Digital fotografieren lernen mit 15 Einsteiger Tipps

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Lies 15 Tipps, wie Einsteiger digital fotografieren lernen. Lerne Schritt für Schritt und schieße bessere Bilder ab sofort. Kurzer Kurs für Neulinge, Einsteiger und Anfänger in der Fotografie. Fotografie ganz easy!

Fotografie lernen ohne Fotokurs

Aller Anfang ist schwer. Der Einstieg in die digitale Fotografie ist jedoch leicht, wenn man ein paar Tipps beherzigt. Die wollen wir im folgenden Onlinekurs zeigen. Belichtung, Technik und digitale Grundlagen lassen sich schnell erlernen.

Fotografin

Die Welt von Belichtung, Belichtungszeit, Blende und ISO ist bei Smartphones unwichtig. Bei fortgeschrittener Fotografie gehören sie zu der leicht erlernbaren Technik jedoch mit dazu. Wenn du wirklich einfach gute Fotos machen willst, nimm Dir etwas Zeit und lies diesen Artikel. Das bringt dir mehr als eine teure Kamera.

Auch Einsteiger in der Fotografie können mit einfachsten Mitteln und etwas Zeit mit einer Einsteigerkamera sofort ihre Ergebnisse verbessern. Umso mehr hilft für mehr Wissen eine Fotoschule als Buch (statt Kurs) enorm dabei.

Dazu empfehle ich das Buch für Einsteiger rechts. Es ist ein Buch für Anfänger, unabhängig vom System. Es ist verständlich für jeden, der digital fotografieren lernen möchte. Das Buch vermittelt Seite für Seite alle Grundlagen gut verständlich und ist auch als E-Book erhältlich.

Ob Porträtfoto oder Baby Fotoshoting: Fotografie ist auch ohne Fotokurs einfach möglich. Egal ob Du eine Kompaktkamera, Systemkamera oder Spiegelreflex hast: Die Fotoregeln zu Bildgestaltung etc sind immer gleich. Lies in diesem Artikel die Grundlagen für tolle Fotos und für Erfolge. Digital fotografieren lernen ist nicht schwer.

Die Wahl der Kamera? Nicht so wichtig!

Fotografieren für Anfänger Einsteiger Kurs
Fotografieren lernen macht Spaß

Es gibt dutzende von verschiedenen Kameras, aber für gelungene Fotos ist das zunächst alles Nebensache. Denn ob das Werkzeug nun Nikon oder EOS heißt: das richtige Auge ist wichtiger. Deshalb solltest du dich mehr mit Gestaltung statt mit Technik beschäftigen.

Kurz gesagt sind die Möglichkeiten einer guten Spiegelreflex- oder Systemkamera vielfältiger als bei einem Smartphone. Selbst mit einem Handy lassen sich schon mit wenigen Tricks die Ergebnisse verbessern. Und das ganz ohne Software! So macht das Fotografieren auch für Beginner Spaß! Wir zeigen es Schritt für Schritt.

Natürlich habe ich an anderer Stelle vorher auch schon etwas zur Wahl einer günstigen Einsteiger Kamera geschrieben. Aber: Die Bilder macht der Fotograf, nicht die Kamera!
Also achte beim Fotografieren nicht zu sehr auf die Wahl der „Maschine“.

Fotografieren für Anfänger: Alles, nur kein Smartphone

Fortgeschrittene Techniken wie Wahl der Schärfentiefe sowie selektive Schärfe erfordern Spiegelreflex- oder andere Systemkameras. Denn bei einem Smartphone ist immer alles von vorne bis hinten scharf. Und das wirkt meist langweilig. Und von großer Kunst zeugt das auch nicht.

Außerdem bieten Smartphones keine Einstellmöglichkeiten für Belichtung. Das ist vielleicht für Einsteiger in die Fotografie am Anfang noch gar nicht wichtig. Aber wenn du dich weiter entwickelst, dann wird es wichtig. Damit deine Fotos wirklich gut werden, sollte deine Kamera Einstellungen bieten.

Picasso hat auch nicht nach Pinseln gefragt,
die gute Bilder machen.

Schärfentiefe Fotografieren für Anfänger digital lernen Einsteiger
Richtig fotografieren lernen von Anfang an: Selektive Schärfe und Helligkeit benötigen mehr als ein Fotohandy.

Fotografieren lernen: 15 Tipps für top Fotos und die Hauptfehler als Anfänger

Meistens sieht man Menschen leider mit Smartphones fotografieren. Sie reißen ihr Handy hoch, machen innerhalb einer Sekunde wahllos ein Foto. Oder gleich mehrere. Anschließend lassen die „Kamera“ dann wieder in Bruchteilen von Sekunden in der Tasche verschwinden. So berauben sie sich leider selbst der Erfahrung und eines guten Bildes. Beim Fotografieren geht es aber nicht darum, einen Rekord aufzustellen.
Man erkennt bei diesen Leuten keine Spur von Nachdenken. Kein Gedanke an Bildgestaltung oder an das Ergebnis. So kann das natürlich nichts werden. Dabei kann man so leicht digital fotografieren lernen!

Der gute Punkt ist aber: Es ist kein Fotokurs außer dem oben beschriebenen Buch notwendig, sofern man die folgenden einfachen fünf Regeln beachtet.

Die ersten 10.000 Aufnahmen sind die schlechtesten.

Helmut Newton

1 Erst nachdenken, dann auslösen

Was top Fotos von Profis von denen der Amateure unterscheidet, ist ein wichtiger Punkt. Profis denken nach, bevor sie den Auslöser drücken. Sie sehen sich das Motiv an, achten drauf woher das Licht kommt. Erst dann holen sie die Kamera aus der Taschen und legen los.

Weniger ist mehr. Denn viele Bilder bedeuten viel spätere Arbeit, viel Ausschuss und damit viel Datenmüll. Besser konzentrierst Du Dich vor dem Fotografieren und fragst Dich einfach: Was möchte ich da gerade fotografieren?

Reicht mir ein gutes Bild oder muss ich wirklich 10 gleiche machen? Aus welcher Perspektive fotografiere ich mein Motiv?

Auch für Anfänger gilt: Fotografie ist Leidenschaft, kein liebloses Draufhalten! Besser kurz überlegen und das Bild gestalten. Lies unsere Tipps zur Bildgestaltung. Fotografieren lernen heißt Bildgestaltung üben. Die Kamera und Technik helfen nur dabei.

2 Richtiges Format wählen

Hochformat
Fotografie bei Menschen: Hochformat

Nur weil dein Smartphone ein angeborenes Hochformat hat und Deine Kamera ein Querformat, bedeutet das nicht, dass du das nicht motivbezogen wechseln kannst. Auch hier gilt: Kurz überlegen, erst dann den Auslöser drücken!

Menschen bitte immer im Hochformat fotografieren, außer sie stehen nebeneinander als Gruppe. Landschaften dagegen grundsätzlich quer fotografieren!

Denn so passt mehr vom Hauptmotiv aufs Bild.
Tipp: Weniger Drumherum erhöht die Bildqualität, weil spätere Ausschnitt- Vergrößerungen entfallen – denn die gehen zulasten der Bildqualität.

Grundsätzlich gilt daher:
Bei hohen Motiven wie Häusern, Menschen und Bäumen eignet sich Hochformat besser. Bei eher breiten Motiven wie Landschaften, Gruppenfotos und Stadtansichten ist quer die bessere Wahl.

Lies unseren Artikel zu Hochformat oder Querformat

Überlege in der Fotografie immer kurz, welches Format geeignet ist, damit deine Fotos wirklich ansprechend werden.

3 Richtiger Ausschnitt

Kurs für Anfänger
Spickzettel für Anfänger: Fotokarten

Was möchte ich fotografieren?
Will ich wirklich den halben Park auf dem Foto haben, oder nur diese eine Blume?
Wähle den Ausschnitt möglichst eng um das Hauptmotiv, schließlich willst Du nur dieses zeigen. Weniger ist mehr, das ist vielleicht der wichtigste Tipp überhaupt!
Im Zweifel gehst Du mal drei Schritte vor und zurück und achtest dabei auf die geänderte Bildwirkung.

Wenn Du ein Zoomobjektiv hast, kannst du den Bildausschnitt schnell ändern. Dazu musst du nicht vor und zurück gehen. Wähle den Rahmen um dein Motiv so, dass möglichst wenig ablenkt. Der Hintergrund sollte so gewählt sein, dass er ebenfalls nicht ablenkt. Äste, die aus dem Kopf deines Motivs wachsen, lassen sich schon bei der Aufnahme vermeiden.

Übrigens: Da, wo viele Menschen stehen, ist meist nicht der beste Platz für einmalige Fotos. Besonderes entsteht immer da, wo nicht Massen von Touristen sind und ins Foto laufen.

4 Bester Zeitpunkt

Indien Taj Mahal Goldenes Dreieck Varanasi
Achte auf die beste Tageszeit! Wirklich gut wird ein Foto nur mit dem richtigen Licht

Das richtige Licht ist wichtig. Wenn Du die Wahl hast, fotografiere nicht in gleißender Mittagssonne! Sondern wähle als Zeit morgens vor 11 Uhr oder im goldenen Abendlicht ab 17 Uhr. Dann hat die Sonne ein weiches warmes Licht.

Eine genau über dem Fotografen stehende Sonne macht meist Probleme. Denn sie wirft bei Personen harte Schatten unter Nase, Kinn und Hüte. Das sieht in den seltensten Fällen gut aus. Besser wählst Du die goldene Stunde, das ist die Zeit nach Sonnenauf- und vor Sonnenuntergang. So gelingt leicht ein top Ergebnis. Du musst nur auf die Sonne und richtige Tageszeit achten.

5 Achte auf einen geraden Horizont

Gerader Horizont Strand
Digital fotografieren lernen:
Der Horizont ist gerade und Vordergrund ist auch im Bild

Ein schiefer Horizont ist peinlich, weil er so einfach vermeidbar ist.
Solche Fehler kosten später viel Zeit bei der nachträglichen Bearbeitung. Im schlimmsten Fall wird das Foto ganz unbrauchbar. Du solltest die Kamera einfach waagerecht und still halten.

Wenn möglich, achte bei Strand- und Urlaubsbildern auch auf einen Vordergrund. Nichts ist langweiliger als ein Sonnenuntergang über dem Meer, bei dem man so ins Bild stolpert. Solche Fotos hat ja jeder schon 1000 Mal gesehen und auf Fotos kommt leider auch die Stimmung meist nicht rüber. Woran liegt das? Es fehlen auf dem Bild schlicht das Kreischen der Möwen, die salzige Luft und so weiter.

6 Verstehe das Belichtungsdreieick

langzeitbelichtung
Fotografieren lernen heißt, auch nachts zu üben

Das Belichtungsdreieck bezieht sich einfach auf die drei wichtigsten Elemente der Belichtung: ISO, Blende und Verschlusszeit. Wenn du im manuellen Modus fotografierst, musst du in der Lage sein, alle drei Elemente auszubalancieren, um scharfe, gut belichtete Fotos zu erhalten.

Fotografieren lernen ohne die Zusammenhänge? Das ist unmöglich. Moderne Kameras haben natürlich einen Automatikmodus. Trotzdem musst du ein paar Grundlagen wissen. Daher zeigen wir, was wichtig ist:

ISO:
Der ISO Wert steuert die Lichtempfindlichkeit der Kamera. Eine niedrige ISO Einstellung bedeutet, dass die Kamera weniger lichtempfindlich ist. Eine höhere ISO bedeutet dagegen, dass die Kamera empfindlicher ist. Die Qualität des Bildes nimmt jedoch mit steigender ISO ab. Außerdem ist dann möglicherweise „Rauschen“ auf dem Bild zu sehen. Eine ISO-Einstellung von 100 bis 200 ist in der Regel ideal, wenn du tagsüber im Freien fotografierst. Bei Aufnahmen in schwach beleuchteten Umgebungen, wie in Innenräumen oder bei Nacht, kann jedoch eine höhere ISO von 400 bis 800 oder höher erforderlich sein.

Blende:
Die Blende ist die Öffnung in deinem Objektiv. Sie steuert, wie viel Licht zum Sensor der Kamera gelangt. Außerdem regelt sie die Schärfentiefe. Die Schärfentiefe bezieht sich auf den Bereich um den Fokuspunkt des Bildes. Eine große Blendenöffnung (angegeben durch eine kleinere Blendenzahl) lässt mehr Licht durch, hat aber eine geringe Schärfentiefe.

Eine enge Blende dagegen (gekennzeichnet durch eine höhere Blendenzahl) lässt weniger Licht durch. Sie hat aber eine größere Schärfentiefe. Das ist elementar wichtig beim Fotografieren lernen, dass du das im Kopf hast. Eine große Öffnung ist dabei ideal, wenn du das Motiv isolieren möchtest. Aber wenn du die gesamte Szene scharf abbilden möchtest, wie z. B. bei Gruppenaufnahmen, solltest du eine kleine Blendenöffnung verwenden. Lies hier mehr zur Blende.

Verschlusszeit:
Die Verschlusszeit bestimmt, wie lange der Verschluss bei der Aufnahme geöffnet bleibt. Je länger er geöffnet bleibt, desto mehr Licht gelangt auf den Sensor der Kamera. Eine kurze Zeit eignet sich gut zum Einfrieren von Action, während eine längere Verschlusszeit Bewegungen unscharf werden lässt. Lange Zeiten können interessante Effekte erzeugen, erfordern aber in der Regel ein Stativ.

7 Große Blende ist perfekt für Porträts

Porträt im Winter
Porträt im Automatikmodus A.

Bei der Aufnahme von Porträts, egal ob von Menschen oder Tieren, sollte dein Motiv der Hauptfokus des Bildes sein. Und der beste Weg, dies zu erreichen, ist die Verwendung einer größeren Blendenöffnung. So bleibt es im Fokus, während der Hintergrund bewusst unscharf wird.

Wir wissen, dass eine kleinere Blendenzahl eine größere Blende bedeutet. Und je größer die Öffnung ist, desto dramatischer wird dieser Effekt. Einige Objektive können bis zu einer Blende von f/1.2 gehen. Aber auch eine f/4 kann diesen Effekt bewirken. Um besser zu verstehen, wie sich die Blende auswirkt, schalte in den Modus Av oder A. Versuche einige Aufnahmen mit verschiedenen Einstellungen zu machen. Fotografieren lernen bedeutet auch Umgang mit Blendenzahlen. Das ist aber keine Hexerei. Versprochen.

Davon abhängig ist auch die Belichtungszeit.

8 Kleine Blende für Landschaften

Landschaftsfotografie mit Teleobjektiv
Landschaft fotografieren lernen: Für Schärfe von Vordergrund bis Hintergrund brauchst du eine kleine Blende wie f/16

Landschaftsfotografie erfordert eine andere Herangehensweise, da alles von den Ästen im Vordergrund bis zu den Bergen im Hintergrund scharf werden soll. Wenn du also eine Szene fotografierst, bei der alles in der Schärfeebene sein soll, solltest du eine kleine enge Blende wählen (z.B. f/16). Du lernst mit der Zeit, welche Motive du wie fotografieren musst.

Merke: Eine kleine Blende bedeutet eine große Blendenzahl, und umgekehrt!

Also gehe in Richtung f/16 oder f/22 oder höher, je nachdem, was dein Objektiv erlaubt. Auch hier kannst du mit Zeitautomatik (Av oder A) mit verschiedenen Blenden experimentieren. Dank Automatik musst du dich nicht um die Anpassung der Verschlusszeit kümmern. Das macht deine Kamera alles ganz von alleine.

9 Lerne den Weißabgleich einzustellen

Aktmodell
Aktmodell fotografieren lernen: Rotstich

Natürlich sollen auch die Farben in deinem Foto stimmen. Ab und zu wirst du auch falsche Farben auf deinen Werken erkennen. Der Weißabgleich (WB) kann dir helfen, Farben genauer einzufangen. Denn Weiß ist nicht Weiß 🙂

Verschiedene Arten von Licht haben andere Eigenschaften. Wenn du den Weißabgleich nicht anpasst, können die Farben einen leicht blauen, orangen oder grünen Farbton annehmen.

Den Weißabgleich kannst du natürlich in der Bildbearbeitung korrigieren. Aber das kann ein bisschen mühsam werden, wenn du hunderte von Fotos hast, die leichte Anpassungen benötigen. Daher ist es besser, dies in der Kamera zu erledigen. Einige der Standardeinstellungen für den Weißabgleich sind:

  • Automatischer WB
  • Tageslicht
  • Bewölkt
  • Blitz
  • Schatten
  • Fluoreszierend
  • Kunstlicht

Jede dieser Einstellungen wird durch ein anderes Symbol gekennzeichnet. Wenn du dir also nicht sicher bist, welche Einstellung die richtige ist, schaue im Handbuch deiner Kamera nach. Der automatische Weißabgleich funktioniert in den meisten Situationen ganz gut. Aber oft ist es hilfreich, wenn du die Einstellung je nach Art des Lichts, bei dem du fotografierst, manuell änderst.

10 Verstehe die Drittel-Regel

Drittelregel
Bildkomposition lernen: Drittelregel

Die Drittelregel basiert auf der Idee, dass Bilder generell interessanter und ausgewogener sind, wenn sie nicht zentriert sind. Plaziere Dein Objekt folglich nie in der Bildmitte. Stell dir ein Raster vor, das du über deine Bilder legst, mit zwei vertikalen und zwei horizontalen Linien. Diese unterteilen das Bild in neun gleiche Abschnitte.

Wenn du der Drittelregel folgst, positionierst du dein Motiv oder die wichtigen Elemente einer Szene nicht in der Mitte. Sondern entlang einer der vier Linien oder an den Punkten, an denen sich die Linien kreuzen. Einige Kameras haben sogar eine Rasteroption, die du einschalten kannst. Das ist nützlich, wenn du noch lernst, wie du deine Bilder komponierst.

Natürlich geht es in der Fotografie um Kreativität und persönlichen Ausdruck. Daher kann es sein, dass du diese Regel brichst und die interessanten Punkte an anderer Stelle in deinem Foto platzierst. Das ist absolut in Ordnung. Aber bevor du anfängst, diese Regel zu brechen, ist es wichtig, dass du sie verstehst. Und dir angewöhnst, bewusst über das Hauptmotiv nachzudenken und wo du es platzieren willst. Denn fotografieren lernen heißt, jedes Bild auch mal zu hinterfragen.

11 Die Augen müsse immer im Fokus sein

Nikon Porträt-Objektiv Porträtobjektiv
Porträts sind wahrscheinlich am schwierigsten. Die Augen müssen immer scharf sein

Beim Fotografieren von Porträts konzentrierst du dich auf einen sehr kleinen Bereich. Daher ist es wichtig, dass du ein schönes, scharfes Bild bekommst. Vor allem die Augen sind ein wichtiges Merkmal und oft das erste, worauf die Leute schauen. Das gilt besonders bei Nahaufnahmen und Porträts. Und es gilt bei Tieren genau so wie bei Menschen!

Aus diesem Grund konzentriere dich auf die Augen deines Motivs. Um beide Augen schön scharf zu bekommen, wähle einen einzelnen Fokuspunkt und richte ihn auf eines der Augen. Sobald das erste Auge im Fokus ist, halte den Auslöser halb gedrückt. Die Kamera speichert nun die Scharfstellung aufs Auge. Jetzt bewege die Kamera leicht, um das Foto neu auszurichten. Dann drückst du den Auslöser ganz durch.

12 Nimm bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang auf

Goldene Stunde Portrait
Goldene Stunde Portrait

Wenn du fotografieren lernen willst, ist de Beleuchtung das A und O.

Die Beleuchtung kann ein Foto gut machen oder zerstören. Der frühe Morgen und der Abend gelten als die besten Tageszeiten zum Fotografieren. In der Fotografie wird die Stunde kurz nach dem Sonnenauf- oder vor dem Sonnenuntergang als goldene Stunde bezeichnet, weil die Sonne tiefer am Himmel steht und das Licht weicher und wärmer ist.

Es ist dabei egal, ob es um Landschaften, Porträts oder andere Motive geht. Das frühe Morgen- oder Abendlicht kann deinen Fotos mit seinem warmen Schein eine besondere Atmosphäre verleihen. Natürlich ist die goldene Stunde nicht die einzige Zeit, in der du gute outdoor Aufnahmen machen kannst, aber sie macht es einfacher.

13 Investiere in eine gute Fotobearbeitungssoftware

Kameras, besonders die für Anfänger, speichern Fotos im JPG Format ab. Das Format ist aus dem Web bekannt und hat viele Vorteile. JPG Dateien lassen sich sofort versenden und sind „fertig“. Allerdings sind die Möglichkeiten der Nachbearbeitung begrenzt. Wenn du deine Bilder später bearbeiten möchtest, stele das Format auf RAW um. Mit RAW Bildern hast du mehr Möglichkeiten der Nachbearbeitung, beispielsweise wenn der Weißabgleich daneben lag.
Lies unseren Beitrag RAW vs JPG.

Sobald du anfängst, im RAW-Format zu fotografieren, wird die Nachbearbeitung zu einem Muss und nicht mehr nur ein nachträglicher Gedanke. Daher solltest du in eine Software zur Bildbearbeitung investieren, mit der du grundlegende Aufgaben durchführen kannst:

  • Zuschneiden
  • Anpassen von Belichtung und
  • Weißabgleich
  • Kontrast
  • Entfernen von Unreinheiten
  • und mehr

Die meisten professionellen Fotografen verwenden Programme wie Adobe Photoshop oder Lightroom. Aber wenn du etwas weniger Teures für den Anfang möchtest, kannst du Photoshop Elements, Picasa oder Paint Shop Pro ausprobieren.

14 Sei wählerisch: Weniger ist mehr!

Fotowand
Fotografieren lernen heißt auch, eine Auswahl zu treffen

Es ist wichtig, sich darüber im Klaren zu sein: Nämlich, dass jeder Fotograf, egal ob er erfahren ist oder das fotografieren lernen muss, einige mittelmäßige Aufnahmen macht. Das gilt auch bei Profis. Der Grund, warum ihre Portfolios so beeindruckend sind, ist jedoch, dass sie nur ihre herausragenden Arbeiten zeigen. Sie langweilen dich nicht mit zehn Fotos einer fast identischen Szene.

Wenn du also möchtest, dass deine Arbeit heraussticht, versuche, dich auf ein paar sehr gute Fotos zu beschränken. Du hast vielleicht hunderte von Fotos von der Party deines Freundes. Oder vom Fußballspiel deines Sohnes. Aber wenn du sie alle zeigst, verdeckst du die fünf oder zehn wirklich guten Aufnahmen, die du gemacht hast.
Tipp: Mit einem Programm wie Lightroom kannst Du schnell eine Auswahl treffen.

15 Fotografieren lernen heißt, aus Fehlern zu lernen

Überbelichtete, unscharfe oder schlechte Fotos können frustrierend sein. Sie gehören aber zum fotografieren lernen dazu. Anstatt dich von solchen Fotos entmutigen zu lassen, nutze sie als Lernwerkzeug. Wenn du das nächste Mal ein schlechtes Foto bekommst, drücke nicht sofort die Löschtaste. Verbringe stattdessen etwas Zeit damit, das Foto zu studieren. Nur so kannst du herauszufinden, was falsch gelaufen ist und wie du es verbessern kannst. Denn fotografieren lernen heißt üben, üben, üben.

Meist wird es eine einfache Lösung geben. Zum Beispiel eine andere Komposition. Oder eine kürzere Verschlusszeit. Aber wenn du immer wieder gleiche Probleme siehst, kannst du dich schnell verbessern. So hast du die Chance, dich mit bestimmten Aspekten der Fotografie zu beschäftigen und deine schwachen Bereiche zu optimieren.

Das Buch für den Einstieg

Natürlich würde es hier den Rahmen sprengen, weitere 485 Tipps zur Digitalfotografie zu schreiben. Weitere Tipps zum Fotografieren lernen gibt es im nachfolgenden Buch. Es ist speziell für Einsteiger in die Digitalfotografie geschrieben und ersetzt jeden Kurs. Viele Bildbeispiele erleichtern dabei das Verständnis. Digital fotografieren lernen, das ist das Thema.

Daher kann ich das Handbuch für den Einstieg in die Digitalfotografie sehr empfehlen. Es ist besser als jeder Kurs. Das Buch vermittelt Seite um Seite nötiges Grundlagen-Wissen:

Passende Beiträge zum Digital fotografieren lernen:

Fotografie Bücher für Einsteiger
Fotokarten: Spickzettel für Fotografen – Kurzanleitung für bessere Fotos


1 Kommentar

  1. Bin noch ganz am Anfang und habe mir das Buch bestellt. Vielen Dank für den Tipp! Da steht alles drin, was du als Anfänger brauchst.

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