Fotos drucken lassen oder selber drucken?

Fotos selber drucken oder drucken lassen ? Bei der Flut der Bilder stellt sich die Frage, ob man sie vor Ort bei einem Fotodienstleister wie dm Fotoservice oder per Onlinedruck printen lässt. Oder lieber selbst auf dem eigenen Fotodrucker ausgibt ? Gibt es einen Qualitätsunterschied?

Bilderflut selbst drucken vs Onlinedruckerei beim Fotodienstleister
Fotos drucken lassen oder selber drucken?

Fotos drucken lassen (beim Fotoservice) oder selber drucken?

Die Möglichkeiten, eigene Fotos drucken zu lassen, sind vielfältig. So bieten die Fotodienstleister vom Fotodruck bzw. Fotoabzüge mit und ohne Rand über Leinwand, Fotokalender und Fotobuch bis zur Fototasse praktisch Fotoprodukte aller Art an. Auch Fotogeschenke aller Art lassen sich gestalten, vom einfachen Foto bis zur premium Leinwand. Bekannteste Anbieter sind dm Fotoservice, Rossmann Fotowelt und Cewe. Hier kann man, so wie früher, Bilder entwickeln und drucken lassen.

Natürlich lassen sich Bilder aller Art bei Cewe &Co bestellen. Vom einfachen Foto über Leinwand bis zu Premiumprints lässt sich alles gestalten. Aber die Wahl der Anbieter ist nicht einfach: MyPoster, PosterXXL, Fotowelt, Cewe und viele mehr. Und die Frage stellt sich, ob man ein Foto drucken lassen sollte oder ob man sich selbst einen Tintenstrahldrucker für zuhause zulegt. Damit kann man selber drucken und ist unabhängig vom Laden oder Onlineshop.

Das Bestellen ist einfach, da online, das Format ist wählbar, und schon liegen Fotogeschenke der eigenen Fotos oder Fotoabzüge im Briefkasten. Anbieter wie cewe bieten heute alles rund ums Foto. Man kann Kalender aus Fotos gestalten, Poster oder Premiumprints aller Art erstellen oder sogar Fotos mit Rahmen bestellen.

Pixma Pro-200 Drucker
Selbst zu Papier bringen statt drucken lassen: Canon Pixma Pro-200 Fotodrucker

Lohnt es sich, selbst zu drucken?

Wenn man seine Fotos nicht gerade auf der Festplatte oder dem Handy verschimmeln lassen möchte, wird man sie vermutlich zu Papier bringen wollen. Dazu gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten:

Dabei hat man als (Ameteur-) Fotograf die Wahl, ob man seine Fotos selber drucken möchte oder seine Motive online bei Dienstleistern zu drucken lassen will. Der nächste dm Drogeriemarkt ist nicht weit. Und Fotos bei dm Fotoservice drucken lassen ist einfach, auch wenn die Qualität oft nur für Fotos reicht, die unter den Kühlschrankmagneten kommen.

Fotos drucken lassen: Beim online Bestellen der Fotos über Cewe &Co lassen sich verschiedene Oberflächen wie glänzend, matt und halbmatt wählen. Diese Struktur lässt sich am heimischen Drucker grundsätzlich auch wählen, sofern man das richtige Fotopapier bereit hält.

Bei Fotobuch und Fotokalender wird es dann zuhause schwieriger. Bei diesen speziellen Produkten kommt nur das Bestellen online in Frage. Auch Poster und Prints im fertigen Rahmen lassen sich zuhause nur erstellen, sofern ein Drucker in entsprechender Größe vorhanden ist. Für A3+ Ausdrucke haben wir einen Ratgeber: Professionelle A3 Fotodrucker. Wer kein Gerät dieser Größe hat, muss zwangsläufig auswärts drucken lassen.

Das Format der Bilder ist also genau so entscheidend wie das Produkt.

Grundsätzlich lassen sich insbesondere mit einem über ICC Profile kalibrierten Fotodrucker beste Aufnahmen zuhause zu Fotopapier bringen. Für beste Qualität halte ich das selber drucken zuhause daher für die richtige Wahl.
Der beste Fotodrucker für Fotografen

Vorteile

  • Bequem: Gerade in Corona-Zeiten beliebt, kann man schnell alles von der Couch aus erledigen. Du musst das Haus nicht verlassen.
  • Schnell: Du hältst Deine Fotos schnell in den Händen, kein Upload oder Laufen zum Geschäft.
  • Einfach: Keine Anmeldung und Upload beim Onlinedruck nötig.
  • Günstig: keine Versandkosten
  • Gute Druckqualität bei einem Fotodrucker
  • Beste Wahl bei kleinen Auflagen oder sporadischem Einzeldruck

Nachteile

  • Qualität: Ein normaler Bürodrucker reicht nicht aus, es sollte ein Fotodrucker sein
  • Kosten: Profi-Fotopapier ist nicht billig, besonders bei hohen Auflagen

Fotos drucken lassen: Qualität beim Fotodienstleister

Fotos als große oder kleine Fotoabzüge, Poster, als Fotobuch oder Fotokalender zu bestellen, ist bei Cewe und MyPoster heute fast so selbstverständlich wie Shopping bei Amazon. Auch der stationäre Handel hat den Fotodruck im Angebot, siehe Rossmann Fotowelt und Co. Bei diesen Anbietern kann man alles vom Fotosticker bis zu großen Abzügen, Poster-Größen und Wandbildern drucken lassen. Eine App macht oft das Bestellen leicht. In der App lassen sich oft auch Fotobücher gestalten und in kürzester Zeit liegen premium Prints im eigenen Briefkasten.

Fotoabzüge: Matt, glänzend oder im Rahmen?

Die Druckqualität im Onlinedruck ist inzwischen äußerst hochwertig. So kommt die eigene Aufnahme auf dem passenden Papier, matt oder glänzend, entsprechend zur Geltung. Außerdem ist drucken lassen günstig, wenn man mit der Qualität zufrieden ist.

Fotokalender, Tassen und das Fotobuch drucken lassen, das ist in jedem Fall die Domäne der Online-Dienstleister. Aber auch lokale Anbieter wie dm und Rossmann Fotowelt bieten das ganze Repertoire zum Abholen vor Ort. Vom klassischen Fotoabzug bis zu Fotos hinter Acrylglas, Dibond und zum premium Poster wird hier oft die ganze Palette angeboten, um Erinnerungen zu archivieren.

Dabei sind die Möglichkeiten, das eigene Bild zu Papier zu bringen oder auf ganz andere Materialien auszugeben, dank der gestiegenen Anzahl an Drucktechnologien und Anbietern enorm angewachsen: Es gibt Formate für alle Lebenslagen, es gibt Ausgabe auf Mauspads, Fototassen, Glasplatten und andere Medien – ich möchte hier aber nur die Ausgabe auf Papier behandeln.
Die Auswahl an Druckformaten ist umfangreich. Bei Dienstleistern ist sie praktisch grenzenlos (von 9×13 bis DIN A1) und es lassen sich verschiedenste Papiersorten wählen.

Fotos aus Drucker drucken lassen
Fotos überdauern die Zeit

Zuhause dagegen druckt man mit Tinte auf Papier. Die Tinte hat nicht so eine lange Lebensdauer wie Fotopapier aus dem Labor.

Während man zuhause meist nicht die Wahl zwischen dutzenden Papiersorten hat und selbst gute Fotodrucker für Zuhause beim Format A3+ enden, haben hier die Dienstleister im Onlinedruck klar die Nase vorn.

Zeitfaktor

Es muss schnell gehen?

Während man zuhause schnell mal ein paar Bilder selber drucken und diese sogar noch aushändigen kann, während der fotografierte Besuch noch am Tisch sitzt, dauert der Upload und anschließende Versand durch Dienstleister naturgemäß ein paar Tage.
Ist also der Zeitfaktor entscheidend, hat das Selber drucken auf dem eigenen Drucker die Nase vorn.

vom Handy

Das Bestellen der Fotoabzüge geht schnell, wenn die Fotos schon auf dem Handy sind. Selbst ein Fotobuch ist schnell gestaltet und bestellt, auch wenn ich hier einem Computer den Vorzug geben würde. Fotos als Fotoabzüge und Fotokalender werden fast von allen angeboten. Cewe und Rossmann Fotowelt sind hier sicher die bekanntesten im Onlinedruck, aber bei weitem nicht die einzigen Anbieter für premium prints. Die Mitbewerber haben sich teilweise auf Leinwände und Poster spezialisiert, beispielsweise myposter. Wer Handybilder drucken lassen möchte, findet die Apps der Anbieter im Appstore.

Drucker mit Ausdruck
Drucken lassen lohnt sich bei großen Mengen. Für schnellen sporadischen Fotodruck ist der Ausdruck zu Hause besser.

Vorteile und Kosten beim Fotos drucken zu Hause

Möchte man zuhause vernünftig selber drucken, benötigt man einen Fotodrucker sowie entsprechendes Fotopapier. Jeder Grafiker weiß, dass ein Fotodrucker her muss, weil Allroundgeräte und Bürodrucker keine ausreichende Qualität liefern.

Für ein einfaches Foto braucht ein Drucker unter einer Minute, auch größeres Format bis A3+ können Profi-Fotodrucker problemlos zu Papier bringen. Nur bei Postern und Leinwänden wird’s mit dem Druck zuhause schwierig.

Die Preise für Fotopapier sind je nach Angebot günstig, selbst wenn man das Papier des Druckerherstellers verwenden möchte. Von Canon kosten 100 Blatt Fotopapier glossy ca. 10€, also pro Blatt 10 Cent. →Kaufberatung Fotopapier

Dazu kommen Kosten für Fototinten, auch hier gilt: Originaltinte des Herstellers macht das Drucken meist teuer, erst recht bei hohem Druckaufkommen. Während die Fotodrucker kaum noch etwas Kosten -kleine A4 Modelle sind teilweise für unter 100 € zu haben- wird bei der Tinte dann oft lebenslang zugeschlagen. Hier empfehlen wir Dritthersteller, die gleiche Qualität für sehr viel weniger Geld bieten. Das Märchen von der verlorenen Garantie, das manche Hersteller noch singen, ist Blödsinn.

Auflage entscheidet

Für einen sporadischen Fotodruck ab und zu ist der Fotodrucker daheim schnell und bequem. Selber drucken ist dann auch preiswert, weil Versandkosten entfallen. Wer gerne spontan druckt oder seine Bilder nicht 08/15 haben möchte, druckt zuhause auf einem Fotodrucker für Fotografen.

Ab Formaten von A3 ist der eigene Druck auf dem heimischen Drucker aber in jedem Fall auf Dauer günstiger. (Große Formate sind teuer, Versandkosten hoch, hier lohnt sich das drucken lassen nicht). Hierfür eignet sich beispielsweise der von uns getestete Canon Pixma IP8750, der sogar bis A3+ sehr günstig druckt. Außerdem spart man das Warten und hält seine Fotodrucke sofort in der Hand.

Bildkontrolle und Farboptimierung

Wie sieht es denn mit der Kontrolle über das eigene Bild aus?
Man bearbeitet die Fotos stundenlang in seiner Bildbearbeitungssoftware. Dann geht Dienstleister hin und “optimiert” die Farben alle zu Tode. Das ist leider die Realität.

Beim Fotodrucker: Hier kommt es auf den Treiber an. Mit Kalibrierung sehen die Bilder später so aus wie auf dem Monitor. Ich habe meinen Canon Pixma ip8750 nie kalibriert, und die Farben stimmen mit denn auf meinem iMac perfekt überein. Manche Fotodrucker bringen Software für Farbmanagement mit. Wer 100 Prozent farbechte Ausdrucke möchte, greift zu einem professionellen Drucker.

Beim Dienstleister: Die Fotoservice-Dienstleister bieten für anspruchsvolle Fotografen oft einen “Profibereich” an. Oder sie lassen in der Bestellsoftware einen “erweiterten Service” zu. Oder sie nennen es “fortgeschrittene Einstellungen”. Gemeint sind hier ICC-Profile beim Onlinedruck, die eine farbechte Wiedergabe ermöglichen. So gibt es später keine Überraschungen bei der Wiedergabe. Wer hundertprozentig farbechte Ergebnisse drucken lassen möchte, sollte das wählen.
Beispiel: saal-digital.de

Auswahl an Druckern und Fotodienstleistern

Eigener Drucker: Es kann schwierig werden, den richtigen Drucker zu finden. Denn im Bereich Fotodruck gibt es hunderte Modelle von klein bis groß, mit verschiedenen Tintensystemen, Farbechtheit und Verarbeitungsfähigkeit verschiedener Papiersorten.

Wer selber drucken will, muss sich also fragen:
Was, wie groß und wie viel will ich drucken?

Onlineangebote: Professionelle Online-Fotodienstleister, die hochwertige digitale Fotodrucke bzw. Ausbelichtungen auf Fotopapier zum angemessenen Preis versprechen, gibt es inzwischen (leider) wie Sand am Meer. Wer keine Überraschungen erleben möchte, greift hier zu einem der großen Marktführer wie Pixum, CEWE oder einer anspruchsvollen Profilösung wie Saal digital. Hier kann man auf verschiedensten Medien drucken lassen und der Onlinedruck lässt sich gut konfigurieren.

Die Qual der Wahl beim Fotodienstleister habe ich bereits woanders beschrieben.

Saal-digital.de ist mein Favorit beim anspruchsvollen Onlinedruck, egal ob einfache Fotoabzüge oder ganze Fotobücher. Zum Beispiel bietet Saal neben den verschiedensten Fotoprodukten, darunter so genannte High­end-Fotobücher, auch Fine-Art-Drucke auf Hahne­mühle-Papieren in vielen Formaten an und ist zudem «Hahnemühle Certified Studio».

CEWE als Marktführer bei Fotobüchern und Prints ist dagegen mehr auf die breite Masse ausgelegt, bekam bei einem Fotobuchtest von Stiftung Warentest Testurteil «gut». Die Software zum Bestellen im Onlinedruck ist einfach und intuitiv.
Neben auch großformatigen Ausdrucken auf verschiedensten Materialien wird eine riesige Auswahl individueller Fotoprodukte wie Kalender, Tassen, Textilien, Mauspads angeboten.

CEWE Fotobuch: Die verständliche Anleitung. Mit vielen Designideen und Gestaltungsvorschlägen. Aktualisierte Auflage 2020
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CEWE Fotobuch: Die verständliche Anleitung. Mit vielen Designideen und Gestaltungsvorschlägen. Aktualisierte Auflage 2020
  • Treichler, Frank (Autor)
  • 331 Seiten - 25.06.2020 (Veröffentlichungsdatum) - Vierfarben (Herausgeber)

Entscheidungskriterien für den eigenen Drucker

Die Druckauflage ist der entscheidende Punkt vor der Anschaffung !
Wann wird gedruckt, wie viel wird gedruckt, und bei welchen Anlässen ?
Die meisten Drucker lohnen sich für einen Fotografen nur dann, wenn er kleine Auflagen druckt und überwiegend Fotoprints auf Papier anfertigt. Alle anderen Artkel wie Mauspads, Leinwand oder Tassen lassen sich ohnehin nur online erstellen.

Will man Fine-Art-Papiere bedrucken, muss der Drucker auch dickere Materialien verarbeiten können.

Professionelle Fotodrucker kommen hauptsächlich von HP und Canon.
Epson möchte ich hier aufgrund mehrfach schlechten eigenen Erfahrungen ausdrücklich nicht empfehlen. Außerdem sind Epson-Drucker für ihre langatmigen Düsenreinigungen bekannt, die Unmengen an teurer Tinte verbrauchen, die dann verloren ist. Schließlich möchte man seine Fotos schnell in der Hand halten.

Canon hat für den Druck von Fotos bis zum Format A3+ mehrere Pixma-Pro-Varianten im Angebot. Hier sollte jeder fündig werden. → Der beste Fotodrucker für Fotografen

Fazit und Vergleich

Fotos zuhause selber drucken drucken ist schnell und einfach. Mit einem vernünftigen Tintenstrahldrucker ist das Herstellen der eigenen Fotoabzüge kein Problem mehr.

Das Bestellen der Bilder bei Cewe, Fotowelt, Myposter & Co dagegen verspricht echtes belichtetes premium Fotopapier. Für sporadischen Druck und Kleinauflagen fallen die Versandkosten online oft ins Gewicht. Drucken lassen lohnt ich bei größen Auflagen oder wenn der dm drogeriemarkt in der Nähe ist. Bei großen Formaten über A3, bei Postern und Bildern im Rahmen liegen die online Anbieter vorne. Jedoch sind dem Gestalten oft Grenzen gesetzt. Alternative ist hier die Bestellung vor Ort bei dm und Rossmann Fotowelt an einem der Fototerminals in den Geschäften.

Am Ende entscheidet also, wieviele Bilder und Fotoabzüge man drucken lassen will. Bei kleinen Auflagen liegt der heimische Drucker mit seinen Prints zum selber drucken klar vorne. Allerdings ist es auch eine Format-Frage. Bei A3+ ist im Heimbetrieb meistens Schluss. Größer geht es dann nur noch beim Labor. Bei Leinwand und Spezialartikeln gilt das sowieso.

 Selbst drucken
(eigener Drucker)
Drucken lassen
(Dienstleister)
Qualität++++
Auflage
(Bildzahl pro Druck)
1-20>20
Formatmeist A4, max. A3+A0
Zeitfaktor+++-
KostenDrucker
Fotopapier
Tinte
Strom
Einzelbildkosten
Versandkosten

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Der beste Fotodrucker für Fotografen
Das eigene Fotobuch

Wörter in diesem Artikel: bilder, foto-format,fotoabzüge,fotokalender,fotos, fotowelt gestalten leinwand bei myposter.


Andreas Volz
Gründer von Webdigital und Fotograf seit Jugendzeit. Angefangen mit Nikon F3, F4 und F5 kam ich mit einer D1 ins digitale Fotozeitalter. Es folgten D2H, D2Xs, D3 und D810. DSLR faszinieren mich genau so wie spiegellose Modelle.