Blumen fotografieren im Frühling: 7 Profi Tipps

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Lies hier top Tipps für die Fotografie von Blumen. Ausrüstung, Einstellungen und Tipps vom Profi für bessere Blumenfotos!

Jetzt, wo der Frühling endlich da ist, ist es Zeit, die Kamera zu zücken und nach draußen zu gehen. Wir verraten dir sieben Tipps, mit denen du die besten Fotos von Frühlingsblumen machen kannst.

Sieben Tipps für bessere Frühlingsblumenfotos

1Sei kreativ

Frühlimg
Mit der richtigen Ausrüstung und den Einstellungen gelingt die Fotografie von Blumen.

Eine gute Möglichkeit, das Hobby und die Kreativität frisch zu halten, ist es, mal Neues zu probieren. Warum nicht mal mit kreativen oder alten Objektiven arbeiten? Klar, das kann eine große Herausforderung sei, macht aber viel Spaß.

Oder versuche, deine eigenen kreativen Blenden und Aufheller zu bauen. Das ist meist gar nicht schwer! Spiele mit eigenen Mustern und Hintergründen, um zu sehen, was am besten zum jeweiligen Motiv passt. Oder versuche dein Glück mit absichtlichen Kamerabewegungen. Es ist viel befriedigender, besondere Effekte mit deiner Kamera zu erzeugen als mit Photoshop. Blumen sind geduldige Motive und laufen nicht weg, also ist die Fotografie hier statisch und kreativ.

2Magisches Licht

Makrofotografie Zubehör Makrozubehör
Makrofotografie

Die Qualität des Lichts ist genauso wichtig wie dein Motiv, die Blumen. Meine Lieblingszeit ist der frühe Morgen, denn das Licht hat eine reine, unschuldige Ausstrahlung, die den Rest des Tages nicht wieder kommt. Das bedeutet aber, dass man früh aufstehen muss, um rechtzeitig für das Shooting an einem Ort zu sein. Aber wenn dann alles klappt, ist es eine der schönsten Sachen der Welt.

Natürlich hat auch das Abendlicht seine eigenen Qualitäten. Blumen im Abendlicht haben lange Schatten, während die Fotografie morgens ein weiches Licht hat.

3Ändere deine Perspektive

Blume Fotografie
Rose

Viele Menschen stehen einfach nur da und machen Bilder, ohne sich zu bewegen. Wir haben Arme und Beine, also bleib in Bewegung. Ändere deinen Standpunkt! Geh in die Hocke, erkunde andere Positionen und öffne dich für neue Ansichten und Perspektiven.

Der Blickwinkel, den du beim Fotografieren wählst, hat einen großen Einfluss auf die Aussage oder die Stimmung eines Fotos mit Blumen. Aufnahmen von oben wecken andere Emotionen als Aufnahmen von unten. Wenn du dich von Konventionen frei machst, werden deine Fotos von Blumen deutlich besser.

4Brich die Regeln

Schmetterling
Insekten fotografieren mit Makroobjektiv

Ich denke, dass viele Regeln in der Fotografie gerade Anfängern helfen, zu bessern Fotos zu kommen. Aber sie können auch die Fantasie einschränken. Wenn du die berühmten Fotoregeln angewendet hast, ist es nun an der Zeit, sie zu brechen.

Die Fotografie von Blumen ist eine Art zu malen und es liegt an dir, die Bilder mit Seele zu füllen und eine Geschichte zu erzählen. Du kannst so „technisch“ sein, wie du willst, aber du wirst andere nur berühren können, wenn du mit dem Herzen siehst. Und wenn du deine Komfortzone verlässt, wirst du als Mensch und als Fotograf wachsen.

5Achte aufs Bokeh

Etwas, das genauso wichtig ist wie besonderes Licht, ist das Bokeh. Ein tolles Bokeh bringt mein Herz zum Singen! Die Art des Bokehs, die ich suche, hängt vom Motiv ab. Manche Blumen sehen mit einem subtilen, cremigen Bokeh am besten aus

Für einen subtilen, ruhigen Effekt musst du darauf achten, dass der Hintergrund nicht zu nah an deinem Motiv ist. Erforsche Wassertropfen, Spiegelungen und gedämpftes Licht durch Laub. Es ist eine Frage der Übung, was am besten funktioniert.

6Sei aufmerksam

Achte auf den Hintergrund und die Umgebung deines Motivs. Sorge dafür, dass du es gut isolierst, damit es nicht zu Ablenkungen kommt. Je näher der Hintergrund am Motiv ist, desto mehr hebt er sich im Bild ab. Um einen ansprechenden Hintergrund zu erhalten, wähle also ein Motiv, das bereits isoliert ist. Achte darauf, dass das Bild nicht zu unruhig ist und halte die Dinge einfach.

Sei respektvoll, reiße keine Blumen fürs Fotografieren aus oder trample darauf herum. Das Entfernen von Zweigen oder Grashalmen ist aber akzeptabel.

7Fotografiere Blumen langsam

Naturfotografie

Gute Blumen- und Naturfotografie lässt sich nicht überstürzen. Nimm dir Zeit und beobachte die Umgebung und das Licht. Ich verwende gerne Festbrennweiten und manuelle Objektive, weil sie mich verlangsamen, mich konzentrieren und fokussieren lassen. Um die Verträumtheit vieler Motive einfangen zu können, lege ich mich meist auf den Boden mit einem Bohnensack. Wenn sie aber höher gelegen sind, verwende ich mein Stativ, das nicht nur eine genaue Fokussierung und Komposition sicherstellt, sondern mich auch verlangsamt.

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Ausrüstung für die Blumenfotografie

Bohnensack

Der Bohnensack ist sehr praktisch, um die Kamera beim Fotografieren am Boden zu stabilisieren, und da er leicht ist, kannst du ihn überall mit hin nehmen.

Manuelle Objektive

Objektive wie Helios oder Lensbaby sind anspruchsvoll in der Handhabung. Man kann sie aber für malerische, verträumte Bilder verwenden. Die Arbeit mit Live-View ist hier hilfreich, da das Fokussieren aufgrund der geringen Schärfentiefe oft schwierig ist.

Makroobjektiv

Ein vielseitiges Objektiv, das sowohl für Nahaufnahmen als auch für Garten- und Landschaftsaufnahmen verwendet werden kann, ist ideal. Eine maximale Blende von f/2,8 ist ein Muss und eine große Hilfe bei schlechtem Licht.
Hier findest du die besten Makroobjektive.

Blumenfotografie
© Yan Liu

Blumen fotografieren: Einstellungen

Für die perfekte Fotografie von Blumen nimmst du ein leichtes Tele oder Makroobjektiv. Perfekt ist eine Brennweite zwischen 60 und 105mm. Das sind also fast auch die Objektive, die man für Porträts einsetzt. Und das hat auch seinen Grund: Schöne Unschärfe, cremiges Bokeh.

Als Blende nimmst du, je nach Gusto, eine recht offene Blende. Ich benutze je nach Brennweite meist f/4.

Die Verschlusszeit sollte so sin, dass die Blumen im Wind nicht bewegungsunscharf werden. Beachte außerdem die längstmöglcihe Verschlusszeit.

Übrigens solltest du Blitzen vermeiden, weil du sonst die ganze Stimmung wegblitzt. Bei der Fotografie draußen nimmst du natürliches Licht, in der Wohnung dagegen gehst du an ein Fenster. Gut ist seitliches Licht.

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