Präsentation deiner Bilder: Fotos präsentieren, aber richtig

Lies hier, wie Du ansprechend Fotos präsentieren kannst und welche Arten von Bilderhaltern und Bilderrahmen geeignet sind.

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Gut präsentiert ist halb gewonnen. Wie gelingt es, den richtigen «Rahmen» für die Präsentation von Fotos zu finden? Schließlich sollen die Fotos so gezeigt werden, dass sie gefallen und vielleicht sogar einen Käufer anlocken. Hier sind ein paar Ideen.

Foto präsentieren Präsentation
Fotobuch

Fotos präsentieren: als Kunstwerk

Der Prozess des Fotografierens ist nur der allererste Schritt einer Vielzahl von Prozessen, die abschließend zum Bild führen. Und selbst mit dem fertigen Foto ist noch nicht der letzte Schritt erreicht. Denn schließlich soll es ja noch gezeigt werden. Auch wenn es sich trivial anhört, gehört Fotos präsentieren zu den wichtigen Schritten des gesamten Workflows.

Einrahmen

Wenn klein- oder großformatige Abzüge oder Fine Art Prints in Räumen präsentiert werden sollen, benötigen Sie dazu einen Bilderhalter. Dieser bietet die Möglichkeit, die Fotos an einer Wand aufzuhängen oder im Raum aufzustellen, ohne dass sie dabei beschädigt werden.

Rahmenlose Bilderhalter

Bilderhalter bzw. Bilderrahmen können ganz unterschiedlich aussehen. Und ihr Aussehen hat erheblichen Einfluss auf die Wirkung des präsentierten Fotos. Die einfachste Form sind rahmenlose Halter, die im Wesentlichen aus einer Glasscheibe und einer Trägerplatte bestehen, zwischen die der Druck eingeklemmt wird. Hier ist das Foto gut gegen Umwelteinflüsse geschützt und kann mit den entsprechenden Vorrichtungen an der Trägerplatte aufgehängt oder aufgestellt werden. Der rahmenlose Halter selbst tritt optisch so weit wie möglich zurück. Bei hochwertigen Ausführungen sind die kleinen Laschen, die Trägerplatte und Glasplatte zusammenhalten, so gut wie gar nicht sichtbar. Fotos präsentieren, das geht nur mit einem passenden Rahmen.

Bilderhalter mit Rahmen

Andere Bilderhalter haben zusätzlich zur Glasplatte noch einen mehr oder weniger dezenten Rahmen aus Kunststoff, Metall oder Holz. Je nachdem wie üppig dieser Rahmen ausfällt und in welchem Stil er gehalten ist, kann das in ihm präsentierte Foto eine ganz unterschiedliche Aussagekraft und Wirkung erhalten. Oder auch gegenüber dem Rahmen an Gewichtung verlieren. Da jeder Rahmen in irgendeiner Weise die Bildwirkung verändert, vertreten einige Fotografen die Meinung, dass Prints grundsätzlich nur in rahmenlosen Haltern präsentiert werden sollten.

Glas oder glaslos

Neben Bilderhaltern, bei denen das Foto hinter eine Glasplatte gelegt wird, gibt es auch Modelle ohne Glas. Hier wird das Foto entweder direkt unter dem Rahmen eingeklemmt. Oder unter einem Passepartout, das dann wiederum unter dem Rahmen eingeklemmt ist. Nachteil dieser Halter ist, dass der Print ungeschützt allen schädlichen Umwelteinflüssen wie UV-Strahlung und Luftfeuchtigkeit ausgesetzt ist und sich dadurch die Lebensdauer des Fotos verringert. Ein Vorteil glasloser Halter ist, dass sie keinerlei Spiegelungen zeigen und der Betrachter den Druck selbst sieht. Manche Aussteller aber lieben gerade diese Spiegelungen und beziehen sie bewusst in ihre Präsentation ein.

Falls Sie Ihre Werke durch Rahmung hinter Glas schützen wollen, aber kein Freund von Spiegelungen sind, kann eine Verglasung mit einem Antireflexglas helfen, unerwünschte Spiegelungen zu reduzieren.

Nicht nur die Art und der Stil des Bilderhalters beeinflussen die Wirkung, sondern auch seine Größe und das Seitenverhältnis. Über das Größenverhältnis von Bild zu Bilderhalter nimmt der Präsentierende häufig schon eine Interpretation oder Gewichtung eines Fotos vor. Ein kleiner Druck in einem großen Rahmen beispielsweise fordert den Betrachter auf, heranzutreten und sich das Ganze aus der Nähe zu betrachten.

Passepartout

Egal ob Sie einen Bilderhalter mit oder ohne Glas verwenden: Wenn das Foto kleiner als der Halter ist, empfiehlt sich eigentlich immer der Einsatz eines Passepartouts.

Das Passepartout überdeckt die meist weißen Ränder des Fotopapiers. Passepartouts sind üblicherweise weiß, beige, grau oder schwarz, es sind aber auch andere Farben möglich. Ein hochwertiges Passepartout besteht aus dicker Pappe und die Kanten des Innenausschnitts sind mit einem Schrägschnitt versehen, sodass sich das gerahmte Foto deutlich sichtbar hinter dem Passepartout befindet. So können Sie ganz stilvoll Ihre Fotos präsentieren.

Fotopräsentation
Fotos präsentieren mit Passepartout

Aufhängung

Wollen Sie mehrere Fotos präsentieren, meist zusammen an einer Wand aufgehängt, spielt die Art der Hängung eine wichtige Rolle. Die einzelnen Werke wirken aufeinander, lenken den Blick von einem auf ein anderes – oder aber lenken möglicherweise auch gegenseitig voneinander ab. Hier ist einerseits der Abstand der Werke voneinander entscheidend, andererseits auch ihre Anordnung sowie die Grössenverhältnisse. Daher muss man beim Präsentieren auch auf Anordnung und Reihenfolge achten.

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Bilder können geradlinig über- oder nebeneinander oder auch auf einer Diagonalen angeordnet werden. Dies ist beispielsweise sinnvoll, wenn mehrere Drucke einen inhaltlichen Zusammenhang bilden und eine Geschichte erzählen, Stichwort Storytelling. Die Anordnung leitet den Blick des Betrachters. Durch unsere Leserichtung sind wir es gewohnt, den Blick von oben nach unten und von links nach rechts wandern zu lassen. Diese Blickrichtung sollte auch bei der Anordnung zusammengehöriger Bilder bei der Präsentation berücksichtigt werden.

Aber auch die Anordnung beim Zeigen der besten Bilder ist wichtig. Bei einer nicht linearen Anordnung, beispielsweise wenn mehrere Drucke mehr oder weniger chaotisch auf einer Wand verteilt sind, fällt es dem Betrachter schwer, sich für eine Reihenfolge zu entscheiden.

Sein Blick springt häufig zuerst zwischen den einzelnen Drucken hin und her, bis er sich dann für einen entscheidet, den er genauer betrachten will. Diese Entscheidung wird natürlich nicht nur vom Inhalt beeinflusst, sondern auch von seiner Größe der Auffälligkeit des Rahmens. All dies beeinflusst die erste unterbewusste Wahrnehmung und kann bei einer Fotografie Ausstellung natürlich auch gezielt eingesetzt werden.

Fotos präsentieren in Ausstellung
Fotos präsentieren, hier mit dunklen Rahmen auf einer Ausstellung

Beleuchtung

Ein weiterer wichtiger Aspekt bei einer Fotografie-Ausstellung ist die Beleuchtung. Optimal ist eine Bildbeleuchtung schräg von oben, denn dies entspricht der Beleuchtungsrichtung, die wir vom Licht im Freien gewohnt sind, und wird deshalb als natürlich empfunden.

Um die Aufmerksamkeit auf die einzelnen Bilder und nicht auf die gesamte Wand zu lenken, sollten die Bilder mit einzelnen Spots angestrahlt werden. Dazu bieten sich Lichtschienensysteme an, die entweder an der Decke oder an der Wand oberhalb der Bilder montiert sind. Bei Wandmontage müssen die Leuchten eine längere Ausladung haben, sodass das Licht von schräg oben und von vorne auf die Bilder fällt. Eine andere Möglichkeit, insbesondere wenn nur einige wenige Bilder beleuchtet werden sollen, sind spezielle Bilderleuchten, die direkt auf der Oberkante des Bilderhalters montiert werden.

Achten Sie bei der Einrichtung einer Bildbeleuchtung unbedingt darauf, dass der Betrachter nicht durch die Lichtquelle geblendet wird. Einfache Halogenlampen beispielsweise, die lediglich aus dem eigentlichen Leuchtmittel bestehen, strahlen auch nach hinten so viel Licht ab, dass eine Blendung erfolgt. Das ist natürlich nicht der Sinn beim Präsentieren.

Digitale Ausstellung von Fotografie

Neben der klassischen Ausstellung von Fotoabzügen oder Fotodrucken und der Diaprojektion findet heute immer mehr auch eine digitale (online) Bildpräsentation vom Computer aus Anklang. Sie kann entweder auf einem großen Computermonitor bzw. Fernseher angezeigt werden. Oder wie eine digitale Diashow über einen Beamer auf eine Leinwand projiziert werden. Oder online.

Im Gegensatz zur Diaprojektion ist eine digitale Bildprojektion mit einem hochwertigen Beamer auch im nicht abgedunkelten Raum möglich. Sie kann deshalb beispielsweise auch eine Ergänzung zur klassischen Fotoausstellung sein. Hierbei gilt: Weniger ist mehr! Weniger Bilder zu erstellen hält einen Vortrag lebendig und wird die Zuschauer nicht so schell ermüden lassen.
Bei Anbringen von Text achte auf schöne Typografie beim Erstellen der Bildunterschriften und des Titelbildes. Das gilt insbesondere für eine professionelle digitale Diashow.

Eine digitale Diashow einfach online erstellen

Viele Programme wie Lightroom machen das Erstellen einer digitalen Diashow einfach. Man wählt die Fotos aus, gibt dem ganzen einen Rahmen und schon wird die Diashow automatisch generiert.

Bei der digitalen Ausstellung ist die korrekte Farbwiedergabe ein besonders wichtiger und schwieriger Aspekt. Fürs Zeigen von Fotos, bei der es ja besonders auf Farben ankommt (auch bei schwarzweiß!), müssen die Ausgabegeräte – also der Monitor oder der Beamer – unbedingt kalibriert sein.

Die Wiedergabequalität selbst hängt von der Auflösung ab. Bei zu geringer Auflösung gehen Details verloren oder es werden möglicherweise sogar einzelne Pixel sichtbar. All dies heißt, dass sich nur hochwertige Beamer für eine Präsentation von Fotos eignen. Die freundliche Leihgabe eines Office-Beamers sollte selbstbewusst abgelehnt werden. Da ist es besser, ganz auf eine digitale Präsentation zu verzichten -denn Sie würden ja auch keine schlechten Fotoabzüge rahmen und aufhängen!

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