Auto fotografieren: 11 Tipps für tolle Autofotografie

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Auto fotografieren ganz einfach: Wir geben dir Tipps zum Fotografieren Deines Autos. So kommt Dein Wagen ganz groß raus. Auch vor dem Verkauf Deines Kfz solltest du gute Fotos machen. Lies diese Tipps zur Autofotografie, und wie Du Location und Hintergrund richtig auswählst.

Heute möchte ich Dir einige grundlegende Richtlinien an die Hand geben, damit Du mit der Autofotografie beginnen kannst. Die Fotografie von Autos ist nicht so schwer, wenn man einige Tipps am Anfang beachtet.

Das Schöne daran ist, dass sie überall verfügbar sind. Sie laufen nicht weg, lassen sich geduldig ablichten und meistens sehen sie noch gut aus. Dabei muss es kein Mercedes oder Ferrari sein, den Du fotografierst. Es ist egal, ob es sich um einen Fiat, BMW oder Audi handelt. Wichtig ist, wie Du es beim Fotoshooting fotografierst. Alle Tipps gelten analog für Video.

1 Richte das Fahrzeug für die Autofotografie her

Niemand mag schmutzige Autos. Gerade wenn Du die Bilder für den Verkauf des Wagens planst, solltest Du ihn vorher entweder durch die Waschanlage fahren oder alternativ mit einem Kärcher und Carshampoo behandeln.

Auch den Innenraum solltest Du saugen und säubern, insbesondere bei einem Cabrio.

2 Fotografieren zur richtigen Tageszeit

Autofotografie
Das Bild mit dem Oldtimer strahlt Ruhe und Gemütlichkeit aus.

Auch die richtige Tageszeit ist wichtig, denn ein Auto fotografieren heißt, mit Licht zu malen. Die beste Zeit für Autofotografie ist zur goldenen Stunde, also ein paar Minuten vor Sonnenuntergang oder ein paar Minuten nach Sonnenaufgang. Verwende ein Stativ und sorge für das perfekte weiche goldene Licht auf dem Lack.

Ein Stativ vermeidet Verwacklungen und hilft Dir bei der Bildgestaltung.

Der nächste Schritt ist die Beleuchtung, das wesentliche Element eines jeden Fotoshootings! Abhängig von der Location und dem Timing ist es am besten, natürliches Licht zu nutzen, wenn möglich. Ich empfehle dir, die goldene Stunde zu nutzen, also kurz vor und während des Sonnenaufgangs am Morgen und bis zum Sonnenuntergang am Abend. Auf diese Weise erhältst du einen schönen warmen Lichtschimmer auf deinem Motiv. Vermeide auf jeden Fall grelle Mittagssonne, die Probleme mit Reflexionen verursachen kann.

Du hast auch die Möglichkeit, künstliches Licht zu verwenden, was der eine besser finden mag als der andere. Um die besten Ergebnisse zu erzielen, ist es wichtig, dass du deine Möglichkeiten sorgfältig nutzt. Es gibt nicht notwendigerweise richtige oder falsche Wege, ein Auto zu beleuchten. Mein Rat wäre, die Lichter oder Blitzgeräte nach und nach aufzustellen und die Aspekte oder Winkel des Fahrzeugs hervorzuheben, die du für richtig hältst. Mache dann ein oder zwei Testaufnahmen, um sicherzugehen, dass das Licht genau da ist, wo du es haben willst, und stelle dann eine weitere auf. Auf diese Weise überstrahlst du das Auto nicht und vermeidest, dass sich die Lichtquellen auf bestimmte Bereiche des Fahrzeugs verdoppeln. Benutze deine Augen und nimm dir Zeit. Die Beleuchtung ist eine sehr individuelle Vorliebe und kann je nach Fotograf den persönlichen Stil und die Stimmung der Aufnahme bestimmen.

3 Spiegelungen und Reflexionen

Fotografieren Autos
Achte auf Licht und Reflexe und Schatten schon bei der Aufnahme

Sieh Dir genau an, was sich im Lack spiegelt. Schaue Dich um, dann siehst Du Dir die Oberfläche genau an und achtest darauf, was reflektiert wird.

Ein Auto ist wie ein Spiegel, besonders wenn es gewaschen ist und der Lack reflektiert. Versuche daher, einen offenen Raum hinter Dir zu haben, z. B. ein Feld. Versuche auch, Aufnahmen mit Gebäuden oder Bäumen vor dem Auto zu vermeiden. Schließlich willst Du Designlinien und Formen bei deinem Wagen zeigen. Aber Reflexionen können diese Linien sehr schnell verderben.

Sieh auch sehr darauf, dass Du nicht Deine eigene Reflexion in das Foto einbeziehst. Wenn Du Dein eigenes Spiegelbild nicht vermeiden kannst, ist es am besten, die Kamera auf ein Stativ zu setzen. Dann den Selbstauslöser einstellen oder einen Funkauslöser benutzen und bewege Dich dann selbst aus dem Bild.

Sieh Dir das Bild vom Mustang an: Es spiegelt sich nur der Himmel. Ein Polfilter mindert Reflexe und Spiegelungen.

4 Der richtige Winkel und Perspektive

Audi von unten
Audi von unten, Kamera in Bodennähe

Nachdem du dein Auto an einem tollen Ort aufgestellt und die Beleuchtung ausgewählt hast, ist es an der Zeit, mit dem Fotografieren zu beginnen! Hoffentlich kennst du das Auto jetzt gut, denn es ist wichtig dafür, wie du das Auto porträtieren willst. Gibt es irgendwelche Besonderheiten, die du hervorheben willst? Aus welchem Winkel und welcher Perspektive willst du fotografieren?

Beginne auf jeden Fall mit Aufnahmen aus Augenhöhe. Um deine Aufnahmen hervorzuheben, musst du verschiedene Winkel und Blickwinkel ausnutzen. Ein besonderer Favorit ist es, von knapp über dem Boden zu fotografieren. Das gibt dem Auto einen übermächtigen, bedrohlichen Look. Aber experimentiere und schau, was für dich und dein Auto funktioniert.

Sobald du herausgefunden hast, welche Winkel am besten sind und das Auto so zeigen, wie du es möchtest, versuche das Auto in verschiedene Positionen zu bringen, damit es in der Umgebung gut wirkt. Achte darauf, dass du Ablenkungen hinter dem Auto wie Bäume und Telefonkabel vermeidest. Abhängig von den gewählten Winkeln empfehle ich dir, für Aufnahmen mit dem ganzen Auto ein Stativ zu verwenden, um die Schärfe zu erhöhen. Für ganz spezielle Perpektiven musst du aus der Hand fotografieren!

5 Fotografiere beim Fahren

Auto in Fahrt
Auto fotografieren in Bewegung

Sieh dir eine Szene aus mehreren Perspektiven an.
Eine sehr einfache Möglichkeit, ein cooles Bild zu bekommen, ist, das Auto aus einem anderen fahrenden Wagen heraus zu fotografieren. Aber bitte sei dabei vorsichtig!

Versuche zum Beispiel, das Auto aus dem Fenster zu fotografieren, beispielsweise aus einem zweiten Fahrzeug, während beide mit einer Geschwindigkeit von 60 km/h fahren. Benutze eine Verschlusszeit von 1 / 30 s bis 1 / 100 s, um Bewegung zu visualisieren. Auf diese Weise erhältst Du eine schöne Bewegung auf der Straße und auf den Rädern. Du können die Verschlusszeit sogar noch länger machen, allerdings erhöht sich dadurch die Wahrscheinlichkeit, dass Du unscharfe Fotos erhältst. DIesen Effekt nennt man übrigens Bewegungsunschärfe. Beachte dabei die Regel für die längstmögliche Verschlusszeit.

Das ist eine Technik, die in der Welt der Motorsportfotografie verwendet wird, aber auch in der Welt der Werbefotografie für Autos. Die Idee ist es, das Auto in Bewegung einzufangen, während es entweder auf einer Rennstrecke oder auf einer atemberaubenden, bergigen Straße fliegt, um das Auto des Herstellers optimal aussehen zu lassen. Dieser Effekt beinhaltet, dass das Auto im Fokus bleibt, während der Hintergrund unscharf wird.

Die einfachste Form dieser Technik wird aus der Hand verwendet und erfordert, dass du dich als Fotograf drehst und dich in einer Linie mit dem sich bewegenden Objekt bewegst, während du deine Aufnahme machst. Es ist wichtig, dass du die erwartete Bewegung deines Motivs kennst, bevor du mit der Aufnahme beginnst und dich in einer Linie mit dem Motiv bewegst. Das ist einfacher, als es klingt, und erfordert nur ein wenig Übung!

Die alternative Schwenktechnik, die du anwenden kannst, ist, ein Auto von einem anderen fahrenden Fahrzeug aus zu fotografieren. Wenn sich beide mit ähnlicher Geschwindigkeit bewegen, ist eigentlich keine Kamerabewegung nötig, aber es wird ein ähnlicher Effekt erzielt wie ein stationärer Schwenk. Ich empfehle dir aber nicht, deine Kamera schon jetzt aus dem Fenster eines fahrenden Autos zu halten, sondern fange mit den Grundlagen an und wenn du bereit bist, kannst du dich steigern!

6 Schwenke für Bewegungsunschärfe

Auto in Bewegung
Auto fotografieren durch Mitziehen: 1/60s

Du könntest neben der Straße stehen und das Auto im Vorbeifahren fotografieren. Folge ihm mit Deinem Objektiv in einer gleichmäßigen Bewegung und stelle die Belichtungszeit auf ca. 1/60s. Das ist die Perfekte Verschlusszeit für Objekte in Bewegung. Du wirst sehen, wie einfach das ist! Das Auto wird scharf sein, der Rest verwischt, und die Räder drehen sich im Bild. Das nennt sich Bewegungsunschärfe.

Die Räderbewegung bringt Dynamik ins Bild und lässt den Wagen weniger statisch erscheinen.

7 Die Farbe des Autos

BMW Detail
BMW: Fotografie von Details des Autos richtig präsentieren

Alle Farbtypen reagieren zu verschiedenen Tageszeiten unterschiedlich auf das Licht. Metallic-Lack funkelt je nach Lichtintensität anders. Die meisten Farben mögen kein direktes Sonnenlicht. Auch hier gilt der Tipp der richtigen Tageszeit zur goldenen Stunde.

Sieh Dir dieses Bild des Details aus einem BMW an. Verschiedene Grüntöne kontrastieren mit dem Scheinwerfer. Grundsätzlich wirken Bilder mit Details besonders dann, wenn sie im richtigen Licht fotografiert werden.

8 Wähle den Hintergrund sorgfältig aus

Fiat 500
Fiat 500 unter Allee bei diffusem Licht: Das Auto mit dem Picknickkorb passt gut in die Umgebung.

An welchem Ort fotografiert man am besten?

Wichtig bei der Autofotografie ist, dass der Hintergrund nicht ablenkt. Und dass er zum Wagen passt. Ein Supersportwagen vor einem Altersheim passt genau so wenig wie ein VW Bus mit Surfbrett oben drauf vor einem Supermarkt. Vermeide es daher, Objekte und Personen im Hintergrund zu haben, die das Auge vom Hauptmotiv ablenken. Dinge wie Mülltonnen, Leitungen und anderes können ein Bild zerstören.

Je weniger in Fotos ablenkt, desto besser.

Eine gleichmäßige Fläche wie Wald ist perfekt. Eine Skyline oder ähniches sind in Ordnung, solange sie in Unschärfe aufgelöst sind. Benutze dazu eine offene Blende bis max. f/5.6.

Ein teures Auto kannst Du gut vor einem Schloss fotografieren, einen Jeep im Wald und einen SUV im Gelände. Es kommt immer auf den Zweck an, den das Foto später haben soll. Ähnlich wie bei Tieren solltest du das Auto in seiner typischen Umgebung zeigen. Hintergrund und Location sind für die perfekte Autofotografie entscheidend!

9 Lasse den Wagen mit der Natur interagieren

SUV fotografieren
Location gut, alles gut: Fotografie eines SUV im Gelände

Hier ist eine weitere Möglichkeit, ein Foto ansprechend aufzunehmen:

Lasse das Auto mit seiner Umgebung interagieren.

Beispiele hierfür könnte ein Auto sein, das Staub aufwirbelt. Oder ein SUV, das über ein Hindernis fährt. Gerade bei Spezielfahrzeugen wie SUVs, Geländewagen oder Cabrios wähle die Location für die Autofotografie richtig aus. Der fotografische Kontext sollte stimmen. Das macht deine Fotos lebendig!

Ein Auto muss man schießlich nicht nur auf der Straße fotografieren. Es gibt besseren Untergrund für actionreiche Bilder. Und Fotos von Autos dürfen auch Emotionen wecken.

10 Fotografiere dein Fahrzeug bei Nacht

Mercedes
Richtige Location und Präsentation für den Mercedes.
Video und Fotos von Autos lassen sich auch im Studio bei geführtem Licht aufnehmen, wenn das Studio groß genug ist.

Autos fotografieren bei Nacht? Das mag abschreckend klingen, aber Du wirst erstaunt sein, wie einfach es ist! Das größte Geheimnis dabei ist, einen Ort zu finden, an dem es komplett dunkel ist. Jegliche Straßenlaternen oder sogar der Vollmond könnten dir das Leben schwer machen.

Wenn Du die richtige Stelle gefunden haben, baue die Kamera auf einem Stativ auf. Stelle den ISO-Wert auf 100, die Verschlusszeit auf 30 Sekunden und die Blende auf f/8. Wenn sich der Verschluss öffnet, nimmst Du eine starke, konstante Lichtquelle und gehst damit um das Auto herum und malst es mit Licht an. Dazu eignet sich eine normale Taschenlampe.

Hier gibt es keine Regeln. Bemale das Auto auf unterschiedliche Weise, um verschiedene Effekte zu erzielen. Wenn Du verschiedene Lichtfarben verwendest, kommst du dem Lightpainting schon sehr nah.

Im Grunde ist das Fotografieren von Autos nicht anders als bei anderen Motiven. Denke immer zuerst nach, was du mit dem Bild für eine Information transportieren willst. Wer ist der Betrachter? Soll das Bild einem Käufer Lust auf deine Auto machen? Oder willst du nur ein paar Erinnerungsfotos für dich selbst?

11 Die Wahl von Kamera und Objektiv

Grundsätzich gibt es keine schlechte Kamera. Viel wichtiger ist, dass du sie blind bedienen kannst. Und dass dir alle Einstellungen klar sind.

Selbst mit der kleinsten Spiegelreflexkamera für Einsteiger kannst Du aussagekräftige Fotos vom Wagen produzieren. Deine Kamera sollte allerdings die Möglichkeit haben, Wechselobjektive anzusetzen. So kannst Du den Bildwinkel, die Perspektive und somit die Bildwirkung eindrucksvoll ändern. Probiere verschiedene Perspektiven einer Szene aus! Nutze diese und jene Einstellungen. Üben ist das Zauberwewort.

Als Objektiv genügt ein Standardzoom mit einer Brennweite zwischen 24 und 135mm. Damit hast Du gleich mehrere Objektive in einem in der Tasche. Das kann auch ein Kit-Objektiv sein. Solltest Du „nur“ ein festes 50mm haben, ist das auch vollkommen in Ordnung, denn es entspricht dem normalen Augeneindruck.

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1 Kommentar

  1. Super Beitrag, danke für die vielen Tipps. Ein Auto zu fotografieren während es fährt finde ich immer eine große Herausforderung. Die Tipps werde ich aber auf jeden Fall beim nächsten Autofotoshooting mal anwenden. Viele Grüße

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