotografisch -künstlerischen Aspekt. Als ersten Tipp gebe ich dir also mit, dein Kind in den Mittelpunkt des Fotos zu rücken.

3Eine gute Perspektive finden

Fotografieren von Babys
Immer auf Augenhöhe fotografieren. Das ist wichtig bei allen Baby Shooting Posen.

Eine der größten Herausforderungen bei der Babyfotografie ist es, eine gute Perspektive fürs Fotografieren zu finden.

In den Tagen nach der Geburt ist es besonders schwierig, da Neugeboerene in der Regel eingewickelt gehalten werden. Daher siehst du zu 99% der Zeit nur einen kleinen roten Kopf. Hinzu kommen Hautunebenheiten und anfangs fehlgeformte Köpfe, mit denen Neugeborene in der Regel auf die Welt kommen. Das ist aber vollkommen normal.

Hier sind einige Tricks, die du versuchen solltest, um die genannten Probleme bei der Babyfotografie zu umgehen:

Auf Augenhöhe

Ein Schlüssel zu vielen natürlichen Babyaufnahmen ist es, auf ihrem Niveau zu bleiben. Niedrig runter gehen und auch näher heran kommen ist dabei wichtig. Das stellt einige Herausforderungen in Bezug auf das Objektiv und die Brennweite dar. Ein Normalzoom von z.B. 24-120mm sollte perfekt sein. Auf Augenhöhe kann ich viel besser in die Welt der Babys eingetreten, anstatt von oben auf sie herabzusehen. Außerdem solltest Du Menschen, auch Kinder und Babys, sowieso immer auf Augenhöhe fotografieren.

Nahaufnahmen

Eine andere Möglichkeit, die Perspektive zu verbessern und deine Aufnahmen intimer erscheinen zu lassen, besteht in einer längeren Brennweite. Ein leichtes Teleobjektiv ist perfekt dafür. Gut eignen sich hierzu Porträtobjektive zwischen 85mm und 105mm. Ich finde, dass eine längere Brennweite oft besser ist, als zu nahe heran zu kommen. Auch helfen vielleicht ein paar schöne Accessoires, an ein schönes Bild zu kommen.
Nikon Porträtobjektive

4Baby fotografieren mit Details – Gehe nah ran

Fotografieren von Babys
Baby Shooting Posen: Fotografieren von Details des Babys

Nicht nur im Fotojournalismus gilt die goldene Regel von Robert Capa:

„Wenn deine Bilder nicht gut genug sind, warst du nicht nah genug dran. “

Wir alle lieben kleine Neugeborene, weil sie süß und klein sind (wenn sie doch nur so blieben).
Niedlich sind aber auch die kleinen Körperteile und Speckröllchen, die einem Fotografen eine Reihe wundervoller Motive bieten. Vor allem, wenn du Detailfotos machst.

Die richtige Kamera ist dabei ebenso wichtig wie das erwähnte Porträtobjektiv. Eine Kamera für Einsteiger reicht dabei völlig aus. Außerdem ein Porträtobjektiv, mit dem sich Details festhalten lassen und Hintergrund unscharf stellen lässt.

Wenn deine Kamera über einen Makromodus verfügt oder du das Glück hast, ein spezielles Makroobjektiv zu haben, kannst du damit einen einzelnen Körperteil isolieren. Probiere es mit einer Hand, einem Ohr, Fuß, dem Mund usw.
Die Nikon Makroobjektive

Auf diese Weise hebe ich Details hervor, die viele von uns häufig übersehen. Du wirst feststellen, dass es deine Fotosammlung auf wunderschöne Weise bereichert.

Babys fotografieren: Die ersten Wochen perfekt in Szene setzen
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  • Long, Robin (Autor)
  • 220 Seiten - 01.10.2013 (Veröffentlichungsdatum) - dpunkt.verlag GmbH (Herausgeber)

5Warte aufs Lächeln

Babys fotografieren
Warten auf den richtigen Moment mit dem Baby

Eine weitere Herausforderung bei der Newborn Fotografie ist, dass die Kleinen anfangs nicht viel Zeit mit Lächeln verbringen. Tatsächlich verbringen sie überhaupt nicht viel Zeit damit, irgendetwas zu tun. Schlafen, füttern, weinen…

Halte daher Ausschau nach Zeiten im Leben deines Babys, in denen es am ruhigsten und zufriedensten zu sein scheint. Es lächelt vielleicht noch nicht. Aber es gibt Zeiten, die für Fotos besser sind als andere. Das ist übrigens nicht nur bei der Babyfotografie so.

Eine ist vielleicht Badezeit (wenn es baden liebt). In diesen Situationen werden wir garantiert weit aufgerissene Augen und sogar ein oder zwei Kichern bekommen.

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6Habe deine Kamera in der Nähe

Fotografieren von Babys
Augenhöhe und Aktion vor passendem Hintergrund

Die beste Kamera ist die, die man dabei hat. Das gilt umso mehr für Baby Shooting Posen.

Sicher gibt es Momente am Tag , in denen das Kleine etwas Süßes, Ekelhaftes, Lustiges oder Wertvolles unternimmt. Ohne die Kamera wirst du diese Momente verpassen, da sie kurz und flüchtig sind. Habe deine Kamera daher schussbereit in der Nähe. Den Objektivdeckel setze ich gar nicht auf, damit es im Fall der Fälle schneller geht.

Wenn die Kamera auf Programmautomatik (P) steht oder bei Zeitautomatik (A) eine Blende von 2.8 bis 5.6 vorgewählt ist, kann kaum noch etwas schief gehen. Das ergibt außerdem eine kurze Verschlusszeit und löst den Hintergrund in Unschärfe auf.

Babys und Bellys fotografieren: So setzen Sie Schwangere, Neugeborene und Babys liebevoll in Szene
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  • 335 Seiten - 21.02.2020 (Veröffentlichungsdatum) - Rheinwerk Fotografie (Herausgeber)

7Bleib dran!

Babyfotografie
Fotografieren von Babys geht auch ganz ohne Shooting Posen

Ein Baby verändert sich jeden Tag, besonders in den ersten Monaten. Es geht exponentiell schnell und es ist verblüffend, das zu beobachten. Daher ist es wichtig, regelmäßig Aufnahmen zu machen.

Ich kenne Eltern, die in den ersten Tagen nach der Geburt ihres “Newborn” Hunderte von Babyfotos gemacht haben. Aber dann erst im Alter von 6 Wochen wieder. Du erkennst später besser, wie sehr sich das Baby verändert hat, wenn du viele Vergleichsfotos hast.

Benutze ein paar schöne Accessoires, z.B. Teddybären oder Spielzeug, die mit ins Bild kommen.

Zu den Shooting Tipps für Eltern gehört vor allem auch, Geduld bei der Fotografie zu haben. Denn ein Baby ist schließlich kein professionelles Model. Ein Shooting soll Spaß machen und nicht professionell sein.

8Soll ich Bilder nachbearbeiten?

Auf vielen Babyfotos, die du in der Presse siehst, sind die Neugeborenen erstaunlich glatt und perfekt. Die Realität ist, dass viele Babys nicht ganz so perfekt sind, so perfekt ihre Eltern sie auch finden mögen. Kleine Kratzer, Schlaf in den Augen, rotzige Nasen, getrocknete Milch um den Mund gehören dazu. Fleckige Haut, Muttermale und Beulen usw. sind bei jedem Baby gleich. Jeder kennt die Bilder mit Nutella-verschmiertem Mund.

Ich denke, sie zeigen dein Kleines, wie es ist. Und daran ist nichts auszusetzen. Manchmal können sie jedoch etwas ablenkend sein. Für die “besonderen” Aufnahmen, die du gerne verschenken oder auf Karten drucken möchtest, möchtest du vielleicht ein wenig retuschieren. Die meisten Programme zur Bildbearbeitung verfügen über eine Art Airbrush- oder Retuschierwerkzeug. Lerne, es zur Glättung von Haut zu verwenden, und du wirst von den Ergebnissen begeistert sein. Übrigens, sehr einfach geht das mit Photoshop Elements, denn es bietet Hautglättung mit einem Klick.

Wenn Du das Baby authentisch zeigen willst, auch gut! Dann eben ohne Retusche.

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9Farbe: Weniger ist mehr

Fotografieren von Babys
Schwarzweiß hat auch seinen Reiz: Einfach mit der Decke als Hintergrund

Wichtig bei der Bildbearbeitung kann auch das Ändern der Farbe deiner Babyfotos sein. Sogar das Konvertieren in schwarzweiß ist manchmal einfach aus mehreren Gründen nützlich:

  • Die oben beschriebenen Kratzer, Flecken und Hautunreinheiten werden schwarzweiß erheblich verringert.
  • Schwarzweiß eignet sich hervorragend für “Geburtsfotos”. Oder solche, die unmittelbar danach aufgenommen wurden. Rote Haut und bunte Wäsche lenken nicht mehr ab.
  • Aufnahmen werden etwas weicher. Babys sind schließlich weiche, kuschelige Motive und das Herausnehmen der Farbe betont dies.
  • Wer es nicht ganz schwarzweiß mag, sollte das Entsättigen der Farben in den Babyfotos praktizieren. Belasse ein wenig Farbe in den Aufnahmen und du bekommst pastellfarbene Bilder. Das verleiht ein ganz anderes Erscheinungsbild.

10Indirektes Licht – nur kein Blitz

Fotografieren von Babys
Details vom Baby einfach im Bild festhalten. (Canon EOS)

Ein direkt auf die AUgen des Neugeborenen gerichtetes Blitzgerät ist tabu. Dass das wohl nicht der richtige Weg sein kann, sollte einleuchten. Wenn überhaupt Blitz, dann nur indirekt blitzen! Überhaupt ist Babyfotografie ohne hartes Blitzlicht gefälliger.

Du musst dazu weder Studio- noch Babyfotograf sein. Top Ergebnisse erzielest du mit einem indirekten Blitz gegen die Decke. Dadurch wird das Licht sehr stark gestreut, sodass das Baby bei den Aufnahmen weniger erschreckt. Und was noch wichtiger ist: Es wird nicht vom Licht geblendet. Rote Augen kannst du so garantiert vermeiden.

Wenn du keine Möglichkeit für einen indirekten Blitz hast, erhöhe die ISO-Einstellung deiner Kamera zu erhöhen. Oder öffne die Blende für mehr Licht. Dann musst du den Blitz überhaupt nicht verwenden. Denn natürliches Licht ist gefälliger und, wie der Name schon sagt, natürlich. Fotografiere mit natürlichem Licht, dann gelingen perfekte Babyaufnahmen. Sieh dir schöne Newborn Shootings an, die sind immer ohne Blitz. Glaub’s mir.

11Timing und Umgebung

Das Timing deiner Aufnahmen ist bei der Babyfotografie wichtig. Babys bewegen sich zwar nicht viel, aber sie ändern subtil ihre Position und ihren Ausdruck. Uns dieser ist entweder fotogen oder eben nicht. Mache dir das für die Shooting Posen zunutze. Wenn du immer gleich eine Serie von Fotos machst, erhöht das die Wahrscheinlichkeit, den richtigen Moment zu treffen.

Außerdem solltest du den Hintergrund ruhig gestalten. Schließlich soll er nicht ablenken. Eine offene Blende wie f/2.8 macht den Hintergrund unscharf und lenkt den Blick aufs Baby. Am besten wählt man A oder Av Modus an der Kamera und gibt die Blende vor, dann wird die Verschlusszeit automatisch dazu gesteuert. So gelignt ein natürliches Fotoshooting auch zuhause.

Außerdem denke ich aber, dass ein Baby nicht nur eine fotografische Gelegenheit ist. Sondern dass es wichtig ist, die Kamera von Zeit zu Zeit abzulegen. Kreiere nicht nur wundervolle Bilder Ihres Babys – kreiere Erinnerungen mit deinem Baby – die Balance ist wichtig.

Empfohlene Bücher zum Thema:



Andreas Volz
Gründer von Webdigital und Fotograf seit Jugendzeit. Angefangen mit Nikon F3, F4 und F5 kam ich mit einer D1 ins digitale Fotozeitalter. Es folgten D2H, D2Xs, D3 und D810. DSLR faszinieren mich genau so wie spiegellose Modelle.