Fotografieren lernen mit 15 wichtigen Einsteiger-Tipps

Die besten 5 Tipps, wie Einsteiger digital fotografieren lernen. Lerne Schritt für Schritt und schieße bessere Bilder ab sofort. Kurzer Kurs für Neulinge, Einsteiger und Anfänger in der Fotografie. Fotografieren für Anfänger!

Fotografin Einsteiger
Fotografie für Anfänger

Fotografie lernen ohne Fotokurs

Aller Anfang ist schwer. Der Einstieg in die digitale Fotografie ist jedoch leicht, wenn man ein paar grundsätzliche Tipps beherzigt. Die wollen wir im folgenden Onlinekurs zeigen. Belichtung, Technik und digitale Grundlagen lassen sich schnell erlernen.

Die Welt von Belichtung, Belichtungszeit, Blende und ISO ist bei Smartphones unwichtig. Bei fortgeschrittener Fotografie gehören sie zu der leicht erlernbaren Technik jedoch mit dazu. Wenn du wirklich einfach gute Fotos machen willst, nimm Dir etwas Zeit und lies diesen Artikel. Das ist wichtiger als eine teure Kamera.

Auch Einsteiger in der Fotografie können mit einfachsten Mitteln und etwas Zeit mit einer Einsteigerkamera sofort ihre Ergebnisse verbessern. Umso mehr hilft für mehr Wissen eine Fotoschule als Buch (statt Kurs) enorm dabei.

Dazu empfehle ich das Buch für Einsteiger, siehe rechts. Es ist ein Buch für Spiegelreflex Anfänger, jedoch auch für jedes andere System perfekt. Es ist verständlich für jeden, der digital fotografieren lernen möchte. Das Buch vermittelt Seite für Seite alle Grundlagen gut verständlich und ist auch als E-Book erhältlich.

Ob Porträtfoto oder Baby Fotoshoting: Fotografie ist auch ohne Fotokurs einfach möglich. Egal ob Du eine Kompaktkamera, Systemkamera oder Spiegelreflex hast: Die Fotoregeln zu Bildgestaltung etc sind immer gleich. Lies hier die Grundlagen für bessere Fotos und für Erfolge beim digital fotografieren lernen. Lies einfach diesen Artikel!

Die Wahl der Kamera? Nicht so wichtig!

Fotografieren für Anfänger Einsteiger Kurs
Fotografieren lernen macht Spaß

Es gibt dutzende von verschiedenen Kameras, aber für bessere Bilder ist das zunächst alles gar nicht wichtig. Denn ob das Werkzeug nun Nikon oder EOS heißt: das richtige Auge ist wichtiger.

Kurz gesagt sind die Möglichkeiten einer guten Spiegelreflexkamera oder Systemkamera vielfältiger als bei einem Smartphone. Selbst mit einem Handy lassen sich schon mit wenigen Tricks die Bilder verbessern. Und das ganz ohne Software! So macht das Fotografieren auch für Beginner Spaß! Wir zeigen es Schritt für Schritt.

Natürlich habe ich an anderer Stelle vorher auch schon etwas zur Wahl einer günstigen Einsteiger Kamera geschrieben. Aber: Die Bilder macht der Fotograf, nicht die Kamera!
Also achte als Anfänger beim Fotografieren nicht zu sehr auf die Wahl der “Maschine”.

Fotografieren für Anfänger: Alles, nur kein Smartphone

Fortgeschrittene Techniken wie Wahl der Schärfentiefe sowie selektive Schärfe erfordern Spiegelreflex- oder andere Systemkameras. Denn bei einem Smartphone ist immer alles von vorne bis hinten scharf, was meist langweilig wirkt.

Außerdem bieten Smartphones keine Einstellmöglichkeiten für Belichtung. Das ist vielleicht für Einsteiger in die Fotografie am Anfang noch gar nicht wichtig. Aber wenn du dich weiter entwickelst, dann wird es wichtig. Damit deine Fotos wirklich gut werden, sollte deine Kamera Einstellungen zur Belichtungszeit bieten.

Picasso hat auch nicht nach Pinseln gefragt,
die gute Bilder machen.

Schärfentiefe Fotografieren für Anfänger digital lernen Einsteiger
Fotografieren lernen für Anfänger richtig von Anfang an: Selektive Schärfe und Helligkeit benötigen mehr als ein Fotohandy.

Fotografieren lernen: 5 Tipps für bessere Fotos und die Hauptfehler als Anfänger

Meistens sieht man Menschen leider mit Smartphones fotografieren. Sie reißen ihr Fotohandy hoch, machen innerhalb einer Sekunde wahllos ein Foto. Oder gleich mehrere. Anschließend lassen die “Kamera” dann wieder in Sekundenschnelle in der Tasche verschwinden. So berauben sie sich leider selbst der Erfahrung und eines befriedigenden Bildergebnisses. Beim Fotografieren geht es aber nicht darum, einen Geschwindigkeitsrekord aufzustellen.
Man erkennt bei diesen “Fotografen” keine Spur von Nachdenken. Kein Gedanke an Bildgestaltung oder an das Ergebnis. So kann das natürlich nichts werden. Dabei kann man so leicht digital fotografieren lernen!

Die gute Nachricht aber ist: Es ist kein Fotokurs außer dem oben beschriebenen Buch notwendig, sofern man die folgenden einfachen fünf Regeln beachtet:

1. Erst nachdenken, dann auslösen

Die ersten 10.000 Aufnahmen sind die schlechtesten.

Helmut Newton

Viele Bilder bedeuten viel spätere Arbeit, viel Ausschuss und damit viel Datenmüll. Besser konzentrierst Du Dich vor dem Fotografieren und fragst Dich einfach: Was möchte ich da gerade fotografieren?

Reicht mir ein vernünftiges Bild oder muss ich wirklich 10 gleiche Bilder machen? Aus welcher Perspektive fotografiere ich mein Motiv am besten? Hochformat oder Querformat?

Auch für Anfänger gilt: Fotografie ist Leidenschaft, kein liebloses Draufhalten! Besser kurz überlegen und das Bild gestalten. Lies unsere Tipps zur Bildgestaltung. Fotografieren lernen heißt Bildgestaltung lernen. Die Kamera und Technik helfen nur dabei.

2. Richtiges Format wählen

digital fotografieren lernen
Fotografie bei Menschen: Hochformat

Menschen bitte immer im Hochformat fotografieren, außer sie stehen nebeneinander als Gruppe. Landschaften dagegen grundsätzlich quer fotografieren!

Denn so passt mehr vom Hauptmotiv aufs Bild.
Tipp: Weniger Drumherum erhöht die Bildqualität, weil spätere Ausschnittvergrößerungen entfallen – denn die gehen zulasten der Bildqualität.

Grundsätzlich gilt daher:
Bei hohen Motiven wie Häusern, Menschen und Bäumen eignet sich Hochformat besser. Bei eher breiten Motiven wie Landschaften, Gruppenfotos und Stadtansichten ist das Querformat die bessere Wahl.

Überelege in der Fotografie immer kurz, welches Format das bessere ist, damit deine Fotos wirklich ansprechend werden. Nur weil dein Smartphone ein angeborenes Hochformat hat und Deine Kamera ein Querformat, bedeutet das nicht, dass du das nicht motivbezogen wechseln kannst.

3. Richtiger Ausschnitt

Kurs für Anfänger
Spickzettel für Anfänger: Fotokarten

Was möchte ich fotografieren?
Will ich wirklich den halben Park auf dem Foto haben, oder nur diese eine Blume?
Wähle den Ausschnitt möglichst eng um das Hauptmotiv, schließlich willst Du nur dieses zeigen. Weniger ist mehr, das ist vielleicht der wichtigste Tipps zum Fotografieren lernen!
Im Zweifel gehst Du mal drei Schritte vor und zurück und achtest dabei auf die geänderte Bildwirkung.

Wenn Du ein Zoomobjektiv hast, kannst du den Bildausschnitt schnell ändern. Dazu musst du nicht vor und zurück gehen. Wähle den Rahmen um dein Motiv so, dass möglichst wenig ablenkt. Der Hintergrund sollte so gewählt sein, dass er ebenfalls nicht ablenkt. Äste, die aus dem Kopf deines Motivs wachsen, lassen sich schon bei der Aufnahme vermeiden.

Übrigens: Da, wo viele Menschen mit ihren Kameras stehen, ist meist nicht der beste Platz für einmalige Fotos. Besondere Fotos entstehen immer da, wo nicht Massen von Touristen sind und ins Foto laufen.

4. Bester Zeitpunkt

Kurs Fotografieren lernen Spiegelreflex Einsteiger
Achte auf die beste Tageszeit! Wirklich gut wird ein Foto nur mit dem richtigen Licht

Das richtige Licht ist wichtig. Wenn Du die Wahl hast, fotografiere nicht in gleißender Mittagssonne! Sondern wähle als Zeit morgens vor 11 Uhr oder im goldenen Abendlicht ab 17 Uhr. Dann hat die Sonne ein weiches warmes Licht.

Eine senkrecht über dem Fotografen stehende Sonne macht meist Probleme. Denn sie wirft bei Personen harte Schlagschatten unter Nase, Kinn und Hüte. Das sieht in den seltensten Fällen gut aus. Besser wählst Du die goldene Stunde, das ist die Zeit nach Sonnenaufgang und vor Sonnenuntergang. So gelingt leicht das Fotografieren für Anfänger, du musst nur auf die Sonne und richtige Tageszeit achten.

Mit Blende und Belichtungszeit kannst du die Bildwirkung steuern. Kurze Zeiten eignen sich für schnelle Bewegungen, wie bei der Sportfotografie. Mit der Blende in deiner Kamera steuerst du den Schärfebereich. Weiter unten geht es um die Belichtung. Mehr zur besten Belichtungszeit und Blende liest du in anderen Artikeln.

5. Achte auf einen geraden Horizont

Fotografieren für Anfänger digital
Digital fotografieren lernen:
Der Horizont ist gerade und Vordergrund ist auch im Bild

Ein schiefer Horizont ist peinlich, weil er so einfach vermeidbar ist.
Solche Fehler kosten später wertvolle Zeit bei der nachträglichen Bearbeitung. Im schlimmsten Fall wird das Foto ganz unbrauchbar. Du solltest beim Fotografieren lernen, die Kamera einfach wagerecht und still zu halten, wenn Du gute Fotos willst.

Wenn möglich, achte bei Strand- und Urlaubsbildern auch auf einen Vordergrund. Nichts ist langweiliger als ein Sonnenuntergang über dem Meer ohne einen Vordergrund. Solche Fotos hat ja jeder schon 1000 Mal gesehen und auf Fotos kommt die Stimmung leider meist nicht rüber. Woran liegt das? Es fehlen auf dem Bild schlicht das Kreischen der Möwen, die salzige Luft und die Urlaubsstimmung. Digitalfotografie ist Sehen!

6. Verstehe das Belichtungsdreieick

Das Belichtungsdreieck bezieht sich einfach auf die drei wichtigsten Elemente der Belichtung: ISO, Blende und Verschlusszeit. Wenn du im manuellen Modus fotografierst, musst du in der Lage sein, alle drei Elemente auszubalancieren, um scharfe, gut belichtete Fotos zu erhalten.

langzeitbelichtung
Fotografieren lernen heißt, auch nachts vernünftige Bilder zu machen

Fotografieren lernen ohne die Zusammenhänge der Belichtung? Unmöglich. Daher zeigen wir, was wichtig ist:

ISO:
Der ISO-Wert steuert die Lichtempfindlichkeit der Kamera. Eine niedrige ISO-Einstellung bedeutet, dass die Kamera weniger lichtempfindlich ist. Eine höhere ISO-Einstellung bedeutet dagegen, dass die Kamera lichtempfindlicher ist. Die Qualität des Bildes nimmt jedoch mit steigender ISO-Einstellung ab. Uund bei einer höheren ISO-Einstellung ist möglicherweise “Rauschen” auf dem Bild zu sehen. Eine ISO-Einstellung von 100 bis 200 ist in der Regel ideal, wenn du tagsüber im Freien fotografierst. Bei Aufnahmen in schwach beleuchteten Umgebungen, wie z. B. in Innenräumen oder bei Nacht, kann jedoch eine höhere ISO-Einstellung von 400 bis 800 oder höher erforderlich sein.

Blende:
Die Blende ist die Öffnung in deinem Objektiv und steuert, wie viel Licht zum Sensor der Kamera gelangt. AUßerdem regelt sie die Schärfentiefe. Die Schärfentiefe bezieht sich auf den Bereich um den Scharfstell-Punkt des Bildes, der scharf bleibt. Eine große Blendenöffnung (angegeben durch eine kleinere Blendenzahl) lässt mehr Licht durch, hat aber eine geringe Schärfentiefe.

Eine enge Blende dagegen (gekennzeichnet durch eine höhere Blendenzahl) lässt weniger Licht durch. Sie hat aber eine größere Schärfentiefe. Das ist elementar wichtig beim Fotografieren lernen, dass du das im Kopf hast. Eine große Blendenöffnung ist ideal, wenn du das Motiv isolieren möchtest. Aber wenn du die gesamte Szene scharf abbilden möchtest, wie z. B. bei Gruppenaufnahmen, solltest du eine kleine Blendenöffnung verwenden.

Verschlusszeit:
Die Verschlusszeit bestimmt, wie lange der Verschluss bei der Aufnahme geöffnet bleibt. Je länger der Verschluss geöffnet bleibt, desto mehr Licht gelangt auf den Sensor der Kamera. Eine kurze Verschlusszeit eignet sich gut zum Einfrieren von Action, während eine längere Verschlusszeit Bewegungen unscharf werden lässt. Lange Verschlusszeiten können interessante Effekte erzeugen, erfordern aber in der Regel ein Stativ.

7. Große Blende ist am besten für Porträts

Porträt Winter
Porträt fotografieren lernen, vor unscharfem Hintergrund

Bei der Aufnahme von Porträts, egal ob von Menschen oder Tieren, sollte dein Motiv der Hauptfokus des Bildes sein. Und der beste Weg, dies zu erreichen, ist die Verwendung einer größeren Blendenöffnung. So bleibt das Motiv scharf, während der Hintergrund unscharf wird.

Bedenke, dass eine kleinere Blendenzahl eine größere Blende bedeutet und je größer die Blende ist, desto dramatischer wird dieser Effekt. Einige Objektive können bis zu einer Blende von f/1.2 gehen. Aaber auch eine Blende von f/4 kann diesen Effekt bewirken. Um besser zu verstehen, wie sich die Blende auf deine Bilder auswirkt, schalte in den Blendenprioritätsmodus (Av oder A). Versuche einige Aufnahmen mit verschiedenen Blenden-Einstellungen zu machen. Fotografieren lernen bedeutet auch Umgang mit Blendenzahlen und Abhängigkeiten.

8. Enge Blende ist am besten für Landschaften

Landschaftsfotografie mit Teleobjektiv
Landschaft fotografieren lernen: scharf von Vordergrund bis Hintergrund

Landschaftsfotografie erfordert eine andere Herangehensweise, da alles von den Ästen im Vordergrund bis zu den Bergen im Hintergrund scharf abgebildet werden soll. Wenn du also eine Szene fotografierst, bei der alles scharf sein soll, solltest du eine enge Blende wählen (z.B. f/16). Du lernst mit der Zeit, welche Motive du wie fotografieren musst.

Also gehe in Richtung f/16 oder f/22 oder höher, je nachdem, was dein Objektiv erlaubt. Auch hier kannst du mit dem Blendenprioritätsmodus (Av oder A) mit verschiedenen Blenden experimentieren. Dank Automatik musst du dich nicht um die Anpassung der Verschlusszeit kümmern.

9. Lerne den Weißabgleich einzustellen

Aktmodell fotografieren lernen
Aktmodell fotografieren lernen: Rotstich

Natürlich sollen auch die Farben in deinem Foto stimmen. Wenn du das Fotografieren lernen wirst, wirst du auch falsche Farben auf Fotos erkennen. Der Weißabgleich (WB) kann dir helfen, Farben genauer einzufangen.

Verschiedene Arten von Licht haben unterschiedliche Eigenschaften. Wenn du den Weißabgleich nicht anpasst, können die Farben in deinen Fotos einen leicht blauen, orangen oder grünen Farbton oder eine “Temperatur” annehmen.

Der Weißabgleich kann natürlich in der Bildbearbeitung korrigiert werden. Aber das kann ein bisschen mühsam werden, wenn du hunderte von Fotos hast, die leichte Anpassungen benötigen. Daher ist es besser, dies in der Kamera zu erledigen. Einige der Standardeinstellungen für den Weißabgleich sind:

  • Automatischer WB
  • Tageslicht
  • Bewölkt
  • Blitz
  • Schatten
  • Fluoreszierend
  • Kunstlicht

Jede dieser Einstellungen wird durch ein anderes Symbol symbolisiert. Wenn du dir also nicht sicher bist, welche Einstellung die richtige ist, schaue im Handbuch deiner Kamera nach. Der automatische Weißabgleich funktioniert in manchen Situationen ganz gut, aber im Allgemeinen ist es am besten, wenn du die Einstellung je nach Art des Lichts, bei dem du fotografierst, änderst.

10. Verstehe die Drittel-Regel

Drittelregel fotografieren lernen
Fotografieren lernen: Drittelregel

Die Drittelregel basiert auf der Idee, dass Bilder generell interessanter und ausgewogener sind, wenn sie nicht zentriert sind. Paziere Dein Motiv folglich nie in der Bildmitte. Stell dir ein Raster vor, das du über deine Bilder legst, mit zwei vertikalen und zwei horizontalen Linien. Diese unterteilen das Bild in neun gleiche Abschnitte.

Wenn du der Drittelregel folgst, positionierst du dein Motiv oder die wichtigen Elemente einer Szene nicht in der Mitte des Fotos. Sondern entlang einer der vier Linien oder an den Punkten, an denen sich die Linien kreuzen. Einige Kameras haben sogar eine Rasteroption, die du einschalten kannst. Das ist nützlich, wenn du noch lernst, wie du deine Bilder komponierst.

Natürlich geht es in der Fotografie um Kreativität und persönlichen Ausdruck. Daher kann es sein, dass du diese Regel brichst und die interessanten Punkte an anderer Stelle in deinem Foto platzierst. Das ist absolut in Ordnung. Aber bevor du anfängst, diese Regel zu brechen, ist es wichtig, dass du sie verstehst. Und dir angewöhnst, bewusst über das Hauptmotiv nachzudenken und wo du es platzieren willst. Denn fotografieren lernen heißt, jedes Bild auch mal zu hinterfragen.

11. Die Augen müsse immer im Fokus sein

Nikon Porträt-Objektiv Porträtobjektiv
Porträts fotografieren lernen: Die Augen müssen scharf sein

Beim Fotografieren von Porträts konzentrierst du dich auf einen sehr kleinen Bereich. Daher ist es wichtig, dass du ein schönes, scharfes Bild bekommst. Vor allem die Augen sind ein wichtiges Gesichtsmerkmal und oft das erste, worauf die Leute schauen; besonders bei Nahaufnahmen und Porträts.

Aus diesem Grund sollten die Augen deines Motivs dein Hauptaugenmerk sein. Um beide Augen schön scharf zu bekommen, wähle einen einzelnen Fokuspunkt und richte ihn auf eines der Augen. Sobald das erste Auge im Fokus ist, halte den Auslöser halb gedrückt. Die Kamera speichert nun die Scharfstellung aufs Auge. Jetzt bewege die Kamera leicht, um das Foto neu auszurichten. Dann drückst du den Auslöser ganz durch.

12. Nimm bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang auf

Goldene Stunde Portrait
Goldene Stunde Portrait

Wenn du fotografieren lernen willst, ist de Beleuchtung das A und O.

Die Beleuchtung kann ein Foto ausmachen oder zerstören. Der frühe Morgen und der Abend gelten als die besten Tageszeiten zum Fotografieren (und fotografieren lernen). In der Fotografie wird die Stunde kurz nach dem Sonnenaufgang oder vor dem Sonnenuntergang als goldene Stunde bezeichnet, weil die Sonne tiefer am Himmel steht und das Licht weicher und wärmer ist.

Es ist dabei egal, ob du Landschaften, Porträts oder Stillleben fotografierst. Das frühe Morgen- oder Abendlicht kann deinen Fotos mit seinem warmen Schein eine besondere Atmosphäre verleihen. Natürlich ist die goldene Stunde nicht die einzige Zeit, in der du gute Außenaufnahmen machen kannst, aber sie macht es einfacher.

13. Investiere in eine gute Fotobearbeitungssoftware

Kameras, besonders die für Anfänger, speichern Fotos im JPG Format ab. Das Format ist aus dem Web bekannt und hat viele Vorteile. JPG Dateien lassen sich sofort versenden und sind “fertig”. Allerdings sind die Möglichkeiten der Nachbearbeitung begrenzt. Wenn du deine Bilder später bearbeiten möchtest, stele das Format auf RAW um. Mit RAW Bildern hast du mehr Möglichkeiten der Nachbearbeitung, beispielsweise wenn der Weißabgleich daneben lag.

Sobald du anfängst, im RAW-Format zu fotografieren, wird die Nachbearbeitung zu einem Muss und nicht mehr nur ein nachträglicher Gedanke. Daher solltest du in eine Software zur Bildbearbeitung investieren, mit der du grundlegende Aufgaben durchführen kannst:

  • Zuschneiden
  • Anpassen von Belichtung und
  • Weißabgleich
  • Kontrast
  • Entfernen von Unreinheiten
  • und mehr

Die meisten professionellen Fotografen verwenden Programme wie Adobe Photoshop oder Lightroom. Aber wenn du etwas weniger Teures für den Anfang möchtest, kannst du Photoshop Elements, Picasa oder Paint Shop Pro ausprobieren.

14. Sei wählerisch: Weniger ist mehr!

Fotowand
Fotografieren lernen heißt auch, eine Auswahl zu treffen

Es ist wichtig, sich darüber im Klaren zu sein, dass jeder Fotograf, egal ob er erfahren ist oder das fotografieren lernen muss, einige mittelmäßige Aufnahmen macht. Das gilt auch bei Profis. Der Grund, warum ihre Portfolios so beeindruckend sind, ist jedoch, dass sie nur ihre besten Arbeiten zeigen. Sie langweilen dich nicht mit zehn Fotos einer fast identischen Szene.

Wenn du also möchtest, dass deine Arbeit heraussticht, versuche, dich auf ein paar sehr gute Fotos zu beschränken. Du hast vielleicht hunderte von Fotos von der Geburtstagsparty deines Freundes. Oder vom Fußballspiel deines Sohnes. Aber wenn du sie alle zeigst, verdeckst du die fünf oder zehn wirklich guten Aufnahmen, die du gemacht hast.

15. Fotografieren lernen heißt, aus Fehlern zu lernen

Überbelichtete, unscharfe oder schlecht komponierte Fotos können frustrierend sein. Sie gehören aber zum fotografieren lernen dazu. Aber anstatt dich von solchen Fotos entmutigen zu lassen, nutze sie als Lernwerkzeug. Wenn du das nächste Mal ein schlechtes Foto bekommst, drücke nicht sofort die Löschtaste. Verbringe stattdessen etwas Zeit damit, das Foto zu studieren. SO kannst du herauszufinden, was falsch gelaufen ist und wie du es verbessern kannst. Denn wenn du wirklich fotografieren lernen willst, solltest du bei deinen eigenen Bildern anfangen.

Meistens wird es eine einfache Lösung geben, wie z.B. eine andere Komposition oder eine kürzere Verschlusszeit. Aber wenn du wiederkehrende Probleme siehst, kannst du dich schnell verbessern. So hast du die Chance, dich mit bestimmten Aspekten der Fotografie zu beschäftigen und deine schwachen Bereiche zu optimieren.

Das Buch für den Einstieg

Natürlich würde es hier den Rahmen sprengen, weitere 495 Tipps zur Digitalfotografie zu schreiben. Weitere Tipps gibt es im nachfolgenden Buch. Es ist speziell für Einsteiger in die Digitalfotografie geschrieben und ersetzt jeden Kurs. Viele Bildbeispiele erleichtern dabei das Verständnis. Digital fotografieren lernen, das ist das Thema.

Daher kann ich das Handbuch für den Einstieg in die Digitalfotografie sehr empfehlen. Es ist besser als jeder Kurs. Das Buch vermittelt Seite um Seite nötiges Grundlagen-Wissen:

Digitale Fotografie: So lernen Sie richtig gut zu fotografieren – 2. Auflage
93 Bewertungen
Digitale Fotografie: So lernen Sie richtig gut zu fotografieren – 2. Auflage
  • Hogl, Marion (Autor)
  • 708 Seiten - 27.07.2018 (Veröffentlichungsdatum) - Vierfarben (Herausgeber)

Passende Beiträge zum Digital fotografieren lernen:

Die besten Fotografie Bücher für Einsteiger
Die beste Einsteigerkamera
und
Fotokarten: Spickzettel für Fotografen – Kurzanleitung für bessere Fotos
→ Artikel zur besten Blende und Belichtungszeit


Andreas Volz
Gründer von Webdigital und Fotograf seit Jugendzeit. Angefangen mit Nikon F3, F4 und F5 kam ich mit einer D1 ins digitale Fotozeitalter. Es folgten D2H, D2Xs, D3 und D810. DSLR faszinieren mich genau so wie spiegellose Modelle.