Foodfotografie und Stilleben fotografieren

Ruhende Gegenstände sind vergleichsweise einfach zu fotografieren. Wichtig ist neben einer passenden Beleuchtung auch der Hintergrund, der sich vom Hauptmotiv farblich oder in der Bildschärfe abheben sollte. Stilleben richtig fotografiert !

Stilleben fotografieren  und Foodfotografie sind fast identisch
Stilleben

Dabei empfiehlt es sich, verschiedene Blickwinkel auszuprobieren oder zu überdenken und den Bildausschnitt sorgfältig zu wählen. Speziell bei recht kleinen Gegenständen, die aus einer nicht zu großen Entfernung aufgenommen werden, ist insbesondere die Schärfentiefe zu beachten. In der Foodfotografie meine ich damit alles, was unter der Größe eines Hühnereis liegt, z.B. Sushi.

Bei Foodfotografie geht es im Grunde immer um Stilleben.

Beleuchtung bei der Foodfotografie

Dabei erfolgt die Beleuchtung am besten seitlich, nie nur von hinten und selten nur frontal. Außerdem am wirkungsvollsten ist die Verwendung mehrerer Lichtquellen oder von Reflektoren wie großen weißen Blättern. Dadurch entstehen neben dem Kernschatten mehrere Halbschatten, die insgesamt weicher und natürlicher wirken.
Auch den Einsatz des Blitzes sollte man wegen der oft auftretenden Reflexionen und harten Schatten möglichst vermeiden. Stattdessen eine etwas längere Belichtungszeit und die Verwendung eines Stativs oder einer Unterlage in Betracht ziehen!

Farbtemperatur und Weißabgleich

Die einheitliche Farbtemperatur der Lichtquellen ist jedoch zu beachten: Sogenanntes Mischlicht (gleichzeitige Beleuchtung mit kühlerem Tages- UND wärmerem Glühlampenlicht) führt zu partiellen Farbverschiebungen, die nachträglich kaum oder nur schwerlich zu korrigieren sind. Insbesondere bei der Foodfotografie ist das ärgerlich, wenn Zitronen später grün sind oder Eier orange.

Ein häufiger Anfängerfehler bei Sachaufnahmen ist die Verzerrung der Gegenstandsproportionen durch einen zu geringen Aufnahmeabstand.
Daher auf keinen Fall Smartphones zum Fotografieren benutzen !

Aufnahmeabstand

Zur formatfüllenden Abbildung ist dabei in der Regel eine etwas längere Brennweite, notfalls später eine Ausschnittvergrößerung erforderlich. Auch eine unbedacht große Kamerahöhe kann zu unattraktiven oder verzerrten Ansichten beitragen. Eine eher frontale Aufnahme erschwert zwar die Gestaltung eines sauberen Hintergrundes, führt aber bei den meisten Motiven zu einem attraktiveren und informativeren Bild.