Tethered Shooting mit Lightroom ganz einfach

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Lies hier, wie du deine Fotos mit Tethered Shooting bereits während des Shootings auf den PC überträgst. Und wie du das Ergebnis kontrollierst. Alles, was du brauchst, liest du in diesem Artikel.

Wir machen oft Aufnahmen in einem Studio oder zu Hause. Da wir in einer kontrollierten Umgebung arbeiten, erwarten die Betrachter hier, dass die Bilder perfekt sind, vom Licht bis zur Komposition und so weiter.

Daher ist es üblich, dass wir ein paar Aufnahmen machen. Dann die Speicherkarte aus der Kamera nehmen, sie in ein Lesegerät stecken, sie an einen Computer anschließen, die Bilder übertragen. Und sie dann in Lightroom öffnen und überprüfen, ob wir das bekommen, was wir uns vorgestellt haben, bevor wir den Auslöser gedrückt haben. Dieser Vorgang kann sehr mühsam sein, vor allem wenn die Sitzung lang ist, und es geht auch viel Zeit verloren. Hier kommt“ tethered“ ins Spiel.

Tethered Shooting mit Lightroom
Tethered Shooting mit Lightroom

Bildkontrolle am PC schon während der Aufnahme

Können wir das oben genannte Problem lösen? Ja, das kann man ganz einfach durch „Tethering“ erreichen.

Unter Tethered Shooting versteht man, dass Kamera und Computer durch geeignete Kabel elektronisch miteinander verbunden werden.

Wir verbinden also einfach eine Kamera mit einem Computer, auf dem Lightroom läuft. Wie das Ganze genau funktioniert, liest du hier.

Was Sie benötigen:

Ein Stativ – das ist zwar kein Muss, macht aber deine Aufnahmen erheblich einfacher. Und du kannst auch die Kabel besser organisieren, da die Kamera sicher auf einem Stativ befestigt ist.

Ein USB-Kabel – um deine Cam mit dem Computer zu verbinden. Das Kabel sollte normalerweise bei der Kamera dabei gewesen sein.

Lightroom oder andere geeignete Tethering Software. Es gibt viele Pakete, aber für diesen Artikel werden wir Lightroom in Betracht ziehen, da es sehr beliebt ist. Du kannst Lightroom am einfachsten über Amazon beziehen.

Die Vorteile sind ebenfalls zahlreich, wie ich noch erläutern werde. Aber der wichtigste davon ist, dass du Fotos sehen, erfassen, organisieren und bearbeiten kannst. Wobei all diese Aufgaben nahtlos in Lightroom ausgeführt werden.

Die Schritte:

Tethered Shooting ist ziemlich einfach. Nachdem du je nach Komposition eine geeignete Position gefunden hast, montierst du die Cam auf einem Stativ. Schalte sie aus, wenn sie ein geschaltet ist. Schließe sie dann mit einem geeigneten USB-Kabel an deinen Computer an, sei es ein Desktop oder ein Laptop. Starte Lightroom auf deinem Computer und schalte dann erst die Kamera ein.

Wählen Sie im Hauptmenü von Lightroom Datei > Tethered Shooting > Tethered Shooting starten

Die Cam wird von Lightroom erkannt und ein Dialogfeld wird geöffnet:

Tethered Shooting mit Lightroom
Tethered Shooting mit Lightroom

Wenn dies nicht der Fall ist, gibt es zwei mögliche Gründe. Der erste ist, dass deine Verbindung nicht richtig ist und der zweite, dass deine Knipse nicht unterstützt wird. Überprüfen Sie daher die Verbindungen. Wenn sie in Ordnung sind, gehe auf die Website von Adobe. Sieh dort nach, ob das Tethering deiner Kamera von der Version von Lightroom unterstützt wird. Wenn dies nicht der Fall ist, bleibt dir nichts anderes übrig, als eine LR Version zu besorgen, die die Cam unterstützt. Sollte es sich um ein neues Modell handeln, musst du möglicherweise warten, bis Adobe die Tethering Unterstützung für sie freigibt.

Wenn die Verbindung für Tethered Shooting nicht hergestellt werden kann, besuchst du die Problembehandlung von Adobe.

Als erstes musst du der Tethered Shooting „Sitzung“ einen Namen geben. Eine Sitzung kann als ein Shooting betrachtet werden, in dem du Fotos aufnimmst. Nicht alle deine Aufnahmen müssen in einer einzigen Sitzung abgeschlossen werden. Wenn dein Auftrag noch nicht beendet ist, kannst du später unter demselben Namen weiter machen.

Den Sitzungsnamen verwendet Lightroom, um einen Ordner auf der Festplatte zu erstellen. Hier speichert LR alle während dieser Sitzung gemachten Bilder . Den Ort für die Speicherung des Ordners kannst du im Abschnitt „Ziel“ des Dialogfelds selbst festlegen. Die Dateinamen beginnen mit dem Sitzungsnamen, an den Lightroom eine Seriennummer anhängt. Der Startwert der Seriennummer kannst im Feld Startnummer festlegen. Sobald du ein Bild aufgenommen hast, wird die Bilddatei so benannt und auf die Festplatte übertragen.

Die Nummer wird automatisch für das nächste Bild hoch gezählt, und zwar so lange, bis du die Sitzung beendest.

Ich habe der Sitzung den Namen Testshooting vergeben. In diesem Fall erstellt Lightroom also einen Ordner mit dem Namen Testshooting. Die in dieser Sitzung aufgenommenen Bilder werden in diesen Ordner übertragen. Ich habe die Startnummer mit 1 angegeben, so dass die erste Bilddatei Tesshooting-001 und die nächste Testshooting-002 heißen wird, usw. Sobald du auf OK drückst, ist die Sitzung erstellt. Du siehst die Tethered Capture-Leiste (Abbildung wie folgt), um Bilder aufzunehmen. Es handelt sich dabei um ein schwebendes Fenster, das durch Ziehen überall hin verschoben werden kann. Sehen wir uns das im Detail an.

Tethered Shooting Leiste in Lightroom
Tethered Shooting Leiste

Auf der linken Seite zeigt die Leiste den Namen der Kamera an, die du verwendest.

Darunter siehst du den Namen der Tethered Shooting Sitzung. Du siehst auch die aktuellen Einstellungen für Verschlusszeit, Blende, ISO und Weißabgleich der Tethered Kamera. Je nachdem, in welchem Modus du bist, kannst du diese Einstellungen auch ändern. So lässt sich z.B. die Blende ändern, wenn du sich im Blendenprioritätsmodus befindest, nicht aber die Verschlusszeit. Es gibt eine AF-Taste, und wenn das Objektiv den Autofokus unterstützt, lässt sich durch Anklicken dieser Taste die Scharfstellung einleiten.

Es gibt ein paar Einstellungen, die du nicht ändern kannst. Dazu gehören der Messmodus, der Belichtungsmodus, die Belichtungskorrektur, die Modi AF und AF-Bereich, die Position des AF-Sensors usw. Diese Einstellungen muss man an der Kamera selbst vornehmen.

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Am rechten Ende der Leiste befindet sich eine große, runde Schaltfläche. Dies ist die Auslösetaste, mit der du den Auslöser der Kamera in Lightroom betätigst!

Du kannst übrigens auch die Taste F12 auf der Tastatur drücken, um dasselbe zu tun. Wenn du in der Nähe der Kamera bist, kannst du auch den Auslöser betätigen, wie sonst. Das Bild wird dann durch die Tethered Shooting Verkabelung sofort in Lightroom übertragen.

Zeitersparnis durch Tethered Shooting

Du kannst jetzt Bilder aufnehmen. Du musst nur noch den Bildausschnitt festlegen und den Auslöser betätigen. Jedes aufgenommene Bild wird sofort auf die Festplatte übertragen. Das erspart die Mühe, die Karte zu entnehmen und sie in ein in ein Lesegerät zu stecken. Und sie an deinen Computer anzuschließen und die Bilder dann auf die Festplatte zu kopieren. Sobald ein Bild auf deinem Computer gespeichert ist, wird es automatisch in deinen Lightroom Katalog importiert. Das erspart einen weiteren Schritt. Ein sehr wichtiger Punkt ist jedoch, dass auf der Speicherkarte in der Kamera keine Kopie des Bildes vorhanden ist! Erstelle also zur Sicherheit so schnell wie möglich eine Kopie der übertragenen Bilder auf der Festplatte.

Hier noch ein paar Tipps zum Tethered Shooting:

Das Live-View Fenster kann man um 90° drehen. Diese Funktion ist nützlich, wenn du ein Bild im Hochformat aufnehmen willst. Du kannst hier auch das Histogramm des Bildes direkt nach der Aufnahme sehen. Lightroom kann sich zum Zeitpunkt der Aufnahme entweder in den Modulen Bibliothek oder Entwickeln befinden. Ich empfehle jedoch das Modul „Entwickeln“, da du hier siehst, ob die Aufnahme gut war. Somit lassen sich schnell Korrekturen vornehmen. So kannst du die Aufnahme auch mit anderen Parametern wiederholen, z. B. mit einem geänderten Weißabgleich oder einer anderen Belichtungskorrektur.

HDMI Anschluss

Dies ist eine zusätzliche, aber optionale Verbindung, die du neben dem USB Tethering nutzen magst. Die meisten Kameras geben das, was Sie auf dem LCD Monitor sehen, an den HDMI Anschluss. Du kannst ein beliebiges HDMI kompatibles Gerät, z. B. ein HDTV-Gerät, anschließen. Auf diese Weise lässt sich die Szene vor der Aufnahme ansehen, wenn die Kamera über Live-View verfügt. Und natürlich auch das aufgenommene Bild, indem du die Wiedergabe aufrufst. Das kann helfen, die Komposition zu überprüfen, da du die Szene auf einem viel größeren Bildschirm siehst. In einigen Porträtstudios verwendet man auch HDMI Anschlüsse. Dadurch können die Kunden das Bild vor der Aufnahme sehen und sich dann selbst anpassen.

Du wirst dich vielleicht fragen: Warum braucht man einen weiteren Anschluss, wenn es doch schon einen USB-Anschluss gibt oder umgekehrt? Die Antwort ist, dass man eine HDMI Verbindung technisch nicht als Tethered Shooting bezeichnen kann. Denn es handelt sich lediglich um eine Echo Funktion. Das, was auf dem Kameramonitor zu sehen ist, wird einfach an den HDMI Anschluss ausgegeben oder geechot. Mehr kann man über die HDMI Verbindung nicht erreichen.

Ohne Tethering würde das Bild wird nach der Aufnahme auf der Speicherkarte deiner Kamera gespeichert. Es müsste auf andere Weise auf deinen Computer übertragen werden.

Kabel:

Tethering Kabel können einen verrückt machen! Denn obwohl Begriffe wie USB und HDMI jedem von uns geläufig sind, gibt es ein paar Dinge, die zu Frustration führen können. Das liegt vor allem an den unterschiedlichen Anschlüssen, die verschiedene Geräte verwenden. Fernseher, Computer und externe Monitore haben in der Regel große Anschlüsse.

Kabelorganisation (Nikon, für bestimmte Modelle)
Kabelorganisation (Nikon, für bestimmte Modelle)

Die bei Kameras verwendeten Anschlüsse sind aufgrund des begrenzten Platzes kleiner. Daher passen die üblichen USB- und HDMI-Kabel möglicherweise nicht. Hinzu kommt, dass nicht alle Kameras den gleichen Typ von USB- und HDMI Anschlüssen verwenden. Sie folgen zwar alle einem Standard, aber das Problem ist, dass es mehrere Standards gibt! Die großen USB Anschlüsse, die an den meisten Geräten

Neuere Modelle wie die Z9 verwenden USB-C, aber es gibt auch andere Typen. Ebenso werden die großen HDMI Anschlüsse an Fernsehern, Computern usw. als Typ-A bezeichnet. Es gibt Zugentlastungen, die dir helfen, die Anordnung der Kabel zu organisieren.

Das richtige Kabel fürs Tethered Shooting findet man am besten im Handbuch der Kamera. Hier steht, welche Art von Anschluss vorgesehen ist. Wende beim Einstecken von Kabeln, die nicht passen, keine Gewalt an, da dies zu Schäden an der Kamera führt.

Kabel können schwer sein und die Anschlüsse belasten, wenn sie baumeln. Auch das kann zu Schäden führen. Besser ist es, das Kabel mit einem Kabelbinder oder ähnlichem um das Kabel am Stativ zu befestigen. Somit überträgt die Belastung nicht auf die Kamera. Einige Hersteller wie Nikon liefern auch eine Zugentlastung mit.

Fazit

Tethered Shooting hat also mehrere Vorteile, da die meisten Fehler sofort erkannt und behoben werden können. Das spart Zeit und Mühe. Es ist eine große Hilfe beim Fotografieren von Lebensmitteln, Stillleben, Porträts im Studio usw. Mit dem Aufkommen von Laptops fotografieren viele professionelle Fotografen Mode und Architektur auch im Freien mit Tethered Shooting. Wenn du Lightroom hast, brauchst du nichts weiter als ein USB-Kabel. Bitte probiere Tethered Shooting aus und teile deine Erfahrungen mit uns.

Das Buch zum Thema

Wer sich tiefer in das Thema Tethered Shooting sowie andere Tipps zu Lightroom einarbeiten möchte, dem empfehle ich dieses Buch.

Auf hunderten Seiten gibt es keine Aufgabe, die hier nicht behandelt ist. Wer Lightroom Profi werden möchte, sollte dieses Buch unbedingt im Schrank haben – und natürlich auch lesen.

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