Fotografieren im Zoo: 10 Tipps für bessere Fotos Zoofotografie

Hier die 10 wichtigsten Tipps für bessere Zoofotos. Zoofotografie ganz einfach!

Einleitung Zoofotografie

Tiere in der afrikanischen Wildbahn sind fotogen, jedoch ist die Reise teuer und man liegt stundenlang mit einem Supertele auf der Lauer. Am Ende geht man möglicherweise ohne Fotobeute nach Hause.
Da ist das Fotografieren im Zoo bequemer: Die Tiere leben praktisch vor der Haustür und laufen selten weg. Die Abstände zum Tier sind kleiner, was der finanziellen Ausgabe für langbrennweitige Teleobjektive zugute kommt. Unsere Tipps für Zoofotografie:

Die richtige Ausrüstung fürs Fotografieren im Zoo

Neben einer Spiegelreflex oder einer spiegellosen Kamera (Vergleich hier) eignen sich Kompaktkameras nur bedingt. Smartphones eignen sich überhaupt nicht für die Zoofotografie. Überlassen Sie dem Smartphone das Telefonieren bitte.
Dabei ist nicht einmal eine teure Ausrüstung erforderlich, auch Einsteiger-Systemkameras erfüllen hier ihren Zweck.

Ein Teleobjektiv ist für Zoofotografie unerlässlich

AF-S Nikkor 180-400 mm 1:4E TC1,4 FL ED VR
Profisegment, ca. 12.000 €:
Das AF-S Nikkor 180-400 mm 1:4E TC1,4 FL ED VR

Für das Fotografieren im Zoo muss man meist kleine Distanzen überbrücken, d.h. ein Teleobjektiv muss her. Hierbei sollte es sich um ein “richtiges” Teleobjektiv handeln, kein Digitalzoom (diese machen nur Ausschnittvergößerungen, was der Pixelmenge und Bildqualität schadet).

Teleobjektive mit einer Brennweite ab 180mm sind hier zu bevorzugen, mehr ist grundsätzlich besser. Je kleiner die Tiere sind (z.B. Vögel), desto mehr Bennweite muss her. Für einen Graureiher in nur 10 Meter Entfernung werden mindestens 300mm nötig. Erdmännchen aus nur 5m Entfernung benötigen schon mindestens ein 400mm Tele.

Ab 300mm werden die Objektive recht teuer. Wer den Kauf eines Objektivs ab 300mm scheut, kann sich mit einem Konverter behelfen, der die Brennweite mit einem Faktor vergrößert. So wird mit einem 2x Konverter aus einem 200mm Tele ganz leicht ein 400mm, allerdings mit kleinen Einbußen bei der Lichtstärke.

Ratgeber: Zoom oder Festbrennweite ?
Die besten Nikon Telezooms

Kamera mit kurzen Belichtungszeiten

Außerdem sollte die Kamera fürs Fotografieren im Zoo kurze Belichtungszeiten bieten, die man je nach Automatik vorwählen können sollte. Als kurz gelten hier Zeiten von 1/500s und kürzer. Dabei gilt: Je länger das Teleobjektiv, desto kürzer sollte die Zeit sein. Dies ist einer der wichtigsten Tipps für scharfe Bilder ohne Bewegungsunschärfe!

Als Faustregel gilt: Die Zeit sollte nicht länger sein als der Umkehrwert der Brennweite:
Das bedeutet, bei einem 400mm Tele sollte die Zeit 1/400 s oder kürzer sein.
Bei Kameras ohne Einstellmöglichkeiten für Zeit und Blende kann das “Sportprogramm” als Vorgabe gewählt werden.

Um kurze Zeiten zu gewähreisten, muss entweder das Objektiv besonders lichtstark sein (=teuer) oder die Emfindlichkeit des Sensors muss raufgesetzt werden. Eine Empfindlichkeit über 1600 ISO ergibt allerdings bei den meisten Kameras sichtbare Qualitätseinbußen durch Bildrauschen.

Kamera mit Serienbildmodus und AF-C

Wenngleich die Zootiere oft träger sind als in freier Wildbahn, laufen sie doch ständig im Gehege umher, und damit laufen sie aus der Schärfe heraus! Kameras mit kontinuierlichem Autofokus (AF-C) sind hier klar zu bevorzugen. Hier wird die Schärfe nachgeführt, solange der Auslöser halb niedergedrückt wird. So gelingt Zoofotografie.

Eine Funktion für Serienbilder gewährleistet außerdem, dass kein Schuss daneben geht.
4 Bilder pro Sekunde sollten für Zoofotografie reichen.

Die 10 Tipps für bessere Fotos im Zoo

Tipps

Auf Umgebung achten
Oft sieht man gleich, wenn Tierbilder im Zoo gemacht wurden. Betonberge wie hier im Bild gibt es in der freien Natur nicht! Im Bild wirkt der Tiger zudem müde und zu satt.

Tipp

Auf das richtige Licht warten
Fotografieren zur Mittagszeit ist bequem, die Verschlusszeiten sind kurz, aber die Bilder flach und langweilig. Besser bis zum frühen Abend warten!

Richtigen Ausschnitt wählen
und dabei auch mal Mut zum Ungewöhnlichen beweisen.

Fotografieren im Zoo

Der richtige Moment
ist mindestens genau so wichtig wie Licht und Ausrüstung. Denn ohne das gewisse Etwas hat man am Ende eben nur ein Tier abgelichtet.
Und wie ein Löwe oder Elefant aussieht, weiß man doch 🙂
Daher: Auf den richtigen Augenblick warten und notfalls auch mal mit der Kamera vor dem Auge das Tier ein paar Minuten beobachten.

Fotografieren im Zoo

Auf Augenhöhe fotografieren
und nicht so wie auf dem Bild hier.

Was für Menschenportraits gilt, gilt auch für Tiere: Von unten oder oben fotografiert man nicht!

Fotografieren im Zoo Tipps

Auf Hintergrund achten
Infotafeln mit Fütterungszeiten und Gitter gibt es in der Natur nicht!
Lieber einen “tierischen” Hintergrund nehmen wie auf dem Bild hier.

Zoofotografie Tipps

Auf die Augen scharfstellen
Das gilt insbesondere für offene Blenden bei starken Teleobjektiven, da hier der Bereich für die Schärfentiefe gering ist.

Zoofotografie Tipps

Kurze Belichtungszeiten
damit Bewegungen ohne Verwischen eingefangen werden können. Dabei die Faustformel (s.o.) beachten.

Zoofotografie

Gitter in Unschärfe auflösen
durch den Einsatz eines Teleobjektivs mit großer Blendenöffnung, z.B. f/2,8.
So lässt sich auch durch Zäune fotografieren.
Dafür nah an den Zaun gehen!

Fotografieren im Zoo

Mut zum Hochformat
Es muss nicht immer quer sein !
Hochformatbilder verleihen mehr Dynamik und wirken weniger langweilig, wenn das Motiv passt.

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