Samyang AF 135mm 1.8 FE für Sony E im Test

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Die klassische 135-mm-Brennweite ist vielseitiger, als du vielleicht denkst; vor allem in Kombination mit einer schnellen maximalen Blende und nützlichen Funktionen. Das neue AF-Modell von Samyang für den Sony FE-Anschluss bietet eine hervorragende Leistung. Wir haben das Samyang AF 135mm 1.8 FE im Test.

Klassische Brennweiten sind im Kommen

Zusammen mit 35mm und 50mm ist 13 mm eine der klassischen Festbrennweiten. Bevor Zooms populär wurden, durfte dieses Trio in keiner Fototasche fehlen. Nachdem ich meine erste 35mm Spiegelreflex bekommenn hatte, die natürlich mit dem 50mm Standardobjektiv ausgestattet war, kaufte ich als Nächstes ein 135 mm Tele. Das war alles, was ich mir damals an Teleobjektiven leisten konnte, aber es war auch ein großartiges Allround-Objektiv.

Samyang AF 135mm 1.8 FE
Samyang AF 135mm 1.8 FE für Sony E – Autofokus Vollformat & APS-C Teleobjektiv, lichtstarke Festbrennweite für Sony Kamera mit E Mount

Jetzt ist das 135mm Objektiv wieder in Mode gekommen und viele Fotografen entdecken, wie vielseitig diese kurze Telebrennweite wirklich ist.

Günstige Festbrennweiten für Porträts

Samyang hat natürlich schon seit einiger Zeit ein 135mm mit manuellem Fokus im Programm. Aber jetzt hat Samyang ein Autofokus-Objektiv für Sony FE Vollformat entwickelt. Das neue AF Objektiv ist geringfügig lichtstärker als das MF-Modell – f/1,8 gegenüber f/2,0.

Samyang AF 135mm 1.8 FE Design

Es ist ein völlig neues Design, das die Vorteile der spiegellosen Kameras nutzt. Das f/2.0 Objektiv stammt aus der DSLR-Ära und ist in einer großen Auswahl an Fassungen erhältlich, aber die neuen Fassungen der spiegellosen Ära machen es unabhängigen Herstellern schwerer, die volle Funktionalität zu bieten – nicht nur den Autofokus, sondern auch Dinge wie die Korrektur von Aberrationen in der Kamera. Kein anderer Hersteller ist dabei so entgegenkommend wie Sony. Deshalb ist der FE-Anschluss so FE-Mount so gut versorgt ist von den Unabhängigen.

Das bedeutet auch, dass es jede Menge Konkurrenz gibt. Das Samyang AF 135mm f/1.8 FE tritt gegen das 135mm f/1.8 DG HSM von Sigma Art, Sonys eigenem 135mm f/1.8 G Master und das Zeiss Batis 135mm f/2.8 an. Letztes ist zwar etwas langsamer, dafür hat es aber einen optischen Bildstabilisator. Und schließlich ist es ein Zeiss-Objektiv. Aber Samyang hat bereits bewiesen, dass es sich nicht scheut, in der großen Liga mitzuspielen. Und in der Tat haben sich die Präzision und die optische Leistung aller Autofokus-Objektive, die Samyang kürzlich für den FE-Anschluss herausgebracht hat, deutlich verbessert. Das spiegelt sich auch in den Preisen wider. Diese Objektive sind definitiv keine Schnäppchen mehr, aber das Preis-Leistungs-Verhältnis ist nach wie vor eines der wichtigsten Verkaufsargumente von Samyang.

Samyang AF 135mm 1.8 FE im Test

Das erste, was mir beim Test des Samyang AF 135mm f/1.8 FE auffällt, ist die Frage: Warum ist der Karton so dick? Du wirst schnell herausfinden, dass es daran liegt, dass das Objektiv mit einem maximalen Durchmesser von 93,4 mm beeindruckend groß ist. Das bedeutet, dass das Filtergewinde 82 mm groß ist. Wir sagen dir das, weil du die riesige Fläche des vorderen Elements schützen willst, die sonst erschreckend freiliegend aussieht. Eine Streulichtblende wird zwar mitgeliefert, aber es ist wirklich ratsam, in etwas Effektiveres zu investieren.

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Mit einer Länge von knapp 130 mm ist das Samyang AF 135mm 1.8 FE das längste unter den Konkurrenten – wenn auch nur um drei Millimeter im Falle des Sony 135mm f/1.8 GM. Aber mit 772 Gramm ist es nicht besonders schwer. Trotzdem wirkt es ein etwas unbeholfen auf den eher zierlichen Sony Alpha-Gehäusen. Es ist etwas klobig. Dennoch ist die Handhabung bei allen Modellen ziemlich gut ausbalanciert. Das liegt am vergleichsweise geringen Gewicht, das Zeiss Batis Modell ist sogar noch leichter.

Es gibt einen riesigen Fokussierring, der zwar elektronisch ist, sich aber steif genug anfühlt, um mechanisch zu sein. Wenn du das Objektiv mit Autofokus verwendest, kannst du den Fokussierring auf manuelle Blendenwahl mit nahtloser Anpassung umgestellen. Das ermöglicht sanftere Übergänge bei Videos. Das Umschalten zwischen diesen Funktionen erfolgt über einen Wählschalter, der mit „M1“ und „M2“ gekennzeichnet ist. Dies ist Samyangs Antwort auf den Kontrollring bei Canon RF- und Nikkor Z-Objektiven. Im Test mmachte das keine Probleme.
Das Unternehmen sagt, dass mit zukünftigen Firmware Upgrades weitere Optionen hinzukommen werden.

Eine Fokushaltetaste ist ebenfalls vorhanden und kann, wie bei den Objektiven von Sony. Sie lässt sich mit einer Reihe von Funktionen belegen. Dabei sind Eye AF und mehr. Diese lassen sich in der Kamera über das Menü zuweisen. Außerdem lässt sich mit dieser Taste wie beim 24mm f/1.8 FE von Samyang ein „Astra Focus“-Modus aufrufen.

JETZT, WO DAS KLASSISCHE 135MM EIN COMEBACK FEIERT, ENTDECKEN VIELE FOTOGRAFEN, WIE VIELSEITIG DIESE KURZE TELEBRENNWEITE WIRKLICH IST.

Das 135mm ist für die Astrofotografie genauso gut geeignet wie das 24mm Weitwinkel. Aber wenn du einen engeren Blickwinkel haben willst, musst du trotzdem genau auf Unendlich fokussieren, was eine Herausforderung sein kann. Im Astro Modus stellt das Objektiv den Fokus automatisch auf die die werkseitig eingestellte Unendlichkeit- Position.

Eine kleine LED im Objektivtubus in der Nähe der Fassung leuchtet dabei rot und wechselt dann auf grün, wenn der Vorgang abgeschlossen ist. Wenn du anschließend eine manuelle Einstellung vornimmst, leuchtet die LED wieder wieder rot, um anzuzeigen, dass du den Fokus verändert hast. Wenn du die Taste zum Halten der Schärfe drückst, wird die Unendlich- Position wieder hergestellt und die LED-Anzeige wechselt wieder auf grün.

Samyang AF 135mm 1.8 FE

Der letzte Regler am Objektivtubus ist ein Fokusbegrenzer mit drei Einstellungen. Voll, 69 Zentimeter bis zwei Meter und 1,5 Meter bis unendlich. Wenn du nur in einem der kürzeren Entfernungsbereiche arbeitest, sorgt der Begrenzer dafür, dass der AF schneller auf den Punkt kommt. Allerdings gibt es keinen AF/MF-Schalter, du musst das also an der Kamera einstellen.

Optische Konstruktion

Der Tubus besteht aus Polycarbonat, was das vergleichsweise geringe Gewicht erklärt. Alles ist vollständig wetterfest abgedichtet, um Staub und Feuchte fernzuhalten.

Die optische Konstruktion umfasst 13 Elemente in 11 Gruppen, von denen sechs spezielle Typen sind, um verschiedene optische Aberrationen zu korrigieren. Die Reihe der Linsen beginnt mit einem asphärischen Element, aber das ist kein gewöhnliches asphärisches Element. Samyang nennt es „U-ASP“, was für „Ultra Precision Aspherical“ steht. Eine Anspielung darauf, dass es doppelseitig ist. Dieses Element hat man entwickelt, um die Gleichmäßigkeit der Schärfe von Mitte zu Ecke zu optimieren.

Dann gibt es noch Elemente mit extra niedriger Dispersion (ED), kombiniert mit zwei mit einem hohen Brechungsindex (HR), um chromatische Aberrationen und auch Koma zu korrigieren. Denn Koma führt dazu, dass Lichtpunkte zu den Rändern des Bildes hin zunehmend verschmieren. Das heißt, dass sie ovaler dargestellt werden, was besonders bei Sternen auffällt.

Die Ultra-Multi-Vergütung (UMC) von Samyang reduziert interne Reflexionen. Sie trägt so zur Minimierung von Geisterbildern und Streulicht bei. Die Blende hat 11 Lamellen, die für tolle Unschärfeeffekte sorgen, auch bekannt als Bokeh. Die Einstellung des Autofokus erfolgt intern über einen linearen Schrittmotor (STM), der eine präzise Steuerung ermöglicht und zudem sehr sanft und leise ist. Diese Eigenschaften sind bei Videos natürlich sehr wichtig. Im Test haben wir keine Videos gemacht.

Laut Samyang minimiert das optische Design des 135 mm auch das Focus Breathing.

Focus breathing führt dazu, dass sich der Vergrößerungsfaktor über den gesamten Fokusbereich hinweg ändert. Und obwohl es nur eine winzige Abweichung ist, macht sie sich bei Videoaufnahmen bemerkbar.

Der Anschluss des 135 mm-Objektivs verfügt über alle 12 Kontakte, die für den Anschluss an die Sony Alpha Kameras nötig sind. Das bedeutet, dass das Objektiv AF Funktionen wie die Augen- und Gesichtserkennung unterstützt.

Das AF 135mm f/1.8 von Samyang ist, wie man angesichts der Größe der maximalen Blende erwartet, ziemlich imposant. Aber es ist nicht besonders schwer und lässt sich daher gut aus der Hand verwenden.

Samyang AF 135mm 1.8 FE

Die Mindestfokussierentfernung von 69 cm ergibt einen maximalen Vergrößerungsfaktor von 1:4,1. Also nur etwas mehr als ein Viertel der Lebensgröße. Es ist definitiv kein ein Makroobjektiv. Jedoch sind die Nahaufnahmefähigkeiten recht nützlich für den Vordergrund oder für Objekte, die die größer als Insekten sind. Das Samyang AF 135mm ist definitiv sehr gut für Menschen und Porträts geeignet.

Leistungsstarke Objektive sind eine Spezialität von Samyang, und das 135-mm-Objektiv macht im Test eine gute Figur. Selbst bei einer Offenblende von f/1,8 ist die Schärfe über den gesamten Bildausschnitt außergewöhnlich gut, wobei die Ecken schön scharf bleiben. Das gilt fast für den gesamten Blendenbereich. Außer bei f/22, wo die Beugung zu einem allgemeinen Rückgang der Schärfe führt, obwohl sie immer noch gut ist.

Leistung

Die Blende mit 11 Lamellen und das optische Design sorgen im Test für einen wunderbar sanften und progressiven Übergang von der Schärfe zur Unschärfe. Und letztere ist cremig weich, was insbesondere bei Porträts sehr gut kommt. Während 85mm oder 90mm traditionell als Porträtbrennweite gelten, funktioniert 135 mm genauso gut.

Die Vignettierung ist bei f/1,8 recht auffällig, wird aber bei f/2,8 praktisch eliminiert.

Es gibt im Test keine nennenswerten Verzerrungen – keine tonnenförmige Verkrümmung und nur ein leichter Hauch von kissenförmiger Verzeichnung. Man sieht es aber nur, wenn man sich die Ränder des Bildes ganz genau ansieht. Auch chromatische Aberrationen in Längs- und Querrichtung sind nicht vorhanden. Optisch ist dieses Objektiv also wirklich sehr gut korrigiert und du wirst die Korrekturen in der Kamera wahrscheinlich nur für die Vignettierung benötigen.

Die AF-Leistung mit der Sony Alpha 7 III, die wir für diesen Test verwendet haben, war schnell und leise. Sowohl der Autofokus mit Augenerkennung als auch die Motivverfolgung erwiesen sich als genau und zuverlässig. Der AF-Antrieb des Objektivs hatte keine Probleme, mit der maximalen Geschwindigkeit der A7 III von 10 Bildern pro Sekunde mitzuhalten. Und auch die 20 Bilder pro Sekunde der A9 II kann ee bewältigen. Das kleine Tele fokussiert sehr flüssig.

Fazit

Am Samyang AF 135mm 1.8 FE Objektiv gibt es nur wenig zu bemängeln, abgesehen von dem fehlenden AF/MF-Schalter. Von den vier 135mm Objektiven mit Autofokus, die derzeit für den FE-Anschluss erhältlich sind, verfügt jedoch nur das 135mm f/1,8 GM Modell von Sony über diese Funktion.

Wie wir es vor dem Test erwartet haben, ist die Verarbeitung des Samyang Objektivs wieder hervorragend. Aber das 135mm ist in Bezug auf seine optische Leistung wirklich herausragend. Die Schärfe, der Kontrast, das Bokeh und die Korrektur der optischen Aberrationen machen dieses Objektiv zu einem nahezu makellosen Objektiv, abgesehen von der Vignettierung bei f/1,8.

Hier ist also ein top Beispiel für die Leistung, die mit einem von Grund auf für spiegellose Kameras entwickelten Objektiv möglich ist.
Und das zu einem vernünftigen Preis von 853,27 €. Unser einziger Kritikpunkt ist, dass nur Sony Alpha-Benutzer in den Genuss dieses Objektivs kommen – die Glücklichen.

  • Verarbeitungsqualität
  • Hervorragende optische Leistung
  • tolles Bokeh dank 11 Lamellen
  • gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • leichte Vignettierung bei Offenblende 1,8

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Samyang AF 135mm F1.8 FE für Sony E – Autofokus Vollformat & APS-C Teleobjektiv, lichtstarke Festbrennweite für Sony Kamera mit E Mount, Alu Gehäuse Wetterschutz, für Sony A9 A7 A1 Alpha 6000 Serie
Die aufwendige Konstruktion dieses Autofokus 135mm F1.8 Teleobjektiv für Sony E-Mount Vollformat und APSC Kameras sorgt stets für erstklassige Schärfe und Bildqualität. Die lichtstarke F1.8 Offenblende und 11 Blendenlamellen erschaffen ein beeindruckendes Bokeh.

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