Fotografieren im Zoo: 10 Tipps für bessere Fotos Zoofotografie

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Hier die 10 wichtigsten Tipps für bessere Tierbilder und Zoofotos. Welche Kamera, Brennweite und Ausrüstung nehme ich bei Zoofotografie mit? Wir geben Tipps für Fotografen.

Tiere in der afrikanischen Wildbahn sind fotogen. Jedoch ist die Reise teuer und man liegt stundenlang mit einem Supertele auf der Lauer. Am Ende geht man möglicherweise ohne Fotobeute nach Hause. Aber immer den eigenen Hund fotografieren, das ist zwar preiswert auch langweilig auf Dauer.

Da ist die Tierfotografie dank Zoobesuch bequemer: Die Tiere leben praktisch vor der Haustür und laufen auch nicht weg. Die Abstände zum Tier sind daher kleiner. Das kommt dem Budget für lange Teleobjektive zugute. Das allein garantiert zwar noch keine perfekten Tierfotos, jedoch geben wir Tipps für gelungene Zoofotografie:

Löwe Zoo
Löwe

Tipps zur richtige Ausrüstung

Neben einer Spiegelreflexkamera oder einer spiegellosen Kamera (Vergleich hier) eignen sich Kompaktkameras übrigens nur bedingt.

Smartphones eignen sich allerdings überhaupt nicht für die Zoofotografie.

Bitte überlassen Sie dem Smartphone das Telefonieren. Für Fotos von Tieren ist eine Kamera und ein entsprechendes Objektiv nötig, schließlich will man nicht den ganzen Zoo auf dem Bild haben. Einen Blitz dagegen braucht man nicht in Zoos, das gibt nur Schatten der Stäbe am Gehege im späteren Foto.

Dabei ist nicht einmal eine teure Ausrüstung erforderlich, auch Einsteiger-Systemkameras erfüllen hier ihren Zweck. Aber welche Brennweite ist richtig, was nimmt man mit für Zoofotografie?

Ein Teleobjektiv ist unerlässlich

AF-S Nikkor 180-400 mm 1:4E TC1,4 FL ED VR
Profisegment für Zoofotografie, ca. 12.000€:
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Welche Brennweite? Für das Fotografieren im Zoo muss man meist kleine Distanzen überbrücken, d.h. ein Teleobjektiv muss her. Hierbei sollte es sich also um ein „richtiges“ Teleobjektiv handeln, kein Digitalzoom (diese machen nur Ausschnittvergößerungen, was der Pixelmenge und Bildqualität schadet).

Teleobjektive mit einer Brennweite ab 180 mm sind daher in der Zoofotografie zu bevorzugen, mehr ist grundsätzlich besser. Je kleiner die Tiere sind (z.B. Vögel), desto mehr Bennweite muss her. Für einen Graureiher in nur 10 Meter Entfernung werden mindestens 300 mm nötig. Kleine Erdmännchen aus nur 5m Entfernung benötigen sogar schon mindestens ein 400 mm Tele.

Ab 300mm werden die Objektive aber recht teuer. Wer den Kauf eines Objektivs ab 300 mm scheut, kann sich jedoch mit einem Konverter behelfen, der die Brennweite mit einem Faktor 2x oder 3x vergrößert. So wird mit einem 2x Konverter aus einem 200mm Tele ganz leicht ein 400mm, allerdings mit kleinen Einbußen bei der Lichtstärke. Das ist beim Fotografieren im Zoo dann egal, wenn man ein Einbeinstativ dabei hat.

Fürs kleine Budget eignet sich auch ein Spiegelteleobjektiv. In jedem Fall sollte ein Stativ dabei sein, wenigstens ein Einbeinstativ für schwere Teles. Es gibt hierzu ein extrem preiswertes Tokina Spiegeltele 400mm f8.

Ratgeber: Zoom oder Festbrennweite ?
Die besten Nikon Telezoom Objektive

Kamera mit kurzen Belichtungszeiten

Außerdem sollte die Kamera fürs Fotografieren im Zoo kurze Belichtungszeiten bieten, die man je nach Automatik vorwählen können sollte. Als kurz gelten hier Zeiten von 1/500s und kürzer. Dabei gilt: Je länger das Teleobjektiv, desto kürzer sollte die Zeit sein. Dies ist einer der wichtigsten Tipps für scharfe Bilder ohne Bewegungsunschärfe!

Als Faustregel bei der Zoofotografie gilt: Die Zeit sollte nicht länger sein als der Umkehrwert der Brennweite:
Das bedeutet: bei einem 400mm Tele sollte die Zeit 1/400s oder kürzer sein.

Regel für die längstmögliche Belichtungszeit
Bei Kameras ohne Einstellmöglichkeiten für Zeit und Blende kann das „Sportprogramm“ als Vorgabe gewählt werden.

Um kurze Zeiten zu gewähreisten, muss entweder das Objektiv besonders lichtstark sein (=teuer) oder die Empfindlichkeit des Sensors muss raufgesetzt werden. Achte auf die ISO Einstellung, mehr Empfindlichkeit bringt kürzere Belichtungszeiten. Eine Empfindlichkeit über 1600 ISO ergibt allerdings bei den meisten Kameras sichtbare Qualitätseinbußen durch Bildrauschen.

Kamera mit Serienbildmodus und AF-C

Wenngleich die Zootiere oft träger sind als in freier Wildbahn, laufen sie doch ständig im Gehege umher, und damit laufen sie aus der Schärfe heraus! Kameras mit kontinuierlichem Autofokus ( AF-C) sind hier also klar zu bevorzugen. Hier wird die Schärfe nachgeführt, solange der Auslöser halb niedergedrückt wird. So gelingt Zoofotografie.

Eine Funktion für Serienbilder gewährleistet außerdem, dass kein Schuss daneben geht.
4 Bilder pro Sekunde sollten für Zoofotografie aber reichen. Los geht‘s mit den Tipps

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Grundsätzliche Tipps für den Zoo

  • Orientieren Sie sich über die Gepflogenheiten der Tiere in Gefangenschaft. Viele werden kurz vor der Fütterung unruhig und sehr lebhaft. Das ist die Zeit für dynamische Bilder! Nach der Mahlzeit zeigen sich viele Zootiere ausgesprochen faul und taugen dann weniger zum Fotomodell.
  • Besonders ergiebig können auch Aufnahmen am Morgen, bei noch menschenleerem Zoo sein. Die Tiere zeigen sich dann oft zutraulicher und, wenn sie auf Futtersuche sind, besonders lebhaft. Mit etwas Glück, Überredungskunst und Geduld gelingt es Ihnen vielleicht, zu einer Spezialbewilligung zu kommen, die Ihnen Türen zu sonst unzugänglichen Bereichen öffnet.
  • Im Frühling und Herbst häufen sich die Geburten. Eine schöne Gelegenheit, den herumtollenden Nachwuchs fotografisch festzuhalten.
  • Der Zoo ist eine Schnittstelle zwischen Tier und Mensch; auch das „menschliche“ Geschehen in einem Zoo bietet viel Stoff für ungewöhnliche Aufnahmen.
  • Gitterstäbe und engmaschige Zäune, durch die man das Objektiv nicht stecken kann, lassen sich aus dem Bild bannen, wenn man ganz nahe herangeht und mit offener Blende fotografiert. Durch die geringe Schärfentiefe löst sich der störende Vordergrund wie von selbst auf.
  • Vorsicht beim Anblitzen von Tieren hinter Glas! Es können unschöne Lichtreflexe entstehen! Abhilfe: Aus einem Winkel von ca. 45° zur Glasscheibe fotografieren oder mit «entfesseltem», seitlich einstrahlendem Blitz arbeiten.
  • Die spezielle Beleuchtung in Vivarien und Aquarien kann zu Farbstich führen. Bei digitalen Aufnahmen Weißabgleich mit «Fluoreszenz»-Einstellung arbeiten oder nötigenfalls manuell vornehmen.
  • Schwierig wird eb bei Aufnahmen vor dem Aquarium. Denn es ist relativ dunkel darin und trotzdem ist eine kurze Belichtungszeit notwendig.

Die 10 Tipps für bessere Zoofotos

Auf Umgebung achten

Tiger
Tiger

Oft sieht man gleich, wenn Tierbilder im Zoo gemacht wurden. Betonberge im Bild gibt es in der freien Natur nicht! Im Bild wirkt der Tiger zudem müde und zu satt. Am besten früh morgens vor der ersten Fütterung im Zoo sein!

Im Zoo Köln lassen sich Tiger aus geringer Nähe ohne Zäune und Barrieren fotografieren, es reichen bereits Objektive um die 200mm Brennweite.

Auf das richtige Licht warten

Fotografieren zur Mittagszeit ist bequem, die Verschlusszeiten sind kurz, aber die Bilder flach und langweilig. Besser bis zum frühen Abend warten! Der Löwe sieht so aus wie bei einem Porträt.

Löwe Zoo
Löwe

Richtigen Ausschnitt wählen

Elefant Ausrüstung Brennweite

und dabei auch mal Mut zum Ungewöhnlichen beweisen.
Trotz des kleinen Ausschnitts sieht man gleich, dass es sich um einen Elefanten handelt. Im Zoo Duisburg kommt man mit einer normalen Ausrüstung und einem 300mm Teleobjektiv bereits an solche Fotos.

Der richtige Moment

ist mindestens genau so wichtig wie Licht und Ausrüstung. Denn ohne das gewisse Etwas hat man am Ende eben nur ein Tier abgelichtet.
Und wie ein Löwe oder Elefant aussieht, weiß man doch 🙂
Daher: Auf den richtigen Augenblick warten und notfalls auch mal mit der Kamera vor dem Auge das Tier ein paar Minuten beobachten.

Löwe Brennweite 300mm

Auf Augenhöhe fotografieren

Eisvogel
Eisvogel

Was für Porträts von Menschen gilt, gilt auch für Tiere wie den Eisvogel auf diesem Foto: Von unten oder oben fotografiert man nicht!

Dieses Wissen gehört zu den grundsätzlichen Tipps fürs Fotografieren im Zoo.

Auf Hintergrund achten


Infotafeln mit Fütterungszeiten und Gitter gibt es in der Natur nicht!
Lieber einen “tierischen” Hintergrund nehmen wie auf dem Bild hier. Dabei den Ausschnitt so wählen, dass drumherum nichts ablenlt, der Hintergrund ist wichtig.

Pfau

Auf die Augen scharfstellen

Adler
Adler


Das gilt insbesondere für offene Blenden bei starken Teleobjektiven, da hier der Bereich für die Schärfentiefe gering ist. Hier gibt es auch eine Liste der besten Teleobjektive ab 300mm.

Kurze Belichtungszeiten


damit Bewegungen ohne Verwischen eingefangen werden können. Dabei die Faustformel beachten:
Regel für die längstmögliche Belichtungszeit

Eule im Flug
Eule im Flug

Gitter in Unschärfe auflösen

Gitter Zoo unscharf Affe


durch den Einsatz eines Teleobjektivs mit großer Blendenöffnung, z.B. f/2,8.
So lässt sich auch durch Zäune fotografieren.
Dafür mit der AUsrüstung nah an den Zaun gehen und offene Blende benutzen!

Mut zum Hochformat


Es muss nicht immer quer sein !
Hochformatbilder verleihen mehr Dynamik und wirken weniger langweilig, wenn das Motiv passt.

mehr Fotowissen

Hochformat Ausrüstung


→ Bildbewertung Der Luchs (im Zoo)

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