Nachtfotografie: 9 Profi-Tipps für erfolgreiche Fotos

3. Belichtungszeit

Im Grunde ist die Belichtungszeit nachts egal, sollte man meinen, wenn man ohnehin ein Stativ benutzt. Das ist auch grundsätzlich richtig. Wenn man jedoch Aufnahmen vom Mond macht oder Sterne mit im Bild hat, ist die Erddrehung im Bild sichtbar ! Deshalb:

Bei Aufnahmen mit Mond oder Sternen auf kurze Belichtungszeit achten.

Bedingt durch die Erdrotation werden bei zu langen Belichtungszeiten die Sterne als Striche abgelichtet.

Sternenhimmel
Sichtbare Erddrehung durch zu lange Belichtungszeit: Sterne werden zu Strichen
Astrofotografie: Spektakuläre Bilder ohne Spezialausrüstung - Neuauflage 2019
  • Katja Seidel
  • Herausgeber: Rheinwerk Fotografie
  • Auflage Nr. 2 (23.08.2019)
  • Gebundene Ausgabe: 392 Seiten

Als Formel zur Vermeidung von “Strichen” rechnet man: 500 geteilt durch die verwendete Brennweite und den Cropfaktor.
Das ergibt bei Vollformat (Cropfaktor 1x) beispielsweise bei einem 20mm:
500:20 = 25s.
Bei einem 500mm-Objektiv ist es nur noch eine Sekunde !

Bei großen Sensoren über 24 Megapixel sollte man kürzer belichten, da die Sensoren Unschärfen und “Sternbewegungen” noch weniger verzeihen.

Mond
Mondaufnahme, formatfüllend, Brennweite ca. 1000 mm

Beim Objektiv für die Mondfotografie auf eine Brennweite von mindestens 500mm achten! Als Kompaktkamera eignet sich aufgrund der technischen Anforderungen lediglich eine Kamera mit sehr langer Brennweite, wie die Nikon Coolpix P1000. Weiter zum nächsten Nachtfotografie-Tipp…