Welche Objektive für Deine Kamera sollst Du kaufen? Die Auswahl ist groß. Unsere Kaufberatung hilft, das richtige Objektiv für Deine DSLR zu finden.

Festbrennweite oder Zoom?

Ein Festbrennweiten -Objektiv für eine DSLR hat eine feste Brennweite. Ein Zoomobjektiv dagegen ermöglicht es, den Bildausschnitt zu vergrößern oder zu verkleinern. Das heißt, die Brennweite ist variabel.

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Vier lichtstarke Objektive für den Bereich von 28mm bis 100mm…
…das geht auch in einem einzigen Objektiv, wenn man auf Lichtstärke verzichtet

Dies macht das Zoomobjektiv universeller, da so ein Zoomobjektiv zwei oder drei Hauptobjektive ersetzen kann. Natürlich gibt es immer einen Kompromiss, und in diesem Fall haben die Festbrennweiten eine etwas bessere Bildqualität und Lichtstärke.

Allerdings sind moderne Zoomobjektive für die meisten Zwecke mit Sicherheit gut genug und für die meisten Fotografen eine gute Wahl. Gerade Journalisten und Pressefotografen haben nur Zoomobjektive in ihrer Sammlung. Damit ist man sehr flexibel und muss weniger oft das Objektiv wechseln. Lies auch den den genauen Vergleich von Festbrennweiten und Zooms.

Die Brennweite

Nikon 2.8/ 70-200mm Telezoom für 2.076,08 €

Die Brennweite bestimmt den Blickwinkel des Objektivs. Bei einem Weitwinkelobjektiv wird ein größerer Teil der Szene so dargestellt, als wärst Du weiter vom Motiv entfernt. Bei einem Teleobjektiv dagegen wird ein kleinerer Bereich ausgewählt, und Du bist optisch näher am Motiv, als Du wirklich bist.

Die Brennweite, die dem entspricht, was wir normalerweise sehen, wird als „Standardobjektiv“ bezeichnet.

Die genaue Brennweite dieses “Standard” Objektivs hängt von der Größe des verwendeten Sensors oder Films ab. Bei den alten 35-mm- Analogkameras war das einfach. Ein Normalobjektiv hatte 50 mm.
Aber da die meisten Amateur- und Prosumer- Kameras einen APS-C Sensor verwenden, der kleiner ist, hat das Standardobjektiv dort eine Brennweite von ca. 35 mm. Wenn Du also einen Sensor der Größe APS-C hast, ist jedes Objektiv mit einer Brennweite unter 35 mm ein Weitwinkelobjektiv und jedes Objektiv darüber ist ein Tele.

Welche Brennweiten brauchst Du?

Normalerweise wird die Kamera mit einem 18-55-mm Objektiv verkauft, das als Standardzoom oder Universalzoom bezeichnet wird. Ein mittlerer Zoombereich ist zunächst wichtig ud daher das universellste Objektiv, das Du jemals für die allgemeine Fotografie gekauft haben wirst.
Ich finde, es ist das Objektiv, das ich für 80 bis 90% aller meiner Aufnahmen verwende.

Teleobjektiv

Teleobjektiv
Manchmal reicht selbst ein Teleobjektiv nicht aus, um formatfüllend abzubilden

Es gibt jedoch Situationen, in denen Du dem Motiv einfach nicht nahe genug kommen kannst. Dann schlägt die Stunde des Teleobjektivs. Wenn Du auch hier universell unterwegs sein willst, benötigst Du ein Telezoom, um Dich der Aktion näher zu bringen. Diese gibt es in allen Größen, aber ich würde raten, für etwas um 55-200mm (APS-C) bzw. 70-200mm (Vollformat) zu gehen.

Weitwinkel-Landschaft
Weitwinkel-Landschaft

Ein 70-200mm Zoom bringt die meisten Motive schön nahe heran. Dabei sollte der Zoomfaktor nicht über 2,5 liegen. Den Zoomfaktor erhöltst Du, indem Du den oberen Wert durch den unteren Wert teilst. Ein 50-300mm Objektiv hat somit Faktor 6 und ist nicht zu empfehlen, da große Kompromisse bei der Bildschärfe gemacht werden.

Weitwinkel

Nikon D850 mit Nikkor 14-24mm
Nikon D850 mit Nikkor 14-24mm

Es gibt auch Situationen, in denen Du Dich auf engstem Raum befindest und einen größeren Winkel benötigst. Ein Standardzoom bietet dazu nicht den nötigen Weitwinkel.
Dann benötigst Du ein Weitwinkelobjektiv. Auch Weitwinkelobjektive gibt es als Zooms. Ich habe ein 14-24mm Weitwinkelzoom in meiner Tasche. Jedoch muss ich auf die Verzerrung achten. Insbesondere an den Bildrändern kann diese bei vollem Weitwinkel furchtbar sein.
Natürlich ist es nicht so universell einsetzbar wie ein Normalzoom. Wofür es sehr gut ist, ist für das Fotografieren von Innenräumen oder Immobilien. Es lässt die Räume sehr groß aussehen.
Auch für Landschaftsfotografie ist ein Weitwinkel wichtig.

Lichtstärke

AF-S Nikkor 180-400 mm 1:4E TC1,4 FL ED VR
AF-S Nikkor 180-400 mm 1:4E TC1,4 FL ED VR
Ideal für Sport und Vogelfotografie, aber sehr teuer

Wenn Sie sich die technischen Daten eines Objektivs nach der Brennweite ansehen, sehen Sie eine Zahl wie f4 oder f2.8. Dies ist die maximale Blende des Objektivs und ist sehr wichtig. Bei einem Zoomobjektiv kann es eine Reihe von Blenden geben, z. B. f4 – f5.6. Dies liegt daran, dass bei einigen Zooms, insbesondere bei den billigeren, die maximale Blende bei verschiedenen Brennweiten unterschiedlich ist. Zooms mit durchgehender Lichtstärke sind teure Profigeräte, wie das hier abgebildete 180-400 mm 1:4E TC1,4 FL ED VR mit eingebautem Konverter. Was TC und eD und VR bedeuten, lesen Sie hier.

Je größer die maximale Blende des Objektivs ist, d.h. je kleiner die Blendenzahl ist, desto teurer ist grundsätzlich das Objektiv. Dies liegt daran, dass die Linse viel präziseres geschliffenes Glas benötigt und schwieriger herzustellen ist.

Profiobjektive haben Lichtstärke von 1.4 und stärker

Der Vorteil einer größeren maximalen Blende für den Fotografen besteht darin, dass das Objektiv mehr Licht einlässt, wenn die Blende vollständig geöffnet ist. Auf diese Weise können Sie Bilder in anspruchsvolleren Situationen, bei schlechten Lichtverhältnissen oder bei Verwendung kürzerer Verschlusszeiten aufnehmen . Ebenso wichtig ist, dass Sie durch die große maximale Blende die Schärfentiefe begrenzen und den Hintergrund Ihres Fotos unscharf stellen können. All das erfahren Sie in anderen Ratgebern.
Wenn Du Dir also eine Preisliste mit Objektiven ansiehst, wirst Du feststellen, dass ein 70-200 mm f2.8 Objektiv erheblich teurer ist als ein 70-200 mm f4 Objektiv. Doch es gibt einen guten Grund dafür und einen guten Grund für Dich, das teurere zu kaufen, wenn es das Budget erlaubt.

Preisvergleich eines 70-200mm bei verschiedener Lichtstärke

Sensorformat

Eine Sache, die etwas verwirrend sein kann, ist das Problem der Sensorgröße bzw dem Phänomen der Brennweitenverlängerung. Es wird auch Cropfaktor genannt.
In den alten Filmtagen waren alle SLR Kameras 35 mm groß, das heißt, die Bildgröße betrug 24×36 mm. Alle Objektive wurden so hergestellt, dass sie diesen Bereich abdecken.

Die großen oder „Full Size“ -Sensoren von Digitalkameras sind immer noch so groß.
Die APS-C-Kameras, zu denen die meisten Amateurkameras gehören sind kleiner. So können die speziell für die kleineren Kameras gefertigten Objektive auch kleiner und damit günstiger sein. Das Problem ist, dass alle hochwertigen Objektive so hergestellt sind, dass sie die Vollbildsensoren abdecken, sodass der Preisunterschied noch größer ist als sonst. Im Gegensatz zu Kameragehäusen hält ein gutes Objektiv jedoch ein Leben lang.
Wenn Du Dir also eine Vollbildkamera zulegen möchtest, sollten Du Dir ein Objektiv zulegen, das das Format abdeckt.

Bildstabilisator

Was Sportfotografen und ambitionierte Amateure Objektiven haben möchten, ist ein Bildstabilisator. Der wirkt Verwacklungen entgegen und ist besonders bei Teleobjektiven gern gesehen. Bei Nikon heißt das VR (vibration reduction) und bei Canon heißt es IS (image stabilizer). ALternativ kann man natürlich auch ständig ein Stativ mit sich herum schleppen.

Welche Objektive kaufen?

Kaufen also möglichst die qualitativ hochwertigsten Objektive, die Du Dir leisten kannst. Versuche außerdem, ein Zoom zu bekommen, der über den gesamten Zoombereich die gleiche Blende aufweist (durchgehende Lichtstärke).

Zudem würde ich mich von den All-in-One Megazooms fernhalten, die Brennweiten von 18 bis 300mm oder ähnlich haben.
Zwar spart man sich Objektivwechsel, aber ein Immer-drauf Objektiv ist nicht der Sinn der Spiegelreflex.

Der Kompromiss für diese Bequemlichkeit ist immer ein Qualitätsverlust und eine kleine Lichtstärke. Da nimmt man daher besser zwei Zooms, um den gleichen Bereich abzudecken.

Auflösungsvermögen

Ein vernünftiges Objektiv sollte ein Leben lang halten, wenn man es gut behandelt.
Bei den heutigen Auflösungen und Pixelmengen mit vielen Millionen Pixeln auf den Sensoren moderner Kameras wird ein entsprechendes Objektiv nötig. Eine Auflösung von 50 Mio Pixel auf dem Sensor nützt folglich nichts, wenn das Objektiv nur 20 Mio Pixel auflöst.
Was hier den Unterschied zwischen einer 08/15 Aufnahme und einer wirklich scharfen Wiedergabe ausmacht, ist ein wirklich gutes Obhejtiv auf der Vorderseite der Kamera.

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Andreas Volz
Gründer von Webdigital und Fotograf seit Jugendzeit. Ich hatte meist Nikon-Kameras. Angefangen mit Nikon F3, F4 und F5 kam ich mit einer D1 ins digitale Fotozeitalter. Es folgten D2H, D3 und D810. DSLR faszinieren mich genau so wie spiegellose Modelle.

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