Wie du durch Fotoanalyse deine eigene Fotografie verbesserst

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Indem wir Fotos analysieren, die uns gefallen, machen wir große Fortschritte zu besseren Fotos. Auf was sollten wir also achten? Wir sehen uns in einer Fotoanalyse das Licht und vielleicht die Daten zum Bild an: Verschlusszeit, Blende, ISO und den Aufnahmestandpunkt. Aber ist das alles?

Fotografie lernen durch Analysieren von Fotos

Wenn du dir einen Haufen Fotos ansiehst, gibt es fast immer ein paar, die dir gefallen.

Und du sagst: „Ich wünschte, ich könnte solche Aufnahmen machen“.
Oder „Wie kann ich solche Fotos machen“?

Wenn du dich dabei ertappst, bist du auf dem richtigen Weg. Jetzt fehlt dir nur noch eine Fotoanalyse.

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Die Fragen, die du dir in der Fotoanalyse stellen musst:

  1. Zu welcher Tageszeit wurde das Foto ungefähr aufgenommen?
    Sehr früh am Morgen (kühle Farben), gegen 8-9 Uhr, gegen Mittag, am frühen Nachmittag, am späten Nachmittag, am Abend (warme Farben), in der Abenddämmerung?
    Hinweis: Durch die Einstellung des richtigen Weißabgleichs – in der Kamera oder bei der Bildbearbeitung – kannst du die Farbbalance und damit das „Gefühl“ des Fotos verändern.
  2. Wie war die Qualität des Lichts?
    Weich, mittel, mittelhart, hart? Tipp: Achte bei der Fotoanalyse auf die Stärke der Schatten.
  3. Wie war die Richtung der Sonne?
    Frontal, halbwegs zwischen frontal und seitlich, seitliches Licht, Gegenlicht? Die Richtung des Schattens kann als Orientierung dienen.
  4. Wie war der Winkel des Lichts zum Motiv? Ungefähr 30 Grad, 60 Grad, Oberlicht?
  5. Welche Brennweite muss verwendet worden sein? Weitwinkel, Normal, Tele? ) Bitte beachte den besonderen Hinweis unten.
  6. Wenn Weitwinkel, wie weit? Wenn Teleobjektiv, welche Brennweite ungefähr?
  7. Welche Verschlusszeit wurde ungefähr verwendet
    Sehr langsam, also mehrere Sekunden, „normal“ 1/30 s bis 1/250 s, schnell, ultraschnell.
  8. Wo befindet sich der Fokuspunkt?
    Sehr nah am Vordergrund, ein Drittel bis zur Hälfte der Szene, oder dreiviertel der Szene, unendlich.

Ich gebe zu, dass man bei der Fotoanalyse mit einigen Antworten falsch liegen kann. Das ist ein Lernprozess, und ich glaube fest daran, dass man nicht lernt, wenn man nicht versagt! Aber wie kannst du dann feststellen, ob alle deine Antworten richtig sind? Ganz einfach. Lerne, dich an den EXIF-Daten in deinen digitalen Dateien zu orientieren. Die EXIF-Daten zeigen das Kameramodell, die Verschlusszeit, die Blende und den ISO-Wert, der für die Aufnahme verwendet wurde. Sie zeigen auch andere Daten, die für dich von Interesse sein können oder auch nicht. Wenn du keine Daten zum Foto hast, musst du die Fotoanalyse anhand deiner Augen durchführen.

Wenn du deine eigenen Fotos regelmäßig wie oben beschrieben einer Fotoanalyse unterziehst, wird sich ein Muster herausbilden. Es zeigt, warum dir diese Bilder gefallen und welche Einstellung du verwenden solltest, um ähnliche Aufnahmen zu machen.

Übrigens, kennst du schon die Rubrik Bildbewertung bei Webdigital? Hier bewerten wir Bilder nachvollziehbar. Sieh es dir doch mal an.

Besonderer Hinweis

Wie kannst du erkennen, ob ein Foto mit einem Weitwinkelobjektiv aufgenommen wurde? Woran erkennst du in der Fotoanalyse, dass ein Foto mit einem Teleobjektiv aufgenommen wurde? Nun, einige Erkennungszeichen sind sehr offensichtlich:

Weitwinkelobjektive decken einen viel größeren Bereich ab als ein „normales“ Objektiv. Das Bild sieht also irgendwie breiter aus! Aber es gibt noch eine andere Möglichkeit, dies zu überprüfen.

Wenn du ein Weitwinkelobjektiv so verwendest, wie es eigentlich gedacht ist – indem du ein interessantes Element nahe ans Objektiv hältst, passiert Folgendes:

  • Das nahe gelegene Element wird in seiner Größe vergrößert und betont.
  • Der scheinbare Abstand zwischen dem Vordergrundelement und dem Hintergrund wird größer. Dadurch wirken die Hintergrundelemente viel kleiner. Zum Beispiel erscheinen die Berge im im Hintergrund winzig im Verhältnis zu dem riesigen Vordergrund.
  • Die Tiefenschärfe ist groß. Es ist also alles von vorne bis hinten scharf.
Felsen und Meer
Typisches Weitwinkel-Bild mit Betonung des Vordergrunds.
Canon EOS 7d EF-S10-22mm f/3.5-4.5 USM 10.0mm · ƒ/14.0 · 15/1s · ISO 100

Wenn du ein Teleobjektiv so verwendest, erscheinen die Objekte im Hintergrund größer.
Je größer die Brennweite, desto näher erscheint der Hintergrund.

Landschaft Hochformat
Fotoanalyse: Mit einem Teleobjektiv rückt alles zusammen.
Kirche und Berge sind fast gleich groß.

Wo du in einer Landschaft fokussierst

Die Blende und die Brennweite bestimmen die Schärfentiefe, also den Bereich der Schärfe in deiner Aufnahme. Für Landschaftsaufnahmen verwenden wir in der Regel eine Blende von f/11 oder f/16 bei einem Weitwinkelobjektiv, um eine maximale Schärfentiefe zu erreichen.

Bestimme zunächst den nächstgelegenen Punkt deines Bildes, den du scharf haben möchtest. Nehmen wir an, dass dies ein Meter ist. Nun stellst du das Objektiv auf die doppelte Entfernung (also 2m) scharf. Du brauchst diese Entfernung nicht mit einem Maßband zu messen, sondern kannst sie nach eigenem Ermessen bestimmen. Stelle nun das Objektiv auf die gewünschte Blende ein (in unserem Beispiel f/11 oder f/16) und mache die Aufnahme.

Verschlusszeiten

Die Verschlusszeit, die du verwendest, bestimmt die Schärfe im Fokuspunkt. Dies kann zu unserem Vorteil genutzt werden, um Bewegung darzustellen oder die Aktion einzufrieren.

Langsame Verschlusszeiten (von einigen Sekunden bis etwa 1/30 Sek.) erzeugen die Illusion von Bewegung. Kurze Zeiten dagegen (von 1/250s bis 1/8000s) können das Geschehen einfrieren. Je kürzer die Verschlusszeit, desto mehr wird das Geschehen eingefroren.

Der endgültige Effekt hängt natürlich von der Brennweite, der Geschwindigkeit, dem Abstand, der Blende und der Verschlusszeit ab.

Indem du, wie oben erwähnt, Fotoanalyse betreibst und dir Notizen machst, wirst du feststellen, dass sich deine Bilder verbessern werden. Diese Übung musst du immer wieder machen. Denke daran, dass du regelmäßig trainieren musst, wenn du ein Sportler werden willst. Das Gleiche gilt für die Verbesserung deiner Fotografie.

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