Ratgeber Telekonverter

Telekonverter sind Zusatzgeräte für Objektive, die die Telewirkung vergrößern. Leider werden Lichtstärke und Qualität verringert.

Einsatz von Telekonvertern

Dadurch wird ein kleinerer Bildwinkel erfasst und das Bild bei gleichem Abstand zum Motiv entsprechend vergrößert. Telekonverter werden in der Regel zwischen Wechselobjektiv und Kamera angebracht. Die Informationen für Autofokus, Blendensteuerung und so weiter können, je nach Ausführung, vom Konverter elektrisch und/oder mechanisch zwischen Objektiv und Kamera übertragen werden.

Telekonverter gibt es in Form von 1,4-fach- bis 3-fach-Konvertern. Die genannte Zahl gibt an, in welchem Verhältnis sich die Brennweite des genutzten Objektives erhöht, ein Zweifach-Telekonverter verdoppelt also die Brennweite des Objektives.

Canon bezeichnet Konverter als Extender.

Telewirkung und Abbildungsmaßstab

Telekonverter
Telekonverter 1,4x

Ein Zweifach-Telekonverter erhöht die Brennweite eines 50-mm-Objektives auf 100 mm und die eines Zoomobjektives mit einem Brennweitenbereich von 24 bis 85 mm auf 48 bis 170 mm. Dabei bleibt die Naheinstellgrenze des Grundobjektivs unverändert, so erreicht man mit einem Telekonverter gleichzeitig einen entsprechend größeren maximalen Abbildungsmaßstab. Damit sind Telekonverter sind oft eine preiswerte, gewicht- und platzsparende Alternative zu einem weiteren Zusatzobjektiv.

Vorsicht, Lichtverlust !

Dabei ist der Nachteil eines Telekonverters, der zwischen Objektiv und Kamera gesetzt wird, die verminderte Lichtstärke gegenüber dem Basisobjektiv. Weil die Öffnung des Grundobjektivs unverändert bleibt, vermindert sich die Lichtstärke um den Faktor der Brennweitenerhöhung. So hat ein 500mm/1:8-Teleobjektiv mit einem Zweifach-Telekonverter zwar eine Brennweite von 1000 mm, jedoch nur noch eine Lichtstärke von 1:16, es gehen zwei Blendenstufen verloren, bei einem Dreifach-Konverter entsprechend drei Blendenstufen und bei einem 1,4-fach-Konverter nur eine Blendenstufe:

FaktorLichtverlust in Blendenstufen
1,4x1
1,7x1,5
2x2
3x3,2

Eine klassische Kombination ist die Verwendung eines Zweifach-Konverters mit einem lichtstarken z.B. 2,8/300-Teleobjektiv, welche ein noch gut handhabbares 5,6/600-„Supertele“ ergibt.

Neben dem Lichtverlust gehen auch Qualitätseinbußen mit der Verwendung eines Konverters einher, zumal bei billigen Objektiven die Abbildungsfehler potenziert werden. Der gleichzeitige Einsatz mehrerer Telekonverter ist zwar möglich, jedoch verringern sich die Abbildungsqualität und die Lichtstärke rapide.

AF-S Nikkor 180-400 mm 1:4E TC1,4 FL ED VR

Sonderfall Nikon AF-S Nikkor
180-400 mm 1:4E TC1,4 FL ED VR

Bei diesem Supertele ist der Telekonverter im Objektiv integriert und kann mit einer einzelnen Hebelbewegung zugeschaltet werden.

Telekonverter und Autofokus

Wegen der Verringerung der Lichtstärke des Objektivs kann es passieren, dass der Autofokus-Sensor des entsprechenden Kameragehäuses nicht mehr genug Licht bekommt und die automatische Entfernungseinstellung nicht mehr korrekt arbeitet.

In diesem Fall hilft nur
a) die Verwendung eines lichtstärkeren Teleobjektivs
b) die Verwendung eines keineren Konverterfaktors (z.B. 1,4x statt 2x)