Hundefotografie Tipps: Hunde fotografieren mit 10 Fototipps

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Egal, ob Sie ein erfahrener Tierfotograf sind oder nur jemand, der seinen Vierbeiner liebt: Sie werden feststellen, dass das Fotografieren Ihres Hundes etwas schwieriger sein kann als erwartet. Hier sind die Tipps für gelungene Hundefotografie. Unser Fotoratgeber, damit Ihr Tier groß raus kommt und die Hundefotos wirklich herausragende Tierfotos werden.

Hunde, sagt man, sind die besten Freunde des Menschen. Gilt das auch vor der Kamera?

Die Schwierigkeit, Ihren eigenen Hund zu fotografieren

Manchmal ist es einfach, unsere eigenen Haustiere abzulichten. Insbesondere Hunde ablichten steht dabei ganz oben. Wir kennen unsere Haustiere in- und auswendig. Aber vielleicht ist das auch das Problem bei der Hundefotografie. Wir kennen unsere Haustiere zu gut und sie kennen uns ebenfalls. Wer sein Tier nur “knipsen” möchte, muss hier nicht weiterlesen. Aber für das besondere Foto von einem besonderen Tier muss man ein paar Regeln kennen, bevor es los geht.

Hund mit Stock auf Augenhöhe Tierfoto Tier
Hund als Motriv, mit kurzer Verschlusszeit im Liegen fotografiert: Einstellungen mit offener Blende wirken auf den unscharfen Hintergrund

Es ist in der Regel einfacher, das Haustier eines anderen auf Film oder Sensor zu bannen, da Sie nicht die gleiche emotionale Beziehung zueinander haben. Mit Ihrem eigenen Hund stehen Sie im Mittelpunkt. Aber eigentlich soll doch das Tier im Fokus sein.

Für Fotografen bedeutet dies oft, dass Tiere die ganze Zeit über nah am Gesicht sind. Das gilt insbesondere, wenn Sie für die wirklich guten Bilder auf Augenhöhe auf den Boden liegen. Aber dazu komme ich später.

Es gibt auch eine emotionale Komponente und oftmals mehr Frustration, wenn wir unsere eigenen Haustiere als Fotomodelle verwenden. Wir wissen, wann unsere Welpen gut aussehen, wie sie sich verhalten können und was wir von ihnen erwarten. Da wir es jedoch sind, will der Hund bestimmen und möchte nicht besonders kooperieren. Das ist wie andere Tierfotografie auch manchmal frustrierend, wenn man keine Geduld mitbringt. Gibt es dazu vielleicht Hundefotografie Tipps?

Das Ablichten des Tieres eines anderen ist übrigens um ein Vielfaches einfacher.
Wir vergessen oft die Nachsicht gegenüber unseren eigenen Tieren (ähnlich den Eltern und ihren eigenen Kindern im Vergleich zu Eltern, die die Kinder eines anderen beobachten). Erst nachdenken, dann mit dem Shooting beginnen!

10 Hundefotografie Tipps

Hier finden Sie unsere Kniffe und Tricks, mit denen Sie sicherstellen können, dass die Fotos vom eigenen Hund alle perfekt zur Geltung kommen. Für perfekte Aufnahmen von Anfang an!

1Kamera-Einstellungen

Hundefotografie
Shooting mit schneller Schussfolge und Perspektive auf gleicher Höhe:
Bewegung der Hunde erfordert kurze Verschlusszeit in der Actionfotografie. Das friert die Bewegung ein.
Dazu ISO 800 oder mehr einstellen.

Bei Hunden in Aktion, zum Beispiel im Lauf, einfach eine kurze Verschlusszeit vorwählen. Das friert die Bewegung ein und vermeidet Verwachklungen und Verwischungen. Um eine kurze erschlusszeit zu bekommen, sollte man eine offene Blende wählen.

Autofokus Modus

Autofokus Hundefotografie Tierfotografie
Autofokus AF-C

Wenn Sie eine DSLR oder spiegellose Kamera verwenden, stellen Sie sicher, dass Ihre Kamera auf den kontinuierlichen Autofokus-Modus (AI Servo bei Canon, AF-C bei Nikon und Sony) eingestellt ist. So gelingt Actionfotografie am besten.
Warum?
Damit die Kamera bei der Hundefotografie die Schärfe automatisch nachführt, während Sie Ihr Tier herum scheuchen! Und das auch trotz unregelmäßiger Bewegungen.

Serienbild Geschwindigkeit

Stellen Sie Ihre Serienbild-Geschwindigkeit auf Highspeed (bei Nikon: CH), um die Bilder pro Sekunde der Kamera zu nutzen und viele Bilder des Vierbeiners schnell hintereinander aufzunehmen.

Blende

Als Blende wählen Sie eine große Blende (=kleine Blendenzahl) vor, und zwar die größte Blende, die Ihr Teleobjektiv zulässt, zum Beispiel Blende 4. Stellen Sie auf A oder Av, also Blendenvorwahl mit Zeitautomatik. Die entsprechend kurze Belichtungszeit wird dann von der Elektronik dazugesteuert.

ISO

Eine gute Möglichkeit ist es, Zeit und Blende manuell einzustellen. Beispielsweise 1/500s und f/8.
Die Empfindlichkeit wird über ISO Automatik dann von der Elektronik dazu gesteuert. Das klapt natürlich nur, wenn die Kamera diese Möglichkeit bietet.

2Vorher ist etwas Training erforderlich

Im Gegensatz zu unseren Kameras sind die Vierbeiner nicht sofort einsatzbereit! Die Hundefotografie erfordert etwas Training, um an die “richtigen” Hundefotos zu kommen.

Zunächst sollten Sie ihn an Ausrüstung und Auslösegeräusch gewöhnen.

Zeigen Sie schon vorher zuhause, dass die Kamera nichts Unheimliches ist. Für das Tier ist es ein Gegenstand, etwas Totes, das aber zu Ihnen gehört wie Leine, Hut oder Mantel.

Gegebenenfalls belohnen Sie Ihren Hund dafür, dass er sich mit der Kamera anfreundet und sich ablichten lässt. Er wird mit einem Schwanzwedeln auf die Fotografie antworten.

Außerdem ist hilfreich, einen gut erzogenen Hund zu haben. So kann man ihn ab und zu dirigieren. Das sollte aber nicht ständig passieren.

Zweitens sind einige grundlegende Befehle sehr hilfreich. Ein „Sitzen und Bleiben“ wirkt Wunder für Sie und ermöglicht die Entfernung, die Sie benötigen, um das richtige Bild aufzunehmen. Eine Daune ist ebenfalls hilfreich, ebenso wie eine Markierung (auf die der Pfiffi trainiert ist, seine Pfoten drauf zu legen, was Sie als Markierung festgelegt haben).
Hundefotografie braucht etwas Vorbereitung, dann klappt’s auch.

3Den Hund müde machen

Hundefotografie
Bilder wirken authentisch, wenn der Hund das Shooting nicht ständig bewusst bemerkt.

Jedes alte Sprichwort hat ein Körnchen Wahrheit und in diesem Fall deutlich mehr als nur ein Körnchen. Ein Vierbeiner, der müde ist, hat wahrscheinlich weniger Energie, sich schlecht zu benehmen! Das bedeutet nicht, dass Bewegung schadet, aber die kommt vor dem Bild.

Ein wichtiger Tipp bei der Hundefotografie und überhaupt Arbeit mit Tieren ist, dass diese zu müde werden, um sich lautstark zu verhalten oder dagegen zu protestieren, still zu bleiben. Das Spielen, Laufen und Stimulieren Ihres Tieres vor oder bei dem Fotografieren macht ihn ruhiger, wenn es darum geht, Fotos zu machen. Fotos mit Bewegung besprechen wir später in diesem Artikel.

4Bei der Hundefotografie immer Filter verwenden

Um den Vierbeiner ins rechte Licht zu rücken, können buchstäblich Filter helfen. Warm getönte Filter mit ganz leichtem Orangeton machen warme Farben, außerdem haben sie eine Schutzfunktion. Für die Fotografie und ein stimmungsvolles Hunde-Foto ist Licht das A und O.

Filter sind die raffinierten kleinen Glasscheiben, die Sie an das vordere Element Ihres Objektivs schrauben. Dieses Glas schützt Ihre Objektive vor Kratzern, Staub und definitiv nasser Tiernase! Ebenso absorbiert das Glas die Stöße, die beispielsweise auftreten, wenn die Kamera von einem übererregten Hündchen versehentlich aus den Händen gerissen wird.

Dazu reicht ein einfacher UV-Filter. Er dient nur als Schutz. Hier ist meine Empfehlung für ein UV-Filter:

5Auf Augenhöhe sein!

Hundefotografie
Hundefotografie immer auf gleicher Höhe ausführen

Was fürs Ablichten von Kindern gilt, gilt auch für die Hundefotografie: Runter gehen auf Augenhöhe!
Tiere fotografiert man ebenfalls auf Höhe der Augen. Dazu bückt man sich runter oder legt sich auf den Boden, vollkommen egal. Keinesfalls fotografiert man einen kleinen Hund aus der Erwachsenen-Perspektive von oben.

Weiterhin ist wichtig, auf die Augen scharf zu stellen, wie bei einem Porträt eines Menschen. Die Augen müssen unbedingt scharf sein!

6Die Location macht den Unterschied: Raus in die Natur!

Hund mit Stock auf Augenhöhe
Hunde gehören in die Natur und dürfen auch mal sich selbst überlassen sein.
Im Wald gibt es meistens Schatten und diffuses Licht. So wird das Motiv gleichmäßig ausgeleuchtet.

Ähnlich wie bei Menschen macht der Ort, an dem Sie Ihre Bilder machen, einen großen Unterschied. Ich bin daher kein Freund gestellter Bilder aus dem Studio. Ist Ihr Hund ein Abenteurer? Warum nicht Aufnahmen von Ihrem Welpen machen, der das macht, was er am liebsten macht – eine schöne Wanderung erkunden! Sie können ihre Liebe für die Natur einfangen, während Ihr Haustier von etwas Schönem abgelenkt wird. Auch ist natürliches Licht wichtig. Warum nicht mal in der Abendsonne, in der goldenen Stunde oder im fahlen Morgenlicht einen Spaziergang machen und die Hundefotografie in natürlicher Umgebung und weichem Licht beginnen?

Gute Hundebilder entstehen daher nicht zuhause im Körbchen, im Studio oder auf dem Sofa.
Wenngleich sich das Licht im Studio besser dosieren und formen lässt, sollte es die Ausnahme bleiben.

Einige Vierbeiner sind an unbekannten Orten schwieriger zu fangen, da sie entweder nervös und ängstlich oder überfordert sind. Sie kennen Ihr Tier am besten. Tun Sie das, was Sie für richtig halten, um sie mit ihrer Umgebung vertraut zu machen, bevor Sie ein Foto aufnehmen.

Denken Sie daran, dass der Komfort und das Glück Ihres Vierbeiners an erster Stelle der Prioritätenliste steht. Fotografieren steht an zweiter Stelle.

7Erhalten Sie die Aufmerksamkeit des Hundes!

Warum nicht mal schwarzweiß und quadratisch?
Hund ausnahmsweise im Studio vor schwarzem Hintergrund: Warum nicht mal schwarzweiß und quadratisch?

Ohren hoch, Ohren hoch! Du willst die Ohren hoch und die Gesichter zum Lächeln bringen?
Das erfordert ein wenig Aufmerksamkeit. Ob durch hochwertige Leckereien (Lebensmittel, die Ihr Hund für unwiderstehlich hält) oder durch sein Lieblingsspielzeug. Sie kennen Ihr Hündchen gut, wenn es darum geht, die Ohren zu öffnen. Er wird hundegemäß antworten und Sie mit einem guten Foto belohnen.

8Welches Objektiv zum Fotografieren nehmen?

Hundefotografie
Auch bei Hunden einfach mal auf den Hintergrund achten oder mit offener Blende arbeiten

Um Actionbilder anzufertigen, benötigen Sie ein Teleobjektiv um die 200mm bis 300mm Brennweite. Dazu gehören kurze Verschlusszeiten, um die Bewegung im Fotografieren einzufangen. Perfekt ist ein Zoom von 70-200mm.

Wie oben erwähnt, können Sie die Geschwindigkeit Ihrer Kamera nutzen, wenn Sie sie in den Serienbildmodus (AF-C) versetzen. Dies ist besonders wichtig für die Tierfotografie, in der Hunde und Welpen sich schnell bewegen! Durch die Erfassung einer ganzen Abfolge von Bewegungen können Sie das aktionsreichste Bild herausgreifen.

Wählen Sie außerdem eine kurze Belichtungszeit, um Bewegung einzufrieren. Spiegelreflexkameras sowie besonders spiegellose Kameras antworten auf eine Auslösung mit bis zu 15 Bildern pro Sekunde. So lässt sich anschließend leicht das Bild am Computer aussuchen, welches die Action am schönsten wiedergibt. Auch bei schnellen Bildserien immer auf die Augen scharf stellen!
Wählen Sie eine große Blende wie 2,8 vor und stellen Sie die Einstellung auf Zeitautomatik (A oder Av):
Regel für die längstmögliche Belichtungszeit

Lassen Sie den Hund nicht parallel laufen, sondern auf Sie zu, auch wenn die Scharfstellung dadurch erschwert wird. Mit Dauerfeuer erwischen sie ihn Bild für Bild in der Bewegung. Das Objektiv bleibt immer auf die Augen gerichtet. Vergessen Sie eine kleine Belohnung nicht, damit die Serie oft wiederholt werden kann und das Tier nicht die Lust verliert. Wenn Sie Ihre Bilder im Kasten haben, antworten Sie mit einem Leckerli.

9Bringen Sie einen Freund mit!

Bringe Bekannte mit, damit sie helfen, deinen und andere Hunde in Position zu bringen! Eine zweite Person in der Nähe zu haben, hilft immer bei der Hundefotografie. Außerdem kann ein Bild mit weiteren Hunden im Hintergrund ganz fotogen sein.

Ein zweites Paar Hände kann die Aufmerksamkeit Ihres Hundes auf sich ziehen.
Oder Ihnen helfen, sicherzustellen, dass der Welpe nicht davonläuft, und im Allgemeinen beim Ablichten Ihres eigenen Hundes helfen.

Bilder vom eigenen Tier zu machen ist nicht immer einfach, aber Hunde fotografieren lohnt sich immer! Denken Sie daran, Spaß zu haben und alles unbeschwert zu halten, und Sie werden es großartig machen. Bei weiteren Anregungen antworten Sie gerne im Kommentarfeld.

Bücher mit Hundefotografie Tipps lesen

Natürlich ist es auch bei der Hundefotografie wichtig, sich ein paar Inspirationen von andere Fotografen zu holen. Dazu gibt es veschiedene Bücher, die ich hier zusammengestellt habe. Alle beschäftigen sich mit der Fotografie von Hund und Haustier:



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