Wechselobjektive: Worauf Du beim Kauf achten musst

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Wie findest Du die richtigen Wechselobjektive für Deine Systemkamera? Zoom oder Festbrennweite? Welche Unterschiede gibt es? Unser Vergleich hier:

Was sind Wechselobjektive?

Wechselobjektive sind laut Wikipedia „solche Objektive, die … an einem Kameragehäuse befestigt werden können.“ Nicht sehr vielsagend, aber wahr. Das ist natürlich richtig, aber der wesentliche Vorteil einer Systemkamera gegenüber Kompakten und Fotohandys liegt im Namen: Sie sind wechselbar. Denn so trivial das klingt, so wichtig ist es auch:

Wechselbjektive als Festbrennweite oder Zoom

Denn hättest Du immer das gleiche Objektiv auf der Kamera, hättest Du immer den gleichen Bildausschnitt. Damit leider auch immer die gleiche Perspektive, die gleiche Wirkung, die gleiche Lichtstärke und die gleiche Langeweile beim Fotografieren. Wer möchte das schon?

Erst durch Wechselobjektive kommt Salz in die Suppe einer (System-) kamera!

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Ansehen

Arten

Dabei lassen sich Objektive erst einmal in ihrer Art der Scharfstellung unterscheiden, sowie in Bezug auf ihre Bauweise. Außerdem gibt es Wechselobjektive nicht nur vom Hersteller der Kamera, sondern auch von Fremdherstellern.

Diese haben sich auf den reinen Bau von Objektiven spezialisiert – dazu später.

Zoom Objektiv
Nikon Zoom Objektiv

Manuell oder Autofokus

Vorausgesetzt, dass das Objektiv in den letzten 20 Jahren gebaut wurde und für die gängigen Anschlüsse für Nikon, Canon oder Fuji und Sony gebaut wurde, hat es in der Regel eine automatische Scharfstellung mittels Autofokus (AF). Hierbei wird vor der Aufnahme der Auslöser halb herunter gedrückt und so der AF ausgelöst. Wichtig hierbei ist, dass die Markierung im Sucher auf dem scharf zu stellenden Objekt liegt. Alles andere geht dann automatisch.
Wechselobjektive mit Autofokus erkennt man oft an der Bezeichnung AF oder AF-S.

Jedoch gibt es ältere sowie Spezialobjektive, die Du manuell scharfstellen musst (MF). Auch sehr teure Studioobjektive haben manuelle Scharfstellung. Das liegt daran, dass manche Hersteller alle Forschung auf perfekte Glasqualität legen, statt auf schnelle Motoren im Objektiv. Außerdem ist ein Autofokus im Studio nicht so wichtig, da der Abstand meist gleich bleibt.

Zoom oder Festbrennweite

Festbrennweiten bieten nur eine einzige, nicht veränderliche Brennweite und damit auch einen immer gleichen Bildausschnitt. Dieser Ausschnitt kann also nur durch Verändern des Standpunktes verändert werden. Möchte man also unterschiedliche Ausschnitte verwenden, benötigt man mehrere einzelne Festbrennweiten. Das bedeutet allerdings einerseits mehr Kosten, andererseits auch mehr Schleppen. Jedoch haben diese in der Regel eine höhere Lichtstärke und etwas höhere Bildqualität als Zooms.

Nikon Nikkor Zoom 70-200mm Wechselobjektive
Typisches Telezoom: Nikon 70-200mm 2.8
Zoomfaktor ist 200/70=2,85
Preis: 2.018,86 €

Zoomobjektive oder „Zooms“ sind dagegen Wechselobjektive mit veränderlicher Brennweite. Hier kann der Fotograf den Bildausschnitt also durch Drehen oder Schieben am Objektiv leicht verändern. Dabei bleibt der Standort gleich. Ebenso entfällt ein häufiger Objektivwechsel.

Übrigens: Zoomobjektive werden unter anderem durch ihren Zoomfaktor charakterisiert. Sie erlauben beispielsweise die Überbrückung eines Bereiches von 28 bis 200 mm, also vom Weitwinkel- bis hinein in den Telebereich. Ganz ohne Wechsel des Objektivs! Dadurch schleppst Du als Fotograf weniger Ausrüstung und Gewicht mit Dir herum. Außerdem hast Du geringere Kosten.
Dagegen müssen bei Zooms jedoch oft Abstriche in Bezug auf die Lichtstärke und die Bildqualität gegenüber Festbrennweiten in Kauf genommen werden.

Tipp

Tipp: Für Hobbyfotografen, die weder im Studio arbeiten noch das letzte Tüpfelchen Lichtstärke brauchen, sind Zoomobjektive eine sehr gute Wahl. Der Zoomfaktor sollte jedoch nicht mehr als 5x betragen! Ansonsten handelt es sich um Megazooms oder Immer-drauf-Objektive, die meist ein sehr schlechter Kompromiss sind.
Aber genau das ist ja nicht der Sinn der Wechselobjektive!

Die drei besten Nikon Standard- Zoomobjektive

Lichtstärke entscheidet über den Preis

Je lichtstärker ein Objektiv ist, desto schwerer ist es zu bauen.

SIGMA 35mm F1.2 DG DN
SIGMA 35mm F1.2 DG DN

Nachdem man diese Grundregel verstanden hat, ist klar, warum die lichtstarken Objektive mit Stärken von 1.2 oder 1.4 immer Festbrennweiten sind. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass alle Objektive bis zu einer Lichtstärke von 2.8 noch lichtstark genug sind, um den Bildhintergrund in Unschärfe aufzulösen. Daher sind Zooms mit 2.8 meist recht teuer und Profis vorbehalten.

Es muss nicht immer das Original sein

Zum Glück muss man jedoch nicht immer zum Original greifen. Denn es gibt inzwischen eine Riesenauswahl von Fremdherstellern wie Sigma, die ebenfalls hochwertige Objektive für jeden Anschluss bauen.
Hierdurch lässt sich eine Menge Geld sparen, da die Fremdhersteller bei praktisch gleicher Qualität die Objektive sehr viel günstiger anbieten.

Beispiel „gleicher“ Wechselobjektive

Am Beispiel eines 105mm mit Lichtstärke 1.4 vergleichen wir den aktuellen Preis dieser beiden Objektive. Einmal Nikon Original und einmal Sigma.
Beide Objektive haben übrigens den gleichen Einsatzzweck, gleiche Brennweite sowie Lichtstärke:

Vorschau Produkt Bewertung Preis
Nikon AF-S Nikkor 105 mm 1:1,4E ED Kamera-Objektive schwarz Nikon AF-S Nikkor 105 mm 1:1,4E ED Kamera-Objektive schwarz Aktuell keine Bewertungen
Sigma 105mm F1,4 DG HSM Art Objektiv für Nikon F Objektivbajonett Sigma 105mm F1,4 DG HSM Art Objektiv für Nikon F Objektivbajonett Aktuell keine Bewertungen 1.398,00 € 1.349,00 €

Hier ließe sich durch Wahl des Sigma Objektives eine Menge Geld sparen.
Ob das Original von Nikon oder das Sigma-Pendant am Ende besser ist, lässt sich oft nur experimentell in Tests belegen.

Fazit

Letztendlich entscheiden Deine Wünsche als Fotograf darüber, welchem Wechselobjektiv und Hersteller Du den Vorzug gibst. Für den Anfänger reichen auf jeden Fall Zooms eines Fremdherstellers. Wenn Du Dich dann später beispielsweise auf Portraitfotografie spezialisieren solltest, kommt ein lichtstarkes Porträtobjektiv (85mm, 105mm) in Betracht. Für Sport, Zoo– und Actionfotografen muss es ein lichtstarkes Tele mit mindestens 300mm Brennweite sein.
Die drei besten Nikon Telezooms
Daher lässt sich eine pauschale Empfehlung nicht geben!

Das Buch zum Thema Wechselobjektive

Alles rund um die Welt der Objektive erfährst Du im nachfolgenden Buch, welches ich sehr empfehlen kann. So vermeidest Du einen Fehlkauf bei Objektiven:

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