Landschaftsfotografie mit Teleobjektiv: 5 Tipps für top Fotos

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Hier geht es um neue Ansätze durch Landschaftsfotografie mit Teleobjektiv. Denn die meisten Landschaftsfotografen benutzen Weitwinkelobjektive. Willst du erstaunliche Landschaftsaufnahmen mit dem Teleobjektiv machen?

Landschaft fotografieren mit Tele

Denn Teleaufnahmen von Landschaften können einige der inspirierendsten Aufnahmen sein, die es gibt. Aber du musst ein paar grundlegende Techniken kennen – bevor du rausgehst und anfängst, schöne Fotos zu machen.

In diesem Artikel erfährst du alles, was du über Landschaftsfotografie mit Teleobjektiv wissen musst. Ich werde dir die wichtigsten Tipps geben, um sicherzustellen, dass du alle deine Aufnahmen machen kannst – egal in welcher Situation.

Los geht’s.

Nimm ein 70-200mm f/4 Objektiv für die beste Tele-Landschaftsfotografie

Wenn du wunderschöne Landschaftsaufnahmen im Telebereich machen willst, brauchst du das richtige Objektiv für diesen Job. Und das Objektiv, das ich von ganzem Herzen empfehle, ist das 70-200mm f/4, und zwar aus mehreren Gründen.

Erstens sind 70-200mm f/4 Objektive in der Regel relativ günstig. Du kannst das Basismodell von Canon zu einem sehr vernünftigen Preis erwerben. Und es gibt auch einige starke Optionen von Drittanbietern, wie z.B. das Tamron 70-210mm f/4.

Nikon 70-200 mm
Nikon 70-200mm 2.8

Wenn du bereits ein Objektiv mit einer Lichtstärke von 2,8 hast oder ein gutes Angebot für ein solches siehst, dann solltest du es kaufen oder behalten. Aber die maximale Blendenöffnung von f/4 hält die Kosten niedrig und kann zu einem insgesamt leichteren Objektiv führen, weshalb ich es hierfür eher als sein f/2.8 Gegenstück empfehle.

Zweitens hat ein 70-200mm f/4 eine ausgezeichnete optische Qualität. Der Brennweitenbereich ist nicht so lang, dass die Hersteller Kompromisse bei der Schärfe eingehen, um den Zoomkomfort zu erhöhen. Somit hast du am Ende ein optisch hervorragendes Objektiv.

Und drittens: Ein 70-200mm Objektiv bietet genau die richtige Brennweite für die Landschaftsfotografie im Telebereich. Mit 70mm kannst du einige Aufnahmen von Landschaften in der Nähe deiner Kamera machen. Ich spreche von Bildern von Bäumen, von Klippen, von Bergen direkt vor dir. Und bei 200mm kannst du komprimierte, weit entfernte Landschaftsbilder einfangen – neblige Hügel, dunstige Berge und mehr.

Natürlich musst du nicht unbedingt auf ein 70-200-mm-Objektiv festgelegt sein. Natürlich tut es auch ein 55-250-mm-Kitobjektiv, wenngleich es optisch wahrscheinlich nicht mit seinen 70-200mm Konkurrenten mithalten kann.

Fotografiere mit Stativ oder mit Bildstabilisator

Selbst wenn du das perfekte Objektiv für Tele-Landschaftsfotografie haben solltest, wirst du am Ende unscharfe Bilder haben. Es sei denn, du beherrschst deine Technik.

Die Hauptursache für unscharfe Aufnahmen ist nämlich nicht ein schlechtes Objektiv, sondern Verwacklungen der Kamera. Das liegt daran, dass deine Hände bei der Aufnahme zittern oder die Kamera beim Drücken des Auslösers wackelt.

Und bei Landschaftsaufnahmen mit Teleobjektiv wird dieses Problem durch die längere Brennweite noch größer.

Fotograf
Ein Stativ ist bei Teleobjektiven in der Landschaftsfotografie unerlässlich.

Wie macht man also schöne Landschaftsaufnahmen mit Teleobjektiv? Man verwendet ein Stativ.
Und zwar nicht irgendein Stativ, sondern ein Stativ, das extrem stabil ist und viel Gewicht tragen kann. Teleobjektive sind schwer, und es ist sinnlos, sie auf einem kleinen Stativ zu montieren, das die Masse nicht tragen kann.

Deshalb ist es wichtig, ein hochwertiges Stativ zu kaufen, auch wenn es nicht billig ist. Neben der Arbeit mit einem Stativ kommt übrigens alternativ noch die Bildstabilisierung infrage.

Heutzutage haben viele Objektive und Kameras eine Bildstabilisierung eingebaut, die Verwacklungen ausgleicht und es ermöglicht, mit längeren Verschlusszeiten zu fotografieren, ohne Verwacklungen zu verursachen. Aber die Bildstabilisierung hat ihre Grenzen, weshalb ich generell ein Stativ empfehle. Außerdem hilft ein Stativ bei der bewussten Bildgestaltung.

Verwende eine kleine Blende, um alles scharf zu halten

Wenn du Landschaften im Telebereich aufnimmst, willst du alles scharf haben. Vom nächsten Vordergrundobjekt bis hin zum weit entfernten Berg oder Himmel soll alles in der Schärfezone liegen?.

Nun, das kann eine echte Herausforderung sein. Der Trick besteht darin, die richtige Blende zu wählen, um die Schärfentiefe zu maximieren und alles im Fokus zu halten. Je kleiner die Blende ist, desto größer ist die Schärfentiefe. Ein Foto mit einer extrem engen Blende wird also so aussehen, dass alles scharf ist:

Landschaftsfotografie mit Teleobjektiv
Landschaftsfotografie mit leichtem Teleobjektiv. Aufnahme mit kleiner Blende

Generell benötigt man für die Landschaftsfotografie im Telebereich ein durchgehend scharfes Foto, das von hinten bis vorne perfekt fokussiert ist. Deshalb solltest du für deine Tele-Landschaftsaufnahmen immer eine enge Blende für maximale Schärfentiefe verwenden.

Ich spreche von einer Blende von mindestens f/8, aber oft noch enger, wie f/11, f/16 oder f/22. Wenn du die Blende zu klein wählst, wirst du die Auswirkungen der Beugung sehen. Beugungsunschärfe ist ein Problem, das dadurch entsteht, dass sich die Lichtwellen durch ein winziges Loch bewegen, was sich als unerwünschte Unschärfe manifestiert.

Der Punkt, an dem die Beugung zu einem Problem wird, hängt von deiner Kamera und deinem Objektiv ab. Ich empfehle dir aber, eine Blende von f/16 nicht zu überschreiten.

Focus Stacking:
Um auch mit mittleren Blenden eine perfekte Schärfe von Vordergrund bis Hintergund zu bekommen, eignet sich die Focus Stacking Methode. Diese Methode haben wir an anderer Stelle für die Makrofotografie beschrieben. Auf diese Weise erhältst du eine ausreichende Schärfentiefe, musst dich aber nicht mit Beugung auseinandersetzen.

Das beste Licht für großartige Landschaftsfotos mit Teleobjektiv

Hier ist dein letzter Tipp für Landschaftsaufnahmen mit Teleobjektiv:

Fotografiere, wenn das Licht gut ist.

Das mag ein wenig trivial erscheinen, aber die Wahrheit ist, dass das Licht über den Erfolg oder Misserfolg deiner Fotos entscheiden kann. Und das ist etwas, dem nicht genug Telefotografen Aufmerksamkeit schenken. Gutes Licht bringt schillernde Farben und Texturen hervor, während schlechtes Licht die Bilder flach und langweilig erscheinen lässt.

Was zählt also tatsächlich als gutes Licht?

Zunächst einmal ist die goldene Stunde fast immer eine tolle Zeit, um rauszugehen. Das ist die Zeit, in der die Sonne tief am Himmel steht und ein goldenes Licht über die ganze Landschaft wirft. Dadurch werden die Merkmale deiner Landschaft mit weichem, warmem Licht beleuchtet, was perfekt ist, um überzeugende Bilder zu machen. Du kannst auch mit der Richtung des Lichts der goldenen Stunde spielen, um interessante Effekte zu erzielen. Wenn das Licht von der Seite einfällt, erhältst du einen dramatischeren, dreidimensionalen Effekt, während Gegenlicht ein starkes Streulicht und andere künstlerische Effekte erzeugt.

Goldene Stunde Landschaftsaufnahme
Goldene Stunde
Landschaftsfotografie blaue Stunde
Nikon D750 · TAMRON SP 24-70mm F/2.8 Di VC USD 70.0mm · ƒ/9.0 · 5s · ISO 100

Die blaue Stunde, d.h. die Stunde vor Sonnenaufgang und eine Stunde nach Sonnenuntergang, ist eine weitere großartige Zeit, um Landschaftsaufnahmen mit Teleobjektiv zu machen. Für diese Art von Aufnahmen brauchst du definitiv ein Stativ, da du mit Verschlusszeiten von 1s und länger arbeiten willst. Ich empfehle dir, deinen Standort zu erkunden, bevor die Sonne untergeht, da es oft schwierig ist, Kompositionen in der Dunkelheit zu finden.

Schließlich kannst du auch an bewölkten Tagen fotografieren, wenn das Licht weich und diffus ist. Das ist nicht so dramatisch wie die oben beschriebenen Lichtarten, aber es kann helfen, die Farben hervorzuheben und die Details deines Motivs zu betonen.

Achte auf Rauschen und ISO

Es liegt in der Natur der Sache, dass ein Teleobjektiv kürzere Belichtungszeiten erfordert. Denn erstens sind diese Objektive ohne hin etwas weniger lichtstark im Vergleich zu kürzeren Brennweiten. Dazu kommt zweitens, dass die Verwacklungsgefahr mit steigendem Telebereich immer größer wird.

Kurze Verschlusszeiten kannst du durch Hochsetzen der ISO-EInstellung erreichen. Achte aber darauf, nicht über 1600 ISO zu gehen, damit deine Bilder wenig Rauschen zeigen.

Zusammenfassung: Landschaftsfotografie mit Teleobjektiv

Jetzt, wo du diesen Artikel beendet hast, weißt du alles darüber, wie du tolle Landschaftsfotos mit Teleobjektiv machen kannst.

Und wenn du bereit bist, diese Tipps auszuprobieren, wirst du sehen, wie sich deine Landschaftsfotos verbessern, garantiert!

Was ist das beste Objektiv für Tele-Landschaftsfotografie?

Ein 70-200mm Objektiv ist eine gute Möglichkeit, um mit der Tele-Landschaftsfotografie zu beginnen. Du brauchst keine hohe maximale Blendenöffnung; f/4 sollte ausreichen.

Benutzen professionelle Landschaftsfotografen Teleobjektive?

Ja! Die meisten professionellen Landschaftsfotografen haben ein Teleobjektiv in ihrer Tasche. Während Landschaftsfotografen oft zuerst mit einem Weitwinkelobjektiv arbeiten, erlaubt ihnen ein Teleobjektiv, die Landschaft zu komprimieren und intimere – manchmal auch abstrakte – Aufnahmen zu machen.

Wie benutzt man ein Teleobjektiv für die Landschaftsfotografie?

Wenn du Landschaftsfotografie mit einem Teleobjektiv machst, empfehle ich dir, auf ein paar grundlegende Dinge zu achten. Als erstes solltest du sicherstellen, dass du die richtigen Kameraeinstellungen verwendest. Dies sollte eine relativ kurze Verschlusszeit beinhalten. Außerdem solltest du eine kleine Blende verwenden, wenn du die gesamte Szene scharf abbilden willst.

Denke auch sorgfältig über die Komposition nach. Achte auf Ebenen, die durch ein Teleobjektiv schön komprimiert werden können. Achte auch darauf, dass du bei gutem Licht fotografierst. Das Licht der Goldenen Stunde ist immer hervorragend, aber du kannst auch kurz nach Sonnenuntergang oder vor Sonnenaufgang arbeiten. Und diffuses Licht kann auch funktionieren!

Brauchst du ein Stativ für die Landschaftsfotografie mit Teleobjektiv?

Du brauchst nicht unbedingt ein Stativ für die Landschaftsfotografie mit Teleobjektiv, aber ich empfehle es. Bei langen Brennweiten wird das Verwackeln der Kamera vergrößert. Wenn du also bereits mit einer langen Verschlusszeit arbeitest, werden deine Bilder viel wahrscheinlicher verwackeln. Wenn du jedoch viel Licht hast oder deine Kamera oder dein Objektiv eine Bildstabilisierung bietet, dann kannst du es vielleicht schaffen, mit der Hand zu fotografieren.

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